Partnerschaft nach dem Abbruch

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von tanja28816 02.02.11 - 12:20 Uhr

Hallo ihr Lieben,

wer von Euch hat einen Schwangerschaftsabbruch hinter sich? Mein Abbruch ist jetzt erst ne Woche her, also noch frisch. Ich habe hier auch schon geschrieben, dass ich es sehr bereue.

Meine Frage ist aber, wer hat einen Abbruch hinter sich und wie war es danach mit Eurem Partner, der Umgang und die Verabeitung?

Ich kann gar nicht ausdrücken, wie wütend ich oft bin. Immer wenn er spürt, dass mich meine Traurigkeit einholt, dauert es nicht lange, bis er die ganze Argumentationskette, warum der Abbruch besser war, runterrappelt. Vor meinem Abbruch hatte ich auch angst, dass er mich hassen könnte, wenn ich den Abbruch machen lasse. Gestern meinte er auch, dass es wirklich nicht so wäre und eben die Argumentationskette. Dazu kam dann noch der Spruch, dass er kein Verlustgefühl und Traurigkeit hätte. Ihm sei es wichtig, dass ich es verarbeiten kann und unsere Beziehung wieder normal weiter gehen kann.

Da mein Freund sonst immer sehr feinfühlig ist, erschreckt es mich, wie er dies wahrnimmt. So kommt es, dass ich in seiner Nähe meiner Trauer auch nicht Raum lassen kann.

Dazu kommt dann auch immer wieder das Thema, wann denn wieder Sex möglich sei. Das ist auch so ein Ding, für mich ist das keine Thema. Erstmal ist der Eingriff erst eine Woche her und ich habe noch ziemliche Schmerzen. Und solange es mir so geht wie jetzt, kann ich mir es auch einfach nicht vorstellen.

Wie seid Ihr nach dem Abbruch mit Eurem Partner umgegangen?

Beitrag von hoffnung2011 02.02.11 - 12:23 Uhr

Tanja, nirgendwo anders kanns du über einen abbruch wahrscheinlich mehr sprechen, als da : www.nachabtreibung.de weil es da nur Betroffene gibt..

Beitrag von tanja28816 02.02.11 - 12:31 Uhr

Leider ist die Seite zur Zeit fehlerhafz, sodass sich dort keine Beiträge veröffentlichen lassen

Beitrag von blaue-rose 02.02.11 - 13:05 Uhr

Hallo Tanja,


versuche es bitte ein mal unter folgenden Link:


http://www.nachabtreibung.de/phpbb3/index.php


Freundliche Grüße

Beitrag von hoffnung2011 02.02.11 - 17:24 Uhr

sorry, das habe ich nich gewußt aber bleib bitte am Ball, es existiert kaum was besseres...da wird kein unbefugter zugang haben..

#winke

Beitrag von angeldragon 02.02.11 - 13:31 Uhr

ist die seite noch immer kaputt das ist schade es hies schon vor 2 tagen das dass problem behoben wird

ich kann dir keinen tipp geben leider nur ich persönlich für mich könnte wohl keinen sex mehr haben mit ihm
und wohl auch früher oder später die bezihung beenden ich könnte es nichtmehr er würde mich immer daran erinnen schon das er immer wieder mit den argumenten dagegen anfängt

ich hoffe dir geht es nicht wie mir den alein sein kannst du in deiner situation im momment gar nicht #liebdrueck#liebdrueck

Beitrag von unverständinis 02.02.11 - 15:42 Uhr

Hallo,

du hast scheinbar noch keinen Abbruch hinter dir oder?

Du kannst doch gar nicht mitreden, könnte und würde helfen der TE nicht weiter, und wie du wirklich reagieren würdest, weisst du auch nicht, das weiss nur jemand , der es durchgemacht hat.

Ich habe einen Abbruch her, jetzt ca.3 Wochen her, und meine Partnerschaft läuft sehr gut, wir haben viel darüber gesprochen, und waren uns einig dass ein Kind jetzt unmöglich in unser Leben passt.
Er hatte auch nicht so einen Bezug dazu, schliesslich war es ja mein Körper, ich habe die ersten SS Beschwerden gespürt, ich habe den Ultraschall gesehen ....er ist damit besser klar gekommen wie ich , hatte starke Schuldgefühle, die wohl nie ausbleiben nach so einem traurigen Ereignis.

Aber ich habe es gut überwunden, Sex hatten wir auch schon wieder, wir verhüten, und ich denke der Mann meint es nicht böse, wenn er wieder Geschlechtsverkehr möchte, er hat einfach schon mit dem Thema abgeschlossen!

Und dass er die Argumente dagegen runterrasselt ist meiner Meinung nach völlig normal, denn warum soll er sich jetzt psychisch kaputt machen, wenn er immer wieder denkt, wie wäre es geworden, warum haben wir das getan, es ist vorbei!

Und das ist das Wichtige, man muss sich sicher sein, dass es richtig ist, sonst leidet man.
Ich war sehr traurig danach, aber habe es nicht bereut, ich hatte Schuldefühle, weil wir nicht richtig aufgepasst haben, habe das aber für mich gut verarbeitet, und mein Mann auch.

Sie soll ihrem Mann Zeit lassen, Männer denken eben nicht immer so feinfühlig wie Frauen, und er hat den Abbruch ja nicht durchführen lassen und hat nicht die Schmerzen.

VG und alles Gute #klee

Beitrag von trauernde 02.02.11 - 13:54 Uhr

Hallo Tanja,

meine Abtreibung ist jetzt 4 Wochen her und ich bereue dies zu tiefst diesen Schritt getan zu haben, ich verstehe mich selbst nicht mehr. Ich frage mich ernsthaft was ich da getan habe. Ich wünschte ich könnte mein Kleines wieder haben, nun ist es zu spät. Warum war ich nicht stark genug?


Ich (30) habe schon eine Tochter von 5 Jahren, die ich auch über alles Liebe, mein Partner (mit dem ich schon fast 13Jahre zusammen bin) wollte auf keinen Fall ein Zweites.
Er hat mich zu dieser Abtreibung regelrecht getrieben, mit den Worten, er schafft das nicht noch ein Kind- wegen Arbeit (Schichtdienst), eine 4 Raumwohnung ist kaum zu leisten, er wäre zu alt (39), und er würde mich verlassen wenn ich das Kind bekomme. Also er hat mich regelrecht überrannt mit seinen Argumenten (Tag und Nacht immer wieder rauf und runter)

Bei ihm ist alles Spurlos vorbeigegangen, alles Easy, als wäre nichts passiert, am liebsten wieder rumf...... und Busengrapschen.
Er versteht nicht warum ich ihn nicht an mich ranlasse (umarmen etc.)

Ich aber habe kein Gefühl gegenüber ihn, ich möchte nicht das ich angefasst werde, er will einen Kuß - aber ich kann nicht - das Gefühl "Liebe" ist zur Zeit nicht da, er lässt mir auch keine Luft und Zeit dies zu verarbeiten, er denkt das es jetzt einfach so weiter gehen kann, als wäre nichts passiert, ich kann ihm aber nicht verzeihn und ich mir auch nicht - zumindest nicht jetzt und nicht so schnell.

Ich weiß auch nicht ob dies unsere Beziehung standhält - da ich selbst mir erst einmal im Klaren werden muss was ich will.

Ich bin so:-[wütend und :-(traurig zu gleich.

Ich bin in Gedanken bei Dir.

Beitrag von angeldragon 02.02.11 - 13:59 Uhr

männer können so etwas einfach nicht verstehen ...
für sie ist es kein leben ein nichts (für die meisten)
es ist traurig das sie nicht so fühlen können wie ihr sie würden wohl verzweifeln und es genauso wenig ertragen aber das können sie in den meisten fällen einfach nicht ..... ding weg leben wieder in ordnung könn ma ja weiter vög....

es giebt natürlich die sehr sehr wenigen exemplare die sich in ihre frauen hinenversetzen könnne ihnen so auch trost spenden können wen sie das brauchen aber eben nur sehr wenige ..


Ďŗâçħę

Beitrag von wurzelkatze 02.02.11 - 17:39 Uhr

Hallo Tanja!

Ich hatte einen Abbruch als meine grosse Tochter 2 J. alt war!

Habe verhütet,hat nicht funktioniert!Ich wollte damals noch kein 2. Kind,mein Mann auch nicht (deshalb haben wir ja eigentlich verhütet!)!
Wir haben uns damals dann gegen das Kind entschieden!

Ich bereue den Abbruch NICHT,hatte auch keinerlei Probleme danach,weder psychisch noch physisch,vielleicht weil das wirklich okay war für mich!

Sex hatten wir ca. 3 Wochen später wieder!

Inzwischen haben wir noch eine 2. Tochter,und zwar weil wir das zu dem Zeitpunkt wollten!

Unserer Beziehung hat das nicht geschadet,eher noch fester zusammengebracht!

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute!#herzlich

LG Claudia

Beitrag von tanja28816 02.02.11 - 17:55 Uhr

Heute habe ich wirklich einfach einen Tiefpunkt, ichhabe ziemliche Unterleibsschmerzen und die Stimmung ist extrem schlecht. Ich bin schon raus gegangen um auf andere Gedanken zu kommen, sogar beim Frisör war ich schon. Helfen tut es alles nichts. Die Traurigkeit überfällt mich immer wieder.

Mein Freund rief auch schon an und fragte ob alles okay sei etc. Als ich nein sagte und wieder die Argumentationskette losging, habe ich sauer wie ich war, aufgelegt. Eine SMS folgte natürlich, ich wäre ungerecht usw. Gut, ganz Unrecht hat er wohl nicht. Ich will einfach keine Argumentationsketten mehr hören. Mir gehts beschissen und ich könnte nur weinen und mich macht es traurig, dass er so gar nicht trauert. Für ihn ist es einfach ein gelöstes Problem. Aufgrund seiner ansonstigen Feinfühligkeit hatte ich gehofft, dass wir auch zusammen weinen können.

Ich hoffe sehr, dass sich unsere Beziehung von dem Schlag erholt. Ich habe aber auch inzwischen kein ungutes Gefühl, wenn er mich anfasst, in den Arm nimmt oder küsst. Nur aufgrund der Trauer ist an Sex überhaupt nicht zu denken(dabei muss ich aber auch sagen, ich habe noch starke schmerzen, mein Argument Nummer 2)

Was mich traurig macht, ist dass ich mit meiner Traurigkeit so alleine bin.

Beitrag von wurzelkatze 02.02.11 - 21:17 Uhr

Hallo Tanja!

Du solltest dich auf keinen Fall unter Druck setzen!

Lass dir Zeit und lerne in aller Ruhe mit deinen Gefühlen umzugehen,und vor allen Dingen sie zuzulassen!
Es ist ein blöder,abgenutzter Spruch,aber es ist was dran:
"Die Zeit heilt Wunden!"

Gesteh` aber auch deinem Partner seine Gefühle zu!Dann könnt ihr vielleicht auch zusammen weinen!
Die "Argumentationskette" nervt dich jetzt natürlich,du willst sie nicht ständig hören-vielleicht klammert er sich aber daran fest,um selbst nicht zu seinen Gefühlen stehen zu müssen!

LG Claudia

Beitrag von daisy-muc 02.02.11 - 19:07 Uhr

Claudia,

ist ja schön, wenn das alles bei dir so total toll und easy war und es dir so supi supi dolle geht! Aber dein Posting ist wohl kaum hilfreich noch beeinhaltet es irgend etwas, was der TE in irgendeiner Weise weiterhilft. Was soll denn dann sowas bitte?

Der armen Frau geht es nach einem Abbruch schlecht und du erzählst, wie total gut es dir bei alldem ging?? #klatsch

Lies dir das Posting von der TE nochmal Wort für Wort durch, und dann deine Antwort... Sehr unsensibel, völlig überzogen und absolut unnötig.

Wenn man nichts zu sagen hat, einfach mal den Mund halten.

Beitrag von wurzelkatze 02.02.11 - 21:03 Uhr

Hey...

normalerweise antworte ich nicht,wenn ich so unverschämt angegangen werde.Bei dir mache ich eine Ausnahme,rein intuitiv!

Also:

Tanja wollte Erfahrungen von anderen Frauen die einen Abbruch hatten,und wollte wissen,wie andere damit umgingen bzw. klargekommen sind!

Genau das habe ich ihr geschrieben,um ihr zu zeigen,dass ihre Beziehung deshalb nicht kaputtgehen muss.

Natürlich wird sie noch ein wenig brauchen um ihre Gefühle wieder geordnet zu bekommen und das ist völlig i.O.!

Aber so wie sie ihre eigenen Gefühle hat,hat auch ihr Partner die seinen-gegen Gefühle kann man nichts machen!
Und in solchen Extremsituationen kann ein Partner sich nicht immer in den anderen hineinversetzen,da er ja auch mit sich selbst zu tun hat!

Meiner Meinung nach war ich weder unsensibel noch überzogen u. schon garnicht war meine Antwort unnötig,sondern im Gegenteil:
Um Antwort wurde von der TE sogar gebeten!

Weiterhin halte ich den Mund immer wenn ich NICHTS zu sagen habe-daran solltest du dir ein Beispiel nehmen!

LG Claudia

Beitrag von angeldragon 02.02.11 - 20:53 Uhr

find ich auch nicht gut es geht ihr schlecht du machst es nicht besser

sie versteht ihren freund im momment nicht nur weil es dir gut ging muss es nicht jedem gut gehen

Beitrag von wurzelkatze 02.02.11 - 21:05 Uhr

Hey!

Siehe Antwort auf "daisy-muc"!

LG Claudia

Beitrag von daisy-muc 02.02.11 - 19:41 Uhr

Hey du Arme,

ist wirklich sehr traurig zu lesen, wie es dir geht.
Ich spreche (gottseidank ;-)) nicht aus eigener Erfahrung, aber habe ähnliches bereits im Freundeskreis erlebt. Wenn die Frau das Kind behalten wollte, aber zum Abbruch mehr oder weniger deutlich gedrängt wurde, hat das die Beziehung in der Regel nicht überstanden.

SIE
hat das Baby bzw. seine Auswirkungen auf den eigenen Körper schon gespürt, war mit dem Kind bereits eng verbunden, und musste es gehen lassen. Sie leidet unter dem Abbruch, den körperlichen und seelischen Schmerzen, macht sich Vorwürfe, überlegt sich die ganze Zeit "waswärewenn" Geschichten, kurz: sie hat es noch nicht verarbeitet

ER
denkt: geil, Problem in meinem Sinne gelöst, kein weiteres Mäulchen zu stopfen, alles geht weiter wie bisher, ab zur Tagesordnung...


Auf der einen Seite sind diesen Männern die heftigsten Vorwürfe zu machen, auf der anderen Seite können sie sich wahrscheinlich echt nicht in die Frau hineinversetzen. Für Männer existiert das Kind nicht, schon garnicht in seiner so frühen Phase der SS, und schon mal garnicht, wenn es nicht erwünscht ist. Die verdrängen das, blenden das aus. Der Mann sieht nur die Probleme, die mit der Existenz dieses Kindes auf ihn zukommen. Und diese Probleme will er nicht, also soll es weg. Und ein Mann spürt ja auch nicht die körperlichen Veränderungen und hat auch nicht den Abbruch am eigenen Leib erlebt.

Ich habe Frauen daran zugrunde gehen sehen, während der Mann so weiterlebte wie bisher. Diese Männer konnten beim besten Willen nicht verstehen, warum die Frau so ein "Trara" daraus machte und nicht auch einfach zur Tagesordnung übergehen konnte.

Ich kann dir nichts raten. Aber es wird dauern, bis du ihm das verzeihen kannst (wenn überhaupt), und vor Allem musst du vorher dir selbst verzeihen. Aber das ist die Voraussetzung dafür, wenn du mit ihm weiter zusammen leben willst. Ich denke, du bist wirklich in einem Konflikt und solltest dir Hilfe holen.

Allerdings ist dein Kerl vollkommen unsensibel und mal echt egoistisch. Er hört dir nicht mal zu, kann deine Ängste, Sorgen und Schmerzen weder teilen noch nachvollziehen. Er will davon noch nicht mal etwas wissen. Du musst selber für dich entscheiden, ob du mit dieser Person weiter zusammen sein willst. Da du ihn scheinbar die Hauptschuld für den Abbruch anlastest, wird dies von jetzt ab in Zukunft immer wieder in eurer Beziehung durchbrechen. Du machst ihn dafür verantwortlich, du bist (zurecht) sauer auf ihn, du machst ihm Vorwürfe usw. Dass du deinen armen "geschundenen" Körper nicht noch anfassen lassen willst von dem, der dir das eingebrockt hat, ist ja klar. Und Zärtlichkeiten kann man auch nicht mit jemandem austauschen, der einem so weh getan hat und immer noch tut.
Irgendwie müsst ihr, musst du (!) das gelöst bekommen, ansonsten sehe ich da keine Chance. Weder für deinen Seelenfrieden noch für eure Beziehung.

Es tut mir sehr leid, dass du so unter diesem Abbruch leidest. Ich weiss, wie schwer es ist, sich für das Kind und gegen den Mann zu entscheiden. Ich bin nun fast in der 34. SSW und quasi im Moment des positiven SS-Tests Single geworden. Er wollte unbedingt, dass ich abtreibe, ich habe ihm gesagt, mein Körper, mein Kind, meine Entscheidung. Ich habe das Glück, sehr stark und unabhängig zu sein und einen super Familien- und Freundeskreis zu haben, der mich psychisch, ideell, finanziell und mit Rat und Tat unterstützt.

Ich wünschte, du hättest das auch gehabt. Hol dir Hilfe, rede darüber.
Eine Freundin meiner Mutter (60 Jahre) hat heute noch Tränen in den Augen, wenn sie davon erzählt, dass sie vor 30 Jahren ihr 4. Kind abgetrieben hat, weil damals alle so auf sie eingeredet haben. Sie hat es bis heute weder richtig verarbeitet noch verwunden.

Hold dir Hilfe, tue alles damit es dir wieder besser geht und du nicht daran zerbrichst. Und verzeihe ihm und dir. Irgendwann.

Alles Liebe,
Daisy

Beitrag von ahasoist 02.02.11 - 20:11 Uhr

Du wirfst hier einer Userin vor, sie hilft mit ihrem Beitrag nicht weiter, sondern schadet nur, und du hälst ihr noch vor die Nase , was für einen tollen Freundes/bekannenkreis du hast, und für eine tolle Familie die hinter dir steht :-[

Und das du ihr das auch alles soooo gewünscht hättest WOW das hilft mal weiter!!!!

Ich finde es schrecklicch, wenn Frauen abtreiben, weil sie gedrängt werden, die Leute die dafür verantwortlich sind, müssten strafrechtlich verfolgt werden , meine Meinung.
Wenn eine Frau völlig dahinter steht, dann hat es auch keine drastischen psychischen Folgen, liebe TE verzeih dir, schreib deinem Ungeborenen einen Brief , erklär darin warum du es getan hast, zünde vielleicht ein Kerzchen an, irgendwann werdet ihr auch wieder vereint sein #liebdrueck

Nichts ist so schlecht, dass es nicht doch für irgendetwas gut ist, ich wünsche dir von Herzen, dass du bald wieder fröhlich sein kannst, trauer, weine, das ist auch sehr wichtig, irgendwann wird es besser.

GLG

Beitrag von sarah2810 03.02.11 - 07:57 Uhr

Hallo Tanja,
als ich das gelesen habe dachte ich du erzählst von mir...
Mein damaliger Freund und ich haben damals entschieden das wir das Kind nicht bekommen.
Nunja er war überzeugter davon als ich.
Hatte gerade erst meine Ausbildung begonnen und mein Freund war im 2ten Lehrjahr.
Ich hatte ein schrecklich schlechtes Gewissen mir ging es unsagbar schlecht ich habe im Schlaf geweint und geschrien.
Habe mich von Ihm weit entfernt und er hat immer wieder gesagt das es das richtige war und das wir das doch zusammen entschieden haben.
Immer und immer wieder wenn es mit schlecht ging hörte ich es war besser so es war besser so.....
Ich wusste es aber trotzdem ging es mit schlecht ich habe "Gott" gespielt und eine entscheidung getroffen die einem Menschen nicht zu steht!!!
Das habe ich ihm gesagt und ich habe Ihm auch gesagt das ER TRAURIG SEIN DARF!!!!!!!!!
Auch eine RICHTIGE entscheidung kann weh tun.......
Und sie tat weh Ihm und mir.
Das erste mal brach es aus Ihm raus als er was getrunken hatte wir kamen gerade von einem Geburtstag er nahm mich von hinten in dem Arm und sagt ER (männer klar wäre ein junge geworden...) würde sich jetzt schon bewegen und man würde Ihn spüren können wenn er noch da wäre.............
Er weinte-------------ich weinte---------------------
Ab dem Tag war alles besser wir konnten reden und nachdem er beschlossen hatte das es ein Junge geworden wäre haben wir ihm einen Namen gegeben.
Wir haben uns einen Ort gesucht an dem wir uns ihm na fühlten.
Dort sind wir immer hingegangen noch heute gehen wir am Tag des Abbruchs und an seinem errechneten Geburtstermin dort hin und sind Ihm nah.
Wir wissen es war die richtige entscheidung und trotzdem sind wir traurig wir lieben unser Kind auch wenn wir es nicht bekommen haben.

Wir sind jetzt seit fast vier Jahren getrennt und beide verheiratet ich habe einen Sohn den ich sehr Liebe!!
Aber 2 mal im Jahr treffen wir uns nur wir beide und gehen an diesen besonderen Ort.

Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute!!!
Rede mit ihm sag ihm wie du es siehst und denk dran auch eine richtige entscheidung kann weh tun!!!
Sarah---die erst in schwanrz schreiben wollte

Beitrag von tanja28816 03.02.11 - 11:29 Uhr

Hallo liebe Sarah,
Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für Deinen Beitrag, aber auch an alle anderen, die so offen ihre Erfahrungen teilen.

Sarah, ich finde es toll, wie Du und dein damaliger Partner dann mit dem Abbruch umgegangen seid. Ich wünsche mir, ich kann einen ähnlichen Weg finden.

Die Anregung einen Brief zu schreiben, an das Kind, finde ich auch einen guten Anstoß.

Speziell an Sarah gesagt, mein Freund empfindet das alles nicht als Verlust, er hat auch in dem Embryo nie ein Kind gesehen, für ihn war es ein Zellklumpen und mehr eben nicht. Es ist auch ziemlich mühsam, ihm das zu erklären. Gestern als wir telefonierten ist das alles wieder eskaliert, als ich wieder sagte, ich wil keine Argumentationskette mehr hören. Ich habe mich soweit aus dem Fenster gelehnt und ihm gesagt, dass ich eben alles ganz anders empfinde und ich nicht mal verlange, dass er es versteht. Und ihm auch gesagt, dass ich mir gewünscht hätte, dass er mit mir wenigstens weinen könnte. Daraufhin kam dann noch sein geiles Argument, dass es eben ein Frauending sei und ich eben auch kein Gefühl verlangen könnte, wenn er eben kein Verlust empfindet.

So wie es aussieht, werde ich wohl meinen eigenen Weg finden um das zu verarbeiten.