Wird immer ein Venenzugang gelegt? WO?

Archiv des urbia-Forums Geburt & Wochenbett.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von taima 02.02.11 - 20:02 Uhr

Bei mir sind es jetzt noch knapp 1,5 wochen bis zu meinem ET und es stellen sich doch noch immer mal wieder fragen auf...

Da ich furchtbare angst vor spritzen, nadeln etc habe (vor der SS bin ich auch regelmäßig beim blutabnehmen etc umgefallen, durch ein super praxisteam und die häufigkeit hat sich das gelegt zum glück) mache ich mir gerade um so was immer mal wieder gedanken.

Wird ein venenzugang (heisst doch so oder?) immer gelegt. Direkt wenn man ins KKH kommt? Oder nur bei bedarf, oder ist das bei jedem KKH unterschiedlich?

Immer in die hand oder gibt es auch andere stellen? Was ist besser bzgl. beweglichkeit?

Beitrag von capri 02.02.11 - 20:17 Uhr

Hallo taima,
ich habe erst einen Zugang bekommen, als feststand, das es ein Notkaiserschnitt wird. Es gibt auch eigentlich keinen Grund dir vorher einen zu legen .

Allerdings kann es in Notsituationen sehr vorteilhaft sein, wenn du schon einen Zugang hast, da (sollte z. B. dein Kreislauf schlapp machen) so gut wie keine Venen mehr zu finden sind!!!

Jedes KH handhabt das unterschiedlich.

Und glaub mir, ein venöser Zugang tut überhaupt nicht mehr weh als eine Blutabnahme! Versprochen!

Ich würde dir den Handrücken empfehlen, denn wenn du später dein Kind in den Armen hälst, ist ein Zugang in der Ellenbeuge sehr doof (hatte ich).

LG und alles Gute für die Geburt!
Capri#sonne

Beitrag von taima 02.02.11 - 20:30 Uhr

dankeschön :)

Was das blutabnehmen und schlimmer oder nicht angeht...ich vertrau da irgendwie nur den schwestern bei meinem FA... Da war das erste mal in meinem leben, dass ich nicht umgefallen bin... Aber naja im KKH steht ja eh ein bett haha... eigentlich doch doof wenn man sich über solche sachen gedanken macht :D

Beitrag von qrupa 03.02.11 - 17:29 Uhr

Mich hat der Zugang sehr wohl massiv gestört. Selbst wenn es nicht wehtut, es ist ein Fremdkörper, der da einfach nicht hin gehört und ich kenne eine ganze Reihe Frauen dei sowas sehr stört

Beitrag von anyca 02.02.11 - 20:28 Uhr

Mir ist kein Zugang gelegt worden - bzw. nach der zweiten Geburt erst, als es wirklich nötig wurde (mußte in den OP, weil die Plazenta sich nicht von selbst löste).

Soviel Zeit ist immer noch, sonst müßten wir ja theoretisch alle den ganzen Tag mit Zugang rumlaufen, FALLS wir unters Auto kommen o.ä. ;-)

Beitrag von lea9 02.02.11 - 20:30 Uhr

Du darfst übrigens alles verweigern, wenn es nicht medizinisch notwendig ist. Du bist kein Stück Fleisch, über dass die im KH verfügen. Du triffst deine eigenen Entscheidungen. Du kannst auch vorher einen Geburtsplan einreichen, in dem du schreibst, was du in welcher Situation wünschst. Und solltest den Papa schulen, dass er dein Recht verteidigt, falls du dafür keine Nerven hast :).

Beitrag von taima 02.02.11 - 20:34 Uhr

Ja, ich weiß.... aber ich mag mich ehrlich gesagt nicht noch groß rumärgern/diskutieren dort :D Und eigentlich vertraut man ja den ärzten/schwestern/hebammen. Ich hab auch ein ganz gutes gefühl was das KKH angeht.

geburtsplan hab ich nicht. Ich hab bei der "anmeldung" 2-3 sachen gesagt (bzgl stillen, event. wassergeburt) aber ansonsten möchte ich einfach nichts planen. Auch wenn angst vor nadeln hab...vll. will ich dann ja doch eine pda, das möchte ich spontan entscheiden.

Beitrag von qrupa 03.02.11 - 17:35 Uhr

Es geht dabei ja gar nciht so sehr ums planen sondern Entscheidungen zu treffen und bei Dingen mit zu bestimen solange du es (noch) kannst. Auch für den Fall dass etwas unvorhergesehenes passiert.
Ich hab z.B. für den Falle eines KS auch aufgeschrieben, dass ich mein baby trotzdem nackig und ungebadet haben will. Es gibt nämlich leider immernoch genug Kliniken in denen man sein Baby dann in frisch gebadet und angezogen das erste mal im Arm hat.
Auch solche Dinge wie keinen routinezugang, keinen Dammschnitt, freie Positionswahl,... will ich nicht erst dann diskutieren wenn es nötig ist sondern die sollen in dier Klinik lieber direkt wissen was ich will udn was nicht. Im echten Notfall wird sich da eh keienr dran halten, aber solange alles seinen gewohnten Gang geht, will ich mit entscheiden ohne diskutieren zu müssen

Beitrag von nele27 02.02.11 - 21:18 Uhr

So ists!

Beitrag von uta27 02.02.11 - 22:02 Uhr

Super!
#pro#pro#pro

Beitrag von maike2708 04.02.11 - 09:53 Uhr

Hallo!!!

Ich hatte eine Traumgeburt 1stes Kind 2,5h gebraucht. Nix gerissen oder geschnitten. Herztöne nicht einmal abgefallen. Und das erste was sie bei mir gemacht haben einen Venenzugang gelegt das ist nur zur Absicherung falls unter der Geburt was passiert damit sie schneller handeln können. Und ich habe ambulant entbunden.

Beitrag von lemala 02.02.11 - 21:21 Uhr

hallo,

also ich hab direkt am anfang einen bekommen, weil die mir da auch direkt blut abgenommen haben und dann können sie ja besser direkt nen zugang legen, wenn nachher dann nochmal was sein sollte, dann müssen sie nich wieder pieksen.

ich würde nie im lebenden handrücken nehmen, findedas sehr unangenehm und schmerzhaft.

die wollten den dalegen, aber ich hab gesagt, dass ich das am handrücken nicht möchte, und dann war auch gut.

ich würd immer und auf jeden fall den unterarm nehmen, so ein stück hinterm handgelenk. das hab ich beim einstechen kaum gemerkt, man kann den arm trotzdem normal bewegen, was nich so geht wenn der zugang in der ellenbeuge liegt.

aber keine panik, ich fand das messen des hb-wertes durch den oieks im finger beim fa viel unangenehmer als den zugang.

du machst das schon

Beitrag von taima 02.02.11 - 22:23 Uhr

dankeschön.

ich erinnere mich noch ganz ganz dunkel dass ich als kind mal einen zugang am handrücken hatte und das fand ich auch sehr unangenehm. Unterarm klingt aber irgendwie recht schmerzhaft...

pieks im finger hatte ich nie...immernur in der armbeuge.

Beitrag von nele27 02.02.11 - 21:21 Uhr

Hi,

ich hab in meine Akte bereits bei der Anmeldung zur Geburt schreiben lassen, dass ich keinen routinemäßigen Venenzugang wünsche. Dort wird das nämlich als Standard bei allen gemacht - da seh ich keinen Sinn drin. Nach einigem Gemurre hat die Ärztin das akzeptiert.
Da ich unter den Wehen auch nicht diskutieren wollte, habe ich wichtige Sachen vorher besprochen.

Ich hatte bei meiner ersten Geburt übrigens einen Zugang und er hat mich die ganzen Stunden genervt - obwohl ich mega Schmerzen hatte. Hatte den im Handrücken und immer das Gefühl, mich unter den Wehen nicht richtig aufstützen zu können. Nervig! Und gebraucht wurde er auch nicht...

LG, Nele

Beitrag von zwei-erdmaennchen 02.02.11 - 21:40 Uhr

Hi,

also ich hatte bei beiden Geburten einen Zugang als man sagen konnte, dass die Geburt jetzt wirklich losgeht (ist aber von KH zu KH verschieden). Da mir bei beiden während der starken Wehen der Kreislauf weggesackt ist (ist mir sonst noch nie im Leben passiert) war das auch eine gute Entscheidung und ich würde es immer wieder so machen. Denn zumindest bei mir hätte man in dem Moment keinen Zugang mehr legen können. Oder besser gesagt nicht so leicht bzw. nur an äusserst unangenehmen Stellen - und im Hals muss ich das Zeug echt nicht haben #zitter.

Da ich in der 2. SS leider des Öfteren zu Gast in der Klinik war und auf die Zugänge extrem reagiere (nach spätestens 12 Stunden müssen die gezogen und an anderer Stelle neu gelegt werden) bin ich nahezu Experte was die besten Positionen angeht ;-)

Handrücken finde ich okay, allerdings sag dann unbedingt dazu, dass sie das vorher abmessen sollen, dass es nicht am Gelenk stört. Sie müssen recht nah an den Fingern stechen damit man die Hand am Handgelenk abknicken kann ohne dass dieses Ding innen dagegen stößt. Das ist einfach unangenehm.

Ellenbeuge fand ich immer unangenehm und das war stets meine letzte Wahl weil es da immer stört. Das Handgelenk kann man halt auch leichter steif halten (falls es doch stören sollte). Den Arm jedoch muss man immer wieder beugen.

Am Besten fand und finde ich den Unterarm. Da ist das Legen zwar zugegebenermaßen unangenehmer (sie müssen halt tiefer stechen) dafür merkt man den überhaupt nicht mehr sobald er gelegt ist. Man ist in der Beweglichkeit gar nicht eingeschränkt und spürt ihn wirklich nur wenn man dann mal dagegen stößt. Ich habe ihn aber die ganze Zeit mit einem Verband zumachen lassen und nur dann rausgeholt wenn er gebraucht wurde. Das geht an den anderen beiden Stellen halt nicht so einfach. Und das Legen dauert ja nur ein paar Sekunden so dass man das gut aushalten kann. Dort habe ich also die meisten Narben von den Zugängen ;-)

Falls du große Angst vor den Schmerzen beim Legen hast (wobei das ja echt nur ein paar Sekunden sind), dann kannst du dir auch die Hautoberfläche mit einem oberflächlichen Betäubungsspray unempfindlich machen lassen.

Liebe Grüße und alles Gute
Ina #winke

Beitrag von nele27 02.02.11 - 21:52 Uhr

Bääääh, jetzt ist mir schlecht #putz

... wegen der detaillierten Beschreibung *spei*


#winke

Beitrag von zwei-erdmaennchen 02.02.11 - 22:18 Uhr

Hi,

#schwitz - sorry, das wollte ich natürlich nicht #hicks

Aber was war denn so detailliert, dass einem davon schlecht werden kann #kratz.

Wie auch immer, sorry für's #bla

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von nele27 03.02.11 - 11:07 Uhr

Na, die Vorstellung allein....aber für die TE wars hilfreich, das ist ja die Hauptsache :-)

Beitrag von taima 02.02.11 - 21:53 Uhr

Vielen dank für deine ausführliche antwort :)

Angst vor den schmerzen beim stechen hab ich ansich nicht, ich weiß dass es nur ein kleiner pieks ist... es ist bei mir eher eine kopfsache. Ich hab keine ahnung woher das kommt, das hatte ich schon als kind.

ich hab auch ein tatoo und piercings, bin also ansich nicht so zimperlich... aber naja manchmal spielt der kopf einfach verrückt.

Beitrag von zwei-erdmaennchen 02.02.11 - 22:20 Uhr

Hi,

#bitte - gern geschehen ;-)

Ja, der Kopf - das kenn ich auch zu gut. Da hilft wohl nur ein Ablenkungsmanöver (setz deinen Mann mal drauf an ;-))

Liebe Grüße und alles Gute
Ina #winke

Beitrag von taima 02.02.11 - 22:31 Uhr

Danke. Ja ich glaub ich muss ihn da nochmal genauer belehren... :D Aber er war zum teil bei meinen blutabnehmern ja auch dabei und kennt mich ja :)

Beitrag von lebenslichter 02.02.11 - 22:09 Uhr

Hallo,

in dem Kh, in dem ich bisher 2x entbunden habe und es auch diesmal wieder tun werde, wird der Venenzugang prinzipiell immer gelegt. Beim Geburtsplanungsgespräch war dies der einzige Punkt, bei dem die Ärzte nicht zustimmten. Da sie mir sonst allen Freiraum gegeben haben, den ich wollte, habe ich darüber hinwegesehen und den Zugang (in die Armbeuge)legen lassen. Im Nachhinein hat er mich auch gar nicht gestört.
Ich denke, das wird von KH zu KH unterschiedlich gehandhabt. In deinem Fall würde ich in einem Geburtsplanungsgespräch deine Ängste ansprechen und schauen, wie sie das dort handhaben. Ist auf jeden Fall besser, du klärst das schon vorher, als wenn du unter Wehen der Hebamme deine Situation erklären musst, evtl. alles ganz schnell gehen muss und du erst recht Panik bekommst.

Alles Gute für die Geburt!

Lg,
Lebenslicht

Beitrag von taima 02.02.11 - 22:21 Uhr

Dankeschön.

Das Planungsgespräch hatte ich schon, hab da aber überhaupt nicht dran gedacht...

ich muss nochmal in ruhe darüber schlafen und nachdenken. Ggf werd ich wohl nochmal im KKH anrufen und genau nachfragen wie das gehandthabt wird...

Beitrag von bridiaz 03.02.11 - 06:24 Uhr

Hallo,

ich kann Dir mal berichten, wie ich es gemacht habe :
Als ich mit Wehen ins KH kam (bei allen 3 Entbindungen) habe ich ausdrücklich darum gebeten, nicht in den Geburtsverlauf einzugreifen, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Ich wollte alles ganz natürlich halten, habe also weder einen Venezugang, noch Einlauf, noch sonstige Dinge (Wehentropf, Schmerzmittel, Sprengen der Fruchtblase etc) erhalten und es war super ! Meine Schwangerschaften und Geburten waren alle absolut kompliaktionslos, daher wurde mir auch nichts dergleichen nahegelegt. Die Hebammen waren sehr verständnisvoll, es gab keinerlei Probleme. Ich bin nach allen 3 Entbindungen nach einigen Stunden wieder nach Hause gegangen.

Fazit ist, dass Die niemand etwas aufzwingen kann. Ich bin mir sicher, dass die Hebamme in der Klinik ein offenes Ohr für Deine Wünsche haben wird.

Dir alles Gute !

Beitrag von taima 03.02.11 - 08:31 Uhr

dankeschön :)

  • 1
  • 2