Schuhe mit rausnehmbarer Innensohle

Archiv des urbia-Forums Jugendliche.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von mausie 04.02.11 - 09:39 Uhr

Hallo und guten morgen

Meine Tochter (13) hat neulich Einlagen vom Orthopäden bekommen , nun suchen wir Schuhe wo man die Innensohle rausnehmen kann .
Sie müssen natürlich "schick" und "inn" sein . Kann mir jemand helfen wo ich welche bekommen kann und was für Marken es gibt ? Sie hat übrigens Schuhgröße 37 .

Danke im vorraus :-D

LG
Katja

Beitrag von tanja0475 04.02.11 - 09:56 Uhr

Hallo!
Mein Sohn ist 10 und trägt auch seit mehreren Jahren Einlagen.
Das Problem mit den Sohlen haben wir meistens auch.

Wenn du Schuhe hast deren Sohle mit Fussbett sind, dann müssen sie raus.
Mittlerweile lasse ich aber dünne, einfache Schaumstoffsohlen drin. Vorrausgesetzt, das es auch wirklich dünne sind.
Achte mal auf die Sohlen, die meisten sind auch nur an einem Punkt eingeklebt. Die werden dann zu Hause mit "Hau-Ruck" entfernt. Tragen kann die Schuhe hinterher eh keiner mehr.


Gruß
Tanja

Beitrag von butler 04.02.11 - 10:05 Uhr

Meine große hatte damals Knöchelturnschuhe von La Gear, Nike..... in der zeit getragen.
Übrigens es gibt auch Orthopäden die die Einlagen an die Schuhe anpassen.

Beitrag von kati543 04.02.11 - 18:58 Uhr

Mein Sohn brauchte auch eine ganze Weile Einlagen. Das Problem kenne ich auch. Ich bin damals ins Schugeschäft gegangen und bin mit dem Verkäufer die Schuhe durchgegangen. Die allerallermeisten hatten keine herausnehmbare Sohle.

Beitrag von zanadu01 06.02.11 - 20:20 Uhr

Hallo, wir ahben Schue von WDO. Die haben exta eine Sohle zumrausnehmen, damirt sie länger getragen werden können . Außerdem kann die Sohle die noch im Schuh liegt auch heraus genommen werden.

Beitrag von fussverbieger 13.02.11 - 12:50 Uhr

Hallo,

leider haben mehr als 70% der Stadtkinder Fußschwächen und davon müssten 2/3 Einlagen tragen. Bei dem Rest würde erstmal nur Gymnastik ausreichen.

Leider ist das Thema orthopädische Einlagen zu einem Milliardengeschäft verkommen. Somit sind die hier geschilderten Probleme "Einlage passt in den Schuh, aber Fuß nicht mehr" nichts außergewöhnliches.

Ein Schulkind im Pubertätsalter ist darauf angewiesen, solche Schuhe zu tragen, die auch die anderen Schüler tragen,- also Schuhe die "In" oder cool sind.
Wer sich nun mit einem Paar Weichschaumeinlagen oder den einfachen Kork-Leder Einlagen abspeisen lässt, hat zwangsläufig Probleme beim Schuhkauf.
Letztendlich werden die Einlagen nach einer gewissen Zeit überhaupt nicht mehr oder nur zeitweise getragen,- der Nutzen ist dementsprechend.

Mit einer ordentlichen Einlagen- und Gymnastikversorgung dauert es zwischen einem und fünf Jahren, bis die Füße soweit gefestigt sind, dass die Füße für den Rest des Lebens normal und natürlich = schmerzfrei funktionieren.
Einen Innengang (der zwangsläufig später zu Hüftbeschwerden führt) bekommt man nach 1 - 8 Monaten in den Griff.
Knieprobleme (meist durch Knickfüße verursacht) verschwinden bei Kindern und Jugendlichen innerhalb von zwei Wochen.
X-Beine, die ebenfalls fast immer durch Knickfüße entstehen, bekommt man beim Kind im Pubertätsalter nur noch zum Teil hin, kann aber alle Folgebeschwerden vermeiden.

Leider beobachte ich seit 2006 mit steigender Tendenz, dass die Anzahl von unnötigen Fußoperationen zunehmend ist. Zuerst werden falsche oder nutzlose Weichschaumeinlagen verschrieben, die den Knickfuß oft sogar fördern und später ist die OP "der letzte Weg".

Ich sehe nun das große Fragezeichen in Ihrem Gesicht.... :)

Der "Schwammtuchfilm" zeigt leicht verständlich, wie die Einlagen bei Knick- Senkfüßen, Plattfüßen etc. sein oder nicht sein sollten:
http://www.youtube.com/watch?v=TVNr6PghUa4&feature=mfu_in_order&list=UL

Viele Eltern haben in diesem Film erkannt, dass ihrem Kind einfache Billigeinlagen verpasst wurden, obwohl "Ein Paar Einlagen nach Maß" auf dem Rezept gestanden hat.
Das ist leider in Deutschland so gängige Praxis und "normal". Der Witz an diesem Gemauschel ist, das es sogar legal ist, wenn die Einlagen nicht individuell angefertigt sind!

Bei der Untersuchung geht das Problem schon los. Wer schon einmal mit dem Kind beim Orthopäden gewesen ist, kann bzw. sollte gleich mitdiskutieren. Eine Fußuntersuchung dauert etwa 20 Minuten, das Anschließend notwendige nochmal etwa 15 - 60 Minuten (kann vorher nicht eingeschätzt werden):

* Am beschuhtem Fuß wird sich das Gangbild mit Abrollverhalten angeschaut, indem das Kind etwa 30 Meter normal geht

* Am unbeschuhtem Fuß wird das Abrollverhalten etc. angeschaut

* Die Fuß- und Beinachse wird angeschaut

* Eine Fußfestigkeits- und Beinstatikbelastung (stehend) wird gemacht und sofort ausgewertet.

* Das psychomotorische Verhalten der Fußmuskelatur wird gecheckt

* Der Verlauf der Mittelfußsehnen, die Position der Fußknochen und die Fußfestigkeit wird genau getestet (sitzend,- Röntgen ist nicht erforderlich)

* Schuhe werden angeschaut und wenn das Kind schon älter ist, wird gemeinsam entschieden, welche Einlagen angefertigt werden sollen. (Weil sich manche Kinder wegen der Einlagen schämen, können die Einlagen auch so gut unsichtbar sein).

* Wenn nötig, wird die Psychomotorik fitt gemacht (dauert zwischen 10 und 60 Minuten)

* Gymnastikübungen werden einstudiert, weil Einlagen alleine niemals ausreichen, um den Fuß dauerhaft zu festigen.


Mir ist bekannt, dass diese vollständige, aber notwendige Untersuchung im Regelfall ausbleibt bzw. einiges weg gelassen wird.

(Wie ist die Untersuchung bei Eurem Kind abgelaufen?)

Bei dem weiterem Beispiel Einlagenversorgung, gehen wir nun mal vom schlechtem Untersuchungsergebnis aus: Musterkind hat Knickfüße 50%, kontrakte Senkfüße mit 90% und Spreizfüße. Dazu kommt der psychomotorische Innengang.

Das Kind braucht zunächst Korrektureinlagen, um eine normale Gewölbeform herzustellen. Dazu muss der Knickfuß und die Beinachse gerichtet werden und der Innengang abgestellt werden. Last but not least muss auch das Quergewölbe angehoben oder gestütz werden.

Früher bedeute dieses, dass orthopädische Schuhe oder andere "alte Omaschuhe" angesagt sind,- heute kann man dank hochwertiger Materialien normale Schuhe tragen.
Das Kind bekommt
* ein Paar Korrektureinlagen für Freizeitschuhe
* ein Paar überkorrigierende Einlagen in die Hausschuhe
* ein Paar Sporteinlagen

Nach spätestens zwei Jahren sind die Fußgewölbe in der natürlichen Form und das Einknicken ist nur noch halb so stark.

Die nächsten Einlagen werden dann nur noch stützend sein,- etwa zwei Jahre später werden die Einlagen so gefertigt, dass sie nur noch eine reine animierende Hilfe für die Fußmuskulatur sind.

Alle sonst üblichen Folgebeschwerden wie Mittelfußarthrose, Fersensporn, Knieprobleme etc. sind für das restliche Leben ausgeschlossen!

Ich kann nicht nachvollziehen, warum die Krankenkassen nicht darauf bestehen, dass diese funktionierende Einlagentherapie zum Kassenstandart wird. Es käme so viel billiger, als das andauernde Röntgen und letztendlich die Operationen und die Nachversorgungen...

Ich freue mich auf Eure Statments!

Gruß aus der Praxis
für biologische Fuß- und Beintherapien
am Schönberger Strand
Andreas
*