Mein Sohn ist soooo anstrengend!

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von ida85 04.02.11 - 09:41 Uhr

Hallo an alle

Mein Sohn (knapp 4.5) macht mich zurzeit fast wahnsinnig! Alles ist ein Kampf mit ihm, alles ist „nein“. Z.B. wenn er Schuhe und Jacke anziehen soll, macht er erst immer ein riesiges Theater, will nicht, will erst noch spielen, will nicht weggehen. Am Abend dasselbe, wir essen Abendbrot, dann spiele ich mit ihm und wenn ich ihm dann ankündige, dass er ins Bett gehen muss wird erst mal geschrieben und getobt. Diese Situationen wiederholen sich täglich mehrmals. Mir graut es schon jedes Mal davor anzukündigen, dass er etwas machen „muss“.

Dazu kommt, dass er (schon immer) schlecht schläft. Ich bleibe bei ihm, bis er eingeschlafen ist (er schläft in meinem Bett) und in der Nacht werde ich zur Zeit etwa 5 – 10x geweckt, weil er so unruhig schläft und mal einen Fuss, mal eine Hand auf meinem Rücken, Kopf… landet.

Ich bin alleinerziehend und weiss manchmal wirklich nicht mehr, woher ich die Energie nehmen soll, meinen Alltag zu meistern. Arbeite 80% und normalerweise schläft der Kleine 1x pro Woche bei seinem Vater. An diesen freien Abenden falle ich nur noch in mein Bett und schlafe 10 Stunden am Stück wie ein Stein.

Woher nehmt ihr die Kraft Euren Alltag zu meistern? Habt ihr irgendwelche Tipps für mich?

LG

Beitrag von kirsten1987 04.02.11 - 09:58 Uhr

hallo,frag doch mal im alleinerziehenden forum nach viellt kennt das dort auch jemand,ich denke das kann auch damit zutun haben das du alleine bist.lg und ganz viel kraft weiterhin#tasse#tasse

Beitrag von angelinchen 04.02.11 - 10:35 Uhr

Hallo
zu deiner Abendsituation kann ich dir vll. nen Tip geben. Warum spielst du direkt nach dem essen erst noch was mit ihm? geht doch direkt nach dem Abendessen ins Bad, wenn er dann bettfertig inkl Schlafanzug ist, dann könnt ihr ja noch z.B. ein Gesellschaftsspiel spielen oder du liest ihm seine Gute-Nacht-Geschichte vor und gut ist. Macht er Terror und ist lässt sich nicht fertig machen (was ich mir eig. nicht vorstellen kann, da er ja was schönes in Aussicht hat), gibt es eben KEIN spielen oder Geschichte oder was ihr eben abends macht mehr. Ein, zwei Tage wird das dauern, dann weiss er ja, was wann kommt. er ist 4,5 Jahre, da versteht er doch so einiges!

Und warum bleibst du bei ihm bis er schläft? wie lange dauert das in etwa? Ich denke, mit 4,5 Jahren kann man einem Kind wirksam erklären dass es allein (ein-)schlafen kann, dann hättest auch du mehr Zeit für Haushalt oder Entspannung abends. Oder bist du erst seit kurzem allein erziehend und machst das deswegen?

Alles andere was er momentan macht, mit dem dauernden Nein-sagen, ist eine Phase die typisch ist für dieses Alter, und es wird nicht bei dieser Phase bleiben #liebdrueck. Allein erziehend fällt das sicher doppelt schwer, aber ist zu meistern.
Wie sieht denn euer Alltag so aus? Wenn du 80% arbeitest, verbringt ihr ja sicher nicht sooo viel Zeit am Tag miteinander, oder? kann sein Vater vll. mom. etwas öfter einspringen? Habt ihr Großeltern in der Nähe?

LG Anja

Beitrag von ida85 04.02.11 - 11:43 Uhr

Hallo Anja

Es ist so, dass er nach dem Kindergarten am Abend sehr hungrig ist, deswegen essen wir früh und danach spielen wir etwas. Und danach folgt immer das gleiche, Schlafanzug anziehen, Zähne putzen, Geschichte erzählen, kuscheln, schlafen. (Aber bevor wir damit starten können, macht er erst seinen obligatorischen Terror)

Meist schläft er innert 5 – 10 min. ein. Wir sind umgezogen, er hat Angst alleine im Dunkeln und weint jämmerlich, wenn ich versuche ihn alleine einschlafen zu lassen. Deswegen bleibe ich bei ihm, ich finde es auch immer einen schönen, ruhigen Moment mit ihm. Wir reden noch ein bisschen, kuscheln, er sagt mir jeden Abend wie sehr er mich lieb hat… auf diese Minuten friedlicher Zweisamkeit möchte ich auch gar nicht verzichten.

Ich arbeite 3 Tage im Geschäft, einen Tag von zu Hause aus, die Arbeitszeit kann ich mir selber einteilen (abends, Wochenende). Die Kommunikation mit dem Vater ist schwierig, aber manchmal springt er schön öfters ein bzw. der Kleine übernachtet noch ein zweites Mal bei ihm.

Meine Mutter unterstützt mich auch, wenn sie kann. Ich glaube es ist wirklich nur eine Phase und sie geht wieder vorbei. Ich meine, ich habe auch gute Zeiten mit meinem Kleinen, nur zur Zeit wächst mir irgendwie alles über den Kopf.

Danke für Deine Antwort!

LG

Beitrag von klara26 04.02.11 - 12:20 Uhr

Hi,

ich erkläre meinen Töchter immer meine Probleme und Ängste (bezogen auf sie). Vielleicht hilft das bei Euch ja auch......????

Ich habe 3 Töchter. Meine 2 älteren sind im Kiga und meine jüngste ist erst 11 Monate alt. Ich habe immer mega Stress beim Kiga- Abholen. Ich nehme immer schon einen großen Korb mit, so dass ich alles mitnehmen kann und nichts vergesse (Kiga-Taschen, Zettel, Bilder, Gebasteltes.........). Will ich die erste abholen, ist sie irgendwo anders, die zweite mault weil ich zu früh bin. Ziehe ich die andere an, dann renn sie wieder weg. Dann ziehe ich die zweite an , zieht sich die erste schon wieder aus, weil ihr zu heiss ist. So geht dass immer weiter.........

Nachdem ich ihnen alles erklärt habe wie schwierig und anstrengend das für mich ist und dass ich manchmal schon das Gefühl habe im Kiga zu "wohnen", weil ja alles Ewigkeiten dauert, haben wir zusammen nach einer Lösung gesucht. Jetzt gibt es Regeln und es klappt plötzlich super!


Ich wünsche dir alles Gute!!!!

Klara

Beitrag von ida85 04.02.11 - 15:18 Uhr

Und sie interessieren sich für Deine Probleme und Ängste? Meiner tut das irgendwie (noch) überhaupt nicht, ich glaube nicht, dass er es wirklich nachvollziehen kann wenn ich ihm etwas darüber sage. Für ihn bin ich Mami und Mami ist stark und ist dafür da für ihn zu schauen.

Regeln haben wir auch, ich finde es einfach traurig, dass ich ihm ständig etwas androhen muss und er sich erst dann an die Regeln hält. Mittlerweile droht er mir selber wie z.B. „Mami wenn Du mir das jetzt nicht gibst dann darfst Du Dein Iphone nie mehr anfassen“ (oder so ähnlich) :-) :-)

Danke jedenfalls für Deine Antwort!

LG

Beitrag von crushgirl 04.02.11 - 13:08 Uhr

Diese Neinphase gilt es tapfer zu überstehen #liebdrueck.
Ich habs bei meinen irgendwann mal anders formuliert. Jeder steckt in dieser genervten Phase mit drin und es fällt wirklich schwer da raus zu kommen. Vielleicht "verpackst" du deine Aufforderungen einfach mal anders, netter?
z.B
fordere ihn zum Zweikampf ;-)
Wer zuerst seine Schuhe anhatt, hat gewonnen, oder wer seine Jacke schneller an hat darf heut vor dem schlafen gehen eine Geschichte aussuchen. So oder so ähnlich funktionierts meistens ganz gut ;-)

Zum schlafen. Vielleicht schläft dein Sohn so schlecht gerade weil er immernoch in deinem Bett schläft? Und du somit automatisch auch, da führt eines zum anderen und jeder von euch beiden wird durch eine Bewegung des anderen gestört.
Du musst ihn ja nicht gleich aus deinem Schlafzimmer verbannen wenn es dir zu schwer fällt, aber ein eigenes Bett wär bestimmt richtig cool für deinen Sohn.

Alles Gute für dich und deinen Trotzkopf

Beitrag von ida85 04.02.11 - 15:10 Uhr

Oh, das mit dem Zweikampf hatten wir, das hat auch super funktioniert. Bzw. alles hat nur noch mit der Aufforderung zu „wer ist schneller“ funktioniert. :-) Aber leider wurde das ganze etwas zu viel des Guten. Mein Sohn hat schlussendlich aus allem ein Wettkampf gemacht und der ganze Tag bestand nur noch aus solchen Kämpfen bzw. „ich habe gewonnen, ich war schneller“. (Und verlieren kann er übrigens überhaupt nicht, das endet im Drama!) Deswegen habe ich diese Zweikampf-Sache etwas reduziert. :-)

Mit dem Schlafen ist es wirklich eine Katastophe, das war es leider schon immer. Und ich habe wirklich schon alles probiert, zumindest jede Idee die ich hatte oder von anderen kam. In seinem eigenen Zimmer schlafen geht gar nicht. Im eigenen Bett schlafen in meinem Zimmer geht bis ca. Mitternacht, dann kommt er zu mir ins Bett, kuschelt sich an mich, sucht meine Nähe. Er sagt auch mir auch mehrmals im Halbschlaf „Mommy give me a hug…“ Er kuschelt allgmein sehr viel und ist sehr anhänglich. Und meine Nähe will ich ihm nicht verweigern.

Meine Güte, das ist wirklich ein Trotzkopf bzw. ein Dickkopf. Aber scheinbar war ich als Kind auch so.

Vielen lieben Dank für Deine Antwort!