Vorfall beim Kinderarzt - bitte Meinungen

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von bine3002 02.02.11 - 12:45 Uhr

Sagt mir bitte mal, was Ihr davon haltet:

Java (4 1/2) hat eine Schilddrüsenunterfunktion und muss alle halbe Jahre Blut abgenommen kriegen. Sie hat es schon so ca. 6 mal über sich ergehen lassen, weiß also was ihr blüht.

Da sie auch noch die 3. Windpockenimpfung braucht und außerdem eine sportärztliche Untersuchung, wollte ich das gleich alles auf einmal machen lassen. Ich sagte der Sprechstundenhilfe, dass wir die Untersuchung am besten zuerst machen, weil nach der Blutabnahme vermutlich erstmal gar nichts mehr geht. Beim letzten Mal war es auch schon heftig, da waren wir allerdings bei meinem Hausarzt, weil der Kinderarzt gerade Urlaub hatte.

Java hatte hier zu Hause schon Angst, aber es ging noch so einigermaßen. Frau Doktor kam rein, hörte das Herz ab und tastete den Bauch (das macht sie immer). Dabei war Java noch ganz gelassen, aber schon unsicher, das sieht man ihr immer ganz gut an. Dann nahm sie das Zeug zum Blutabnehmen und Java fing an zu weinen, dann zu zappeln und ich sollte ihre Beine festhalten. Die Sprechstundenhilfe hielt den Oberkörper und Frau Doktor fing an mit ihr zu schimpfen, sie solle still halten, ist doch nur ein Pieks usw. Java tobte mittlerweile regelrecht. Gut, egal, muss sie durch, hilft ja nichts.

Als sie fertig war, nahm ich sie in den Arm und tröstete sie. Dann wollte Frau Doktor mit mir sprechen und forderte Java auf, jetzt mal still zu sein, weil sie sonst kein Wort verstehe. Java saß auf meinem Schoß und jammerte. Ich redete ruhig mit ihr und bat sie auch, etwas leiser zu jammern, weil wir uns unterhalten müssen. Es half nichts, das Kind war außer sich. Frau Doktor sagte auch noch einige andere blöde Dinge, sowas wie "Du führst dich auf wie ein Kleinkind!" und was weiß ich. Jedenfalls saß Java dann irgendwann auf dem Boden und spätestens da führte sie sich wirklich auf wie ein Kleinkind. Ich kenne das von ihr, sie findet dann kein Ende. Grundsätzlich fand ich den Zeitpunkt aber etwas ungünstig, das Problem jetzt auszudiskutieren.

Für die sportärztliche Untersuchung versuchte Frau Doktor dann noch den Blutdruck zu messen, befand ihn aber für "zu hoch" (was für ein Wunder nach der Aufregung) und konnte ihr somit den Stempel nicht geben.

Geimpft wurde sie auch nicht, weil sie einen Infekt hatte. Mist, haben wir das Drama bald nochmal. :-(

Jedenfalls redete Frau Doktor dann noch auf mich ein, dass sie dieses Verhalten nicht normal fände. Das Kind sei ja total "affektiert" und würde sich sehr übertrieben aufführen. Und sie sei doch sonst immer so ein liebes Kind gewesen. (In Wahrheit fand sie Pieksen noch nie stoll und hat dabei immer geweint. Und bei der Blutbabnahme wurde es von Mal zu Mal schlimmer). Ob das im Kindergarten auch so sei. Nein, ist es nicht. Und wenn sie sich mal weh tut? Kommt drauf an. Wenn es blutet, dann ist das schon recht dramatisch, aber ansonsten beisst sie sich auch mal auf die Zähne.

Ich bat Java dann, sich die Schuhe anzuziehen. Das wollte sie natürlich nicht und bockte. Ich blieb ruhig und wollte es über die Bühne bringen, wie wir es immer machen: Cool bleiben und nicht locker lassen, dann macht sie es schon irgendwann in einem überschaubaren Zeitrahmen. Aber Frau Doktor ließ den Erzieher raushängen und fing an ihr zu drohen, dass Mama dann jetzt gehen und sie zurücklassen würde. Spätestens da ist sie übers Ziel hinaus geschossen, finde ich zumindest.

Objektiv muss man schon sagen, dass meine Tochter durchaus mal affektiert ist... ja... das ist eine ihrer Schwächen und wir arbeiten daran. Allerdings hilft es nicht, auf sie einzureden und Druck aufzubauen, das macht es nur noch schlimmer. Und in Anbetracht der Blutabnahme und der damit verbundenen Panik fand ich das Verhalten nun auch verständlich. Und selbst wenn es nicht normal ist... was soll ich denn jetzt machen? Zum Psychologen gehen?

Da wir ja aktuell auch gerade beim Rollschuhlaufen Probleme haben bzw. hatten (ich habe vor kurzem geschrieben: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=4&id=2976830) und die Trainerin dort auch sagte, Java sei eine "ganz schöne Schauspielerin" mache ich mir etwas Gedanken, ob ich vielleicht betriebsblind bin. Ich halte mein Kind eigentlich eher für sehr sensibel. Und ich weiß, dass ihr Gemecker am Allerwenigsten hilft.

Was haltet Ihr davon? Was würdet Ihr tun? Ich überlege, ob wir den Kinderarzt wechseln. Ich war damals mit der Schlafproblematik bei einem sehr netten Kinderarzt, der auch Kinderpsychologe ist. Ich wäre damals schon dorthin gewechselt, allerdings muss man dort immer sehr lange warten und es gibt auch keine Parkplätze. Ich schwanke gerade so ein bißchen zwischen "Stell dich nicht so an, Kind" und "Was hat Frau Doktor mein Kind so anzumeckern!"



Beitrag von michaela_76 02.02.11 - 12:49 Uhr

Hallo,
hast Du der Ärztin nicht Deinen Meinung gesagt was Du davon hältst. Also mein Kinderarzt dürfte meine Tochter nicht so anschnauzen! :-[

Beitrag von bine3002 02.02.11 - 12:56 Uhr

Ja, doch schon. Ich sagte ihr, dass ich das schon regeln werde, aber irgendwie hat sie sich so in Rage geredet, dass sie gar nicht reagiert hat. Letztlich hat sie mich so verunsichert, dass ich gar nicht mehr wusste, ob sie vielleicht Recht hat. Zumal ich ja in letzter Zeit häufiger gehört habe, meine Tochter sei eine gute Schauspielerin, also affektiert (wobei dieses Wort niemand benutzt hat, aber es läuft ja auf das Gleiche hinaus).

Beitrag von simone_2403 02.02.11 - 13:21 Uhr

Ein Kind schauspielert keine Angst!

Mit dieser blöden Art die diese "Ärztin" an den Tag legt hofiert sie nur noch mehr die Angst und das Kind wird panisch,was MICH dann nicht wundert.

Womöglich wird dem Kind auch noch mit einer normalen Nadel Blut abgenommen anstatt mit einem Butterfly.

SO eine,hätte mein kind die längste Zeit behandelt.

Beitrag von bine3002 02.02.11 - 17:51 Uhr

Was ist ein Butterfly? Es war eine ganz normale Nadel, denke ich.

Beitrag von simone_2403 02.02.11 - 21:20 Uhr

http://wiki.thesima.de/mediawiki-1.15.1/thumb.php?f=Butterfly.jpg&width=200

Damit ist das Blut abnehmen bei Kinder ein klacks.Es baut keinen "Druck" auf und ist wesentlich harmloser als die böse Nadel ;-)

Beitrag von bine3002 02.02.11 - 22:27 Uhr

Ach wie schön. Das könnte funktionieren. Ich werde es nächste Woche mit dem neuen Kinderarzt besprechen und habe ja jetzt erstmal etwas Zeit meine Tochter zu bearbeiten, dass das nächste Mal ein Schmetterling zusticht und nur dann, wenn sie bereit ist. Ich hoffe, ich finde einen Arzt, der das damit machen wird.

Beitrag von simone_2403 02.02.11 - 23:43 Uhr

MOOOOOOOOOOOMENT ;-)

Es "piekst" trotzdem ;-) und ich denke da liegt der Hund bei deiner Tochter begraben.

Nachdem sie schon soviel durch hat (und glaub mir ICH weiß wovon ich rede) ist es ihr gelinde gsagt Schnuppe wie du es verpackst.

SIe wird trotzallem Panik haben,mitunter hervorgefrufen durch dies ach so tolle KiÄ #aerger


Geh am besten zu dem Kia derauch Kinderpsychologe ist.ER besitz sicherlich das Einfühlungsvermögen das deine Tochetr jetzt braucht. Geh mt ihr jetzt hin,vereinbare einen Termin OHNE Blutabnhemen.Sprich mit ihm über die Panikattacken und lass erst ein paar TErmine Ohne lästigen piks über sie ergehen.

Wichtig ist das sie Vertrauen fasst,das sie begreift,er tut ihr weh aber es muss ein und es ist nur ein kurzer Moment.

Ich in in der glücklichen Lage so einen Arzt gefunden zu haben,ich hoffe der Arzt den du erwähnt hast,sieht das auch so

#winke

Beitrag von mel130180 02.02.11 - 12:51 Uhr

Hi,

da würde ich nicht lange zögern und wechseln. So ein Verhalten ist für eine Kinderärztin absolut unprofessionell. Ich hätte da auch meinen Mund nicht gehalten und hätte ihr klar gesagt, dass sie mit meinem Kind so nicht zu reden hätte.

Wir haben leider im letzten Jahr auch einige Blutabnahmen hinter uns. Unsere Kinderärztin macht die schon immer ganz zum Schluß, das macht sie bei jedem Kind, da danach nichts vernünftiges mehr möglich ist. Bei meiner Tochter kann ich während und nach einer Blutabnahme froh sein, wenn sie daran denkt, Luft zu holen, so ist sie außer sich. Niemals hat unsere Ärztin oder eine Helferin so drauf reagiert, sie haben immer nur versucht, sie liebevoll abzulenken.

Zöger nicht, so muss sich niemand behandeln lassen. Weder Kind, noch Erwachsener.

LG
Mel

Beitrag von bine3002 02.02.11 - 13:01 Uhr

Ich werde den Arzt wechseln! Trotzdem mache ich mir Gedanken, ob das Verhalten meiner Tochter grundsätzlich noch normal ist....

Beitrag von mel130180 02.02.11 - 13:09 Uhr

Ich kann dir nur sagen, dass meine Tochter genauso ist. Bei ihr ist immer alles sehr dramatisch. Das hat sie wohl von der Mama. #schwitz

Jeder Mensch ist anders und so ist auch jedes Kind anders. Mein Neffe (4 Jahre) guckt bei Blutabnahmen total fasziniert zu und zuckt noch nicht mal, wenn er die Nadel im Arm hat. (Find ich eigentlich auch schon unnormal.)
Meine Tochter muss von zwei Personen festgehalten werden und brüllt aus vollem Hals.

Weißt du, jeder Mensch hat auch ein anderes Schmerzempfinden, und das muss man auch jedem eingestehen.

Meine Tochter ist regelrecht traumatisiert, was die Blutabnahmen angeht, das sie bis zum dritten Geburtstag auch noch jedes Mal aus der Kopfvene gezogen werden musste, da am Arm keine Vene zu finden war. Ich denke, ihre Angst wird sich auch so schnell nicht legen.

Aber egal, ob die Kinderärztin recht hat, ihr Verhalten war nicht angemessen. Sie hat offensichtlich kein Gefühl für Kinder.

Beitrag von bine3002 02.02.11 - 13:12 Uhr

Ja, das denke ich eigentlich auch. Langsam zweifele ich aber an mir, weil es ja nicht sein kann, dass man nicht einen Arzt findet, dem man vertrauen kann (siehe Antwort http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=3010309&pid=19054951&bid=4). Irgendwann denkt man dann, dass es vielleicht an einem selbst liegt.

Beitrag von basket 02.02.11 - 12:56 Uhr

Kennst du Emmla Pflaster? Die Betäuben die Haut und so ist die Blutentnahme nicht so schmerzhaft! Beim Großen haben wir die schon des öfteren benutzt.
Klar das deine Tochter immer häufiger zickt, da ihr das Blutabnehmen ja immer bewusster wird. Beim Großen war es so, dass die KiÄ ihr gar nicht mehr anfassen durfte egal ob Blut abgenommen wurde oder nicht!
Das Verhalten der Kinderärztin ist in meinen Augen absolut daneben. Ich würde entweder noch mal ein Gespräch mit ihr suchen oder aber direkt einen anderen Kinderarzt wählen!
Das Verhalten deiner Tochter ist glaube ich normal in diesem Alter. Wenn du zweifel hast, dann hole dir doch Rat bei einer Erziehungsberatungsstelle!
Kopf hoch!
Lg Basket

Beitrag von bine3002 02.02.11 - 12:59 Uhr

Wir haben beim letzten Mal ein EMLA-Pflaster ausprobiert, aber das hat nicht geholfen. Meine Tochter hat einfach schon Panik davor und verkrampft sich total.

Erziehungsberatungsstelle? Wegen der "Affektiertheit"? Ja, ich denke drüber nach.

Beitrag von tobienchen 02.02.11 - 14:12 Uhr

ich an deiner stelle würde mir einen termin beim kinderarzt holen und allein hin fahren und dann noch mal mit ihr darüber sprechen.

sowas geht gar nicht,wir hatten auch mal einen vorfall,der arzt ist nun sehr nett.

lg tobienchen

Beitrag von jasmin24 02.02.11 - 13:01 Uhr

Hallo!

Also ich finde das Verhalten der Ärztin unmöglich, zu der würde ich mein Kind nicht mehr hinschicken. Wenn sie sich immer so gibt wundert es mich nicht, dass deine Tochter so reagiert. Sie hat dein Kind überhaupt nicht anzumeckern, sie sollte es sich lieber angewöhnen mit Kindern ruhiger umzugehen.

Mein Kind wäre nach so einem Vorfall sicher das letzte Mal bei der Ärztin.

Wenn du einen anderen kennst bei dem du zufrieden bist, würde ich zu diesem wechseln, vielleicht habt ihr dort dann auch nicht mehr diese Probleme.

Alles gute

Beitrag von picco_brujita 02.02.11 - 13:01 Uhr

ich habe nicht alles durch gelesen, mir hat es nach dem ersten block gereicht.
sorry, aber wie kannst du dein kind dermaßen "misshandeln" lassen????
es gibt bei weitem einfühlsamere kinderärzte bzw. blutabnehmer die sich zeit lassen und auf die angst der kinder eingehen.

du kannst froh sein, wenn dein kind keinen schaden im sinne von arztphobie mit nimmt.

gruß
brujita

Beitrag von bine3002 02.02.11 - 13:09 Uhr

*heul* Mach mir doch nicht bitte noch ein schlechtes Gewissen.

Das Problem bei uns in der Gegend ist, dass wir nur 6 Kinderärzte haben. Die ersten drei hatten wir nach 10 Monaten schon "verschlissen". Bei einem waren wir 10 Tage nach der Geburt und fühlten uns gar nicht wohl. Diesen Arzt gibt es nicht mehr, beim Nachfolger gibt es keine Termine. Die nächsten beiden rieten mir sie zu ferben, weil sie so schlecht schlief und dauernuckeln wollte. Ferbern wollte ich nicht und fühlte mich dort nicht mehr gut aufgehoben.

Dann kamen wir zu unserer jetzigen Ärztin und es war alles gut. Sie ist Asiatin und war eigentlich immer sehr freundlich. Sie hat auch endlich herausgefunden, dass meine Tochter ein Schilddrüsenproblem hat und die Schlafprobleme größtenteils damit zu tun haben.

Beim 6. Arzt war ich dann mal vor etwas mehr als einem Jahr zu einer Schlafberatung. Da war ich allein und er hat auch eher mir geholfen. Ich fand ihn aber toll. Nur ist er eben auch sehr überlaufen. Da ich ja bei unserer Ärztin bis jetzt zufrieden war, sah ich keinen Grund zu wechseln.

Dann haben wir noch ein echt schlechtes Krankenhaus, wo man auch hingehen könnte. Und das wars...

Außerdem schiebt meine Tochter ja auch beim Hausarzt Panik beim Blutabnehmen.

Beitrag von picco_brujita 02.02.11 - 13:25 Uhr

panik schieben ist die eine sache - es gibt wohl fast kein kind das nicht angst davor hat!

aber wenn du als mutter sie sogar noch fest hälst #augen - versetz dich mal in die lage des kindes! sie vertraut dir und du hilfst ihr nicht sondern lieferst sie dieser frau nicht nur aus sondern hilfst ihr noch dabei.

du hättest mit ihr anders reden müssen - ihr erklären müssen warum es sein muss, sie auch vor die wahl stellen können ob sie lieber krank sein will oder lieber doch kurz den pieks über sich ergehen lässt um weiter gesund zu bleiben.... nur mal so als denkanstoß.
ich habe vor kurzem einen ähnlichen fehler gemacht nur dabei ging es nur um ein zäpfchen - mich hat eine psychologin auf diesen neuen weg der selbstentscheidung gebracht und siehe da meine tochter hat kein problem mehr mit zäpfchen da sie selbst weis sie hat die entscheidung. und glaube mir, kinder wollen gesund sein!

lg
brujita

Beitrag von bine3002 02.02.11 - 16:53 Uhr

"du hättest mit ihr anders reden müssen - ihr erklären müssen warum es sein muss, sie auch vor die wahl stellen können ob sie lieber krank sein will oder lieber doch kurz den pieks über sich ergehen lässt um weiter gesund zu bleiben.... nur mal so als denkanstoß."

Oh bitte... das hab ich doch schon alles durch. Sie hat eine Schilddrüsenunterfunktion und die Folgen dieser Krankheit spürt sie nicht unmittelbar. Genau genommen leidet SIE überhaupt nicht darunter. "Leiden" im Sinne von Schmerzen oder Beschwerden. Ich habe ihr mehrfach erklärt, warum dieser Pieks sein muss usw. Den Mund habe ich mir fusselig geredet. Das sieht sie ja auch alles ein und rastet dann trotzdem aus, sobald es so weit ist. Wir haben auch schon mehrfach den sanften Weg versucht, sie also "bearbeitet", dass sie freiwillig den Arm hergibt. Letztlich hilft aber leider nur "Augen zu und durch!", sonst würde sie sich niemals pieksen lassen.


"und glaube mir, kinder wollen gesund sein!"

Merkst Du gar nicht wie unlogisch das ist? Sie will ja gesund sein, deswegen will sie sich den Arm nicht zerstechen lassen.



Bei Medikamenteneinnahme haben wir überhaupt keine Probleme. Das musste noch nie unter Zwang geschehen. Das Pieksen aber leider schon, weil es einfach panikbehaftet ist. Es hat ja auch zu einer Zeit angefangen, wo man mit Reden noch gar nichts erreichen konnte. Sie war gerade 2 geworden und hat nicht viel gesprochen.

Beitrag von oekomami 02.02.11 - 17:08 Uhr

Hallo,

unser großer muss auch regelmäßig zur BE.

Er versteht noch nicht das man ihm mit der BE helfen will. Er merkt sich nur das es weh tut und das möchte er noch nicht.

Beitrag von kati543 02.02.11 - 13:05 Uhr

Ich habe jetzt echt überlegt, wie alt deine Tochter sein soll, dass sie eine Spritze ohne weinen über sich ergehen lässt.
Also meine Söhne sind 4,5 und 3 Jahre alt. Wir waren letzte Woche stationär für mehrere Untersuchungen im KH. Oft wurde gepikst. Jedesmal haben die Kinder geschrien. Die Ärzte waren alle derselben Meinung: Wenn ein Kind in dem Alter das über sich ergehen lässt ohne Protest, ist es nicht normal. Also deine Tochter hat völlig angemessen reagiert. Ich weiß, vor Ärzten hat man immer einen gehörigen Respekt, aber die Ärztin hätte mich das letzte Mal gesehen - auch wenn ich wahrscheinlich auch nicht den Mut aufgebracht hätte, gegen die Ärztin im Behandlungszimmer etwas zu sagen.

Beitrag von bine3002 02.02.11 - 13:17 Uhr

Der Ärztin ging es wohl eher darum, dass meine Tochter schon geweint hat, bevor sie die Spritze im Arm hatte. Das sei ein Zeichen dafür, dass das Weinen aufgesetzt ist (also affektiert). Ich weiß auch nicht... vielleicht unterschätzt sie einfach das Erinnerungsvermögen und die Panik, die das Kind schon von vorneherein hat.

Beitrag von kati543 02.02.11 - 14:07 Uhr

Mein Jüngster startet auch mit brüllen, wenn er schon festgehalten wird und die Spritzen bereit gelegt werden. Allerdings ist er auch sehr häufig in Krankenhäusern zu Gast, kennt also das Problem des Zugang legens genau und bekommt aus seiner Erfahrung eben voll Panik deswegen. Er mußte teilweise schon 7 mal gestochen werden, bevor die Nadel gesessen hat. Ist schon qualvoll für so einen kleinen Menschen. Für mich ist es einfach wichtig, dann mein Kind zu trösten. Aber bisher habe ich auch noch nie einen Arzt gefunden, der danach mit mir reden wollte und mich von meinem Kind fern gehalten hat.

Beitrag von chantalele 02.02.11 - 13:44 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist 5 und hat noch nie weder beim Impfen noch beim Blutabnehmen geweint. Impfen ist sowieso so schnell vorbei und beim Blutabnehmen weiß er, dass es kurz weh tut und danach aber wieder gut ist. Und er ist durchaus "normal"

Gruß chantalele