ich bin total traurig

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von lene77 02.02.11 - 10:18 Uhr

Hallo ihr Lieben,

also, ich bin seit August 2009 allein erziehend. Jedes 3. WE gehen die Kinder zu ihrem Vater. Sie sind 5 und 3 Jahre alt.
Nun war es gestern so das ich Spätdienst hatte und die Kids gegen 16.00 Uhr zur Tagesmutter, die hier in meiner Wohnung auf sie gewartet hatte, von Vater und Opa gebracht wurden.
Die Kinder sagten dann zur TaMu sie mögen weder sie noch mich, sie wollen beim Vater bleiben und fingen dann auch direkt an Tüten zu packen. Die TaMu hat sie machen lassen, sie wollte jetzt nicht in die aufgewühlte Gefühlslage der Kinder eingreifen und hat sie halt machen lassen. Das fand ich Ok, hätte ich vielleicht auch so gehandhabt.
Ich kam dann gestern Abend um 21.30 Uhr nach Hause, die Kids haben natürlich schon geschlafen. Heute Morgen dann gab es keine wirkliche Begrüßung für mich, obwohl ich auf die Kids zugegangen bin. Mein Großer hat sich so benommen als wäre er nicht weg gewesen, der Kleine hat mich doch mehr oder weniger "begrüßt" nach dem WE ohne Mama.
Dann, kurz bevor wir zum Kiga fahren wollten fing mein Großer plötzlich an zu weinen und meinte er möchte wieder zu seinem Vater.
Ich war in dem Moment völlig fertig.
Natürlich habe ich, im Gegensatz zu meinem Mann, nicht so viel Zeit für die Kinder. Ich gehe arbeiten (Pflege), habe den Haushalt und was halt sonst noch so anfällt. Mein Mann ist seit Mitte 2009 krank geschrieben, bzw. jetzt ohne Job und wohnt wieder bei seinen Eltern. Wenn die Kinder am WE zu ihm kommen tanzt immer irgendwer um sie herum. Seien es die Großeltern oder aber mein Mann. Sie haben keine Verpflichtungen, es ist Wochenende und sie gestalten die Zeit natürlich mehr als schön ... stehen gemütlich auf, Frühstücken ausgiebig, spielen den lieben, langen Tag ...
Das kann ich halt nicht wirklich leisten.
Mein "Problem" ist das mein Großer das ja noch nicht wirklich verstehen kann. Er sagte mir ja auch, auf meine Frage wieso er wieder zum Papa will, das dieser so viel mit ihm machen würde.
Ich habe ein schlechtes Gewissen obwohl ich das doch eigentlich gar nicht haben müßte. Ich kann nicht einfach meinen Job aufgeben damit ich so viel mehr mit den Kindern machen kann. Und "mal eben" einen anderen Job suchen der mir das Überleben und das meiner Kinder sichert, bei dem ich aber auch sehr viel mehr Zeit habe für meine Familie (sprich mehr frei), wäre zwar schön, ist aber nicht machbar.
Geht es jemandem genau so?
Wenn die Kids erstmal wieder länger hier sind "kriegen sie sich auch wieder ein" ... Gestern, bzw. heute morgen, das fand ich schon ziemlich heftig, ok, es war auch da 1. Mal das ich nicht da war als sie kamen ...
Ach Mann, ich bin total frustriert.
Und mein Ex steht da und grinst sich Einen. Wobei ich weiß, würde er arbeiten und in einer eigenen Wohnung wohnen, dazu noch die Kinder hätte, wäre er nach ein paar Tagen mehr als überfordert ...
Meine Kinder verstehen das einfach noch nicht ... wieso es beim Papa immer nur Spiel und Spaß gibt und hier halt alles etwas straffer ist ... mit Verpflichtungen und all dem Klatsch ...
Da kann ich nicht den ganzen Tag spielen ...

Traurige Grüße, Lena

Beitrag von drea-84 02.02.11 - 10:53 Uhr

Hallo Lena,

ich kann dir zwar keinen Tip geben - drücke dich aber einfach mal von ganzem Herzen #liebdrueck

GLG
Andrea & #baby-boy (23. ssw)

Beitrag von lene77 02.02.11 - 10:58 Uhr

Danke :-)

auch wenns nur ne' virtuelle Umarmung war :-D

Lg, Lena

Beitrag von janamausi 02.02.11 - 19:44 Uhr

Hallo,

ich finde es ganz ungünstig, dass die Kinder heimgebracht wurden und nur die Tagesmutter da war.

Versetz dich mal in die Lage deiner Kinder: Bei ihrem Vater können sie nicht bleiben (obwohl dieser Zeit hätte) und müssen stattdessen zur Tagesmutter weil Mama arbeiten muß.

Könnt ihr es nicht so planen, dass wenn Du am Wochenende arbeiten musst die Kinder bei ihrem Vater bleiben und er diese am Montag in den Kiga bringt? Oder er sie zumindest später heimbringt? Ich verstehe es ehrlich gesagt auch nicht, warum er die Kinder um 16 Uhr heimbringt wenn Du nicht da bist? Da hätte es ja gelangt, wenn er sie erst heimbringt, wenn die Kinder ins Bett müssen.

Alle 3 Wochen ist auch sehr wenig. Kann man das nicht erweitern? Auf alle 2 Wochen? Vielleicht kommt dann auch mehr Routine und Alltag in das Leben der Kinder mit dem Vater.

LG janamausi

Beitrag von lene77 03.02.11 - 12:44 Uhr

Hallo,

mein Mann wohnt 150km weit weg, deshalb geht das nicht mit jedem 2. WE (das ist ihm zu viel Fahrtzeit, kann ich auch verstehen ... das wären 4 Stunden für Hin und zurück, zudem fährt immer entweder sein Vater od. seine Mutter mit)
Würde mein Mann in der Nähe wohnen hätten sie sicher dableiben können, dann hätte er sie nämlich auch in den Kiga bringen können.
Er hat sie deshalb erst um 16.00 Uhr gebracht weil der Kiga an diesem Tag bis 16.00 Uhr ging und die "Arbeit" der TaMu auch erst nach dem Kiga beginnt (sonst wäre es eine Doppelbetreuung und das zahlt das Jugendamt nicht ... meine TaMu macht zudem noch andere Dinge um sich über Wasser zu halten und hätte eher gar keine Zeit gehabt). Mein Spätdienst beginnt um 14.30.
Und auch wenn er sie zur Bettgehzeit gebracht hätte wäre ich nicht dagewesen, mein Dienst geht bis 21.00 Uhr und ich bin dann spätestens um 21.30 Uhr zu Hause ... Und das ist nicht die Zeit in der meine Kids ins Bett gehen ...
Sonst versuchen wir es halt immer so zu handhaben das ich da bin wenn er sie bringt ... nur ging es dieses Mal halt nicht ...
Aber wie ich schon in meinem Beitrag schrieb, "sie kriegen sich wieder ein" ... und das haben sie auch ... #huepf

LG, Lena