Sohn hat Angst vor Unfällen

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von .-.-.- 03.02.11 - 09:26 Uhr

Hallo,

ich weiß es klingt komisch, aber ich mache mir Sorgen.

Vor etwa 4 Wochen waren mit mit dem Auto in der Stadt unterwegs und standen im Stau. Es war wohl ein kleiner Auffahrunfall passiert, die Autos standen mitten auf der Straße und man kam kaum dran vorbei. Viele Autos hupten, wir haben Musik angemacht und gesungen. Mein Sohn (wird Ende des Monats 3) kam gerade aus dem Kindergarten und war ko, aber gut drauf.

Das ganze dauerte so etwa 10 Minuten, dann kamen wir an der Unfallstelle vorbei. Dort war alles harmlos, man sah nichtmal nen Schaden, keine Polizei, nichts, was Angst machen könnte.

In dem Moment fängt mein Sohn an zu weinen. Ganz herzzerreißend. Keine 5 Minuten später waren wir am Ziel und er hat 15 Minuten auf meinem Schoß gesessen und geweint, ich hab ihn gehalten, gestreichelt und versucht zu beruhigen.

Seitdem ruft er, sobald auch nur ein Auto entgegenkommt, dass ich aufpassen soll, und das andere Auto auch, weil wir sonst zusammenfahren würden #kratz

Eben brachte ich ihn in den KiGa, er winkte durchs Fenster. Ich fuhr vom Hof, schaute in den Rückspiegel und sah, dass er ganz ängstlich "Aufpassen" rief, denn es standen noch andere Autos dort herum und er hatte wohl Angst. Gott sei Dank war seine Erzieherin da und lenkte ihn ab, winkte und entschärfte die Situation.

Aber ich mach mir Sorgen - ist das denn normal? Er hat nie schlechte Erfahrungen gemacht, und wir fahren nicht wenig Auto.
Habt ihr ne Idee was ich machen kann?

Beitrag von sterni84 03.02.11 - 09:35 Uhr

Hallo!

Meine Tochter ist 3,5 Jahre alt und bei uns ist es ähnlich. Meine Mutter ist im Dezember im Schnee stecken geblieben. Und mein Vater kam dann und hat sie rausgezogen. Seitdem will sie nicht mehr bei meiner Mutter im Auto mitfahren, nur noch mit Opa (obwohl sie gar nicht im Auto gesessen hat - meine Mutter wollte sie grad vom Kiga abholen).

Sie hat uns danach auch wochenlang jedesmal beim Autofahren gefragt, ob wir jetzt stecken bleiben.

Ich würde deinem Sohn einfach versuchen zu erklären, dass Du beim Autofahren sehr vorsichtig bist und gut aufpasst, damit nichts passiert. Ansonsten würde ich gar nicht so sehr ein Thema daraus machen.

LG Lena

Beitrag von .-.-.- 03.02.11 - 10:03 Uhr

Hallo,

ich mache auch kein Thema draus, sage ihm dass Mama gut aufpasst und auch der andere Autofahrer. Nur als er heute so ängstlich da stand, als ich fuhr, hat mir das schon zu denken gegeben. Mal sehen, wie es heute mittag beim Abholen ist.

Beitrag von girl08041983 03.02.11 - 09:58 Uhr

Hi,

mein Sohn hat mittlerweile 3 Unfälle/Schäden mit Autos miterlebt. 2 davon innerhalb eines Monats (Dreher auf der Autobahn und Motorplatzer), er hat auch Angst. Beim letzten Schaden hat er abends eingenässt und geweint, wollte nichts mehr essen und liess sich schwer beruhigen. Mittlerweile hab ich echt Angst, dass er bald nicht mehr Auto fahren möchte (haben selber momentan kein Auto und die Schäden/Unfälle passierten beim Bringen vom KV).

Ich würde mit ihm reden und ihm erklären, dass es ja nicht jedes Mal wenn ihr irgendwohin fahrt etwas passiert und er keine Angst haben muss.


Lg

Beitrag von .-.-.- 03.02.11 - 10:04 Uhr

Hi,

dass dein Sohn Angst hat, ist klar, er hat die Unfälle ja selbst erlebt. Aber mein Sohn eben nicht.
Er ist auch sonst eher "angstfrei", springt einfach mal vom Startblock ins tiefe Wasser, fährt gern Karusell etc. - daher finde ich die plötzliche Angst schon komisch.

Ich werd weiter erklären, dass ich gut auf ihn aufpasse...und hoffe, dass das schnell vorbei geht.

Beitrag von girl08041983 03.02.11 - 10:08 Uhr

Das hatten wir z.B. mit dem Duschen da hatten beide plötzlich Angst oder beim Schwimmen, mittlerweile hat sich das gegeben. Ich denke die Kinder haben ab und zu solche Phasen, egal ob sie die Situation selber miterlebt haben oder dabei waren als davon erzählt wurde

Lg

Beitrag von sunnylu 03.02.11 - 13:27 Uhr

Hallo,

vielleicht hilft zur Überbrückung, wenn ihr einen "Schutzengel" für das Auto organisiert?
Meines Wissens ist der heilige Christopherus der Schutzheilige für Reisende, er klebt oft bei Oldtimern am Armaturenbrett.

Vielleicht hilft das Wissen, dass jemand auf Euch aufpasst.

LG,
Susanne