Kleinkind (1 1/2 Jahre) mit Reizdarm, bzw. ständigem Durchfall?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von svafa 03.02.11 - 12:01 Uhr

Hallo zusammen,

ich brauche mal Eure Erfahrungen/Tips/Meinungen und würde mich gerne austauschen!

Es wird etwas länger, ich hoffe, ihr könnt durchhalten #schwitz

Also:

Unser Kleiner geht seitdem er 12 Monate ist in die Krippe, ungefähr seitdem ißt er auch vom Tisch mit.
Nun fing es 'damals' schon an, dass sein Stuhlgang immer durchgehend etwas dünn und hell war, soweit ich das nun in Erinnerung habe auch so gut wie immer eklig stinkend.
Sobald die Zähne einschossen oder durchbrachen wurde es extrem intensiv.
Im Herbst 2010 waren mein Mann und ich schon einige Male wegen dem Durchfall "kindkrank". Einmal wurde eine Stuhlprobe genommen, deren Ergebnis ich aber nie erfahren habe.

Seit dem Herbst/Winter nun nimmt der Durchfall überhand.

Im Januar ist die Krippe in neue Räumlichkeiten umgezogen und seither sind mein Mann oder ich abwechselnd JEDE WOCHE ab Donnerstag (einmal wars schon ab Mittwoch) "kindkrank", heute also wieder - die 5. Woche in Folge.

Letzte Woche hatte er (Montags festgestellt) eine dicke Bronchitis dazu, dadurch mußten wir ganze 4 Tage zu Hause bleiben.
Gleichzeitig hatten wir das Ergebnis einer Stuhlprobenuntersuchung bekommen (für die Krippe, damit die wissen, es ist nicht ansteckend): ALLES negativ!
O-Ton: Reizdarm, er reagiert auf jeglichen Streß mit Durchfall (Das wiederum habe ich nicht schriftlich!)

Wunderlicher Weise war der Durchfall nach einem-zwei Tagen zu Hause komplett weg, auch die hellere Farbe!
Und das letztere zum ersten Mal seit ca. 1/2 Jahr!

Wir hatten zeitgleich allerdings die Nahrung umgestellt probeweise (Verzicht auf weitestgehend alle Milchprodukte - der Papa verträgt die nämlich auch nicht, bzw. nur in Maßen), und hatten Hefetabletten bekommen/gegeben.
In der Krippe wurde ab diesem Montag dann auch darauf geachtet, keine Milchprodukte zu geben.

Ja, nun ist wieder Donnerstag... und was soll ich sagen, heute früh hatte er wieder starken Durchfall (5x in 5 Min.) wie immer übelrichend und hell #heul

Das "Problem" ist:

Außer dem Durchfall hat er keinerlei Symphtome einer magen-darm-Erkrankung:
Kein Fieber, keine Appetitlosigkeit, nicht müde, abgeschlagen, (übermäßig) quengelich, keiner aus der Familie leidet ebenfalls an Durchfall, kein Gewichtsvberlust (wurde ja nun wöchentlich kontrolliert, er hat im ganzen Januar stetig 1 kg zugenommen!)

Aber: Vorgestern ist ein neuer Zahn durchgebrochen. Aber ich wollte es jetzt nicht erstmal generell auf "die Zähne eben" schieben.

Weil ich echt nicht mehr weiter weiß habe ich mir heute früh eine zweite Meinung eingeholt.

Ja und bei der zweiten Ärztin wurde (auch) vermutet, dass es z.B. dem Mittwochsessen in der Krippe zusammenhängen könnte, oder irgendeine Erzieherin oder ein Kind Mittwochs mehr/weniger da sind. Irgendetwas im Ablauf verändert ist oder in die Richtung.
Sie sagte, sie würde nur die Sympthome behandeln und ihn trotz gereiztem Darm in die Krippe geben.
Es sei innerhalb von 14 Tagen sehr unwahrscheinlich, dass er sich nach dem negativen Laborbefund doch nochmal etwas anderes eingefangen haben könnte wegen der Vorgeschichte.

Es gibt wohl schon Magen-Darm-Erkrankungen, die sich 6 Wochen hinziehen würden, das sei nicht ungewöhnlich, aber das schließt nach der ganzen Vorgeschichte + dem Laborbefund aus.

Sie hat uns nun auf Privatrezept so ein 50 € - Medikament verschrieben (ich habe u.a. darum gebeten, weil ich nichts unversucht lassen möchte, die Kinderärztin hatte uns auch schon davon berichtet, meinte aber, die Hefetabletten tätens auch).

Die Krippenleitung ist nun informiert und stimmt dem Ganzen auch zu und unterstützt uns von sich aus mit Protokollierung usw. und ist eben auch auf den Durchfall vorbereitet.

Wir werden jetzt dennoch erstmal weiterhin auf Milchprodukte verzichten und schauen, was das teure Medikament bringt.

Ach mensch, es kann ja so nicht weitergehen.
Es muß doch etwas sein!

Nicht nur, dass es für ihn nicht so toll ist (obwohl es ihm wie gesagt echt gut geht), unsere Chefs drehen langsam auch durch, weil wir (obwohl wir schon tageweise tauschen damit) immer "kindkrank" sind #zitter

Mein Gefühl sagt mir übrigens das selbe wie die Ärzte. Mein Problerm ist, dass ich aber auch nicht unverantwortlich sein möchte und mein augenscheinlich erstmal krankes Kind in die Krippe zu anderen Kindern stecken will :-(

Wer es bis hier hin geschafft hat, dem #danke

Vielleicht hat ja jemand ähnliches durch!
Ich freu mich wirklich über jede Antwort!

LG Anne

Beitrag von knutschy 03.02.11 - 12:12 Uhr

Hallo,

ach mensch das ist ja wirklich keine schöne Geschichte, und ja ich habe es bis zum Ende geschafft ;-)

Hmm und wurde ausgeschlossen das er eine chroniche Darmentzündung hat ? Das geht nicht nur anhand von den Blutwerten (die waren bei mir auch OK) sondern dazu muss eine Darmspieglung gemacht werden.
Bei so Mini-Mäusen wird es unter Vollnarkose gemacht.

Also das würde ich an deiner Stelle abgeklärt haben wollen, das es nicht von daher kommt.

Liebe Grüße Anja

Beitrag von knutschy 03.02.11 - 12:13 Uhr

noch was vergessen,

umbedingt auf Zoliakie testen lassen, das macht auch oft das Leben schwer und bleibt erstmal unendeckt.

Liebe Grüße Anja

Beitrag von svafa 03.02.11 - 12:40 Uhr

Hallo Anja,
danke für Deine Antwort!

Ich werde dann wohl nochmal einen Termin bei unserer Kinderärztin machen.
Ich denke, ich werde erstmal zwei Wochen abwarten (viell. erstmal schauen, wie das neue Medikament dann wirkt) und dann sämtliche Ernährungs- und Stuhlgangprotokolle mitnehmen und drängeln, drängeln, drängeln...

Ich wußte z.B. auch nicht, dass man bei Kleinkindern schon eine Darmspiegelung machen kann. Der Vorschlag kam weder von der Kinderärztin noch von meiner Hausärztin heute. Ich werde mich dazu auch so nochmal informieren!

LG Anne


Beitrag von majasophia 03.02.11 - 12:55 Uhr

also ich hab auch gleich an eine zöliakie gedacht, als ich den bericht gelesen hab!

es kommen allerdings noch andere nahrungsmittelunverträglichkeiten in frage, z.B. lactose, fructoseintolerant usw....da gibts noch ne menge mehr!

wurde mal zu einem spezialisten damit gehen (gastroenterologen); mit einem einfachen atemgastest lässt sich z.B. eine fructoseintoleranz diagnostizieren!

hoffe ihr kommt um die darmspiegelung rum...

wie ist es denn mit seiner gewichtszunahme?

gute besserung

Beitrag von svafa 03.02.11 - 13:35 Uhr

Hallo und #danke,

Also sein Gewichtszunahme ist gut.
Er hatte in der ersten Januarwoche 9,6 kg, die Woche darauf 10 kg, darauf die Woche 10,1 und dann 10,5 nochmal eine Woche später.
Wenn man im U-heft schaut, liegt er auch immer auf "seiner" Linie konstant von Geburt an (er war ein Frühchen und immer etwas leichter).

Ich hoffe auch, dass wir um eine Darmspiegelung (wegen der Vollnarkose auch) drum herum kommen.

Ich werde nun Hebel in Bewegung setzen, damit wir da ernster genommen werden. Unsere Kinderärztin hat es bislang immer etwas abgetan..., wobei ja selbst ihr da mittlerweile etwas spanisch vorkommen dürfte #gruebel normal ist das ja nicht! Eigentlich halte ich viel von ihr und wir waren -auch oder gerade- mit dem Großen immer gut aufgehoben, aber naja, das jetzt ist irgendwie blöd, ich finde das alles so ungewiss und versuche auf Gut Glück irgendetwas auszuschließen an Lebensmitteln. Hätte da eigentlich auch ihrerseits auf bessere Tips gehofft.

Ich werde jetzt mal schauen, was wir hier für Gastroenterologen in der Umgebung haben.

LG Anne



Beitrag von xyz74 03.02.11 - 13:00 Uhr

Wäre es möglich, dass er auf Weizen reagiert?
Habt ihr schon mal darauf verzichtet?

Beitrag von svafa 03.02.11 - 13:23 Uhr

Das haben wir noch nicht ausprobiert.
Werde das auch ansprechen und ausprobieren.
#danke ich mach mich mal schlau!
LG Anne

Beitrag von xyz74 03.02.11 - 13:01 Uhr

Eine Sache noch....
Hat er schon mal Antibiotika bekommen?

Beitrag von svafa 03.02.11 - 13:21 Uhr

Hallo,
je, er hat einmal Antibiotikum bekommen, das war im Winter 2009, also schon über ein Jahr her.
Kann das zusammenhängen?
LG Anne

Beitrag von xyz74 03.02.11 - 14:09 Uhr

AB plätten immer die gesamte Darmflora.
Leider vergessen die meisten Kia die Eltern darauf hinzuweisen die Darmflora mit Probiotika wieder aufzubauen.
Es kann natürlich sein, dass er dadurch noch geschwächt ist.
Würde es daher mal mit Symbioflor 1 versuchen:
http://www.gesund-heilfasten.de/nahrungsergaenzung/symbioflor-1.html


Zöliakie haben die anderen schon angesprochen.
Weißt Du noch welche Breie er als Baby gegessen hat und wie er die vertragen hat?
Wenn zb Hafer oder Dinkel dabei war und er diese vertragen hat, dann ist Zöliakie eher unwahrscheinlich.

Weizen würde ich aber auf jeden Fall austesten und darauf ein paar Wochen lang verzichten.
Gerade Weizen gehört zu den Hauptallergieauslösern.

Beitrag von svafa 03.02.11 - 14:46 Uhr

Oh, das ist interessant, ich wußte das nicht (Weizen=Hauptallergieauslöser), das ist irgendwie an mir vorüber gegangen.

Die selbst anzurührenden Milchbreie als Baby waren nicht so seins, also er mochte die nie, wir sind dann ziemlich flott auf Fingerfood umgestiegen und eben Babygläschen (Früchte und mit Joghurt und für die Mittagsmahlzeit). Da gab es -wenn ich mich richtig erinnere- keine großen probleme.

Mir ist nur aufgefallen, dass, seitdem er ein Jahr alt ist auftauchte und immer schlimmer/häufiger wird.

Da ich nachher nochmal zur Apotheke muss, das besagte teure medikament #schwitzabholen, werde ich nach dem symbiflor gleich nochmal nachfragen.
Danke Dir für den Tip!!!

LG Anne




Beitrag von kathrincat 03.02.11 - 17:25 Uhr

gebt ihr milchprodukte?? oder was mit laktose?? wenn ja lasst es mal einfach weg.

Beitrag von svafa 03.02.11 - 17:42 Uhr

Hallo,
wir lassen seit ca. 1,5 - 2 Wochen alle Milchprodukte weg.
LG Anne

Beitrag von kathrincat 04.02.11 - 09:28 Uhr

so haben wir es auch gemacht 4 wochen lang, dann haben wir langsam getestet, bei uns gehen kleine mengen wenn sie in was drin sind ,schokolade,butter im kuche....., ein joghurt oder ein glas milch sind aber schon zuviel.

Beitrag von martre 28.04.11 - 16:11 Uhr

hallo,
da suche ich etwas um meiner tochter zu helfen und stoße auf diesen beitrag. es verhält sich sehr ähnlich bei ihr. heller, stinkender durchfallartiger stuhl und das mehrfacg am tag. dies hat sie jetzt seit ende feb. diesen jahres und auch ich musste sie mehrfach deswegen aus der kita holen.
sie bekommt nächste woche ihre blutentnahme um das ausschlussprinzip zu starten. sie ist jetzt 19 monate. sie bekam auch antibiose (bronchitis)
der k-arzt meinte, dass das dem kleinen körper schon zusetzt und der darm zeit braucht (6 wochen) die sind um, jetzt schauen wir weiter. irgentwelche zusätzlichen bakterien via medikamente ihr zu geben, davon rät er ab.
hoffe wir könnne uns auf dem laufenden halten.
lg. maren
aber du hast recht, mann muss am bal bleiben und auch mal nerven.