Lohnsteuererkl., Betreuungskosten bei Oma

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Beitrag von anke515 04.02.11 - 09:24 Uhr

Hallo,

da es leider nicht möglich war, für meine Tochter einen Betreuungsplatz zu bekommen, ich aber wieder arbeiten gehen wollte, kümmert sich meine Mutter um sie. Was super lieb ist.

Nun meine Frage. Ich überweise meiner Mutter jeden Monat 400€ als Betreuungskosten und dazu habe ich ihr eine Bahncard 100 gekauft, da sie weit weg wohnt und immer zu uns kommt.

Diese Kosten muß und will ich ja irgendwie in der Lohnsteuererklärung geltend machen.

Wie und wo mach ich das?

Beitrag von miau2 04.02.11 - 09:30 Uhr

Hi,
das könnte nicht sooooo einfach sein.

Zunächst mal hoffe ich dass du deine Oma als Minijobberin angemeldet hast. Oder sie ein Gewerbe angemeldet hat und das ganze als "Selbständige" durchführt (und dann entsprechend Steuern usw. dafür abführen muss).

Ansonsten ist es schlicht und einfach Schwarzarbeit, und DAS kann man nun mal nicht von der Steuer absetzen.

Wenn ihr das so angemeldet habt, dass es keine Schwarzarbeit ist müsste es irgendwo die Möglichkeit geben, Betreuungskosten einzutragen. Wobei es evtl. in eurem Fall als "Haushaltsnahe Dienstleistung" erfolgt.

Lies mal hier nach
http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/kinder-betreuungskosten.htm

Ich denke, mit der Bahncard wird es schwieriger werden.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von lena1309 04.02.11 - 10:12 Uhr

Hallo miau,

Familienangehörige sind nicht meldepflichtig und man muss auch keine Abgaben für sie zahlen.
Das weiß ich, weil ich während meines Studiums gerne mal am Wochenende für meine Mutter Touren in ihrem Kurierdienst übernommen habe. War für uns beide von Vorteil, da sie mich nicht mit allen Pflichten einstellen musste, sie aber die Kosten für mich in ihrer Bilanz auftauchen lassen konnte, damit die Rechnung stimmt.

Ob man dann aber die Betreuungskosten für das Kind absetzen kann, weiß ich nicht. Dafür muss ja, wenn ich das beim Jugendamt richtig verstanden habe, ein Vertrag geschlossen werden, aber soweit ich weiß, hat das mit der Anmeldung bezüglich der Abgaben für Rente etc. nichts zu tun.

Sollte sich das aber in der Zwischenzeit geändert haben, kann man mich gerne auf den aktuellen Stand bringen.

LG
M.

Beitrag von anke515 04.02.11 - 11:42 Uhr

Hallo,

ich habe das auch so verstanden, daß Familienangehörige nicht meldepflichtig sind, man aber einen Betreuungsvertrag aufsetzen muß.

Das haben wir auch so gemacht. Darin steht das auch mit der Bahncard und den 400€ monatl..

Ich werde es einfach probieren.

Auf welchem Formular wird das denn angegeben?

Beitrag von susannea 04.02.11 - 13:14 Uhr

Das müsstest du dann entwweder bei Kidner oder bei haushaltsnahe Dienstleistungen angeben,

Beitrag von miau2 04.02.11 - 14:20 Uhr

Hi,
hast du vielleicht irgendeinen Link darüber, dass man Verwandte nicht anmelden muss? Bei der Minijobzentrale habe ich nichts darüber gefunden.

Ich bin bisher davon ausgegangen, dass man es immer dann, wenn es "kleine familiäre Hilfeleistungen" überschreitet genau so muss wie bei jedem nicht-verwandten, und alles andere eben Schwarzarbeit wäre. Und bei 400 Euro + Bahncard 100 und das ganze mit Arbeitsvertrag wäre ich vom Gefühl her außerhalb kleiner Hilfeleistungen...

Reine Neugier, könnte aber für uns mal interessant werden (haushaltsnah, aber keine Kinderbetreuung).

Vielen Dank und viele Grüße
Miau2

Beitrag von susannea 04.02.11 - 14:36 Uhr

http://www.minijob-zentrale.de/nn_10672/DE/3__Privathaushalte/1__minijobs__im__privathaushalt/5__beschaeftigung/InhaltsNav.html?__nnn=true

http://www.minijob-zentrale.de/nn_160726/DE/3__Privathaushalte/2__haushaltsscheckverfahren/InhaltsNav.html?__nnn=true

zeigt es auch noch mal auf, ob es sich um iene auf Gewinn ausgerichtete Tätigkeit handelt und bei der Minijob-Zentrale sind Angehörige dort nicht an Gewinn orientiert. Wir haben uns diese Frage nämlich auch gerade gestellt und die Frag ist zusätzlich bei uns noch bis wohin sind es Angehörige.

Bei uns stellte sich die Frage nach der Cousine meines Mannes, aber ich denke, sie ist mit ihm verwandt und somit auch Angehörige.

Beitrag von defekta 04.02.11 - 13:46 Uhr

bin in exakt derselben situation wie du

wir haben beim jugendamt meine mutter als kindertagespflegerin angemeldet, dadurch das wir keinen kigaplatz bekommen haben, kommt das jugendamt teilweise/anteilig für die betreuungskosten auf.

sie ist als minijobberin gemeldet, und wir zahlen ca. 12 % steuer und können diese dann bei der lohnabrechnung geltend machen.

da steht irgendwo kinderbetreuungskosten art und höhe