streng sein

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mai81 03.02.11 - 21:08 Uhr

Hallo Ihr Lieben.

Habe mal eine etwas... vielleicht komische Frage!

Wie seit ihr streng?!?!?!?#kratz

Ich möchte mein Kind nicht anschreien wenn er etwas gemacht hat das er nicht sollte. Auch diese komische "stille Treppe" finde ich voll daneben! Beim reden lacht er meist nur oder hört nicht richtig zu.... er ist erst 2 3/4.

Ein ganz süßer toller wohlgemerkt.... aber auch sehr frech!
Manchmal muss man einfach etwas streng sein. Nur WIE!!??!?

Würd mich über Tipps freuen!

Danke euch!
Viel Spass noch mit euren Zwergen!!!

LG Mai mit dem frechen Aaron ;-)

Beitrag von dodo0405 03.02.11 - 21:13 Uhr

Ich nehme sie bei Arm, ziehe sie zu mir her, blicke ihr in die Augen und rede klar und deutlich mit ihr.

Da brauche ich gar nicht laut sein, dieser direkte Blick-Kontakt der reicht meistens um zu begreifen: Mama meint es Ernst :-)

Natürlich lasse ich auch, wenns sein muss, eine Konsequenz folgen.

lg

Beitrag von sternchen1208 03.02.11 - 21:13 Uhr

Hallo,

es sagt ja keiner das du ihn anschreien sollst, aber einen etwas strengeren Ton anschlagen, das hilft schon manchmal, beziehungsweise einfach auch konsequent sein und nicht heut mal ja morgen dann doch wieder nein.
Aber 2 3/4, was erwartest du, ihr fangt wahrscheinlich gerade mit der Trotzphase an, in dieser Zeit klare Regeln, konsequentes Handeln. Dann klappt das schon...

Viel Glück , lG #stern Sternchen

Beitrag von .-.-.- 03.02.11 - 21:17 Uhr

Hallo,

naja, streng sein heißt ja nicht gleich anschreien.

Wenn mein Sohn (fast 3) über die Stränge schlägt, nehme ich ihn auf den Schoss, sage ihm deutlich und bestimmt, dass er mich bitte anschaut, wenn ich mit ihm rede. Dann formuliere ich mein Anliegen mit Erklärung.

Beispiel: er soll bei Fremden sein Spielzeug einräumen, weil wir los wollen. Nach 3 Aufforderungen fängt er übermütig an, alles durch die Luft zu schleudern.
Ich gehe zu ihm, setze mich auf den nächstbesten Stuhl, bitte ihn, mich anzusehen und erkläre EINMAL, dass wir zusammen gespielt haben und nun Zeit zum Aufräumen ist. Wenn wir nicht aufräumen, können wir sein Spielzeug nicht mit nach Hause nehmen und es bleibt hier.

Ich bin konsequent und nie schlecht damit gefahren, finde es nur wichtig, dem Kind immer zu erklären, warum es etwas tun soll und was die logische Konsequenz ist, wenn es das nicht tut.

Beitrag von mai81 03.02.11 - 21:23 Uhr

Danke Euch!:-)

Das bringt mich schon weiter!

Vor allem an der Konsequenz muss ich dran bleiben!:-p

Aber das wird schon!

Alles Liebe euch!#klee



Beitrag von momplonoel 03.02.11 - 21:24 Uhr

Hallo Mai,ich habe es von Anfang an mit Konsequenz gemacht.Wenn ich 2-3x was sage und es immer noch nicht gemacht wird,gibt es halt die angedrohte Maßnahme...
Das kann das Abgeben eines geliebten Spielzeugs sein bis hin zum Sandmannverbot:-D

Außerdem haben beide Jungs ein "Münzenglas".Da kommt immer wenn sie sich am Tag einigermaßen benommen haben eine goldene Münze rein.(Ich hab die noch von Weihnachten:-p)
Und ich muß sagen-es klappt super...Wenn es mal wieder Quickereien gibt,nehme ich eine Münze raus-das reicht auch meistens aus und sie geben Ruhe...

Von Anschreien halte ich auch nichts-aber mal ehrlich-haben wir sicher alle schon mal gemacht;-)

Und bei uns gibt´s auch manchmal Zuckerbrot+Peitsche#schein

LG Mompi

Beitrag von zahnweh 03.02.11 - 21:26 Uhr

Hallo,

mit streng verbinde ich eigentlich viele Regeln und viele Verbote....

Wir haben wenige, die werden aber verlässlich konsequent durchgesetzt.

Absolutes Nein: direkte Umsetzung.
Nein. Da bleibe ich dabei, ist aber nicht gefährlich.

Nein mit Verhandlungsbasis. Ausnahmen oder gute Argumente möglich.

Wenn ich etwas durchsetzen will, gehe ich auf Augenhöhe. Wenn sie mir in die Augen schaut, ist sie ansprechbar und aufnahmefähig. Wenn sie dem Blick ausweicht, halte ich sie fest, warte und erkläre, sobald sie mir in die Augen schaut (ist vorher Energieverschwendung).

Ansonsten logische Konsequenzen. Sie matscht im Essen rum, Teller wegstellen. Sie malt die Wände an - helfen beim Sauber machen UND Stifte erst mal weg.

beim "frech" sein, also Ausdrücke sagen, erkläre ich, dass ich das nicht hören möchte und übergehe das dann. wenn es sich häuft, sage ich "ok, wenn ich eine blöde Mama bin, brauche ich ja nicht zu kochen". "wenn du das Essen blöd findest, kann ich ja deine Portion haben" dann kommt sie meist schnell gelaufen.


Das Lachen ist übrigens ein Instinkt/Reflex. Ist das Gegenüber erzürnt, versucht das Kind (auch oft Erwachsene im ersten Moment) das Gegenüber sanft zu stimmen. Lachen steckt eigentlich an ;-) :-)

Meine hab ich dann selbst kurz zurückangegrinst, wurde dann sofort wieder ernst und hab es ihr noch mal in KURZEN KLAREN Sätzen gesagt. Durch das Zurückgrinsen bin ich auf sie eingegangen und sie hat gemerkt, dass ich nicht ihr böse bin, sondern nur ihr Verhalten nicht toleriere. Dazu ein "die Schokolade gibt es jetzt nicht" "Regal hochklettern ist nein" + schau mal hier liegen tolle Spielsachen.

Wichtig bei meiner: Augenkontakt/Blickkontakt. Oft auch Körperkontakt. Und verlässlich bleiben. (Ausnahmen ja, aber im Grunde, was einmal nein ist, sollte auch beim 20. Mal noch nein sein).

Beitrag von anyca 03.02.11 - 21:32 Uhr

Meine Nr. 2 ist 1 3/4 und kommt vor die Zimmertür, wenn sie sich absolut nicht benimmt. Da reichen dann schon 15-30 Sekunden, um ihr klar zu machen, daß sie XYZ nicht tun soll.

Beitrag von bine3002 03.02.11 - 21:33 Uhr

Wenn die Ohren in Ordnung sind, braucht man nicht laut sein.

Ich habe zwei bestimmte Tonfälle:
1. sehr bestimmt: vorgesehen für wirklich gefährliche Situationen.
2. bestimmt: Ich nehme sie an den Armen und gehe in die Hocke. Dann sage ich sowas wie "Ich MÖCHTE, dass Du jetzt..." und sorge dafür, dass sie Blickkonakt hat. Je nach Situation frage ich auch, ob sie mich verstanden hat und entlasse sie erst nach einem "Ja".

Außerdem ist Konsequenz wichtig. Ein Nein bleibt ein Nein. Dafür bleibt ein Ja auch ein Ja. Versprechen halte ich. Das finde ich wichtig. So lernen die Kinder auch, dass man verlässlich ist.

Übrigens ist Lächeln nicht immer Provokation, sondern auch eine instinktive Beschwichtigungsgeste.

Beitrag von hotandspicy1975 03.02.11 - 22:14 Uhr

Ich persönlich halte nichts von der laissez-faire Erziehung, die heute so oft als gut propagiert wird: ich bin eher streng, ziehe Grenzen und strafe auch mal mit Konsequenzen.
Beispiel: Wir sind im Cafe, mein Sohn (3,5) benimmt sich daneben, es gibt 1 Warnung, und dann gehen wir. Das muss ich alle paar Wochen mal durchziehen, ihn mit viel Gebrüll und Geschrei irgendwo raustragen, wenn er z.B. laut ist (ich finde nämlich auch, dass man rücksichtsvoll sein muss und andere nicht stören darf; dann muss man eben gehen, wenn das in einem Restaurant nicht klappt), und dann klappt das wieder ne Weile super. Ergebnis: Wir waren selbst schon mal beim Dinner beim Chef, was super geklappt hat.

Heute war auch sowas: Er wollte unbedingt auf den Arm (er wiegt 18 kg und ich hab extreme Rückenprobleme). Ich ihm mehrfach erklärt, dass es nicht geht, er laufen muss (es ging um die 5 Meter vom Auto ins Haus), er ein Riesentheater gemacht. Ich hatte ihn irgendwann im haus, dann ist er gleich beleidigt aufs Sofa - und ruft nach 5 Minuten, dass er in die Hose gemacht hat. Da bin ich ausgeflippt - ein Riesenfleck auf dem neuen Stoffsofa, das wir esrt letzten Monat gekauft haben. Er ist seit Wochen trocken, geht immer aufs Klo. Auf meine Frage, wieso er das gemacht habe, meinte er, weil er nicht auf den Arm durfte. Und da hab ich sein geliebtes abendliches Fernsehen gestrichen. Argument: "Fernsehen ist was für große Kinder, nicht für kleine, die auf das Sofa pinkeln. Wenn du jetzt lieb bist und aufhörst rumzuschreien, (er machte wegen des Verbots ein Riesentheater) darfst du morgen wieder fernsehen."

Ich weiss, dass gleich die ersten Steine fliegen. Wichtig finde ich aber, dass mein Sohn immer weiss, dass ich ihn über alles liebe. So nen Scheiss mit Liebesentzug und nicht mit ihm reden würd ich nie machen, weil ich es als Kind oft zu spüren gekriegt habe. Er weiss aber jetzt schon mit 3,5 dass Taten aber eben auch Konsequenzen nach sich ziehen.

Beitrag von kati543 03.02.11 - 23:04 Uhr

Wenn ich ernst mit meinem Sohn rede, dann gehe ich vor ihm in die Knie, so dass wir auf Augenhöhe sind, fordere Blickkontakt ein (also Kind notfalls festhalten und ihm sagen, dass er dich anschauen soll - wenn die Kleinen wissen, dass sie was falsch gemacht haben, versuchen sie dem Blickkontakt auszuweichen) und rede langsam und in ganz kurzen Sätzen (keine großen Erläuterungen, nur knappe Aufforderungen). Wenn er einen Fehler gemacht hat, nenne ich ihn immer beim vollen Namen (beide Vornamen und Nachname). Kein "Schatz", "Liebling", oder sonstiger Kose oder Spitzname.

"Beim reden lacht er meist nur oder hört nicht richtig zu.... "
Du musst ihn erst einmal dazu bringen, dass er dir seine Aufmerksamkeit schenkt. Dazu brauchst du unbedingt den Blickkontakt. Und er darf nicht ausweichen.

Beitrag von twins 04.02.11 - 09:25 Uhr

Ja, bei uns wird es öfters mal laut!!!
Und ich habe kein Problem damit!!!!!

Dieses ganzes betüteln mag ich langsam nämlich nicht mehr! Geht doch irgendwohin, wo sich Kinder oftmals nicht benehmen können...Restaurant, Café, etc. da sagen die Eltern 10x das darfst Du nicht und schauen dann weg, wenn das Kind es doch macht.

Bei und gibt es 2 klare Ansagen und beim3. Mal gehen wir.
Zu Hause wird es dann mal lauter.
Lieber Lauter wie Schläge, Liebesentzug, etc.

Und ich finde es auch gut, wenn mein Sohn mir gegenüber steht und auch mal so richtig laut und bockig ist, da weiß ich dann, das er seine Meinung klar zum Ausdruck bringen kann, wenn Not am Mann ist.
Ich kenne zu viele Kinder, die sich alles gefallen lassen, weil sie nur ein "leises" nein sagen.

Unsere Kinder sind toll erzogen und wir kommen echt alle gut miteinander aus. Keine Trotzphasen, kein Geschrei beim Einkaufen, etc. etc. und ich denke, das mal ein gegenseitiges Gezeter sinnvoller ist als immer dieses "verständnissvolle" getue.
Das heißt jetzt nicht, das ich jeden Tag schreiend mit meinen Kinder verbringe!!!!

Grüße
Lisa

Beitrag von tibu79 04.02.11 - 14:11 Uhr

Konsequenz ist die allerbeste Erziehung, wenn auch für die Eltern nicht unbedingt die einfachste. #schwitz

Die Kinder suchen nach verläßlichen Grenzen, die sie immer wieder austesten. Ist die Grenze immer da, wo sie vorher auch war, fühlen sich die Zwerge in ihrer Welt sicher.

Also wenn man etwas Sinnvolles(!) androht, muss es bei Nichtachtung auch umgesetzt werden. Also vorher gut überlegen, was man androht:-p

Stille Treppe haben wir nicht. Bei uns ist die Couch die Auszeit. Der Große soll sich kurz auf die Couch setzen u. darf dann nicht spielen, bis er sich wieder eingekriegt hat.

Der Kleine kommt hinter die Couch (ist sicherer, so fällt er vor Wut nicht runter). Hört sich hart an, aber die Couch steht sehr weit von der Wand ab und dahinter lagern die Jungs Decken und Kissen zum Kissenburg bauen - also nicht der schlechteste Ort, sich wieder einzukriegen.:-p

#winke

Beitrag von mai81 05.02.11 - 18:38 Uhr

Danke nochmal euch allen für die Ratschläge!

Bin schon dabei einige umzusetzen!

Schönes Wochenende euch noch!!!

LG Mai #winke