Nachteile dem Vater das geteilte Sorgerecht zu geben?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sansdouleur 04.02.11 - 08:48 Uhr

Ihr Lieben,

wir werden gleich die Vaterschaft anerkennen lassen.

Nun wollten wir eigentlich auch das geteilte Sorgerecht und ich hab mich ein wenig belesen.

Warum ich das eigentlich machen möchte, damit er gleich das Recht an den Kindern bekommt, wenn mir was passiert und nicht erst das Jugendamt.

Nun hätte ich aber auch im Falle einer Trennung nicht die Lust, ihn bei jeder Unterschrift für Schulanmeldung etc dabei haben zu müssen und selbst im nicht getrennten Zustand ist das bei uns jobbedingt für ihn mehr als schwer - aber eig. möchte ich trotzdem, selbst wenn wir uns trennen irgendwann, dass er die Kinder bekommt, wenn mir was passiert.


Wie handhabt ihr das? Heiraten werden wir die nächsten fünf jahren erstmal nicht!

Grüße

Beitrag von hasi1977 04.02.11 - 08:50 Uhr

Warum denkst Du an Sachen wie Trennung dabei??? Ihr bekommt ein Kind! Ihr liebt Euch! Wo ist das Problem???

Beitrag von sansdouleur 04.02.11 - 08:54 Uhr

Weil ich ein "gebranntes Kind" in solchen Sachen bin und weiterhin bin ich der Meinung, dass man auch weit hinaus denken sollte und Fälle wie "was wäre wenn" beachten muss, schließlich geht es hier um Lebewesen, für die man eine hohe Verantwortung trägt.

Liebe Grüße

Beitrag von hasi1977 04.02.11 - 08:55 Uhr

Aber es ist auch sein Kind und es ist gewollt! Nur weil Du keine Lust hast ihn jedes Mal zu fragen, wäre das dem Kind gegenüber aber erst recht nicht i.O.!!!

Beitrag von sansdouleur 04.02.11 - 08:59 Uhr

Das hat nichts mit keine Lust zu tun. Aber ich habe gesehen, was das für Probleme geben kann, meine Mutter zog damals in eine andere Stadt und ich brauchte für meine Ausbildung ein eigenes Konto, mein Vater fernfahrer und zickig, es hat ein 3/4 Jahr gedauert, bis er mal eine Unterschrift rausrückte und sich hierher bemühte.

Außerdem hat er Arbeitszeiten, die gar keine Ämtergänge zulassen würden und jedes mal Urlaub nehmen deswegen? Besonders ist es in der Firma so, im Dezember muss der Jahresurlaub eingereicht werden, was aber, wenn sich was kurzfristig ergibt, wo wir seine Unterschrift brauchen? Sowas wie dann einfach krank melden gibt es bei uns nicht.

Das hat jetzt nicht mal wirklich was mit der Liebe zu tun!

Beitrag von hasi1977 04.02.11 - 09:02 Uhr

Also so detailiert drüber nachzudenken. Respekt, aber wie gesagt: Ich denke ihr liebt Euch und das Würmchen soll Euer ganzer Stolz werden, also warum jetzt über Trennung nachdenken???

Rosenkriege könnt ihr im Fall der Fälle immernoch führen...

Beitrag von dk-mel 04.02.11 - 09:33 Uhr

wie erwähnt, für die meisten dinge brauchst du keine unterschrift oder kannst diese nachreichen.

dass das kind auf eine bestimmte schule soll, weißt du ein jahr vorher, gleiches gilt für kita oder länger geplante ops... und im notfall wird auch ohne dein einverständnis das kind behandelt (autounfall etc.)..

kann es sein, dass du einfach nur deinem mann etwas wegnehmen willst?

Beitrag von sansdouleur 04.02.11 - 09:41 Uhr

Damals gab es diese Option gar nicht und noch nehme ich ihm nichts weg, was er doch eh nicht hat.

Es geht mir nur so um gewisse Probeleme die sich auftun können, dwie gesagt, ich würde den Zwillingen nie den Vater entreißen und auch ihm würde ich nicht ohne triftigen Grund (Drogen usw) die Kinder wegnehmen!

Beitrag von dk-mel 04.02.11 - 10:16 Uhr

du machst dir ja viele gedanken. dann denk doch einfach noch weiter und überlege dir, wie er nach einer trennung sein würde, würdet ihr euch freundschaftlich trennen --> geteiltes sr also eigtl. kein problem; würde er weit wegziehen, das kind am liebsten mitnehmen wollen, es auf krieg anlegen --> kein geteiltes sr...

und weiterhin: meinem freund würde ich damit sehr wehtun, würde ich bei unserem jetzigen kind das alleinige sr haben wollen...

Beitrag von kruemelkalli 04.02.11 - 08:56 Uhr

mein großer wurde 1996 geboren.da gab es das gemeinsame sorgerecht für unverheiratete paare noch nicht(erst ab 98).wir sind schon lange getrennt(eigentlich bereits in der ss),aber wir verstehen uns super.er ist auch heute jederzeit für seinen sohn da.ich hab damals ein schreiben aufgesetzt in dem ich genau festgelegt habe,was mit meinem sohn passieren soll,wenn mir was passiert.das ganze hab ich notariell beglaubigen lassen.
diesmal stellt sich die frage nicht,da ich zur entbindung verheiratet sein werde.
lass dich vom jugendamt beraten,die haben mir damals auch geholfen.

Beitrag von kaeseschnitte 04.02.11 - 09:02 Uhr

weil man sich solche dinge besser realistisch vorher überlegt anstatt sich im falle eines falles – der hoffentlich nicht eintreten wird – zerfleischt.
ich war mit meinem partner grad vorgestern in einer rechtsberatung, weil wir wissen wollten, was es alles zu regeln gilt vor der geburt der zwillinge. und der beratende anwalt empfiehlt wärmstens, vorher alles genau durchzudiskutieren.
grüsse
ks

Beitrag von hasi1977 04.02.11 - 09:05 Uhr

Vielleicht hab ja nur ich die rosarote Brille auf, aber ich würde nicht im geringsten an Trennung oder so denken. Wir bekommen ein Kind und ich denke, da ist Trennung das Letzte worüber ich nachdenke. Meine Eltern sind auch seit 25 Jahren verheiratet, auch wenns Hochs und Tiefs gab, aber man kriegt das doch in den Griff, wenn man nicht gleich immer den Teufel an die Wand malt!!! Also wieso über Trennung nachdenken?? Die armen Kinder...

Beitrag von eisblume84 04.02.11 - 08:54 Uhr

Also denke doch bitte nicht jetzt schon über die Trennung nach.

Wenn ihr bereits verheiratet wär, käm ja auch nur das gemeinsamme Sorgerecht in Frage und auch in einer Ehe kann man sich scheiden lassen.

Ihr bekommt ein Baby, ihr liebt euch alles ist wunderbar

LG

Beitrag von wunschkindnr.2 04.02.11 - 08:55 Uhr

So wie es dir geht, ging es mir vor ca 10 Jahren auch. Hab mir die selben Fragen gestellt.

Ich habe mich dazu Entschieden Ihm das halbe Sorgerecht zu Übertragen.

Allerdings den Nachnamen hat Sie von mir bekommen. Wollte nicht das im Falle er Trennung mein Kind anders heißt als ich.

Wenn sich der Vater kümmern will, ist es doch gar kein Problem.

Wir haben auch noch nicht geheiratet. Aber jetzt wo unser zweites unterwegs ist, werden wir es tun.

Lg Nadja

Beitrag von edidet 04.02.11 - 08:55 Uhr

Ich wa verheirartet und nach der Trennung gab es nur Ärger mit meinem Exmann.

Brauchte ich eine Unterschrift von Ihm ,so musste ich immer ewig hinterherlaufen, auch heute noch.

Nnun habe ich einen neuen Partner, da hab ich das alleinige Sorgerecht für unsere gemeinsame Tochter behalten, wegen der schlechten Erfahrung mit meinem Ex.

Nun sind wir mittlerweile verheiratet und so hat er das gemeinsame Sorgerecht ja automatisch.

Beitrag von mariolausi 04.02.11 - 08:56 Uhr

Hallo,

du hast Recht du brauchst immer seine Unterschrift und falls ihr euch doch mal trennt kann das ziehmlich kompliziert werden.

Falls dir was passiert hat er trotzdem das Recht am Kind, denn er ist der Vater.

Ich habe schon viele Fälle gesehen, wo die Mütter dann echte Probleme hatten die Unterschriften zu bekommen.

Man denkt ja nie was schlimmes, aber eine Trennung kann immer passieren.

Ich würd es nicht machen und falls ihr heiratet bekommt er automatisch das Sorgerecht.
Du kannst dich ja nochmal beim Jugendamt oder St.Amt erkundigen.

LG mariolausi

Beitrag von sansdouleur 04.02.11 - 09:01 Uhr

Vielen Dank, wir sind ja gleich dort und dann werde ich fragen, was ist, wenn mir doch was passiert, bekommt er dann trotzdem gleich die Kinder und werden diese nicht erst vom Jugendamt abgeholt, lasse ich ihn nur die Vaterschaft anerkennen!

Ich finde, man darf nicht immer alles durch die rosa Brille sehen, eine Trennung ist immer etwas, was passieren kann, aus den unterschiedlichsten Gründen.

Beitrag von runa1978 04.02.11 - 08:57 Uhr

Aber wenn ihr doch die Vaterschaft anerkennt, bekommt er doch in dem von Dir besagten Fall (an dem natürlich niemand denken will!!!) Euren Nachwuchs! Ihr seid doch gleich beim Jugendamt, die können Euch alles ganz genau erklären.

Ich kenne tatsächlich Damen, die jetzt arge Schwierigkeiten haben, weil sie eben das geteilte Sorgerecht haben und dann doch eine Trennung erfolgte..

Bei der Geburt unserer Tochter waren wir auch noch nicht verheiratet, und haben nur die Vaterschaft anerkennen lassen!

LG, Runa

Beitrag von kaeseschnitte 04.02.11 - 09:06 Uhr

nein, er bekommt die kinder nicht automatisch, wenn sie nicht das gemeinsame sorgerecht haben. er bekommt sie wahrscheinlich, aber er muss erst das sorgerecht zugesprochen bekommen.
wenn sich sansdouleur und ihr jetziger partner trennen, die kinder bei ihr sind und sie einen neuen partner hat, der jahrelang mit ihr und den kindern gelebt hat, kann es passieren, dass die kinder vorerst beim neuen partner bleiben.
zumindest hier in der schweiz und ich bin ziemlich sicher, dass es in D ähnlich ist.
grüsse
ks

Beitrag von runa1978 04.02.11 - 09:13 Uhr

Aber darum ging es ihr doch nicht! Ihr ging es doch darum, wenn ihr jetzt in nächster Zukunft etwas passiert. Z.B. bei der Geburt! Und dann bekommt der Vater natürlich das Kind. Wäre ja schlimm wenn nicht. Wozu erkennt er denn sonst die Vaterschaft an? Nicht nur um seinen Pflichten nachzukommen...

... Im Falle einer neuen Partnerschaft wird der Fall natürlich vom JA bzw. vom Gericht geprüft. Aber darum ging es jetzt nicht...

Beitrag von kaeseschnitte 04.02.11 - 09:38 Uhr

naja, das gem. sorgerecht lässt sich aber ja auch nicht einfach so ändern, wenn man sich trennt. und passieren kann immer was.
die sache ist halt komplex und man sollte das gedankenspiel für versch. eventualitäten durchspielen.
grüsse
ks

Beitrag von dk-mel 04.02.11 - 09:02 Uhr

meine tochter wird zehn, ich brauchte in ihrem leben nur EINMAL den nachweis, dass ich allein das sorgerecht habe. sie war mehrfach im krankenhaus, wurde spontan vom notdienst behandelt als ein bekannter mit ihr unterwegs war und sie gestürzt ist, kita-anmeldung, grundschule, nie wurde irgendwas verlangt oder gefragt. nur beim konto, da musste ich mir vom ja diesen schein holen...

trotzdem sollte es so sein, dass, wenn alles gut ist, man sich das sorgerecht teilt aus den schon von dir genannten gründen. und selbst dann brauchst du selten mal eine unterschrift.

wie willst du das deinem mann erklären, wenn du dich doch fürs alleinige sr entscheidest???

Beitrag von hessimaus33 04.02.11 - 09:12 Uhr

also meine ehrliche meinung ist...das der vater die selben rechte hat wie die mutter...er hat das kind genauso gezeugt iwe die frau.

meine grosse tochter heisst wie der papa mit nachnamen und das 2. baby wird auch wie der papa heissen...sind nicht verheiratet(noch nicht) und ich musste 50% vom sorgerecht übertragen.

selbst wenn wir uns mal trennen hat er die gleichen rechte wie ich...schliesslich hat man nur einen vater.

ich finde es schlimm wenn mütter den vätern den umgang verbieten ....


LG susi

Beitrag von sansdouleur 04.02.11 - 09:16 Uhr

Umgangsrecht hat der Vater bereits mittlerweile mit der Vaterschaftserkennung und nie würde ich ohne triftigen Grund den Zwillingen dem Vater vorenthalten, ich weiß selbst, was das heißt!

Beitrag von achdumeinenase 04.06.11 - 09:07 Uhr

Bin ganz deiner Meinung...

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