Umgang: Wäre das okay für Euch?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von hrhhhh 03.02.11 - 15:22 Uhr

Hallo!

Bin seit einem Jahr getrennt von meinem Mann, er hat uns nach langer Beziehung und dem lang ersehnten Wunschkind für eine Andere sitzen lassen, bei der er nun wohnt. War alles sehr unschön, mit vielen Lügen und Rumgeeiere verbunden, auch seinen Sohn hat er zwischenzeitlich zugunsten der Neuen vernachlässigt. Den Umgang zwischen ihm und seinem Sohn habe ich immer gefördert und unterstützt, er konnte ihn im letzten Jahr immer sehen wann er wollte - meist drei-bis viermal die Woche. Dann saß er auch oft bei mir rum und hat mit seinem Sohn gespielt und ihn ins Bett gebracht. Fiel mir nicht leicht vor dem ganzen Hintergrund und der Tatsache, dass er nicht mal ein klärendes Gespräch über alles geführt hat. Für meinen Sohn fand und finde ich es aber wichtig, dass er eine gute Beziehung zu seinem Papa aufbaut. Anfang des Jahres habe ich deshalb von mir aus gesagt, dass er ihn auch mal über Nacht mitnehmen kann (unser Sohn wird im April zweieinhalb).
Jetzt allerdings merke ich, dass es mir langsam alles zu viel wird, irgendwíe kann ich mit meinem Sohn keine Regelmäßigkeit leben, weil mein Ex nur selten mal eine Monatsplanung mit mir macht, sondern eher so "kann ich ihn in fünf Tagen über Nacht haben?". Ich kann nicht planen...d.H. er kommt dreimal die Woche etwa, und nimmt ihn dann auch noch über Nacht mit. Dann sehe ich meinen Ex viel zu oft! Ich merke nämlich an mir, dass ich ihn mehr aus meinem Leben raus haben möchte, das geht nicht, wenn er so oft bei mir rumsitzt. Und dreimal die Woche mit zu seiner Neuen nehmen finde ich noch zu viel in dem Alter, außerdem kommt er dann ja auch und holt und bringt ihn...
Ich wollte ihm folgende Regelung anbieten: einmal die Woche kann er ihn ab Mittags/Nachmittags mitnehmen, und einmal die Woche kann er hier mit ihm etwas unternehmen, zum Turnen gehen etc und kann ihn auch ins Bett bringen. Jedes zweite oder dritte Wochenende könnte er ihn über Nacht nehmen....also: zweimal die Woche und alle 14 Tage etwa. Findet Ihr das okay? Hab das Gefühl, er will hier noch einen Fuß in der Tür behalten (wohne im gemeinsamen Haus)....ginge es so weiter, könnte ich nie endgültig mit allem abschließen...wie seht Ihr das, ist die Regelung fair?

Liebe Grüße!

Beitrag von phoeby1980 03.02.11 - 15:29 Uhr

habt ihr das gemeinsame sorgerecht?? oder du alleine? wie ist das denn geregelt?

noch dazu würde ich ihn sagen, dass das so nicht geht. kurzfristige änderungen, wegen krankheit oder arztbesuch oder kurzentschlossener urlaub....., ok, das ist ja auch kein ding.
aber das dein ex das kind dir immer mehr entreisst, geht ja garnicht, find ich!
du bist die mutter!!! und dann hast du auch zu entscheiden, was mit deinem kind geschieht. wer ihn wann haben kann und wann nicht.

mach das deinen ex klar! entweder hält er sich an die abmachungen, die ihr getroffen habt, oder aber er lässt es sein!

biete ihn keine regelungen an, mach ihm klar was du willst und wie du es willst!!!

redet in ruhe darüber. es soll ja nun kein streit entstehen.

und wenn er anruft, kann ich ihn in ein paar tagen haben? dann sag doch einfach nein, du hast selbst schon was geplant. es geht da nicht!

drück dir die daumen, dass es sich alles regelt!!#winke#klee

Beitrag von amory 03.02.11 - 16:03 Uhr

hallo,

ich finde deinen post ziemlcih daneben.
hier geht es um einen vater, der offenbar viel interesse an seinem kind hat und dieses auch ausleben möchte.
ich habe den standpunkt, dass vater udn mutter dieselben rechte und pflichten gegenüber ihren kindern haben. niemand hat hier das alleinige entscheidungsrecht.
und ein engagierter vater oist nciht einfach nur ein ex. er ist und bleibt ein vater. und als solcher sollte die TE ihn auhc behandeln.


grüße, amory

ps: und nein, ich war dem vater meiner tochter auch alles andere als gut gesonnen während unserer trennung. aber er ist der vater meiner tochter und ich freue mich sehr, dass sie auf ihn nicht verzichten musste, weil wir uns nciht mehr verstanden haben. und nein, es war nciht einfach. aber letztlich gut.

Beitrag von sonnenkind1977 03.02.11 - 16:04 Uhr

"aber das dein ex das kind dir immer mehr entreisst, geht ja garnicht, find ich!
du bist die mutter!!! und dann hast du auch zu entscheiden, was mit deinem kind geschieht. wer ihn wann haben kann und wann nicht."

Entschuldigung, aber er ist der Vater... ja, er hat sich für ein Leben mit einer anderen Frau entschieden, trotzdem liebt er seinen Sohn anscheinend, sonst würde er sich nicht so viel und wohl auch gut um ihn kümmern! Es soll ja auch harmonisch bleiben, dem Kleinen wegen, und da ist eine gemeinsame Lösung immer besser, als wenn einer alles diktiert.

Davon unabhängig... feste Abläufe würden glaube ich allen Beteiligten gut tun. Alle 2 Wochen übers WE plus 2 mal die Woche ist aus meinem Gefühl raus ziemlich viel, wenn man sich mal anschaut, wie es anderswo läuft! Es schafft Dir (also der TE ;-) ) Freiraum und Planungssicherheit und ist sicherlich nicht zu wenig Kontakt. Ich würde das so vorschlagen! #winke

Beitrag von amory 03.02.11 - 15:55 Uhr

Hallo,

ich kann deinen Wunsch nach einer regelmäßigen regelung, die dir mehr Planungssicherheit und auch mehr Abstand bietet, gut verstehen.
Ich glaube auch, dass das für ein Kind besser ist.

alle 14 tage ein Wochenende und dann noch 1-2 Nachmittage unter der Woche klingt doch gut.

Wenn ihm das zuwenig ist, könnt ihr ja evt. auch über ein Wechselmodel nachdenken.

Wir wechseln in der Wochenmitte und teilen uns die Wochenenden auf. Die Kleine kommt gut damit klar. Für sie ist es wichtig, zu wissen, wann sie wo ist, wer sie abholt, etc. sie kennt mittlerweile shcon die Wochentage so einigermaßen, an denen sie bei mama bzw. bei papa ist. und jeder von uns hat Planungssicherheit, kinderzeit und Freizeit.

Grüße, Amory


Beitrag von amory 03.02.11 - 16:08 Uhr

nachtrag:

ich würde auch darauf hinwirken, dass der umgang zwischen vater und kind nicht in deiner wohnung stattfindet. das würde mir mächtig auf die nerven gehen und er hat doch eine eigene wohnung, oder?



Beitrag von anira 03.02.11 - 16:56 Uhr

Hallo,

ich rate dir
das gespräch mit ihm zu suchen und ihn bitten das er dir vorschläge macht
so gibts du ihm das gefühl das er mit bestimmen kannst
wenn du gleich kommst ich hab die und die vorschläge blocken männer gerne ab
sei ehrlich und sag kurz und knapp deine gründe warum dich das belastet ohne emotionen

mach das am besten wenn er z.b. den kleinen ins bett brachte und bitte ihn auf sich kurz an den küschentisch mit zusetzen du müsstest was mit ihm bereden

wie ist das mti dem haus geregelt?
vieleicht solltest du dich geisitg auf nen umzug vorbereiten ich denke du solslt ihn früher oder später ausbezahlen oder raus gehen
allein wenn du nun anfängst dein eigenes leben zu leben

Beitrag von sophielogie 03.02.11 - 19:42 Uhr

Hallo,

für euer kind ist der takt wichtig, dieses unbeständige bringt nicht nur dein leben durcheinander, sondern und vorallem von eurem kind!

Regelung wie folgt, alle 2 wochenenden von freitag bis sonntag!

Wenn er will, noch in den 2 wochen ein bis 2 tage, aber im takt und nicht einmal hier und einmal dort!

So hast du deinen takt und euer kind auch, was wichtig ist!

jugendamt ist sehr gut auch in beratertätigkeiten.

Ich finde es trotz deiner schwierigen situation super, das du die beziehung zum vater für deinen sohn erhalten willst .

Grüsse
heike

Beitrag von lichtchen67 04.02.11 - 09:14 Uhr

Der Wunsch, endgültig abzuschließen ist verständlich, wird aber nicht funktionieren. Ihr habt ein gemeinsames Kind, der Vater kümmert sich offenbar regelmässig, ihr werdet euch irgendwie immer sehen, er wird nie ganz aus Deinem Leben verschwinden.

So gesehen verstehe ich ehrlich gesagt die "Panik" hier nicht..... Der Vater ruft an und fragt, ob er das Kind in fünf Tagen über Nacht haben kann. Das ist doch hinreichend Zeit... Wenn Du bereits was geplant hast, sagst du das, wenn nicht auch gut.

ob der Vater das Kind "zuviel" hat solltest Du vom Kind abhängig machen, bekommt es dem Kleinen oder nicht - nicht unbedingt von Dir, ob es Dir zuviel ist. Es geht in erster Linie um den Kleinen....

Lichtchen