funktioniert es mit dem loslassen?

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Forum: Liebesleben

Ob Liebeslust oder Liebesfrust, ob erotische Freuden oder "technische" Probleme: Hier ist Platz für Fragen, Sorgen und Tipps. Für das Thema Verhütung gibt es ein eigenes Forum Verhütung.

Beitrag von gemeinhardt 03.02.11 - 21:35 Uhr

Ich grüble und grüble ob es sein kann, das es Paar gibt, deren Liebe so tief und vertraut ist, das sie sich so weit loslassen können, das sie einander ALLES, also wirklich ALLES gönnen könnten.
Liebe die so fest ist wie der Fels in der Brandung und so voll Vertrauen auf die Rückkehr des Partners, das man ihm nicht nur die guten Gespräche mit andern Menschen, sondern eben alles was sich für ihn gut anfühlt, gönnen kann... also auch Sex.

Gibt es das?
Hat das hier wer?

Bin brennend neugierig und schonmal vorsorglich ein bissl neidisch.

Cora

Beitrag von anonymouse 03.02.11 - 21:45 Uhr

Ich bin mir sicher, dass es das gibt. Aber nur bei wenigen. Die meisten werden sich das nur einreden um ihren Spaß zu haben. Sind sich aber nicht bewusst, dass sie von einer tiefen und vertrauten Liebe weit entfernt sind.

Und es hat nicht nicht nur mit Gönnen zu tun. Vor allem beim Sex. Das ist auch eine Bereicherung für den anderen, der seinen Partner loslässt und ihm diesen Sex gönnt. Das kann sehr, sehr schmerzhaft sein. Aber dieser Schmerz ist dann auch eine Bereicherung. Oder kann als Bereicherung angenommen werden.

Und nein, ich habe das nicht. Und ich bin mit Dir neidisch.

Beitrag von gemeinhardt 03.02.11 - 22:01 Uhr

Schmerz als Bereicherung ist auch mal ein denkenswerter Gedanke.
Ich mein: das ist mir Bekannt, in anderen Lebenslagen hat sich schlimmer seelischer Schmerz letztendlich mal -irgendwann, nach langer Zeit - als großes Glück erwiesen...
Aber es als schmerzhaft anzunehmen und trotzdem loszulassen, das ist natürlich auch intressant.

Ich bin irgendwie ganz natürlich davon ausgegangen, das wenn man es aus Überzeugung kann, das es dann nicht weh tut...


Jetzt grüble ich noch ein bisschen mehr :-)

Danke für den Input!

Beitrag von ich weiss nicht, zu wem 04.02.11 - 00:01 Uhr

Dieser Schmerz kann einen Menschen entweder weiter bringen. Oder ihn zerreissen. Das ist eine Gratwanderung.
Aber du hast genau Recht: Es hat nichts mit Gönnen zu tun, nichts mit dem Recht auf Treue oder dem Recht auf Freiheit.

Es hat etwas damit zu tun, sich einzulassen auf einen anderen Menschen. Voll und ganz. Mit dem Wissen, dass man sich so verletzbar macht. Und dennoch weitermachen. Dem anderen sozusagen den schutzlosen Hals, die Kehle darbieten und darauf vertrauen, vollauf vertrauen, dass er nicht zubeisst.

Liebe ist nicht nur Loslassen, Liebe ist auch Einlassen.

So ist das nämlich.

Und ich wünschte, ich könnte das, was ich da schreibe, ganz einfach so leben.

Beitrag von lorane 03.02.11 - 21:48 Uhr

Mein Mann und ich haben schon bei Beginn unserer Beziehung abgemacht dass er "fremdgehen"darf. Wollte er aber auch nach 9 Jahren bis jetzt nie.#verliebt
Er dürfte auch nur #sex haben, niemals würde ich akzeptieren wenn er sich mit einer anderen ausspricht oder irgendwelche Gefühle teilt.

Beitrag von gemeinhardt 03.02.11 - 22:02 Uhr

ok, dazu hab ich ne Frage:

denkst Du - ganz ehrlich- er wollte einfach deswegen weitestgehend nicht, weil er durfte?
Also, dass das loslassen, was Du in dem Fall tust, dazu führt, das es "nicht mehr so nötig ist" und den Reiz des verbotenen verliert?

Und was heißt Du akzeptierst das nicht?
Also, ich mein, der eigene Einfluß darauf ist ja begrenzt...

Beitrag von lorane 03.02.11 - 23:32 Uhr

Ich glaub schon, dass es irgendwie den Reiz nimmt, meint er auch.
Wir haben diese Abmachung damals getroffen, weil er vor mir noch nie eine Freundin hatte mit der er auch geherzelt hat und ich doch ziemlich viel "Erfahrung" hatte. :-D
Ich wollte nicht, dass er irgendwann das Gefühl hat er hätte was verpasst. Wir haben allerdings auch die klare Abmachung, dass er mir vorher Bescheid geben muss. Ich will es auf jeden Fall vorher wissen.;-)

"Und was heißt Du akzeptierst das nicht?
Also, ich mein, der eigene Einfluß darauf ist ja begrenzt..."

Nein, finde ich nicht. Den grössten Einfluss habe ich darauf, indem ich darauf achte, dass wir viel miteinander reden. Und das tun wir auch, wir bequatschen wirklich alles: Phantasien, Sex, Gesellschaft, Politik, Gefühle, Kochen, #bla usw usw
Unsere Beziehung ist nicht nur eine Liebesbeziehung sondern auch eine tiefe Freundschaft.

Beitrag von ich weiss nicht, zu wem 04.02.11 - 00:06 Uhr

Das liest sich wiederum sehr schön, entschuldige, dass ich das nicht schon gerade eben gelesen habe. Die Sache mit der tiefen Freundschaft.
Aber ist Freundschaft denn nicht teilbar? Und wird sie dadurch nicht noch intensiver?

Ich will dich hier nicht bequatschen, ich denke nur laut. Und schreibe das auf...:-)

Beitrag von lorane 04.02.11 - 00:20 Uhr

Ich glaube nicht, dass man Freundschaft durch mehrere teilen kann, da jede Freundschaft sehr speziell und individuell ist. Vorallem wenn sie bis ins tiefste Innerste geht und zwei Menschen verbindet.

Diese Verbindung ist für mich sehr exklusiv und gibt auch viel Vertrauen.

....Aber ist schwierig zu erklären:-)

Beitrag von ich weiss nicht, zu wem 04.02.11 - 00:25 Uhr

Aber auch solch ein Vertrauen kann ein Mensch doch zu nicht nur einem anderen Menschen haben, oder?
Immer noch: Ich denke hier nicht ans Fremdficken, an den stupiden Austausch von Körperflüssigkeiten (ja, das kann auch nett sein. Aber darum geht es nicht, gerade jetzt). Es geht auch um Sex, ja, aber eben um mehr noch als das.
Ich denke daran, dass das Vertrauen, die bedingungslose Liebe teilbar ist. Mindestens durch drei.
Ein Mensch kann mehrere Menschen so lieben. Aber er muss eben seinen passenden Gegenpart finden. Sonst bleibt immer mindestens einer auf der Strecke.

P.S. Das hier ist die beste Diskussion seit Wochen. Schade, dass es schon so spät ist, dass nur noch wir zwei da sind...:-)

Beitrag von lorane 04.02.11 - 00:33 Uhr

Ich glaube auch, dass man mehrere Menschen lieben kann, aber ich glaube nicht, dass es dieselbe Liebe sein wird.

Ich denke, wenn man so tief in einen Menschen eintaucht und ein Band knüpft ist dieses Band einzigartig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass an diesem Band noch ein Dritter beteiligt werden kann. (Kinder jetzt mal ausgenommen, davon weiss ich nichts)

Vielleicht kann das Band zu der dritten Person ebenso stark und intensiv sein, aber das bezweifel ich.
Für mich ist das so, dass ich ich mich dem Partner voll und ganz schenke und ich kann mich nur einmal verschenken.

Beitrag von lorane 04.02.11 - 00:51 Uhr

"Sonst bleibt immer mindestens einer auf der Strecke. "

Davon bin ich überzeugt, bis mir einer das Gegenteil beweist :-D






cu #winke

Beitrag von ich weiss nicht, zu wem 04.02.11 - 00:04 Uhr

Ergo: Du lässt nicht los. Du gestehst zu, das ist alles.

Meiner Meinung nach besteht da ein grosser Unterschied.

Du gibst ihm ein Stück Freiheit, schränkst ihn aber sogleich ein.

Das Loslassen schränkt in keiner Weise ein.

Beitrag von lorane 03.02.11 - 22:01 Uhr

Wenn ich ehrlich bin, einmal wollte er ja doch, war aber zu betrunken und konnte nicht #rofl

Beitrag von wunschdenken 03.02.11 - 23:05 Uhr

frage mich gerade auf was du bissl neidisch bist..........auf gönnen-können oder gegönnt bekommen??????????
Oftmals steckt doch eher die eigene Neugier nach so einer Erfahrung aus.
Bedingungslose Liebe oder Hörigkeit aus einer Not heraus, als "Beweis" der angeblich allumfassenden Liebe? (angeboten oder erzwungen/gefordert)
Wenn du gönnen könntest............was würdest du als Gegenleistung fordern (dann für dich)?
Der Reiz ist sicherlich groß nach dem Erleben einer sog. offenen Beziehung.
Denke aber dass dies kaum funktioniert. Jeder möchte doch der/die eine(r) sein und auch für den Partner sein......... nur ein Stück Gleichgültigkeit der Beziehung oder dem Partner gegenüber ließe andere Sexpartner/oder das Gönnen zu.
Vlt. kann man sich ja auch dran gewöhnen?Von Mal zu Mal stumpft man einfach ein bissl mehr ab, so würde es vlt. funktionieren (jedoch auch nur, wenn beide Partner gleiche Rechte hätten)
Letztlich ist die einzige Alternative über die Wünsche gemeinsam zu sprechen (nicht zu mutmaßen)und evtl. die Krönung der Beziehung diese Wünsche gemeinsam umzusetzen (solang es beiderseits erwünscht ist), daran könnte ich mir vorstellen kann eine Beziehung wachsen (vor allem wenn der Partner dabei das Gefühl erhält/gibt trotz allem die Nummer 1 zu sein und jederzeit auch die Situation mitbestimmen oder beenden könnte)auch würde so nichts hinter dem Rücken im Verborgenen laufen.Braucht aber gaaaaaaaaaaanz viel Vertrauen und das ist heute u.a. auch durch vielfältige Möglichkeiten (Internet etc.)selten geworden.
Es kann funktionieren......aber es ist glaube ich so selten wie ein Lottogewinn.
lg

Beitrag von gemeinhardt 03.02.11 - 23:14 Uhr

Genau das ist der Punkt.
Natürlich will Mann/Frau die Nummer 1 sein oder "der/die Eine".
Aber ich glaub das ist der Punkt an dem "nomale" Beziehungen scheitern, weil - meiner Meinung nach - das nicht funktioniert... auf Dauer.

Und was macht denn das besondere an Beziehungen aus?
Offenheit, Ehrlichkeit und die Fähigkeit loszulassen... so finde ich.

Und nein: für mich wäre es KEIN logischer Rückschluss zu sagen, was Du darfst, will ich auch.

Mir gehts hier eher ums gönnen, als ums selbst erleben und "haben wollen".
Ich glaube dass das eine Beziehung vertiefen kann, wen man dazu in der Lage ist.

Aber Du hast wohl recht: ... selten wie ein Lottogewinn...

Beitrag von wunschdenken 03.02.11 - 23:38 Uhr

dann bist du quasi ne Rarität. :-)
Problem ist hierbei ein Ungleichgewicht.........passt dazu noch der Begriff absolute Liebe?Einer gönnt, der andere erhält.........liebt einer dann mehr als der andere?Allein diese Haltung/Einstellung schafft doch in der heutigen Zeit schon Misstrauen (warum gönnt er/sie mir das?)
Wünschte mir auch so eine Beziehung, aber mit viiiiiiiiiel Ehrlichkeit zu sich selbst(was manchmal sehr schmerzhaft ist)stelle ich fest:Ja, ich liebe in meiner Beziehung ehrlicher(habe keinerlei Geheimnisse vor ihm, er kennt auch den Inhalt meiner Gedanken) und mehr als mein Partner, er könnte mir in jeder Situation absolut vertrauen und sich darauf verlassen meine Nr.1 zu sein. Andersherum teilt er sich mir nicht auf gleicher Weise mit, weicht aus bei direkten Fragen...........ergo seine Ehrlichkeit ist nicht zu 100% damit kann ich leben, auch dass er mir nicht alles erzählt (das sind wohl so Ecken und Kanten die man eben auch liebt)aber es reicht nicht aus um ihn "laufen "zu lassen, haben schon einiges zusammen ausprobiert........erkenne dann jedoch in solchen Situationen dass sich meine Ahnungen bewahrheiten (er ist schüchtern, aber kommt Alkohol dazu...........vergisst er mich nahezu und widmet sich der nächst besten.Irgendwann verliert er dann die Kontrolle,ist jedoch durch sein Mutantrinken nicht mehr in der Lage zu mehr)
Eifersüchtig????Nein, in keiner Weise.Kein Mensch ist des anderen Besitz.....jedoch es kränkt...........weil man nicht die EINE ist und es so bestätigt bekommt, dass man nicht so sehr geliebt wird wie man selbst liebt.

Beitrag von gemeinhardt 03.02.11 - 23:52 Uhr

ach Rarität... glaub ich nicht.
Die Diskrepanz zwischen dem was ich kognitiv für Richtig halte (also das hier beschriebene) und dem was ich emotional aushalte ist enorm :-)
Leider - wie ich finde.
Aber der Ansatz, den Schmerz anzunehmen und immer zuerst bei SICH selbst zu gucken ist gut.
Ja- auch ich will für meinen Kerl die Nummer eins sein,
aber ich glaube, die bin ich dann wenn ich in der Lage bin ihn immer aufs neue loszulassen, ihm die Freiheit zu lassen die er möglicherweise braucht, und DAS alles ohne mich aus den Augen zu verlieren und zu wissen was gut für mich ist und was ich brauche.
Grösstmöglicher Egoist zu sein und sich in Liebe nahe zu sein, ist wohl die Herausforderung meines Lebens :-)
Krasse Aufgabe #verliebt#zitter

Beitrag von wunschdenken 04.02.11 - 00:01 Uhr

:-) ein größtmöglicher Egoist..........denkt aber auch an sich selbst.Reicht es dir dann (Mut zum Schmerz der Ehrlichkeit)nur die Nr.1 zu sein und kannst du dich darauf verlassen? Oder geht ihm das einfach nur zu deiner Beruhigung dann locker-flockig regelmäßig über die Lippen?
"ich brauch mal grad ne andere.....aber weßt ja Schätzchen, bist meine Nr.1......darf ich?"
Eine Herausforderung ist es in jedem Fall............aber der seelische Tod auf Raten ist auch ne Herausforderung;-)

Beitrag von gemeinhardt 04.02.11 - 20:29 Uhr

Kann man sich da jemals drauf verlassen?
Ist das nicht schon der 1. Tod den eine Beziehung stirbt, wenn man sich des anderen sicher ist?
Ich frag mich wirklich - ach und das muss ich mal kurz einwerfen:
jaaaa hier kennen übrigens alle offene Beziehungen die nicht funktionieren.
Ich kenn Tonnen von NICHT offenen die AUCH nciht funktionieren!

Aber warum denn?
Da ist tonnenweise Besitzdenken und eifersucht im Spiel.
Frauen die gaga werden, wenn der Mann sich einen runterholt. Um Himmels willen nur ja nicht auch noch beim Porno gucken.
Und DA gehts doch schon los!

Ich liebe jemanden und will ihmnicht weh tun.
was tu ich in der logischen Konsequenz? Ich fang gleich zu Beginn an mit Verschweigen und heimlichtuerei.

Es ist MUT zu sagen: Du ich weiß das das für Dich doof ist, aber ich brauche... weil... ich möchte das Du das verstehst...

UND dann zu gucken, wie findet man einen gemeinsamen WEg.
Und diese finden halt einfach oft keinen Nenner.
Also, wenn mein Kerl so unglaublich gerne mal mit ner Asiatin schlafen will (die ich halt nunmal einfach nicht bin und nie werde)... warum tut es weh ihm das zuzugestehn.
Warum denke ich, wenn ich beim ausgehn ein "leckeres Kerlchen" sehe zuerst an mein Gewissen?

Ich find das wirklich doof!
Und ich weiß das -würde ich mit dem leckeren Kerlchen schlafen- emotional nichts bedeuten würde. Ich tus aber trotzdem nicht...

Nur so ein paar Beispiele.

Monogame Beziehungen funktonieren einfach schon der Ansprüche wegen nicht. Ich kann nicht alles sein und da gehts jetzt wirklich(!) nur beispielsweise um die Asiatin.

diese saloppe Ausdrucksform
"ich brauch mal grad ne andere.....aber weßt ja Schätzchen, bist meine Nr.1......darf ich?"
find ich übrigens doof. Das klingt schon respektlos und dann ist es halt eben nicht ok.
Ich muss nicht wissen was mein Kerl treibt.
Ich lass ihn los, weil ich nur dann eine wiederkehr von Herzen bekomme und in der Zeit soll er tun was für ihn gut ist. Egal ob das jetzt ein Abend im Bordel, eine Nacht mit ner Asiatin oder ein Abend mit Kumpels ist.
Ich will das Vertrauen in die Liebe und das Leben haben und das Vertrauen darin, das es vorbei sein wird, wenn es nicht mehr geht und das ich es dann auch überstehe.

hm... mir geht die Tinte aus...

Beitrag von ich weiss nicht, zu wem 04.02.11 - 00:08 Uhr

Aber sehr gut formuliert.

Beitrag von ich weiss nicht, zu wem 03.02.11 - 23:54 Uhr

Liebe ist Loslassen.

Ich stimme dir zu, du denkst da etwas sehr Wichtiges und Interessantes. Und genau da, wo wunschdenken die falsche Biege macht, tust du den richtigen Schritt: Es geht dabei nicht um "Gleiches Recht für alle" einfordern.
Es geht darum, los lassen zu können. Und zwar einfach nur aus dem einen Grund, nämlich, weil man weiss, dass der andere nicht gehen wird.

Das ist ein derart tiefes Vertrauen, das es da bedarf, ich glaube, das ist wirklich nur selten zu finden.

Und ja, da bin ich dann auch neidisch, wenn das jemand so haben kann.
Damit meine ich nicht, dass es Freisex für alle gibt. Das ist in dem Sinne unwichtig. Damit meine ich vielmehr vor allen Dingen den von dir beschriebenen Gedankenaustausch mit einem anderen Menschen. Eigentlich liefe es für mich auf eine Art teilbare Liebe hinaus, die den einen in nichts dem anderen zurückstellt. Bzw. die dem einen nichts wegnimmt, während sie dem anderen zugesprochen wird.

Aber so etwas wird leider schnell zur Farce, denn wir sind gebunden an unsere erlernten Muster. Und können nicht aus unserer evolutionär bedingten Haut, die uns weismachen will, dass Teilen Verlieren bedeutet.

WOW, welch ein Gedanke.

Schwer filosofisch. Sehr gute Denke.
Darauf eine Zigarette. Wenn ich nicht schon im Bett läge...

Danke für den spätabendlichen Gedankenanstoss!!!

Beitrag von gemeinhardt 04.02.11 - 20:31 Uhr

toll gell :-)
Bei mir kam auch voll was ins Rollen #schein

Beitrag von akula22 04.02.11 - 01:29 Uhr

Den eigenen Egoismus loslassen ja.
(Den Partner selbstlos zum Höhepunkt streicheln oder beim Akt "leer" ausgehen - gilt für beide!)

Den eigenen Partner loslassen in die Arme eines anderen Menschen?
"Paare, deren Liebe so tief und vertraut ist, das sie sich so weit loslassen können, das sie einander ALLES, also wirklich ALLES gönnen könnten..."

Was könnte ich IN SO EINER innigen Beziehung meinem Partner besseres gönnen als mich selbst?!

"Liebe die so fest ist wie der Fels in der Brandung und so voll Vertrauen auf die Rückkehr des Partners, das man ihm nicht nur die guten Gespräche mit andern Menschen, sondern eben alles was sich für ihn gut anfühlt, gönnen kann... "

Ist es SO EINE Verbindung zwischen zwei Menschen, braucht es keinen Dritten/ keine anderweitigen Erfahrungen.

Keine offene Beziehung, die ich kennen gelernt habe, hat funktioniert.

Beitrag von anonymouse 04.02.11 - 06:38 Uhr

Aber kein Partner kann alles abdecken bzw. teilen. Alle Gedanken, alle Wünsche.

Dann kann ich entweder zurückstecken und mit dem leben was ich habe. Oder nach mehr streben.

Wenn jemand meint, dass sein Partner das alles kann, dann ist er vielleicht mit weniger zufrieden. Oder seine Ansprüche sind nicht so hoch.