Schlafen gehen ohne Geschrei ist einfach nicht drin.... 29Monate

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von patricia2 03.02.11 - 19:46 Uhr

Hallo,

unsere Tochter mag abends einfach nicht ins Bett - dabei ist sie todmüde!
Wir haben seit ewigen Zeiten immer den selben Ablauf, Abendessen, Toilette, duschen, Schlafanzug anziehen, Sandmann, Buch gucken - schlafen.
Seit einigen Wochen verzögert Helene wo sie nur kann. Sie steht beim essen auf, spielt mit dem Essen, wenn ich es ihr dann weg nehme protestiert sie und will aber noch essen. Und so zieht sich das durch. Erst nicht in die Dusche rein, dann nicht wieder raus. Mit Mama Buch gucken, mit Papa Buch gucken, dann muss sie nochmal aufstehen und (so gerade heute) eine Taschenlampe (!) holen. Wenn ich dann darauf bestehe, dass sie im Bett bleibt, bekommt sie einen Wutanfall und läuft mir weinend und schreinend hinterher. Wenn sie dann beim 4ten, 5ten mal im Bett bleibt, dann weint sie sich in den Schlaf. Manchmal kommt sie aber auch 1,5h lang wieder raus.
Mir tut das so leid! Ich möchte nicht fast jeden Abend weinend einschlafen :-(
Ich hab aber keine Idee, was wir verändern könnten, damit Helene gern ins Bett geht. Wir haben einen festen Ablauf, wir machen abends keine Faxen mehr, und wir bleiben auch bestimmt dabei, dass jetzt Schlafenszeit ist.
Schlafen ist eigentlich schon immer ein Krampf-Thema bei ihr. Aber ich hatte gehofft mit dem älter werden wird das besser. Ist es auch - früher musste ich mich daneben legen und Händchen halten - aber schön ist es leider immer noch nicht.
Ich wünschte mir für Helene, dass sie das schlafen gehen genau so genießt wie ich das tue....
Wer kennt das noch?
Ist das Normalzustand für Kinder in dem Alter?

Ich danke Euch!
Patricia

Beitrag von mona1879 03.02.11 - 19:58 Uhr

hallo patricia,

wir hatten das auch. ein jahr lang immer theater. mir tat es so leid.
irgendwann haben wir uns einfach dazu gelegt bis meine tochter schlief. seitdem muss niemand mehr weinen.

manchmal muss man rituale verändern.

lieben gruß
mona

Beitrag von zahnweh 03.02.11 - 20:23 Uhr

Hallo,

meine braucht mal mehr, mal weniger Nähe. Wenn sie es braucht, schläft sie bei mir, wenn sie es nicht braucht, schläft sie im eigenen Bett. War von Anfang an so. Sie darf auch nachts jederzeit zu mir. Nach ein paar Tagen klettert sie abends in ihr eigenes Bett.

Beitrag von zaubertroll1972 03.02.11 - 21:02 Uhr

Hallo,

es wird auch besser aber das dauert noch ein wenig :-)
Einfach weitermachen wie bisher.....das hört auch wieder auf.
Mein Sohn war auch so :-)

LG Z.

Beitrag von dodo0405 03.02.11 - 21:17 Uhr

Bleib bei ihr, bis sie schläft

Ach ja, vom duschen würd ich auch munter werden :-)

Beitrag von ayshe 04.02.11 - 07:36 Uhr

Sehe ich genauso.


Es gibt Kinder, die werden vom Baden schön schläfrig, aber bei meiner Tochter gab es schon immer einen Energiekick.
Das muß man individuell sehen.

Beitrag von schnatterinchen 03.02.11 - 21:18 Uhr

Bei uns war Schlafen gehen auch immer ein schreckliches Thema. Es hat wirklich lange gedauert - Johanna ist nun vier #augen. Bis sie 3 war hat sie bei uns im Bett geschlafen, incl. Einschlafkuscheln. Dann haben wir sie ausquartiert, weil ich schwanger war und das Kleine später dann bei uns schlafen, Johanna aber nicht denken sollte, dass sie wegen des babys "ausziehen" musste. in ihrem neuen Zimmer hatten wir dann für Mama oder Papa eine Matratze für´s Einschlafen. Meistens hat der Papa dann auch die Nacht bei ihr verbracht oder sie kam doch zu uns. Seit drei Wochen (kurz vor ihrem vierten Geburtstag) schläft sie nun aber alleine in ihrem Zimmer- alleine einschlafen, durchschlafen und aufwachen klappt nun.

Was haben wir getan? Ich bin mit ihr bei einer Heilpraktikerin gewesen, die den Knoten zum Platzen gebracht hat und wir haben Bachblüten bekommen. Auf einmal lief es- damit haben wir nach fast vier Jahren nicht mehr gerechnet. Umso besser geht es uns mit der neuen Situation!

Ich wünsche dir alles Gute und viel Durchhaltekraft!!!

Beitrag von clautsches 03.02.11 - 22:00 Uhr

Sie scheint einfach Nähe zu brauchen - was völlig normal ist in dem Alter.
Bleib doch einfach bei ihr, bis sie eingeschlafen ist! Ich mache das bei meinem Sohn (bald 4) seit fast 2 Jahren, weil es anders einfach nicht geht. Inzwischen genießen wir es beide. :-)

LG Claudi

Beitrag von bine3002 03.02.11 - 22:54 Uhr

Ich würde ganz kleine Ziele setzen.

Erstmal würde ich das Buch gucken als Konsequenz einsetzen, wenn sie abends offensichtlich Verzögerungstaktiken an den Tag legt. Wenn essen und duschen zu lange dauert, bleibt keine Zeit mehr für ein Buch... blöd, aber einfach zu verstehen... Wir mussten das nur äußerst selten durchziehen, mittlerweile reicht die "Drohung".

Außerdem würde ich ihr versuchen, die Trennung zu erleichtern. Früher wollte sie Händchen halten, das würde ich für eine Weile wieder tun. Und dann einfach ausprobieren, wann sie akzeptiert, dass Ihr geht (also wie müde sie dafür sein muss). Wenn sie es gar nicht akzeptieren möchte, würde ich ihr versprechen, gleich nochmal wieder zu kommen, notfalls mit einer Ausrede: "Ich muss mal Pipi." dann gehen und wirklich gleich wieder kommen, den Zeitraum nach und nach ausdehnen.

Evtl. mag sie ja auch noch ein Hörspiel hören. Das hilft meiner Tochter gut, wenn sie noch nicht sooooo müde ist. Allerdings auch erst seit sie ungefähr 4 ist, wobei andere Kinder das auch vorher schon toll fanden.

Beitrag von kati543 03.02.11 - 23:19 Uhr

Vielleicht wäre es mal an der Zeit für eine Änderung? Mich würde das duschen abends total stören. Kann man das nicht eher machen? Sowas macht doch nochmal richtig wach. Wenn ich bedenke, dass dann der Streß mit den Haaren losgeht und naße Haare so unangenehm beim Schlafen sind....
Vielleicht will deine Helene einfach noch etwas Nähe von Mama und Papa beim Einschlafen? Ich habe mich mit zu meinen Söhnen gelegt bis vor ca. 1/2 Jahr. Jetzt sind sie 3 und 4,5 Jahre und ich bringe sie nur noch ins Bett und sage "Gute Nacht". Das ist unser ganzes Ritual. Kein Buch oder so jeden Abend. Und ich bin sehr penibel, was die Zeit angeht. Also Verzögerungen lasse ich nicht zu.

Beitrag von 2froesche 04.02.11 - 09:11 Uhr

Hallo Patricia,

jetzt hast Du ja schon einige Vorschläge bekommen.
Ich seh das teilweise ein bisschen anders als einige hier. Ich würde mich definitiv nicht dazu legen oder Händchen halten, bis das Kind eingeschlafen ist. Deine Tochter ist 2 1/2, vermutlich hast Du sie den ganzen Tag um Dich, da mag der Abschied abends ein bisschen schwer fallsn, aber erstens ist sie meiner Meinung nach alt genug, das zu lernen, zweitens möchte ich immer gern den Abend mit meinem Mann verbringen und nicht im Bett meiner Tochter.

Ich würde auch das Duschen streichen, abends waschen reicht doch. Und ich würde auch eine ganz klare Ansage machen, dass Du nicht mehr vorlesen kannst, wenn sie bei den anderen Dingen rumtrödelt, weil dann dafür keine Zeit mehr ist. Noch besser wäre wahrscheinlich, den Sandmann wegzulassen.

In Deiner Beschreibung des Abendablaufes hat man etwas den Eindruck, dass sie zuviel mitbestimmen kann. Was passiert mit dem Abendessen, wenn sie aufsteht? Du schreibst, Du nimmst es weg, sie will aber noch essen. Bekommt sie es dann zurück?
Du schreibst, erst will sie, dass Mama das Buch vorliest, dann soll doch der Papa das Buch vorlesen. Was macht Ihr dann? Lasst Ihr Euch drauf ein?
Ich finde, man kann Kinder durchaus mal wählen lassen, aber das bei Euch hört sich für mich eher nach Machtkampf an. Deine Tochter merkt, dass sie ins Bett soll, will sich aber noch einen Funken Autonomie bewahren.

Und ansonsten kann ich Dir nur sagen: noch ein bisschen Geduld, die Kinder werden ja älter (in 14 Jahren bist Du froh, wenn Du sie aus dem Bett rauskriegst)!
Da hilft das Mütter-Mantra: ...es ist nur eine Phase...es ist nur eine Phase...es ist nur eine Phase...

LG,
2froesche

Beitrag von starshine 04.02.11 - 09:25 Uhr

Duschen weglassen oder durch Baden ersetzen. Duschen macht wach ;-)

Sie ist erst 2.... da kannst Du ruhig noch etwas bei ihr bleiben bis sie einschläft. Macht sie noch ein Schläfchen unter tags? Wenn ja würde ich das auch weglassen.

Viel Glück!

Beitrag von patricia2 04.02.11 - 17:39 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

danke für Eure Beiträge! Daneben legen werde ich mich definitiv nicht mehr, ich bin froh, dass ich den Abend nun zumindest zu einem kleinen Teil wieder für mich habe. Ausserdem bin ich wieder schwanger, und Helene muss nun einfach langsam lernen damit umzugehen. Oft landet sie dann mitten in der Nacht doch noch in meinem Bett, und das ist auch okay. Aber einschlafen im eigenen Bett muss sein. Und es geht ja auch, wenn sie eingesehen hat, dass keiner mehr mit ihr spielt ;-)
Übrigens ist unsere Erfahrung mit dem daneben legen die, dass sie dann spielen will. Selbst wenn man sich quasi tot stellt, dann erzählt sie was, turnt auf mir rum und hat Spaß!
Übrigens ist das Drama am Schlimmsten, wenn sie besonders müde ist!
Also später ins Bett bringen ist auch kontraproduktiv....
Das mit dem Duschen werde ich aber ausprobieren!
Die Zeit für Hörspiele ist leider noch nicht ganz reif, die Aufmerksamkeitsspanne ist noch zu kurz. Und Musik bringt garnix :-(
Also vielen Dank!
Die meisten Dinge regeln sich ja doch irgendwann von alleine!

LG Patricia

Beitrag von abenteuer 05.02.11 - 10:59 Uhr

Hi
Das ist ganz unterschiedlich.
Meine Zwillinge (30 Monate) schlafen abends gerne und ohne Probleme ein. Während sie tagsüber keinen Schnuller mehr haben, dürfen sie zum einschlafen noch schnullern. Das reicht den beiden. Aufgestanden sind sie vor ca 2 Monaten auch mal ne Woche lang. Wir haben sie ruhig immer wieder hingelegt und nach ner Woche war der Spuk vorbei.

Mein Großer ist vor ein paar Tagen 5 geworden und schläft nun seit über 2 Jahren auch problemlos ein. Das war aber nicht immer so. Über 2 Jahre lang hat er sich nur in den Schlaf geheult. Selbst beim Mittagschlaf (den das übermüdete Kind aber dringend brauchte) war das früher so. Je älter er wurde, umso verständiger war er und irgendwann hat das heulen nach dem vorlesen einfach aufgehört. Ein Kuscheltier, dass mit ihm zusammen schlafen gegangen ist, hat übrigens dazu beigetragen.

lg abenteuer