Unterhaltsfrage, kennt sich jemand aus?

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Beitrag von bleacky85 03.02.11 - 14:46 Uhr

Hallo ihr lieben,

ich habe mal eine Frage und vielleicht kann mir ja jemand helfen. Mein Mann hat aus erster Ehe ein Kind wofür er 330 Euro unterhalt zahlen muss, nun haben wir uneren 8 Wochen alten Sohn. Muss die Unterhaltszahlung nun nicht neu berechnet werden weil er für den kleinen ja auch sozusagen aufkommen muss?

Beitrag von hedda.gabler 03.02.11 - 15:04 Uhr

Hallo.

Immer wieder schön, wenn sich Männer weiter vermehren und die Neue dann gleich mal nach Absenkung des Unterhalts fragt ...

... es muss nur neu berechnet werden, wenn es zu einer Mangelfallberechnung kommt, sprich Dein Mann nicht den vollen Unterhalt für beide Kinder zahlen kann.

Schau mal in die Düsseldorfer Tabelle, wie viel Unterhalt er auf Grundlage seines Einkommens zahlen muss (das halbe Kindergeld musst Du jeweils von den genannten Beträgen abziehen).
Er selbst hat einen Selbstbehalt von 950 Euro ... wenn er nicht voll zahlen kann, wird das was über dem Selbstbehalt liegt, auf beide Kinder anteilig nach Alter aufgeteilt ...
... dafür muss er eine Abänderungsklage einreichen, wenn der Unterhalt für das 1. Kind tituliert ist. Einfach so weniger zahlen ist nicht.

Ich hoffe nur für das 1. Kind, dass sich Dein Mann 2 Kinder leisten kann, ich finde es immer ganz arm, wenn Männer plus ihre neuen Frauen ihre Familienplanung auf Kosten der vorangegangenen Kinder durchziehen.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von litalia 03.02.11 - 15:42 Uhr

#pro

Beitrag von falkster 03.02.11 - 15:45 Uhr

nicht zu vergessen wären allerdings auch die ehemaligen Lebenspartnerinnen, die den Kindern einen "neuen" Vater vorsetzen, der sich um das Kind kümmert und damit der leibliche Vater seiner Ex durch (Kindes)Unterhaltstzahlungen die Lebens- und Familienplanung mitfinanziert...

Gibt immer zwei Seiten auf der Medaille.
An der geltenden Rechtsprechung ändert das zwar nix, aber das bedeutet ja nicht automatisch, dass es gerecht wäre...;-)

Beitrag von hedda.gabler 03.02.11 - 19:39 Uhr

>>> und damit der leibliche Vater seiner Ex durch (Kindes)Unterhaltstzahlungen die Lebens- und Familienplanung mitfinanziert... <<<

Was für ein ausgemachter Blödsinn ... als ob sich irgendjemand die Lebens- und Familienplanung mit einem neuen Partner durch die Unterhaltszahlungen für die "ersten" Kinder durch den Ex finanzieren lässt ...

... vielmehr finanzieren oft genug die neuen Partner die "ersten" Kinder mit, weil a. der Kindsunterhalt in den seltensten Fällen ausreicht, den Bedarf eines Kindes komplett zu decken oder wenn b. der Unterhaltsvorschuß bei einer erneuten Heirat wegfällt.

Beitrag von falkster 04.02.11 - 01:30 Uhr

Du begreifst offensichtlich meinen Punkt nicht, respektive machst Du Dir nicht mal die Mühe etwas zu hinterfragen...

nochmal im Klartext:
Vater (A) hat leiblichen Sohn mit Mutter (B). B lebt in neuer Beziehung mit Mann (C). A hat neue Beziehung mit Frau (D) und ist sogar verheiratet.

B und C verdienen beide und finanzieren den leiblichen Sohn von A plus den geleistetetn Unterhalt, da auch A arbeitet. D ist Hausfrau ohne Einkommen.

Nach Deiner Logik dürften A und D kein Kind bekommen, obwohl der erste Sohn dreifach unterhalten wird?
DAS nenne ich ausgemachten Unfug...

Beitrag von hedda.gabler 04.02.11 - 07:25 Uhr

DEINE Logik ist ausgemachter Unfug ...

... es ist ja schön, wenn C den Sohn von A mitfinanziert, aber in erster Linie ist A selbst dafür verantwortlich ...

... und wenn er den Unterhalt für seinen 1. Sohn leisten kann, dann kann er ja mit D so viele weitere Kinder bekommen, wie er will.

Aber er kann doch nicht die Verantwortung auf den Stiefvater abwälzen, nur weil dieser das rein theoretisch leisten kann, bzw zum Unterhalt de facto auch beiträgt.

Ein echter Mann und verantwortungsvoller Vater würde solche Gedankengänge gar nicht haben ... ein Steinzeitmensch, der sein Sperma möglichst weit verbreiten möchte und dann noch luschenhaft die Verantwortung auf andere abwälzt schon eher.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von cinderella2008 04.02.11 - 08:13 Uhr

Seltsame Denkweise.

C ist für den Sohn von A+B nicht verantwortlich. Warum auch, es ist nicht sein Kind, sondern nur zufällig das Kind der Frau (B), die er liebt.

Dass D Hausfrau ohne Einkommen ist, ist deren Problem oder eben das Problem von A. Soll sie arbeiten gehen. B geht doch auch arbeiten.

Wenn sie lieber Hausfrau sein möchte ist das o.k. Aber bitte nicht auf Kosten des Kindes von A+B.

Ein/e Mann/Frau kann sich immer nur so viele Kinder leisten, wie er/sie in der Lage ist zufinanzieren.


Beitrag von carrie23 04.02.11 - 08:43 Uhr

Also müsste nach deiner Logik der neue Partner das nicht leibliche Kind finanzieren damit der arme leibliche Vater sich ein schönes Leben machen kann?
Oder wie soll man das verstehen?
Sowohl die leibliche Mutter als auch der leibliche Vater sind unterhaltspflichtig, nicht aber irgendwelche STiefelternteile.

Beitrag von zubbeline 04.02.11 - 09:39 Uhr

indirekt ja wieder schon, wenn die Mutter auf Grund neuer gemeinsamer Kinder nicht arbeitet und der Vater nicht zahlen will/kann.

Beitrag von falkster 04.02.11 - 14:34 Uhr

interesant, wie hier immer gleich Vätern generell der schwarze Peter zugeschoben wird.

Aufgrund Beziehungen, in denen eines Vaters Kind von einem Nachfolger ohnehin defacto schon versorgt wäre, darf man keine weiteren Kinder bekommen??

Sonst geht es noch gut, ja?

vielleicht äussert sich mal jemand zu der Rechnung, die ich geschildert hab, statt nur Blödsinn von sich zu geben?

Ein Kind aus einer früheren Beziehung ist in dem von mir geschilderten Beispiel "dreifach" unterhalten, während eines in der aktuellen Beziehung nur "einfach" Unterhalt erhielte. Selbst wenn die Partnerin in der jetzigen Beziehung mit zum Unterhalt beitragen könnte, käme man bestenfalls auf "zweifache" Unterhaltung.

Gleichbehandlung der Kinder ist das ja nicht gerade, richtig?

Hier wurde auch geäussert, Frauen könnten ja die Finger von Männern mit Altlasten lassen, wenn sie mit den Unterhaltsverpflichtungen nicht klarkommen.
In derselben Argumentation könnte man aber auch sagen, dass Männer die Finger von Frauen mit Altlasten lassen sollten, wenn Sie sich nicht an den Lebenshaltungskosten aller Haushaltsmitglieder beteiligen wollen...

Auch hier wird offenbar mit zweierlei Masz gemessen, was gerade in der Damenwelt hier auf urbia zunehmend populär scheint.

Sich auf die geltende Rechtslage zu berufen ist ja schön und gut, aber nicht mal zu versuchen nachzuvollziehen, dass diese möglicherweise Lücken und Unstimmigkeiten hat und stattdessen Leute an den Pranger gestellt werden, zeugt doch von einer gewissen engstirnigen und eindimensionalen Geisteshaltung...

Beitrag von hedda.gabler 04.02.11 - 14:52 Uhr

>>> Ein Kind aus einer früheren Beziehung ist in dem von mir geschilderten Beispiel "dreifach" unterhalten, während eines in der aktuellen Beziehung nur "einfach" Unterhalt erhielte. Selbst wenn die Partnerin in der jetzigen Beziehung mit zum Unterhalt beitragen könnte, käme man bestenfalls auf "zweifache" Unterhaltung. <<<

Falsch ... im Falle einer Mangelfallberechnung ist auch das neue Kind "dreifach" unterhalten, nämlich zu Ungusten und auf Kosten des vorangegangenen Kindes.

Beitrag von falkster 04.02.11 - 23:37 Uhr

die Rechnung hätte ich ja gerne mal erläutert bekommen. Kann ja nicht so schwer sein, da ich ja meine These vorher auch erläutert hatte...

Wie da irgendwo Geld von der neuen Beziehung der Ex Richtung des zweiten Kindes vom Vater fliesst erschliesst sich mir nicht.

Geld fliesst in jedem Fall nur von Seiten des Vaters... und zwar für alle Kinder...

Beitrag von hedda.gabler 05.02.11 - 10:02 Uhr

Wenn ein Kind "dreifach" unterhalten wird, muss nicht unbedingt Geld fließen ... die Rechnung geht auch auf, wenn ein Kind auf Kosten eines anderen unterhalten wird.

Aber weißt Du, Deine Einstellung ist mir eh viel zu unsozial ... solche Väter liebe ich nämlich: Die Kindsmutter arbeitet und hat nen Neuen, toll dann kann ich mich ja als zum Unterhalt verpflichteter schön weiter vermehren und den Unterhalt kürzen, mein Kind wird ja von anderen versorgt (und im Zweifelsfall auch noch von der Allgemeinheit).

Und dann wundern sich solche Väter, dass ihre Kinder nicht wirklich von ihnen begeistert sind, wenn sie erfahren, dass sie sich schön um ihre finanziellen Verpflichtungen gedrückt haben.

Beitrag von falkster 06.02.11 - 20:15 Uhr

tja meine Gute,

da ich hier ganz deutlich einen an mich gerichteten Vorwurf vernehme, kann ich Dich beruhigen. Bei mir läuft alles nach der geltenden Rechtssprechung ab und mein Sohn ist tatsächlich sehr begeistert von seinem Vater, da es eben beim Umgang mit dem Nachwuchs um erheblich mehr geht, als nur Finanzielles. Das begreift auch schon mein 11-jähriger und tat er auch schon, als ich noch in der unglücklichen Lage war Hartz4 beziehen zu müssen.

Für ihn ist die Situation klasse, da er mehrere Bezugspersonen hat und ich bin zufrieden, dass er mit seinem neuen "Ersatz-"vater auch auskommt, da es anders eher schlimmer wäre.

Nichts destotrotz habe ich durchaus das Recht auf Mißstände in der geltenden Sorgerechts- und Unterhaltsregelung hinzuweisen. Und Asozialität muss ich mir deswegen sicher nicht vorwerfen lassen.
Vielmehr ist es interessant, dass Du an einem Punkt, in dem Du siehst, dass es kein schlüssiges Gegenargument zum Generalvorwurf ausholst:

>>Wenn ein Kind "dreifach" unterhalten wird, muss nicht unbedingt Geld fließen<< Und??? von einem solchen Fall sprach ich nicht (denn dann wäre das Kind eben nur zweifach unterhalten), also versuch bitte am Gesprächsfaden zu bleiben.

>>dann kann ich mich ja als zum Unterhalt verpflichteter schön weiter vermehren und den Unterhalt kürzen...<<Genau!! Und als zB erwerbslose Frau geht das im Gegensatz recht gut, da ich ja an allen Ecken unterhalt für die Kinder beziehen kann...
Merkst Du was? ;-)

Das die geltende Regelung immer noch zu sehr zugunsten der Mütter ausgelegt wird ist sicher unstrittig. Wer was anderes behauptet hat in meinen Augen schlicht keinen Plan...

Beitrag von hedda.gabler 06.02.11 - 20:35 Uhr

Ich weiß gar nicht, warum Du Dich so wichtig nimmst und Dir den Schuh anziehst ...

Beitrag von devadder 03.02.11 - 20:25 Uhr

Da kann ich Dir nur in vollem Umfang zustimmen. Frau lebt mit "neuem" wie die Made im Speck und der Ex schaut mit dem geringen Selbstbehalt in die Röhre, da er die nächsten zwanzig Jahre nicht mehr auf die Füße kommt.

Beitrag von drage 03.02.11 - 16:06 Uhr

Kann man auch eine Frage normal beantworten ohne gleich wieder loszuhetzen.
Lass doch jeden machen was er will. Langsam wird mir hier bei Urbia nur noch schlecht ey.
Du kennst doch die ganzen Hintergründe usw. garnicht.
Und wo steht geschrieben, das es dem Vater nicht gewährt ist einen neue Familie plus Kinder zu haben.
Das sich der Unterhalt schmälert ist halt in den meisten Fällen so.
Der Vater meiner Kinder hat das auch gemacht. Auch dieser hat noch zwei weitere Kinder in die Welt gesetzt und somit muss er fast garnix mehr bezahlen.
Aber das interessiert mich nicht die Bohne. Wenn er glücklich ist.
Meiner Meinung nach ist der Unterhalt viel zu hoch angesetzt aber darüber lässt sich streiten.

Die Düsseldorfer Tabelle ist übrigens ab 2 Kinder angesetzt. Wenn man nur ein Kind hat rutscht man automatisch auf die 105% auch wenn der Verdienst unter der 100% liegt.
Bei zwei Kinder gehts dann bei 100% los und den jeweiligen Verdienst.

An die TE: Lass es neu berechnen vom Jugendamt die sagen dir dann schon wie es weiter geht.

Beitrag von windsbraut69 03.02.11 - 16:30 Uhr

"Und wo steht geschrieben, das es dem Vater nicht gewährt ist einen neue Familie plus Kinder zu haben.
Das sich der Unterhalt schmälert ist halt in den meisten Fällen so. "

Es ist einfach verantwortungslos, mehr Kinder in die Welt zu setzen als man versorgen kann.
Wenn das Einkommen nicht für alle reicht, muß doch irgendwer anderes finanziell einspringen...

Gruß,

W

Beitrag von devadder 03.02.11 - 19:29 Uhr

Es gibt auch Männer die verlassen wurden und nicht mal ihre Kinder sehen können. Haben die kein Recht mehr auf eine "neue" Familie? Was ja in den meisten Fällen eh nicht geht. Vom Selbstbehalt kann ja keiner leben oder sich etwas neues aufbauen. Im übrigen ist der Unterhalt so bemessen, dass wenn man ihn in vielen Familien mal nur so zum Spaß zugrunde legen würde, die wenigsten der "Normalverdienenden Handwerker" dieses Geld pro Person zur Verfügung hätten.

Beitrag von windsbraut69 04.02.11 - 11:27 Uhr

Warum "Recht" - es verbietet ihnen doch niemand.
Ich frage mich nur, wie sie es mit ihrem Gewissen vereinbaren können und was sie täten, wenn nicht die Allgemeinheit auch für die unvernünftigste Familienplanung aufkäme.

Was können denn die Kinder dafür, dass die Eltern sich nicht einigen können?

Beitrag von silbermond65 03.02.11 - 16:43 Uhr

Schön für dich,wenn dich das nicht die Bohne interessiert.Bei anderen ist das eventuell nicht so.
Die meisten sind auf den Unterhalt für die Kinder angewisen.


An die TE: Lass es neu berechnen vom Jugendamt die sagen dir dann schon wie es weiter geht.

DAS kann nur der Vater. Damit hat sie gar nichts zu tun.Und das ist gut so.

Beitrag von drage 03.02.11 - 16:55 Uhr

Ich habe das auch gemacht für meinen Mann, also!!!!

Beitrag von silbermond65 03.02.11 - 17:01 Uhr

Hat ers alleine nicht geschafft?

Beitrag von drage 03.02.11 - 17:02 Uhr

Na scheinbar nicht, zuviel arbeit um den Unterhalt zu vedienen. Denn er voll bezahlt.