Hier vielleicht Experten zum Elterngeld + Mutterschutzgeld bei Früchen

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Hier könnet ihr euch gegenseitig Rat und Unterstützung geben. Lest gern auch in unserem Magazin nach. 

Beitrag von sansdouleur 03.02.11 - 15:39 Uhr

Ihr Lieben,

ich hatte heute erst noch recht undurchsichtig in Babyvorbereitung gepostet. So nun aber hab ich mich echt lange durchs ganze Netz gelesen und nun bin ich echt ernüchtert.

Also gehen wir jetzt davon aus, dass meine Beiden wirklich 10 Wochen zu früh kommen. Dann bekomme ich 18 Wochen Mutterschaftsgeld + die restlichen 7 1/2 Monate Elterngeld, richtig?

Soo, ich wollte mir das aber gerne splitten lassen. Und nun habe ich, denke ich, herausgefunden, dass dann auch nur die 7 1/2 Monate Elterngeld verdoppelt werden, d. h. ich bekomme nur Elterngeld (15 Monate) plus 4 1/2 Monate Mutterschaftsgeld. D. h. widerrum, dass ich also nur bis 19 Monate Elterngeld bekomme und ab da wieder arbeiten muss.

Ich werde also benachteiligt um ganze 3 Monate geldlich zu einer Einlingsmama, die ihr Kind erst zeitnah zum Geburtstermin bekommt?

Hab ich das jetzt so richtig verstanden?

Liebe Grüße

Beitrag von sunstorm 03.02.11 - 16:43 Uhr

Meine Maus kam 7 Wochen zu früh, d.h. auch noch vor dem eigentlichen Mutterschutz. Habe nach der Geburt 18 Wochen Mutterschaftsgeld bekommen und dann im Anschluß Elterngeld bis zum 1. Geburtstag meiner Tochter. Also auch 2 Monate weniger als bei einer termingerechten Geburt.
Wie das dann beim splitten ist, weiß ich leider nicht, da ich nur auf 1 Jahr hab auszahlen lassen.

Beitrag von need83 05.02.11 - 21:00 Uhr

Hey, kurze frage. Hast du die 18 Wochen ab Geburtstermin bekommen oder 6 wochen vorher und 12 wochen hinterher...?
(streite mich gerade mit der krankenkasse):-[

Beitrag von val10 03.02.11 - 17:19 Uhr

Huhu,

also meiner kam in der 26. SSW. Also 3 Monate zu früh. Er kam im Nov. 09 . Ich habe mir das Geld auf 2 Jahre auszahlen lassen. Ich bekomme das letzte mal Geld im Juni 2011. Das heißt ich habe fast 6 monate Geld verloren. Grund: 1.Jahr Elternzeit : 3. Monate Elterngeld weg und durch MEINE Verlägerung auf 2. Jahre verdoppelt sich die Zeit , also die 3 monate in denen ich kein Geld bekomme, auch. Somit die 6 Monate weniger. Ich hoffe ich konnte das richtig erklären #schwitz.

LG Tina

Beitrag von mukkelchen 03.02.11 - 21:22 Uhr

Ja, stimmt alles !!! :-( Leider..... Da hat sich der staat ja echt was tolles ausgedacht ... voll der Beschiss, wenn man auf 2 jahre auszahlen lässt!

Beitrag von karamalz 03.02.11 - 19:27 Uhr

hi,

am besten du rufst auf dem amt an. wenn du glück hast, haben die dort einen blickigen mitarbeiter. nimmt der kindsvater die 2 monate? weil dann sind es ja 14 monate insgesamt. er kann die ja nehmen, wenn du noch mutterschaftsgeld bekommst.

alles gute und das deine beiden noch lange indoor bleiben!!!

k.

Beitrag von mukkelchen 03.02.11 - 21:21 Uhr

Hallo,
Du hast Dich gut informiert. Das stimmt alles was Du da geschrieben hast. Wenn Man Eltergeld verlängert ausgezahlt haben möchte, dann wird auch nur der Zeitraum vom elterngeld verdoppelt. Frühchenmamis sind da leider doppelt mit gestraft .... auf der anderen Seite bekommen wir dafr auch 4 Wochen länger ein volles gehalt als Mutterschaftsgesld, was andere Mütter nicht haben.

LG,
Mukkelchen

Beitrag von mukkelchen 03.02.11 - 21:25 Uhr

hab vergessen zu erwähnen ... wenn du in der Mitte des Monats in Elternzeit gehst, dann hast Duin dem Monat ja eh nur nen kleinen Betrag, was die elternkasse zahlt ... Dieser kleine Betrag kommt dann genau 10 Monate später noch mal !!!!!! wgen der Verdoppelung und dann die letzten Monate gibts dann gar kein Geld mehr :-(

Beitrag von trottelfant 04.02.11 - 21:25 Uhr

Auch wenn dein Posting schon von gestern ist, ich antworte mal trotzdem noch.;-)

Als erst mal hast du recht, es werden lediglich die Elterngeldmonate halbiert und du bekommst somit nicht die vollen zwei Jahre Geld.

Aber auch, wenn man den "normalen" Mutterschutz nach der Geburt hat, bekommt man bei der Halbierung des Elterngeldes keine 24 Monate Geld sondern nur 22 oder 23 Monate. Denn man bekommt ja da auch nur für 10 Monate EG, eventuell noch einen Minirestbetrag aus dem 2. Lebensmonat, dann sind es 11 Monate. Aber es stimmt, das ist immer noch eine bessere Verteilung des Geldes als bei einer Frühchengeburt!.

Aber worauf ich eigentlich hinaus wollte, dieses Problem kannst du umgehen.
Ich habe mir das Elterngeld für ein Jahr auszahlen lassen und dann jeden Monat die Hälfte davon in einen Rentenfond eingezahlt bzw. tu es noch zwei Monate lang. Dann wird Nia ein Jahr, ich bekomme kein EG mehr ABER zahle mir den Rentenfond dann rückwärts wieder aus.
Außerdem habe ich einen Teil des Mutterschaftsgeldes ebenfalls dort eingezahlt, so dass ich ab April 12 Monate lang den selben Betrag zur Verfügung habe, den ich im ersten Jahr an EG hatte.
Vielleicht wäre das ja auch eine Option für dich?

Beitrag von sansdouleur 04.02.11 - 23:21 Uhr

Vielen Dank für deine Antwort. War heute auf der Elterngeldstelle und die hatten mir das dann auch noch mal bestätigt.

Deine Idee finde ich sehr gut, aber mein Hintergedanke: Ich glaube, ich müsste dann extrem viele Steuern zurückzahlen und Geld um etwas zurück zu legen habe ich einfach nicht!

kann man das vielleicht irgendwie herausfinden, wieviel rückzahlung auf uns dann zukommen würde?

Beitrag von trottelfant 05.02.11 - 12:24 Uhr

Hm, mit den Steuern kann ich dir leider auch nicht weiterhelfen.
Ich habe bisher im Studium bzw. im Anschluss immer nur eine halbe STelle gehabt und sowenig verdient, dass ich kaum Steuern zahlen musste und sich eine Steuererklärung nie gelohnt hat.


Da müsstest du dich dann vielleicht mal ans Finanzamt wenden!