Entschuldigt wenn ich frage...

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von musterblume 02.02.11 - 09:49 Uhr

Hallo

erstmal eine #kerze an alle #stern.

Ich hatte mal vor Jahren eine FG ohne As.

Und habe nun 4 Kinder aber alles Frühgeburten.Iich schaue immer wieder hierrein und lesse die traurigen Nachrichten.

Ich muß sagen wenn das Kind noch innerhalb der ersten drei Monate abgeht sehe ich es noch als Laune der Natur bzw. des Körpers.

Was ich habe bis heute nicht verstehe , die babys die abgehen obwohl se eine Überlebenschance hätten.

Warum sin Eure Babys so spät quassi doch Stll Geboren?

Ich kann es nicht wirklich verstehen. Für diese Babys tut es mir besonders leid.

Ihr müßt nicht schreiben, wenn Ihr nicht wollt.

Aber mich tut wirklich interessieren wie ein Baby zBsp. in der 30 SSW stirbt. Wo es doch eigentlich sehr gute Überlebenschancen hat.

Beitrag von tammi04 02.02.11 - 10:23 Uhr

Tja, warum stirbt ein Mensch? Manche sterben, bevor sie geboren werden. Manche sterben als Säuglinge. Manche sterben im Kindesalter oder erst mit 114 Jahren. An Krankheiten, an dummen Zufällen, an Unfällen. Eine Freundin von mir starb mit 36 Jahren, einfach so, ohne erkennbare Ursache lag sie eines Abends tot in ihrer Wohnung. Auch die Obduktion ergab keinen Grund für diesen Tod.

Der Tod ist keine Laune der Natur, er gehört zum Leben.

Beitrag von musterblume 02.02.11 - 11:04 Uhr

Das der Tot zum Leben gehört weis ich und habe es selber schon erleben müßen. Ich finde es aber bei Babys und auch Kindern besonders Traurig.

Beitrag von sternenmami 02.02.11 - 10:48 Uhr

hallo,
also um es dir etwas verständlicher zu machen erzähle ich dir mal kurz unsere geschichte. ich hatte von anfang an eine ganz normale und unkomplizierte schwangerschaft. irgendwann aber fing ich mir ganz unbemerkt einen virus ein. (vermutlich röteln) dieser griff aber mein kind nicht an und ich merkte auch nichts von dem virus. die plazenta meines kleinen hat ganze arbeit geleistet, ist nur dabei leider selbst betroffen wurden. sie entzündete sich (zwar minimal und nur unter dem mikroskop zu erkennen) doch dadurch wurde die ausreichende sauerstoffzufuhr zu meinem sohn gekappt und er bekam nicht mehr genug davon. da wir ja erst in 3 wochen wieder einen termin hatten und ich ja (ohne ultraschallgerät) nicht in mich hineinschauen kann, bekam ich von allem nichts mit. zumal bei der letzten untersuchung alles optimal war. alles war so wie es sein sollte, einfach perfekt. tja wäre ich damals schon nach zwei wochen anstatt nach 3 zum arzt gegangen hätte man mir eine infusion legen können oder einen kaiserschnitt machen können, doch da ich ja erst in 3 wochen wieder einen termin hatte war es zu spät. das alles geschah innerhalb einer woche. damals hatten wir auch noch kein angelsound oder ähnliches womit wir die herztöne abhören hätten können. somit bekamen wir also erst etwas davon mit als es schon zu spät war und so musste bzw durfte ich meinen wunderschönen kleinen engel im juni 2010 in der 33.ssw still zur welt bringen. und nicht nur mir geht es so... im großen und ganzen ist der grund für die stillen geburten einfach nur der, dass man nicht alles sofort mitbekommt und es dann zu spät ist. denn man kann nicht bemerken ob sich das kind gerade einen knoten in die nabelschnur macht oder ob es sich die nabelschnur um den hals wickelt etc. alles das sieht man erst beim arzt auf dem ultraschall und auch in unserem fall, wenn sich so eine krankheit nicht bemerkbar macht. diese kleinen tücken und unfälle können einem kind, dass eigentlich kerngesund ist, manchmal das leben kosten.#schmoll
ich hoffe ich konnte dir eine einigermaßen verständliche antwort auf deine frage geben...

glg #sternmami mit gabriel und stella fest im #herzlich

Beitrag von musterblume 02.02.11 - 11:00 Uhr

Danke

Ja so konntest Du mir die Frage beantworten. Tut mir sehr leid um dein #stern.

Meinst Du das dein Kind und vielleicht viele andere gerettet werden könnten wenn die Untersuchungen noch engmaschicker wären.

Ich fand bei mir die Abstände schon zu groß obwohl ich Risikoschwanger war, wegen Frühgeburtsrisiko.

Wünsch jedenfalls viel Kraft n der Zukunft und noch viele Kinder (falls geplant)

Beitrag von sternenmami 02.02.11 - 11:29 Uhr

naja also ich finde 4 wochen abstände persönlich sehr lang. ich hätte lieber (was ich ja jetzt als risikoschwangere auch bekomme) 2-3 wochen abstände. allerdings muss ich sagen, dass das risiko dann vermutlich geringer ist dass soetwas passiert weil man es früher mitbekommen würde, aber andererseits ist es ja auch so, dass manche dinge einfach von jetzt auf gleich und von heute auf morgen passieren und dann würden auch die engmaschigeren abstände nichts nützen. es gibt solche und solche fälle. ich denke in unserem fall, ist es angebrachter enmaschiger zu kontrollieren. obwohl es in den 3 wochen passieren kann genau wie auch in 2 oder einer woche. bei unserem großen waren es drei wochen und es ist passiert bei unserem zweiten wurm (FG im oktober 2010) waren es nur 2 wochen und auch da ist es passiert. um wirklich auf nummer sicher zu gehen, müsste ich glaube ich 24std rund um die uhr bewacht werden mit ultraschall, ctg etc.
und JA wir wollen noch ganz viele ( bisher sind 3 weitere geplant) bekommen.;-)

glg#winke

Beitrag von musterblume 02.02.11 - 12:09 Uhr

Dann wünsche ich ganz viel Glück und das es nicht mehr passiert.

Beitrag von bunny2204 02.02.11 - 11:06 Uhr

Ich kann dir nur sagen, wie es bei einer guten Freundin war....

sie hatte in der 32. Woche einen Blasenriss, dann bekam sei eine Lungereife und wenn die wirkte sollte der Kleine in der 34. SSW geholt werden. Sie lag im KH und wurde streng überwahct. Es war alles super, auch FW war genug vorhanden, ging nur tröpfchenweise ab und dann ist völlig überraschend die Plazenta abgegabnen und das Baby starb.

LG BUNNY #hasi mit Florian (Totgeburt in der 15. SSW)

Beitrag von musterblume 02.02.11 - 11:27 Uhr

Oje das tut mir leid.

Das ist echt grausam.

Beitrag von verzweifelte04 02.02.11 - 11:46 Uhr

Hallo!

kein leben ohne tod.. der tod gehört dazu, so schmerzhaft es ist.

unser Sohn Raphael wurde in der 31. woche still geboren, er war kerngesund. er starb an einer doppelten straffen nabelschnurumschlingung, die die sauerstoffzufuhr unterbrach.

ich war 3 tage zuvor noch zum ultraschall und doppler, es war alles bestens...

ihm war wohl nur dieses kurze leben bestimmt, aber ich bin dankbar, dass er dies mit uns verbringen wollte!

lg
Claudia
mit #stern Emilia und #stern Raphael ganz fest im herzen

Beitrag von musterblume 02.02.11 - 11:58 Uhr

Das tut mir so leid.

Ihr tut mir alle so leid.

Ich wünsch Euch alle Kraft der Welt.

Und Danke das Ihr mir geantwortet habt.

Beitrag von 20baby08 02.02.11 - 12:45 Uhr

Unser sohn Jamie starb in der 32ssw,weil sich die Plazenta löste und er so keine Versorgung mehr bekam...

#kerze#herzlich wir lieben und vermissen dich so sehr!!!!!

Beitrag von musterblume 02.02.11 - 12:57 Uhr

Mein herzlichstes Beileid.


Meine Tochter kam in der 32 SSW zur welt und hat zum glück überlebt.

Wie verkraftet Ihr das nur.

Beitrag von tanjchick55 02.02.11 - 15:06 Uhr

ich hatte eine stille geburt in der 18 ssw nach einer fwu.
nie hätte ich es gedacht, dass mir so etwas passieren würde. hätte ich es blos nie machen lassen. ich bereue es sehr. aber es hätte einfach nicht sein sollen, dass dieses kleine engelchen bei uns bleibt.

Beitrag von musterblume 02.02.11 - 17:28 Uhr

Aus dem Grund habe ich die bei mir abgelehnt, genauso das legen einer Cerclage. Obwohl mein letztes Kind hätte abgehen können.

Aber woher solltest Du das auch vorher wissen.

Beim nächsten Kind wirds bestimmt nicht passieren. Viel Kraft und Glück

Beitrag von engelsmutter 03.02.11 - 17:12 Uhr

Hallo, tut mir leid, was dir passiert ist.

Ich frage dich jetzt einfach mal, warum lässt man mit 27 Jahren eine FWU machen? Gab es Anhaltspunkte, dass was nicht in Ordnung war?

lg Engelsmutter

Beitrag von francie_und_marc 02.02.11 - 18:33 Uhr

Hallo!

Mein Sohn starb durch einen medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch. In der 20.SSW wurde mit Tabletten die Geburt eingeleitet und 4 Tage später kam er still zur Welt. Er war so schwer krank das wir sein Leiden abkürzen wollten. Er hätte höchstwahrscheinlich die SS nicht überlebt bzw. hätte er überlebt hätte er nur gelitten um bald darauf zu versterben, wir liessen ihn gehen. Diese Entscheidung zu treffen war das Schlimmste was ich je in meinem Leben durchgemacht habe und das hat einen anderen Menschen aus mir gemacht. Diese Woche Sonntag wäre sein ET gewesen. #heul

LG Franca mit Marc fest an der Hand, Marten still geboren 21.SSW am 19.09.2010 tief im #herzlich und Bauchwunder #ei 11.SSW.

Beitrag von musterblume 02.02.11 - 19:03 Uhr

Lauter so unterschiedliche Tragische Schicksale.

Ich wünsch Dir ganz ganz viel Glück in dieser Schwangeschaft.

Beitrag von francie_und_marc 03.02.11 - 19:46 Uhr

Danke dir.

Beitrag von .stepke. 02.02.11 - 21:16 Uhr

Huhu,

es gibt 1000 Gründe, warum ein Baby im 2. oder letzten Drittel der Schwangerschaft oder sogar kurz vor der Geburt stirbt.

Und ganz oft findet man auch gar keinen...

Meine beiden Söhne kamen jeweils nach einem vorzeitigen Blasensprung zur Welt.
Timon 2006 in der 20.SSW und Mattheo 2008 in der 24.SSW.
Das war natürlich für beide viel zu früh und so kam Timon schon tot zur Welt und Mattheo überlebte seine Geburt nur ca. 20 Minuten.

Eigentlich hätte Mattheo mit 550g vielleicht schon ein paar Chancen gehabt, aber in dem KH, wo ich lag, versorgt man die Kids erst ab 24+0.
In anderen Häusern wird es auch schon eher versucht.
Stellt sich immer die Frage, ob es gut so war oder nicht....aber ich hoffe einfach, dass ihm viel erspart blieb.

LG Stepke

Beitrag von musterblume 03.02.11 - 06:30 Uhr

Ja vielleicht lag es bei deinem Mattheo noch an der Zeit wo sie ihm noch nicht geholfen haben, heute helfen sie ja auch Babys die weit unter den 500 g liegen.

Ob du Ihm damit was erspart hast oder ob er doch ein normales kind geworden wäre, das kann glaube niemand beantworten. Und Du kannst die frage am wenigsten beantworten.

Die Frage ...Was wäre wenn...? die kann niemand beantworten.

Aber diese Frage habt Ihr Euch bestimmt immer wieder gestellt.

Aber Du hast ja gesunde Kinder , das hilft Dir bestimmt.

Ich wünch Dir mit deinen Kindern viel Freude.

Beitrag von .stepke. 03.02.11 - 20:35 Uhr

Mattheo ist vor 2 Jahren gestorben...auch da wurden schon Kinder unter 500g versorgt.

Das Gewicht ist auch gar nicht DAS Kriterium, sondern die Schwangerschaftswoche.
Wenn das Kind nach 24+0 geboren wurde, MUSS es versorgt werden, auch wenn es vielleicht nur 350g wiegt.

Aber alles vor 24+0 können Ärzte und Eltern entscheiden.
Auch wenn das Kind dann schon über 500g wiegt...

Ja, meine Kinder machen mir unheimlich viel Freude...der Schmerz bleibt trotzdem und auch meine Kinder trauern um ihre Brüder.

LG Stepke