Einstellung frislos gekündigte Erzieherin

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von binchen1969 04.02.11 - 10:44 Uhr

Hallo,
ich habe da mal eine Frage: muss eine fristlos gekündigte Erzieherin bei ihrem neuen Arbeitgeber angeben, dass sie aus folgenden Gründen fristlos gekündigt wurde oder ist das egal?
Nach dem Motte: "was er nicht weiß macht ihn nicht heiß", hauptsche ich habe erstmal einen neuen Job.
Kann man diese Person dann wieder bei dem neuen Arbeitgeber kündigen?

Schon mal vielen Dank für die Antworten :-D

Beitrag von windsbraut69 04.02.11 - 10:54 Uhr

Nein.

Beitrag von atarimaus 04.02.11 - 10:54 Uhr

Hi,

na jeder normal denkende AG wird sich fragen, warum sie fristlos entlassen wurde. Das wird er wohl erfahren wollen.

Da bei fast jeder Anstellung eine Probezeit vereinbart wird, kann innerhalb dieser auch ohne Grund gekündigt werden.

Gruß
Beate

Beitrag von hanni123 04.02.11 - 11:04 Uhr

Nein.

Beitrag von maximama22 04.02.11 - 11:07 Uhr

Es kommt darauf an was sie sich zu Schulde hat kommen lassen.

Naja, ich würd denken dass der neue AG sich sowieso erstmal mit dem alten in Verbindung setzt und da nachfragt. Drum währt Ehrlichkeit am längsten.
Ich würde es sagen wenn er mich fragt.

Darf man den Grund für die fristlose Kündigung erahren, dann kann mans besser urteilen.

Liebe Grüße
Maximama

Beitrag von medina26 04.02.11 - 11:07 Uhr

Angeben muss sie es nicht.

Es wird aber im Zeugnis rauszulesen sein, das etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen ist.

lg Medina

Beitrag von twins 04.02.11 - 11:23 Uhr

Hi,
wenn es ein schechter Kiga ist, nimmt er jede Erzieherin, ist egal welcher Bockmist passiert ist.

Ein guter würde vielleicht nachfragen und dann entscheiden, ob es für ihn auch ein Grund ist diese Frau nicht einzustellen oder doch.

Grüße
Lisa

Beitrag von kati543 04.02.11 - 12:00 Uhr

Das hat mit schlechten und guten Kiga nichts zu tun, sondern einfach mit dem absoluten Erzieherinnenmangel derzeit. Bei uns gibt es Kigas, die mit Zeitarbeitskräften arbeiten müssen. Die Kigas haben hier Notpläne. Die Betreuungszeiten werden gekürzt oder ganz gestrichen, weil keine Erzieherinnen da sind (und die Eltern dürfen dann wieder rennen). Und wenn dann noch Krankheit/Urlaub dazu kommt, sieht es ganz böse aus.

Beitrag von twins 04.02.11 - 12:44 Uhr

Aber welcher Arbeitgeber absichtliche schlechte Arbeitskräfte???

Unser alter Kiga hatte eine Erzieherin eingestellt, die 8 Jobs in zwei JAhren hatte. Die war echt böswillig und eine Gefahr für die Kinder.
Dann kam eine, die wurde aus dem Nachbarort verjagt und fing bei uns an...ich sage Dir, dann lieber Personalmangel und liebe Erzieher als böswillige, Dumm undals Zwiet-Beruf Arzt Erzieher, die keiner haben will

Lisa

Beitrag von kati543 04.02.11 - 16:02 Uhr

Ich sehe das ähnlich wie du. Nur kann ich es mir auch finanziell leisten, zu Hause zu bleiben. Mein Mann verdient gut genug. Aber vielen anderen Familien geht es nicht so. Da müssen beide arbeiten. Und laut Gesetz hat man nun mal einen Rechtsanspruch auf einen Platz. Nur irgendwer muß die Kids ja betreuen. Und ungelernte Erzieher dürfen es nicht tun - das ist erst ab dem Schulalter erlaubt (in den Schulen bei uns gibt es kaum fertig studierte Lehrer, in der Ganztagsbetreuung arbeiten bei uns sogar gelernte Köche).

Beitrag von twins 04.02.11 - 18:01 Uhr

Natürlich ist das shit - aber leider weiß ich, was unfähige Erzieher den Kindern für Leid antun können.
Und anstatt der Staat neue Kigas aufmachen will, etc. soll er die doch fördern und ausbauen, die schon da sind.

Und die Erzieher Ausbildung kann auch nicht sooo gut sein. Bei uns in der Vorschule achten die noch nicht einmal auf eine gute Stifthaltung. ..egal wie die Kinder den Stift halten, Hauptsache die erledigen ihre Aufgaben und sind still....:-[

Und dann gibt es wieder Erzieher, die im eigenen Ort arbeiten möchten, denen wird es nicht erlaubt und die müssen dann 50km einfach zum Job fahren. Kein Wunder, das die dann keinen Bock haben, weil sich das auf Dauer nicht rentiert....

Wie gesagt, es ist sooo viel im argen...

Grüße
Lisa

Beitrag von kati543 04.02.11 - 11:57 Uhr

Natürlich muß sie das nicht angeben. Im Zeugnis darf es ja auch nicht stehen. Also bekommt der neue AG das nur raus, wenn er sich mit demn alten AG in Verbindung setzt. Und in Anbetracht der derzeitigen Situation, ist jeder Kiga froh, wenn er seine Stellen besetzt bekommt. Also nachhaken werden die wenigsten Kigas.
Natürlich darf der neue AG der Erzieherin nicht kündigen aufgrund eines Vorfalls bei einem vorherigen AG. Eine doppelte Bestrafung sieht unser Rechtssystem nicht vor. Und welchen Fehler sie auch immer gemacht hat - sie wurde Entlassen und damit bestraft. Einzigste Ausnahme: wenn sie nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten darf und das per Gerichtsurteil festgelegt wurde. Dann darf sie natürlich wieder fristlos gekündigt werden - da sie eben quasi keine Erzieherin mehr ist, sich aber als solche beworben hat.

Beitrag von medina26 04.02.11 - 12:04 Uhr

<<<Im Zeugnis darf es ja auch nicht stehen>>>

Es darf nicht offensichtlich drinstehen, aber mit einigen Floskeln kann der nächste Arbeitgeber erkennen was vorgefallen ist.

Beitrag von kati543 04.02.11 - 12:25 Uhr

Aber nur wenn die Erzieherin so dumm ist, dass sie die Floskeln nicht kennt. Sie darf ja das Zeugnis ablehnen.

Beitrag von medina26 04.02.11 - 12:29 Uhr

Was heisst denn dumm? Diese Floskeln erkennen normalerweise nur dafür geschulte Personen wie Personalsachbearbeiter oder Arbeitgeber. #kratz

Ich habe die Floskeln nicht in meiner kaufmännischen Ausbildung gelernt, sondern erst in meiner Weiterbildung im Personalbereich.

Beitrag von yadvashem 04.02.11 - 13:49 Uhr

diese sogenannten Floskeln kannst du heutzuage auf hunderten von Seiten im Internet nachlesen.

Wer nicht ganz von der Rolle ist, der macht sich vorher schlau...

LG, Simone

Beitrag von connykati 04.02.11 - 14:15 Uhr

Echt nicht???
Wie lang ist denn deine Ausbildung her?

Ich hatte auch eine kaufmännische Ausbildung (Reiseverkehrskauffrau) und wir haben in der Berufsschule ein komplettes Jahr lang das Thema Arbeitszeugnis inkl. ALLER Floskeln ausführlichst behandelt - es gab bei uns sogar mehrere Tests dazu. Damit sich eben alle AN zu wehren wissen, wenn der AG etwas "zwischen den Zeilen " versteckt, was dort u.U nicht hingehört.

Viele liebe Grüße,
Conny

Beitrag von kati543 04.02.11 - 16:04 Uhr

Dafür gibt es Internet. Schau mal bei urbia ins Finanz-Forum. Dort findest du täglich irgendwelche Posts wegen Zeugnis übersetzen. Und es finden sich genügend "Personaler" die das auch tun.

Beitrag von cassidy 04.02.11 - 21:49 Uhr

Hi,

nein! Wer ein bisschen sein Kopf anstrengt weiß das Sätze wie "war stetig bemüht" nichts anderes bedeutet als "hat es versucht, aber nicht geschafft" oder "erschien immer pünktlich zur Arbeit" nichts anderes heißt als "kam immer pünktlich, hat aber auch pünktlich den Hammer fallen lassen!" und so weiter.

So ein Zeugnis habe ich als Erzieherin mal bekommen. Die Einrichtung war bekannt dafür das sie schlechte Zeugnisse ausstellen. Habe meinen damaligen Chef angeschrieben, dass ich dieses Zeugnis nicht anerkenne und sie da?! Ich bekam danach eines das Tiptop war!

Liebe Grüße,

cassidy

Beitrag von jule2801 04.02.11 - 13:56 Uhr

Mal andersherum gefragt, würde ein Arbeitnehmer in seinen Bewerbungsunterlagen darauf hinweisen, dass man fristlos gekündigt wurde???

Ich würde das nicht tun!

lg Jule!

Beitrag von donaldine1 04.02.11 - 14:25 Uhr

Soll das ´ne Hetzkampagne werden? Hört sich so an.

Man sollte sich vieleicht erst mal ansehen, wie die besagte Erzieherin sich im Job macht.