Mal grundsätzlich gefragt: LSt-Klassen

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von manu-ll 04.02.11 - 12:54 Uhr

Hallo,

mich würde mal interesseiren, bei welcher Konstellation bzw. Gehalt für ein Ehepaar die Lohnsteuerklassen 5/3 anstatt 4/4 die bessere Wahl wären?!


Danke
Manu

Beitrag von kati543 04.02.11 - 13:00 Uhr

Es ist völlig egal. Ihr habt ein Jahresbruttoeinkommen, das versteuert wird. Die monatlichen Zahlungen sind nur Abschläge. Bei 3/5 bekommst du monatlich etwas mehr, mußt aber dann am Jahresende nachzahlen (wenn du nichts anderes geltend machst) und bei 4/4 bekommst du monatlich weniger, dafür mußt du aber akeine Steuererklärung machen und bekommst, falls du eine machst, meist noch etwas wieder.
Ansonsten sagt man, dass das gehalt so ca. 30/70 geteilt sein sollte, dass die Lohnsteuerklasse 3/5 monatlich etwas mehr bringt. Genau kannst du das mit Rechnern im I-Net durchrechnen.

Beitrag von manu-ll 04.02.11 - 13:04 Uhr

Du schreibst "wenn du nichts anderes geltend machst". Es ist nämlich so, dass ich wesentlich mehr verdiene (bekomme) als mein Mann, weil der eine neue Ausbildung begonnen hat, da fallen monatlich ca 250€ Fahrtkosten für ihn an, die wir dann ja nur in einer gemeinsamen Steuererklärung geltend machen können. Wäre das denn ein Argument für 5/3?

Beitrag von bemmchen 04.02.11 - 13:37 Uhr

es ist wie der vorpost schon sagt so das du bei 3/5 meist mit nachzahlungen zu rechnen hast, hast aber unterm jahr ersteinmal emhr bei dir und zahlst weniger voraus, bei 4/4 zahlst du zwar unterm jahr mehr voraus, bekommst aber dann am ende meist etwas wieder, bei 4/4 mit faktor verfahren geht man meist +-0 am jahresende raus mit der steuererklärung

welche steuerklassen euch lieber sind oder zu euch passen bzw. die richtigen sind, kann dir hier keiner beantworten ohne im groben eine jahresrechnung zu machen...

die fahrtkosten und so weiter kannst du geltend machen und wenn ich mich nicht täusche sogar eine art "pauschbetrag" für die ausbildung deines mannes, ansonsten das übliche (versicherungen, krankheitskosten, haushaltsreparaturen, verwalterabrechnung) und so weiter ansetzen

schaut doch einfach wie ihr mit 4/4 klarkommt, wenn es euch unterm jahr zu wenig ist was an lohn kommt, wechselt in 3/5, bedenkt aber das dann meist noch nachzuzahlen ist

Beitrag von wemauchimmer 04.02.11 - 14:57 Uhr

Hallo Manu,

interessant ist die Steuerklassenwahl, wenn Du Lohnersatzleistungen in Anspruch nimmst, die sich nach dem Nettogehalt berechnen. Also konkret gesagt, Mutterschaftsgeld und Elterngeld, oder noch konkreter, wenn Ihr mal Nachwuchs bekommen wollt.
Z.B. Elterngeld bekommst Du ca. 2/3 des letzten Nettos. Wenn Du dann also mit Deinem höheren Verdienst die Steuerklasse 3 hattest und somit mehr Netto hattest als bei 4, bekommst Du auch mehr Elterngeld vom Staat.
Das lohnt sich wirklich!
Ansonsten ist der Unterschied zwischen 4/4 und 3/5 nicht so der große Bringer, bei 3/5 zahlst Du halt einen Teil der Steuern letztlich etwas später und hast dadurch einen klitzekleinen Zinsvorteil. Der ist umso ausgeprägter, je unterschiedlicher Eure Gehälter sind.

LG

Beitrag von bemmchen 04.02.11 - 20:21 Uhr

man sollte allerdings bedenktén das das elterngeld dem progressionsvorbehalt unterliegt und auswirkungen auf die steuer hat

Beitrag von wemauchimmer 05.02.11 - 07:22 Uhr

Ja und?
Wenn Du Mehr bekommst, und für das Mehr ein bisschen Steuern zahlen musst, hast Du immer noch mehr. In Deuschland liegt selbst der Spitzensteuersatz (noch) unter 100%.
LG