Schlampt der Kia? Eure Meinung erbeten!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von 221170 03.02.11 - 21:23 Uhr

Hallo,
meine Tochter wurde gestern operiert, sie bekam Paukenröhrchen und die Polypen entfernt.

Wir haben eine endlose Krankengeschichte hinter uns, jetzt zum Schluß war sie alle 14 Tage krank, sie erholte sich gar nicht mehr.
Jeder banale Schnupfen endete mit Nebenhöhlen dicht, Bindehautentzündung, barbarischem Husten, Ohrenschmerzen mit Ergüssen.....ein Horror.

Ich war regelmässig Gast beim Arzt, sprach das Thema mit den Ohren häufig an. Er riet immer zum abwarten, bei vielen Kindern gibt sich das von alleine. Seh ich auch so, ich bin gegen inflationäre OPs. Aber es wurde eben immer schlimmer, ständig Antibiose....

Nach der letzten MOE fand ich, das sie sehr schlecht hört und bin auf eigene Faust zum HNO. Der machte einen Hörtest und wir fielen aus allen Wolken, der war katastrophal. Der Arzt stellte auf beiden Seiten Paukenergüsse fest, keinerlei Beweglichkeit im Trommelfell und keinerlei Belüftung. Er gab uns 3 Wochen später nochmal einen Termin, falls es dann nicht besser sei müsste man operieren. Aufgrund der Anamnese und der langen Dauer der Beschwerden sei es das Beste.
Es wurde nicht besser und ich musste in der Zwischenzeit wieder zum Kia wegen eines Infektes. Ich schilderte ihm das Gespräch, auch das ich die Nase voll hätte das das Kind nie gesund sei......und er sagte:"Alle 14 Tage, das geht ja noch, das ist ganz normal. was wollen sie denn?"
Ähm, ja.
Er ging sehr läppisch damit um, da müsste man halt abwarten....

Nach der OP nun habe ich den Befund gelesen, sie hatte Monster Polypen (glaubt es oder nicht, ich höre sie nicht mehr atmen beim schlafen, es kommt jetzt nichts mehr...) und aus beiden Ohren ergoß sich nach dem Schnitt ins Trommelfell ein massiver seröser eitriger Erguß.

Ich muß die Tage wieder zum Kia. Ich bin mir unsicher was tun.
Ansprechen? Wechseln?
Ich habe generell den Eindruck das man sehr viel Eigeninitiative zeigen muß, sich viel selbst informieren muß...meist kein Problem aber ich bin nun mal kein Arzt und oft angewiesen auf ärztliches Wissen und Rat.
Hätte ich nicht selber entschieden zum HNO zu gehen wären wir noch nicht da und es wäre kein bisschen besser. Von alleine wäre das nie was geworden, das sagten die Ärzte auch.

Was sagt ihr?
G.
22

Beitrag von kitty1979 03.02.11 - 21:27 Uhr

Hallo!

Für mich ist klar, wenn ich meinem Kinderarzt nicht mehr vertraue, dann gehe ich nicht mehr hin.

Und bei Deiner Geschichte wäre mein Vertrauen wohl ziemlich gering.

Lg Nicole

Beitrag von schwarzesetwas 03.02.11 - 21:33 Uhr

Ich denke, das dass Schlamperei ist.
Schließlich kann der KiA bei massiven Ohrproblemen den HNO nicht ersetzen. Da fehlen ein paar Instrumente.
Ein Rat bzw. Überweisung wäre oft nötig!

Gleiches Spielchen hatte ich auch.
Auch HNO auf eigene Anmaßung, Polypen wurden gekappt, Paukenschnitt.

Seitdem gehts ihm besser. Er schnarcht nicht mehr, er hört usw.

Leider hab ich das nicht sofort gecheckt, d.h. ich wusste nicht, ob er Was? aus Verständnis fragt oder eben wegen Akkustik.
Ich hielt es auch für eine Phase... Wie: Warum, Wieso, Weshalb.
Leider hat ihn das sprachlich etwas beeinflusst (kann Sch-Laute nicht so gut und SS). Der Paukenguß zog sich über ein 3/4 Jahr hin.

Zum Glück hast Du das selbst in die Hand genommen.
Und ein KiA-Wechsel ist vielleicht angemessen?!

Ich werde den KiA wechseln.
Mir reicht es.

Lg,
SE

Beitrag von liz 03.02.11 - 21:34 Uhr

Hallo!

Also ich mag unseren Kinderarzt auch nicht. Er ist mir zu hochnäsig, aber leider der einzige in der Umgebung.

Meine Kinder sieht er meistens nur 1x im Jahr. Zur Muter-Kind-Pass-Untersuchung. Wenn sonst was ist, gehe ich zu unserem Hausarzt. Der ist kompetent, kann gut mit kleinen Kindern und ich warte max. 30 min wenn ich einen Termin habe (beim KiA geht unter 1,5 Stunden nix, 2 Stunden Wartezeit sind die Regel).

Ich würde wechseln. Was bringt dir der Arzt wenn das rundherum nicht passt.

lg liz

Beitrag von 5678901234 04.02.11 - 07:55 Uhr

<<"Ich würde wechseln. Was bringt dir der Arzt wenn das rundherum nicht passt.">>

du hast das prinzip noch nicht verstanden. es ist im wesentlichen scheissegal ob dein kinderarzt freundlich ist oder arrogant, solange er kompetent ist. natürlich ist er idealerweise beides, aber man wehcselt doch nicht einfach weril einem die nase nicht passt.

die meisten HÄ sind für kinder völlig ungeeignet weil deren kompetenz schon für erwachsenen nicht ausreicht.
die meisten von denen sollten auf ihrem schild stehen haben "facharzt für leicht erkennbare krankheiten".
da gehören meiner meinung nach kinder überhaupt nicht hin.

vg von 5678901234 die leider aus beruflichen gründen oft mit der fachlichen inkopetenz der banalen HÄ zu tun hat...

Beitrag von bensu1 03.02.11 - 21:35 Uhr

hallo,

ich würde wechseln, da ich kein vertrauen mehr hätte.
außerdem will "unser" ka meine kinder nach einer moe mit antibiotikumbehandlung zur kontrolle sehen...


lg
karin

Beitrag von sina236 03.02.11 - 21:50 Uhr

wir hatten schon 2 kinderärzte und früher oder später war ich genervt: die nehmen einfach ncihts ernst. heute ist mein kind auf unseren eigenen wunsch patient unseres hausarztes. der ist kein kinderarzt. ABER seit dem wird auf die bedürfnisse des kindes rücksicht genommen, es ernst genommen. auf seinen hinweis wurden unserer tochter die mandeln verkleinert und seit dem ist sie ein kerngesundes kind, nicht einmal krank in einem ganzen jahr. wir schwören auf unseren hausarzt. ich denke, kinderärzte bekommen täglich so viele kinder zu sehen, dass die alles, was nicht lebensbedrohlich ist, einfach so abtun. auch wenn das dem kind und den eltern starke beeinträchtigungen beschert. am schlimmsten fand ich es bei der ärztin, die selber 5 (!) kinder hatte. die hat mein kind noch nicht mal abgetastet, obwohl sie dafür abgerechnet hat.


gruss und such dir nen kompetenten hausarzt für die ganze family, spart zeit und ärger

Beitrag von grinsgesicht 03.02.11 - 21:59 Uhr

Hallo,
genau was du geschrieben hast ist bei meinen großen auch so gewesen.
Er wurde mit 6Wochen am Bauchnabel operiert danach hat es gleich mit den Ohren angefangen. Es war immer von Oktober bis Mai und er war nur unter Medikamente. Es gab keine Woche die ich nicht beim Arzt war.
Ich habe dann mal meine Hausärztin drauf schauen lassen und dann kam ich zum HNO. Ich bemerkte das eine Hausärztin nicht so lax mit allem umgeht. Sie nimmt sich Zeit und es ist nicht alles für sie normal. Sie hat viele Kinder in der Praxis daher nicht unwissend aber doch genau.
Sie schickt einen lieber öfters als einmal zu wenig.
Ich selbst würde nicht mehr zum Kinderarzt gehen (wenn ich nicht hingeschickt werde). z.B. Ich habe eine Erkrankung wo man nicht weiß ob ich das vererben kann. Sogar darauf schaut sie obwohl das dem Kinderarzt scheiß egal war. Jetzt hat mein Sohn ein problem mit den Füßen und sie schickt mich zum Kinderorthopäten weil sie nicht weiß ob es meine Erkrankung sein könnte. Ich finde das echt super

Beitrag von babybaer4 03.02.11 - 22:05 Uhr

Hallo,

unser Kinderarzt wartet auch immer lieber ab ,ob es Op`s sind oder Antibiotiker.
Früher kamen mir oft zweifeln und ich habe das ein oder andere Mal über ihn geschimpft.Aber der Kerl hatte bei der Schuppenflechte meines Sohnes recht und auch bei der Pupura meiner Tochter!
Mein Sohn hat oft eine Mandelentzündung und eventuell auch dicke Polypen.Er spricht sehr nasall(keine Ahnung ob es richtig geschrieben ist)
Aber er meint wir sollten mit einer Op noch 1-2j warten,wenn er wächst könnten sich die Mandeln und Polypen noch dem Körper anpassen.
Allerding hört sich die Krankengeschichte deiner Tochter echt heftig an und ich würde ihm den Krankenhausbericht vorlegen und mir anhören was er darüber zu sagen hat und dann entscheiden.

Lg Sabine

Beitrag von zahnweh 03.02.11 - 22:20 Uhr

Hallo,

wie zu frieden bist du denn im Gesamten mit dem KiA?

An sich bin ich schon auch für's abwarten. Aber bei "alle 14 Tage sei normal" wäre ich an die Decke gegangen.

ich selbst hatte einmal pro Monat Angina mit AB. Meinen Hausarzt sah ich zu der Zeit öfter, als meine Lehrer. Der zweite HNO (der erste schickte mich ähnlich läppisch weg) riet zur OP. Der erste HNO sieht mich nie wieder :-p

Unser Kinderarzt wartet auch lieber erst mal ab. Allerdings kann ich mich bei ihm drauf verlassen, dass das dann auch in Ordnung so ist. Ebenso: wenn er mal zur sofortigen Behandlung rät, dann hat das guten Grund.

In meinem Leben habe ich schon viele Ärzte durch. Neben dem Menschlichen ist mir auch das medizinische wichtig. Ich muss mich drauf verlassen können!

Beitrag von bine3002 03.02.11 - 23:36 Uhr

Ja, man muss bei Ärzten generell Eigeniniative zeigen. Ich habe diese Erfahrung früher schon bei meinen Katzen machen müssen und es setzte sich fort, als ich meine Tochter bekam.

Ein Problem ist vielleicht, dass man heute sehr gut informiert ist und der Status der "Götter in weiß" ein anderer ist als früher.

In Amerika gibt es eine Iniative, die sich "client education" nennt. Dort halten Patienten auf Ärztekongressen Vorträge, weil man davon ausgeht, dass ein Patient sich mit seiner Krankheit intensiver auseinandersetzt als ein nicht betroffener Arzt. Und letztlich ist das natürlich auch so. Man stelle sich einen Krebspatienten vor, bei dem es um Leben und Tod geht. Natürlich wird er alles zu dem Thema verschlingen, was ihm unter Umständen helfen kann, während ein Arzt nur auf das zurückgreift, was er mal auf der Uni gelernt hat. Außer dieser Arzt interessiert sich zufällig besonders für dieses Thema, dann kann es schon mal sein, dass er sich damit auch intensiv auseinander setzt.

Jedenfalls würde ich dir raten zu wechseln. Es wird allerdings schwer einen Arzt zu finden, dessen Ansichten sich mit deinen zu 100% decken. Ich bin bei meinen Katzen nach einer langen Ärzte-Odysse gut damit gefahren, klipp und klar zu sagen, dass ich nur dann wiederkomme, wenn der Arzt akzeptiert, dass ich mich informiere und so behandelt wird, wie ich das für richtig halte. Er darf mir fachliche Ratschläge geben, aber ich entscheide. Feierabend!

Und bei meinem Kind werde ich das nach meiner Erfahrung gestern zukünftig ganz genauso handhaben: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=4&id=3010309
Nächste Woche habe ich einen Termin bei einem anderen Kinderarzt, dem ich das so mitteilen werde und entweder er akzeptiert es oder wir suchen weiter.

Beitrag von mansojo 04.02.11 - 02:25 Uhr

hallo,



für mich ist immer das vertrauensverhältnis entscheident

ist das vetrauen weg sollte zumindest ein klärendes gespräch folgen

jeder macht fehler oder übersieht was

wird man sich da nicht einig würde ich wechseln

lg und gute besserung

Beitrag von sandra7.12.75 04.02.11 - 08:57 Uhr

Hallo

Ganz ehrlich.Den würde ich wechseln.

Unser Sohn hatte im 1.Lebensjahr 5-6 MOE und dann war gut.
Im 2.Lebensjahr hatte er ganz oft obstuktive Broncitis und auch das ist fast weg.Wurde immer weniger.Er war jetzt dadurch nicht beeinträchtigt.

Im Nov.mußte ich mit ihm zu einer Kontrolluntersuchung da er bei der U8 nicht so entwickelt war wie er sollte.

Der Kia hat ihn auch abgehört und in die Ohren geguckt und das eine war wegen einem Schleimpropf verstopft und er konnte nicht sehen das er einen Paukenerguss hatte und im anderen Ohr hatte er einen Erguss.

Dazu kam sein geschnarche#schock#schock,teilweise schlimmer wie mein Mann#schock.

Ich habe direkt eine Überweisung bekommen.Und im Dez. wurde er dann operiert.

lg

Beitrag von donaldine1 04.02.11 - 14:39 Uhr

Hallo,
meine ehrlich Meinung dazu, bitte sei mir nicht böse: Wenn, dann trifft Dich meines Erachtens leider auchSchuld. Die Krankengeschichte ist ja offensichtlich schon recht lang. Warum wird man dann erst "kurz vor Toreschluß" tätig? Einen Arztwechsel oder eine zweite Meinung früher eingeholt hätte vielleicht Deinem Kind einiges an Krankengeschichte erspart. Aber nun ist es so, Ärzte machen Fehler, Mamas machen Fehler, keiner ist eben perfekt. Immerhin hat Deine Tochter die OP nun hinter sich und es wird jetzt sicher besser (bei meiner Tochter hat die OP wirklich viel gebracht, kaum noch Erkältungen, Husten, etc. Mittelohrentzündungen gar nicht mehr).
Bei uns ist der Arzt leider manchmal auch so ein Schlaffi, den man öfter mal etwas "treten" muß.
Ansonsten: Ich denke, daß Vertrauen zum Kinderarzt ist sicher jetzt weg. Darum würde ich auf jeden fall wechseln.
LG
donaldine1