Allergieprophylaxe - ja wie denn nun?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von corky 02.02.11 - 10:51 Uhr

huhu #winke

Mein Kleiner ist fast 6 Monate alt und ich werde noch verrückt. Wenn ich im Internet suche finde ich genauso viele Meinungen die sagen möglichst früh Allergiebabys mit allem konfrontieren und dann wieder Meinungen im ersten Jahr alles zu meiden.

Ich entscheide sonst alles nach meinem Bauchgefühl aber bei dieser einen Sache bin ich hin und hergerissen. Unter umständen bin ich sonst "Schuld" an einer Allergie.

Meine Kinderärztin stellt sogar HA Nahrung in Frage (laut neuesten Studien angeblich - ich selbst habe kA) - meine Hebamme sagte damals nur BEBA HA kommt in Frage (die haben angeblich laut Studien .... #bla keine Ahnung mehr)

Also ich komme nicht weiter indem ich auf andere höre aber selber auch nicht. Mein Kleiner hat zunehmend mehr Probleme mit seiner HA Nahrung wegen dem bitteren Geschmack seit Beikost (was wohl angeblich ganz normal ist) Also soll ich ihn erlösen und normale 1er geben?! Ich weiß es nicht.

Und weil ich es hier öfter lese das HA ab Beikost keinen Sinn mehr macht - das ist so nicht richtig. Es geht nur dann wenn man konsequent auf Milchprodukte jeder Art verzichtet und auf Hühnerei, Nüße etc. Ein einziges mal einen Löffel Joghurt dann wäre es hinfällig. Also eine HA Milch ernährung bis zum ersten Jahr ist möglich hatte ich auch ursprünglich mal vor - jetzt Frage ich mich ob es das wirklich ist.

Ach man langsam wird das hier zum Silopo also höre ich mal auf.

Wie habt ihr euch entschieden bzw wie macht ihr es mit euren allergiegefährdeten Baby's? Kuhmilch in den Abendbrei? etc.

Liebe Grüße
die ratlose Marie #schwitz

Beitrag von zweiunddreissig-32 02.02.11 - 10:58 Uhr

Allergen sind ja nicht mur Hühnerei und Milcheiweiss. Normale Karotte / Kürbis / Tomate sind auch allergen! Deswegen hat HA keinen Sinn mehr. Du meidest zwar Mlcheiweiss, gibst aber andere potentielle Allergene.

Mein Sohn ist durch mich sehr allergiegefährdet (schwere Neurodermitis, Asthma und Heuschnupfen). Ich hab ihm noch nie HA gegeben. Erst gestillt, dann normale Pre gefüttert. Ich selber war ein Stillbaby. Mir hat sogar das Stillen nicht geholfen. Mein Mann ist ein Flaschenkind, er hat gar nichts. Er wird nicht mal krank, wo ich jede Grippewelle erwische.

Wenn ein Kind zu Allergien veranlagt ist, dann bekommt er sie sowieso, egal, ob du stillst oder nicht, oder bestimmte Produkte meidest.
Gib ihm alles und schau auf die Reaktion. Wenn was auffäliges, dann ausschliessen, aber nicht von vornherein entziehen.

Meine Meinung#winke

Beitrag von corky 02.02.11 - 11:02 Uhr

Danke für deine Antwort. So habe ich das noch nicht gesehen - ich bin auch Flaschenkind und habe nichts. Mein Mann ist der Allergiker und der wurde gestillt #schock

Also meine Hebamme hat gesagt das die HA Milch vor allem das Allergierisiko von Milcheiweiß veringert und somit auch nach Beikosteinführung sinnvoll ist solange man keine Milchprodukte gibt. Was denn nun ich werd noch wahnsinnig #schwitz

Beitrag von zweiunddreissig-32 02.02.11 - 11:07 Uhr

Ob dein Kind allergisch gegen Milcheiweiss ist, kannst du per Bluttest feststellen. Wenn sonst keine Probleme mit der Verdauung auftreten, kannst du normale Pre geben.
Bei ernsthafter Milcheiweissunverträglichkeit hilft dir HA nicht, da muss ersatz her, der nur in Apo zu kaufen ist.

Beitrag von kathrincat 02.02.11 - 19:46 Uhr

der test sagt leider nicht immer was aus laut mein kia, der test kann negativ sein und das kind allergisch auch wenn das blut was anderes sagt.

Beitrag von jumarie1982 02.02.11 - 11:04 Uhr

Huhu!

Wir machen es ganz einfach:
Wir schaufeln keine potenziellen Allergene in Massen in das Kind, die es selbst nicht essen würde/könnte.
Sprich, das Kind wurde 6 Monate voll gestillt und bekam ab Beikostreife Fingerfood.
So hat er viel Kontakt zu möglichen Allergenen, aber in homöopathischen Dosen und vorallem nebenbei noch viel und nach Bedarf gestillt. So kann der Körper am schonendsten damit umgehen.

Bis auf Honig und ganze Nüsse ist nichts "verboten" und die Kinder lernen von Anfang an den wirklichen Geschmack und die Konsistenz von essen wirklich kennen. Sie erfahren es mit allen Sinnen und der Körper wird LANGSAM in die Welt des Essens reingeführt, kann reagieren, ohne über zu reagieren.

Im Endeffekt muss jeder seinen eigenen Weg finden, aber so wie man beim Sitzen und Laufen davon ausgeht, dass das Kind allein den richtigen Zeitpunkt kennt und es am gesündesten ist, wenn man das Kind allein machen lässt, macht das auch bei Essen Sinn #aha

LG
Jumarie

Beitrag von manja. 02.02.11 - 11:13 Uhr

Genauso stand ich auch da. Habe jetzt meinen Weg gefunden: Ich stille und bleibe bei Allergen-Meidung. Keine Möhre, Ei; Fisch, Nuss, Erdbeere, schwein, Vor allem kein GLUTEN in ersten LJ., denn da gibt es wirklich einen Zusammenhang mit früher Einführung und Zöliakie.
Obs richtig ist, weiß wohl niemand. Die neue Meinung, frühzeitig Allergene einzuführen, scheint auch nur auf Hypothesen zu beruhen. Der Verzicht hat wohl nichts gebracht. ABer ob das Füttern was bringt, da laufen die Studien erst an.
manja

Beitrag von muehlie 02.02.11 - 17:20 Uhr

"Vor allem kein GLUTEN in ersten LJ., denn da gibt es wirklich einen Zusammenhang mit früher Einführung und Zöliakie."

Nein, das ist so auch schon seit Langem widerlegt. Ein Hinauszögern von Gluten ändert nicht wirklich was an der Zöliakie-Wahrscheinlichkeit. Was jedoch das Risiko senkt, ist die Einführung von Gluten, solange noch gestillt wird.
Auch dass man Fisch möglichst lange meiden soll, gilt schon seit vielen Jahren nicht mehr. Hat sich allerdings noch nicht herumgesprochen.

Beitrag von kathrincat 02.02.11 - 19:48 Uhr

nein, das ist schon wieder veraltet seit einigen jahren, gluten kannst du geben

Beitrag von kathrincat 02.02.11 - 15:09 Uhr

deine kia hat ahunung! ja den nutzen von ha ist fraglich, mich hat man schon im kh von ha abgeraten, weil ein nutzen nicht nachgewissen ist. allergien lassen sich nicht verhintern, auch nicht durch stillen oder später oder früher breikost.

Beitrag von corky 02.02.11 - 18:25 Uhr

es ist nur irgendwie schwierig wenn man dasteht und als erstes einem die Hebamme sagt (als klar war das ich nicht stillen kann und ich eh schon fertig und überfordert war) das außer BEBA HA NIX! in Frage kommt :-[
Beim Kinderarzt war ich ja erst später

Ich werde nun auf "normale" 1 er Milch umstellen und ihm einfach zu essen geben was mein Bauchgefühl sagt

Danke an alle #schmoll
Liebe Grüße
Marie