Probleme mit der Tagesmutter, hat ih einen Rat/Tip?

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von mike-marie 03.02.11 - 15:47 Uhr

Ich muss etwas weiter ausholen um mein Problem zu schildern. Lucie ist im Dezember 2009 geborgen und im Mai 2010 wurde bei mir eine schwere Wochenbettdepression diagnostiziert. Ich war lange in einer Tagesklinik und zog mit meinem Mann und Lucie zu meinen Eltern damit meine Mutter mich unterstützen kann. Ich war teilweise nicht in der Lage mich um meine Tochter zu kümmern #heul klinngt schlimm, war aber leider so.

Ich hab mich selbst ans Jugendamt gewandt und bekam eine Tagesmutter und eine Familienhebamme zur Unterstützung. Alles klappte wunderbar und meine Tochter ging ab September 30 Stunden die Woche zur TaMu. Ist zwar sehr viel, ging aber nicht anders.

So nun zum Problem, mir geht es wieder besser #huepf ich kann endlich wieder eine Mutter sein und möchte natürlich die Stunden bei der TaMu reduzieren aber nicht ganz wegfallen lassen da es erstens meiner Tochter da spaß macht, zweites ich immer noch ein paar Stunden alleine brauche zur Entlastung.

Zur Zeit sieht es so aus das meine Tochter Dienstags bis Freitags von 9-15Uhr da ist, jeden zweiten Freitag bleibt sie zuhause da wir dann Frühförderung haben.

Jetzt möchte ich die Stunden erstmal auf 18 reduzieren und dann später wenn alles klappt auf 9. Also 3x3 Stunden.

Da macht aber die TaMu nicht mit. :-[ Sie meint das wäre zu wenig für meine Tochter und würde sie nur verwirren wenn sie einen Tag bei mir und einen Tag bei ihr wäre #kratz
Sie hätte wohl immer Probleme mit meiner Tochter wenn sie mehrere Tage nicht da war. Grade in den Wochen wo sie Freitags und Montags zuhause ist und dann erst Dienstags wieder kommt.

Ich bin jetzt hin und her gerissen, gebe ich meine Tochter öfters ab weil es besser für sie ist oder setze ich mich durch, suche eine neue Tagesmutter und gebe sie "nur" 3x3 Stunden ab?

Bin garde echt ratlos.

Beitrag von maisonne05 03.02.11 - 16:14 Uhr

ich würde mich vielleicht mal an eine Familienberatungsstelle oder ans Jugendamt direkt wenden und mit denen darüber sprechen. ich kenne mich da jetzt recht wenig aus...
aber mein Gefühl sagt mir, dass es für dich und deine Tochter sicher das richtige wäre, mehr Zeit miteinander zu verbringen, jetzt wo es dir besser geht! und die Tamu hat kein Recht, sich da einzumischen. vielleicht hat sie ja auch nur nach dem WE wieder Probleme mit ihr, weil sie viel lieber bei ihrer Mama ist?
ich finde es sehr vernünftig, das langsam zu reduzieren. damit du dcih wieder komplett in deinen "Job" als Mutter einfindest aber gleichzeitig noch die Zeit hast auf dich und deine Gesundheit zu achten.
geht Lucie denn gerne zur Tagesmutter?

Lass dich nicht unterbuttern von der Tamu. vielleciht geht es ihr ja auch nur ums Geld? wenn die Kleine weniger kommt, bekommt sie weniger Geld...
ich weiß es nicht, vielleicht meint sie ja echt es wäre zu früh für Lucie. aber das kann ja gar nicht sein. wenn du sagst dir geht es wieder gut und du schaffst es wieder dich um sie zu kümmern, dann ist es so! das kann wohl niemand besser entscheiden als du selber!!! und die Tagesmutter hat da eh nichts zu zu sagen. wenn du es so möchtest, dann mach es! es ist bestimmt nicht schlecht für Lucie, Zeit mit ihrer Mama zu verbringen!!!

Kopf hoch!

Beitrag von fbl772 03.02.11 - 16:34 Uhr

Hallo,

du hast in einer schweren Zeit genau das Richtige für deine Kleine und deine Familie getan - du hast dir Hilfe geholt.

Jetzt musst du schon wieder überlegen, was das Richtige für deine Kleine ist. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich nur sagen, dass sie in dem Alter schon noch kleine "Gewohnheitstiere" sind. Deshalb halte ich es für besser, wenn sie täglich gehen. 3 Stunden sind allerdings auch sehr wenig, da kommt sie um 9 Uhr zum Frühstück und hat kaum Gelegenheit richtig mit den anderen warm zu werden und zu spielen, weil sie um 12 Uhr schon wieder abgeholt wird. Wenn sie also sehr gerne hingeht, dort mehrere Kinder betreut werden, dann würde ich auf die Stimme hören, die dir sagt, was für die Kleine gut ist und nicht was für dich gut ist ...

Natürlich möchte die TaMu auch möglichst viele Stunden haben - schließlich verdient sie ja und müßte sich jetzt ein neues Kind hinzunehmen. Aber nichtsdestotrotz bin ich der festen Überzeugung, dass man in dem Alter nicht genug Kontakte zu anderen Kindern haben kann.

LG
B


Beitrag von anyca 03.02.11 - 16:43 Uhr

Dein Kind ist ja jetzt schon ein Jahr alt, da ist es durchaus normal, täglich ein paar Stunden anderswo betreut zu werden. Ich stimme Deiner Tagesmutter zu, Hin und Her wäre für das Kind verwirrender als tägliche Routine!

Dann lieber täglich kürzer, aber jeden Tag das Gleiche ...

Beitrag von spurv 03.02.11 - 17:55 Uhr

Hallo!

Mein Sohn war höchstens 1 mal die Woche bei der Tagesmutter .Manchmal noch weniger,weil Oma dann aufgepasst hat.Er hatte damit keine Probleme.Eher jetzt,wo er täglich in den Kiga gehen soll,da brauch er zwischendurch eine Pause.
Deine Tochter ist es nun gewohnt,häufig bei der TM zu sein.Probier es doch einfach aus,wie sie es mitmacht jeden 2.Tag dahin.Wenn es wirklich Probleme gibt,könntest Du sie ja auch täglich für 2-3 Std. bringen.Von der Zeit reichen 3 Std.aus,im Kiga sind viele Kinder auch nicht länger.

TM wechseln würde ich nicht,wenn Du bisher zufrieden warst,Deine Tochter kennt sie ja nun auch.

Alles Gute!

Beitrag von mike-marie 03.02.11 - 18:34 Uhr

Erstmal danke für die lieben Antworten. #danke

Meine Hebamme war grade da und wir haben das durchgesprochen. Unser Plan sieht jetzt erstmal so aus.

Lucie geht weiter wie bisher zur Tagesmutter, also 4 Tage die Woche. Wir warten erstmal ab wie die Zeit nach dem Umzug ist (wohnen ja noch bei meinen Eltern) und dann werden wir reduzieren auf 3 Tage a 6 Stunden.

Mein Ziel ist es das Lucie 3mal die Woch für 3 Stunden hingeht. Da diese Tagesmutter das nicht macht und auch die Fahrzeit zu lange ist (brauche für eine Strecke 15min, also sitze ich eine Stunde am Tag im Auto) werde ich jetzt Lucie bei der Tagesmutter bei mir im Ort anmelden und zum ende des Sommers wechseln.

Ich fühlte mich heute echt in der Zwickmühle zwischen der Entscheidung was für Lucie das beste ist und was für mein Gefühl das beste ist. Aber ich denke das wir so eine gute Lösung haben.

Nachmal vielen vielen Dank an euch.

Lg

Beitrag von lachris 03.02.11 - 22:47 Uhr

Also ich kann die Tagesmutter verstehen.

Ich denke auch, dass große Veränderungen dem Kind nicht guttun. Und es besser ist, die Kleine in Ihrem gewohnten Rythmus zu lassen. Vielleicht kann man Nachmittags eine Stunde kürzen, aber mehr verändern würde ich nicht.

Von 30 auf 18 Stunden finde ich schon extrem.

Abgesehen davon, hat sich die Tagesmutter auch auf eine gewisse Stundenzahl und ein entsprechendes Gehalt eingestellt.

Bei uns in Hessen dürfte sie auch gar nicht unter 15 Stunden arbeiten, da dies dann nicht mehr als Betreuung gilt, sondern als Babysittertätigkeit. Da bekäme sie Ärger mit dem Jugendamt.

Eine Tagesmutter für nur 9 Stunden würdest Du daher nicht finden.

Bei uns gibt es eine Elterninitiative,da kann man sein Kind täglich von 08:00 bis 12:00 Uhr hinbringen, vielleicht gibt es so etwas auch bei Euch.
Aber ich weis nicht, ob es so gut ist, dass Kind aus einer gewohnten Umgebung zu nehmen, um sie woanders abzugeben, nur weil es da gerade zeitlich besser passt.

Besprich das "Problem" doch noch mal in aller Ruhe mit der Tagesmutter, bestimmt findet sich eine Lösung, die Deiner Tochter, Dir, und der Tagesmutter gerecht wird.

VG lachris