Was sind die Vorteile vom Beamten-Dasein??

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Beitrag von snoopster 03.02.11 - 09:50 Uhr

Hallo,

nachdem wir grad überlegen, ob mein Mann seinen JOb wechseln soll haben wir gestern eine Stelle gefunden, die nach zwei Jahren in eine Beamtenanstellung wechseln kann.
Ja, klar, er hat sie noch nicht und wir überlegen auch, ob er sich da bewerben soll, aber da wir keine Ahnung haben wollte ich mal fragen, was denn die Vorteile sind, als Beamter zu arbeiten.

Was uns Kopfzerbrechen macht: Die Versicherung. Ich bin ja noch zuhause mit den Kindern. Sollte ich das noch länger so machen, muss ich doch extra versichert werden, oder?? Da kennen wir uns wirklich gar nicht aus.

Was für uns ein klarer Vorteil ist: Die Arbeitszeit. Und ja, er ist eigentlich unkündbar und hat mehr Netto (anfangs nicht von der Stelle) und bessere Rente (ist das noch so??)

Vielleicht kann uns jemand aufklären, das wär lieb.

LG Karin

Beitrag von nanny7600 03.02.11 - 09:56 Uhr

Hi..
Unkündbar,verbeamtet zu sein bringt meiner Meinung und meiner Erfahrung nach nur Vorteile!
nanny7600

Beitrag von ayshe 03.02.11 - 10:16 Uhr

Manch ein Beamter verdient weitaus weniger als jemand in der freien Wirtschaft.
Das wäre ein negativer Punkt.

Beitrag von snoopster 03.02.11 - 10:26 Uhr

Ja, aber da wir ja wissen, aufgrund der Angabe auf der Stellenausschreibung, mit was er einsteigt, ist das kein wesentlicher Unterschied.
Allerdings schon, wenn wir halt wegen der Versicherung arg viel draufzahlen müssten....

Beitrag von cinderella2008 03.02.11 - 11:08 Uhr

Er zahlt doch dann aber z.B. keine Renten- und Arbeitslosenversicherung mehr. Habt Ihr das bedacht? Dieses Geld könnt ihr in die Krankenversicherung einrechnen. Dann denkt an die Beihilfen! Das ist auch ein ganz großer Vorteil.

Beitrag von snoopster 03.02.11 - 11:15 Uhr

Nein, das ist mir neu mit der Arbeitslosen und Rentenversicherung. Danke für den Tip...

Ist das denna uchschon wenn er Angestellter ist, also in den zwei Jahren, bevor er dann verbeamtet wird?? Oder ist er da auch normaler Angestellter und nicht privat versichert???

Beitrag von cinderella2008 03.02.11 - 11:42 Uhr

Nein, solange er Angestellter ist, zahlt er ganz normal Renten- und Arbeitslosenversicherung. Auch an der Krankenkasse dürfte sich meines Wissens nichts ändern.

Er sollte sich mit der Personalabteilung seines neuen Arbeitgebers in Verbindung setzen und beraten lassen. Dort kann man ihm mit Sicherheit sagen, was auf ihn "zukommt".

Im Übrigen weiß ich von verbeamteten Kollegen, dass sie monatlich eine gewisse Summe auf ein extra Konto einzahlen, damit sie für Notfälle Arztrechnungen begleichen können. So genau kenne ich mich da aber nicht aus. Ich bin nur Angestellte.

Beitrag von ayshe 03.02.11 - 12:00 Uhr

Gut, dann sieht es ja in dem Fall gut aus, auch wenn ihr noch die anderen genannten Punkte verrechnet :-)

Beitrag von susannea 03.02.11 - 17:49 Uhr

Öffentlicher Dienst läßt ja die anderne Versicherungen sinken.

Beitrag von wemauchimmer 03.02.11 - 10:17 Uhr

weitere Vorteile: oft wesentlich günstigere Versicherungen (z.B. Auto usw), Kreditangebote; Besoldung steigt m.W. automatisch mit dem Alter
Nachteil: Kein Streikrecht :-p

Beitrag von nele27 03.02.11 - 10:50 Uhr

Hallo Karin!

Vorteile:

- unkündbar
- viele Vergünstigungen vom Hauskredit bis zum Beamtentarif bei Versicherungen
- automatische Gehaltserhöhungen
- oft geregelte Arbeitszeiten (nicht in Spitzenpositionen und nicht als Pastor :-))

Nachteile:

- oft weniger Geld als in der freien Wirtschaft
- Gefahr, langfristig nur Dienst nach Vorschrift zu machen / eingefahren und schmalspurig an die Arbeit ranzugehen, da einem ja eh keiner was kann und keine Konkurrenz da ist

LG, Nele

Beitrag von merline 03.02.11 - 11:31 Uhr

Zu dem Thema gab es im Januar oder Dezember einen STERN, vielleicht kann man das ja online nochmal nachlesen. Da wurde das prima erklärt und auch ca. 20 Einzelberufe systematisch verglichen und aufgerollt incl. Bruttoverdienstvergleiche zu normalen Angestellten.

http://www.stern.de/magazin/

Beitrag von snoopster 03.02.11 - 12:19 Uhr

Vielen Dank für die vielen Links. Ich les mir mal alles durch, und dann sehen wir weiter.

LG Karin

Beitrag von missypepermint 03.02.11 - 12:12 Uhr

Hallo Karin,

ich selbst bin Beamtin - auf Lebenszeit... ;)

Die Vorteile wurden Dir ja bereits aufgezeigt:

* günstige Versicherungen (was aber im angestellten Verhältnis im öffentlichen Dienst ebenso ist)
* Darlehen meist günstiger (keine persönlichen Erfahrungen)
* Rente
* Unkündbarkeit

Als Beamter muss man sich i.d.R. privat Restkosten versichern. In meinem Fall ist es so, dass ich zu 30% Restkostenversichert und meine Kinder zu 20% Restkostenversichert sind. Das heißt, wenn man zum Arzt geht, sagt man Privatpatient/Beihilfeberechtigt - schon "genießt" man die Vorteile....
Es ist allerdings so, dass man die Arztrechnungen nach Hause bekommt und in Vorleistung gehen muss.... Und auch Medikamente & co. erst mal "vorfinanzieren" muss.... das ist manchmal ganz schön heftig (letzte Impfung von Joshi - der Impfstoff alleine knapp 100,- €)

Wie es bei Euch mit der Krankenversicherung für Dich und die Kinder aussieht, weiß ich nicht sicher... Wahrscheinlich wirst Du Dich mit den Kindern entweder zum "Hausfrauentarif" in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern müssen - oder mit in die private KV gehen - was meist nicht ganz günstig ist....

Die Arbeitszeiten hast Du angesprochen - bei mir ist es so (Kommunalbeamtin in NRW), dass wir 41 Stunden/Woche arbeiten müssen...

Und, sobald Dein Mann verbeamtet währe, müsste er keine Sozialabgaben mehr zahlen. Beamte bekommen Ihren Sold im übrigen im Voraus - also am 1. für den laufenden Monat, nicht am letzten für den vergangenen Monat ;-)

Falls Du noch weitere Fragen hast, kannst Du mich auch gerne per VK anschreiben.

LG
Missy

Beitrag von catch-up 03.02.11 - 13:20 Uhr

Naja, kommt immer auch drauf an, in welchem Dienst du tätig bist. Der mittlere Dienst lohnt sich nicht. Die Verdienste da sind lachhaft!

Es lohnt sich erst ab dem gehobenem Dienst. Und selbst da kann noch nicht von lohnen gesprochen werden!

Ne Kollegin von mir war erst angestellte und wurde nun verbeamtet! Sie hat unterm Strich genauso viel, wenn nicht sogar noch ein paar euo weniger als ich als Angestellte!

Beitrag von zaubertroll1972 03.02.11 - 13:33 Uhr

Hallo,

solange Du noch im Arbeitsverhältnis stehts bist Du über den Arbeitgeber versichert und Deine Kinder können auch über Dich versichert werden.
Mein Mann ist Beamter und ich bin teilzeit berufstätig. Mein Sohn ist bei mir versichert und hat eine zusätzliche private Versicherung.
Ansonsten wird es teuer.

LG Z.

Beitrag von litalia 03.02.11 - 15:47 Uhr

manchmal ist es eine frechheit das so manche beamte "unkündbar" ist.

ich kenne da so eine spezielle nette dame, ein unglaublicher mensch und in der freien wirtschaft würde die keine zwei tage überleben, als beamtin alleridings unkündbar.... nur schade um die vielen behinderten kinder die täglich unter ihr leiden müssen.

Beitrag von moeriee 03.02.11 - 16:39 Uhr

Hi Karin!

Ich bin vorgestern verbeamtet worden. Unser Dienststellenleiter hat die Vorteile mal so aufgezählt: Du bist unkündbar, hast also deinen Job auf Lebzeit sicher. Außer natürlich, du baust großen Mist. Dann kannst du dich privat versichern. Hier in Hessen bekommen wir Beihilfe und zahlen so nur sehr geringe KK-Beiträge, für super Leistungen. Du zahlst keine Rentenversicherungsbeiträge und hast keine Sozialabgaben. Und das Schönste ist die Rente! Ein normaler AN bekommt später mal 48% seines ursprünglichen Lohnes, wenn er in Rente ist. Hier in Hessen bekommen Beamte satte 72%.

Nachteile sind, dass du natürlich deinem AG (dem Land) treu ergeben sein musst. Das bedeutet nicht, dass du in deiner Freizeit nicht deinen Lieblingsbeschäftigungen nachgehen darfst. Aber es wäre eben grob fahrlässig, wenn du dich bei einer Demo z.B. in der Deutschen Bank verschanzt und Polizisten zusammenschlägst. ;-) Ansonsten wird eben verlangt, dass dein Job, neben deiner Familie, Priorität hat und du dich ordentlich reinhängst. Aber das versteht sich sicher von selbst.

Ich hoffe, ich habe nichts vergessen!

Liebe Grüße #herzlich

Marie

Beitrag von nobility 03.02.11 - 17:36 Uhr

Hallo,

Beamter sein, das bringt nur Vorteile. Ein Beamter braucht weniger arbeiten und verdient mehr. ER kommt später auf Arbeit und darf dafür wieder früher gehn. Er zahlt keine Rentenbeiträge und bezieht dafür - statt Rente wie ein Arbeiter - Pension. Er kann früher in Rente, pardon, in Pension gehen während ein Arbeiter mindestens bis zum 65. Lebensjahr buckeln muss.

Das alles ist doch ein schönes Leben. Ein Hoch uf det ufjeklärte Beamtentum!!

Beitrag von nordlaender 03.02.11 - 17:49 Uhr

Du hast vergessen den Ironie Modus auszuschalten ;-)

Ich wüßte nicht warum ich in einen Beamtenjob wechseln sollte.

Beitrag von sammy7 03.02.11 - 18:01 Uhr

Hallo,
ein Beamter kommt später und geht früher??? Wir haben hier in Hessen z.B. die 42- Stunden- Woche während die Angestellten weiterin bei 38 oder 39 Stunden sind. Dafür wurde uns Beamten das Weihnachtsgeld und weitgehend das Urlaubsgeld gestrichen....

Gruß Claudia