Physiotherapie

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Beitrag von wolfsshadow 04.02.11 - 13:01 Uhr

Ich muss mir mal was von der Seele schreiben.

Seit neustem bekommt unser kleiner Wurm (11 Wochen alt) also Physio nach Vojta. Erstmal hab ich festgestellt, dass ich das nicht kann und werd mir die Physiotante mal zur Seite nehmen, ob wir nicht was anderes machen können. Er bekommt die Behandlung, weil er nach links tendiert in der Haltung und auch seine Reflexe unterschiedlich reagieren. Das da was gemacht werden muss, seh ich noch ein. Aber muss es unbedingt Vojta sein? Ich denke nicht #kratz.

Einfach den Therapeuten wechseln ist erstmal nicht so einfach, weil die Tante direkt vom SPZ (Sozialpädiatrische Zentrum) ist und die dort nur die eine haben. Ein Wechsel muss also vorher mit denen abgekaspert werden und die haben nicht alle Nase lang für uns Zeit, leider #aerger.

Auch war die Physiotante der Meinung, er müsse mit seinen 11 Wochen schon mit seinen Händen vor der Brust spielen. Stimmt das? #schock

Er beginnt gerade ungeschickt nach seinen Spielsachen zu greifen, wenn man sie ihm von der Seite reicht. Auch wandert die Faust in den Mund und er nuckelt fröhlich daran herum. Aber vor der Brust spielt er noch nicht. Ich bin ja auch der Meinung, gelesen zu haben, dass das erst viel später kommt. Kann mir einer dazu was sagen, bitte?

Wie gesagt, er ist gerade mal 11 Wochen alt und die ersten 2 Wochen in seinem kurzen Leben hatte er nicht mal die Chance richtig zu leben, da er erst ruhiggestellt war nach der Geburt und an sämtlichen Geräten hing, die ihm das Überleben sicherten :-(. Das haben die im SPZ wohl gekonnt vergessen.

Ach man, mich macht das ganz verrückt, dass so viel von dem kleinen Mann verlangt wird. Dabei kommt doch bestimmt alles irgendwie von ganz alleine.

Danke für's Lesen und vielleicht mag der eine oder andere ja ein paar Worte dazu schreiben.

Liebe Grüße,
wolfsshadow

Beitrag von choirqueen 04.02.11 - 13:24 Uhr

Hallo,

ja die Therapie nach Vojta wirkt ganz schön grob. Ich bin Sprachtherapeutin von Beruf und man bringt die Kinder an das Leistungsmaximum, das ist der Grundgedanke bei jeder Therapie. Bobath wirkt nicht so grob, ist aber auch nicht so effektiv wie Vojta. Wenn im SPZ Therapie verordnet wurde, dann ist sie auch erforderlich. Glaub mir, die wissen um die Vorgeschichte Bescheid. Dein Kleiner wird es irgendwann vielleicht auch so lernen, aber erst später wenn er eigentlich schon was anderes können müsste, so zieht es sich immer weiter hinaus.

Wenn du das mit Vojta jetzt ein paar Wochen auch zu Hause durchziehst, ist das Thema gegessen und dein Kleiner ist eventuell weiter als andere Kinder.

Also durchhalten und in ein paar Wochen ist das Ganze Geschichte.

LG Cathrin

Beitrag von wolfsshadow 04.02.11 - 13:43 Uhr

Ja, ich seh ja ein, dass es sein muss. Das stell ich nicht in Frage. Aber fühl mich damit so unsicher. Es klappt zu Hause nicht so, wie es in der Praxis funktioniert hat. Und vor allem weine ich mit meinem kleinen Mann mit. Er tut mir so unendlich leid.

Beitrag von cloudine30 04.02.11 - 13:27 Uhr

Hallo Du ,


Also mir tut es leid das du so unangenehme Erfahrungen gemacht hast. Ich bin Physiktherapeutin und ich kann dir sagne nix funktioniert besser als Voijta wenn man sich darauf einlässt. Wenn die Eltern schlecht oder gar nicht vorbereitet und instruiert werden dann passiert genau das was jetzt mit Euch passiert . Unsicherheit , Ängste und Unzufriedenheit. Erkläre deiner Physiotante genau was dich stört erzähl ihr nochmal das Dein Sohn einen Entwicklungsschritt verpasst hat in den ersten Wochen . Manchmal muss man die Flucht nach vorne antreten und sich selber helfen ... Mach sie darauf aufmerksam... Und was das spielen mit den Händen angeht das beginnt zwar in dem Alter aber auch da ist das eine Kind schneller das andere langsamer . Lasst Euch Zeit und dich nicht verrückt machen aber zieh die Physio durch schon für deinen Sohn ... Das ist wirklich wichtig.

Ich hoffe ich konnte dich ein wenig aufbauen


lg CLoudine

Beitrag von wolfsshadow 04.02.11 - 13:44 Uhr

Ja, werd noch mal mit der Physiotante reden. Denn so kann es ja nicht gehen. Ich weiß jetzt nicht, was es bringt, wenn wir einfach drauflos turnen und die Übung irgendwie durchziehen, sogut wir es packen. Oder sollten wir auf unseren Termin nächste Woche warten? Kann man da was "kaputt" machen, wenn man es nicht 100%ig richtig macht?

Beitrag von cloudine30 04.02.11 - 14:33 Uhr

Jetzt verstehe ich auch was du gemeint hast. Die meisten Mütter stoßen sich daran dass die Kinder dabei so schreien, aber das ist leider normal . Aber wenn du dir unsicher bist machst du sicher nichts kaputt wenn du eine Übung falsch machst, nur das Ziel ist damit natürlich nicht erreicht. Lass dir alles genau zeigen sag deiner Therapeutin nochmal was du nicht verstanden hast. Es ist doch für dein Kind . Turn die Sachen wo du ein gutes Gefühl bei hast und sonst warte den nächsten Termin ab. Du machst das schon . Ihr müsst das beide lernen du und dein Kind und bei Voijta ist die Elternübung wichtiger als die eigentliche Sitzung... Also lass es dir erklären..
lg Cloudine

Beitrag von dani1974 04.02.11 - 14:23 Uhr

Hallo!

Unsere Tochter war wegen einer Hüftreifungsstörung auch in Behandlung. Haben 18 Behandlungen hinter uns gebracht und glaube mir, habe des öfteren mit Tränen in den Augen dagestanden...
Die Pysiotherapeutin macht das bei kleinen Kindern schon seit 30 Jahren. Die wußte genau, was sie tat und das hat mir ein sicheres Gefühl gegeben. Sie hat auch sofort aufgehört, wenn sie merkte, die Kleine wehrt sich zu sehr. Sie hat sich ohnehin oft und sehr stark zur Wehr gesetzt. Sowas hätte sie in ihrer 30jährigen Laufbahn noch nicht erlebt. Waren dort sehr gut aufgehoben und ich bin froh, daß wir so konsequent die Übungen auch zu Hause durchgezogen haben. Der Erfolg sprach für sich!

Alles Gute!

Dani

Beitrag von wolfsshadow 04.02.11 - 14:24 Uhr

Mein Freund zieht die Übungen nun durch. Ich kann Vinc gar nicht halten, er stemmt sich so sehr dagegen, das ist Wahnsinn. Aber hoffentlich bringt es wirklich schnell etwas.

Beitrag von dani1974 04.02.11 - 14:34 Uhr

Ich hatte auch immer ein schlechtes Gewissen. Von wegen, sie hasst mich dafür, daß ich ihr das antue. Die Pysiotherapeutin allerdings meinte, daß das eine sehr intensive Zeit zwischen Mutter und Kind ist. Habe da auf ihre Erfahrungen vertraut.
Hatten Pekip gemacht damals zu der Zeit. Man konnte echt beobachten wie sie von Woche zu Woche den anderen (auch älteren!) Kindern voraus war.

Beitrag von aliwa17 04.02.11 - 14:30 Uhr

meine schwägerin musste das auch mit ihrem kleinen machen.

er hat sichelfüße. es war der reine horror und im nachhinein unnötig, weil es auch anders geht. weniger schmerzhaft, fürs kind und die mutter. und eingipsen wäre effektiver gewesen.

ich würde mir eine zweite meinung einholen und wenn es geht etwas anderes als vojta machen.

alles gute

Beitrag von hasifm 04.02.11 - 15:37 Uhr

hallo,

vielleicht hilft dir ja dieser artikel
http://www.medizin-im-text.de/blog/7277/umstrittenes-vojta-liebe-mamas-habt-mehr-mut/


alles liebe

susi

Beitrag von wolfsshadow 04.02.11 - 21:08 Uhr

Dieser Artikel untermauert nur meine Meinung und Erfahrung vom heutigen Tag: Mein Baby ließ sich nicht mehr auf dem Arm füttern :-(. Die lieben Händer der Mama, haben es so festgehalten und in eine Zwangslage geführt. Das Vertrauen wird total erschüttert ... wir werden diese Therapie lassen. Ich rufe am Montag im SPZ an und möchte eine andere Therapieform und wenn uns dort keine andere geboten werden kann, dann lass ich mir vom Kinderarzt eine Überweisung geben. Wir haben eine Osteopathin an der Hand die unseren Kleinen nach Bobath behandeln würde. Wohl auch anstrengend, aber bei weitem nicht so vertrauenserschütternd. Danke für den Artikel! Er bestätigt nur!

Beitrag von hasifm 05.02.11 - 08:53 Uhr

hallo,

freut mich, wenn ich helfen konnte:)

alles liebe und viel erfolg mit guter besserung für deinen schatz!
susi

Beitrag von sunberl 04.02.11 - 18:03 Uhr

Oh ja, ich kenne die Physiotherapeutin dort. Wir haben das gleiche Problem mit der Lieblingsseite. Unsere Kleine hat die ganze Zeit (45 Minuten) fast nur geschrien. Einmal gehen wir noch hin und dann lassen wir es, da unsere Kleine (4 Monate), seit dem sie etwas mobiler ist, von sich aus auch die andere Seite reger benutzt als vorher...
Die im SPZ mögen sich mit Kindern auskennen, aber meiner MEinung nach nicht mit Babies. Es fehlt sogar ne Wärmelampe in diesen zugigen Räumen. Mein Baby wird voll gestillt und da meint diese Physiotante doch echt, sie soll mal zu Oma und Opa abgegeben werden, es würe ihr gut tun, da sie so auf mich fixiert ist. Hähhhhhhh.....die hat echt nen Knall.
Zumal wir uns da echt fehl am Platze fühlen. Überwiegend sind da Kinder aus sozial fragwürdigen Verhältnissen. Wir sind Akademiker und unser Baby wurde lediglich schnell geboren, wodurch es eine leichte Verspannung hat. Mein Partner ist sogar Arzt und es grault ihn vor den nächsten Termin mit dieser Frau. Noch mal machen wir das nicht mit. Das werde ich meiner Kinderärztin auch sagen.
Also ich kann Dein Problem nachempfinden. Ich glaube die suchen einfach nur ihre Existenzberechtigung.