Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen

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Beitrag von seikon 04.02.11 - 13:19 Uhr

Hallo ihr,

hab grad bei Punkt 12 einen "Beitrag" zum Thema Übergewicht gesehen. Grad Kinder und Jugendliche trifft es ja auch immer häufiger.

Jetzt frage ich mich natürlich, wo bleibt denn da das Jugendamt?

Nehmen wir mal den entgegen gesetzten Fall, dass ein Kind untergewichtig ist, weil es zu wenig isst. Da steht das Jugendamt recht zügig auf der Matte und handelt. Denn wenn es zu wenig Essen von den Eltern gibt, dann ist das ja eindeutig eine Kindeswohlgefährdung.

Aber wieso wird bei Übergewicht/Fettleibigkeit nicht gehandelt?
Es ist ja selten so, dass eine andere Erkrankung für das Übergewicht verantwortlich ist. Meistens ist es ja eine Kombination aus zu wenig Bewegung, dafür dann aber zu viel Essen und vor allem auch das falsche zu Essen.
Kinderärzte schlagen zwar in einigen Fällen Alarm, aber trotzdem wird außer einer Ermahnung bei den Eltern nicht gehandelt.
Ich finde es sollte mindestens eine verpflichtende Ernährungsberatung für die Eltern geben und ein gecoachtes Abnehmprogramm.
Ich finde nämlich vom Elternhaus forciertes Übergewicht viel schlimmer als Untergewicht. Gesundheitliche Spätfolgen, das falsche Essverhalten wird oft dann an die eigenen Kinder weitergegeben und von den psychischen Problemen mal ganz abgesehen.


Wie seht ihr das denn?

Beitrag von hinterwaeldlerin09 04.02.11 - 13:27 Uhr

Wir brauchen bei sowas nicht das Jugendamt.

Und gecoachte Abnehmprogramme, Ernährungsberatung...das gibt es bereits alles. Die Krankenkassen machen da ganz viel. Ich selbst kenne zwei Jugendliche, die zu Abnehmkuren waren, deren Eltern beraten wurden...alles über die Krankenkasse.

Aber bei beiden Jugendlichen waren die Eltern auch recht übergewichtig, haben sich aber nur mit ihren Kindern beschäftigt.

Insofern?

Wir brauchen Erwachsene, die sich vernünftig ernähren und sich bewegen. Wir brauchen Vorbilder.

Die Kinder und Jugendlichen sind der Spiegel, der uns Erwachsenen vorgehalten wird.

Man kann die Kinder nicht GEGEN den Widerstand, die Achtlosigkeit und das Desinteresse ihrer Eltern retten.

Arbeitgeber müssten Bewegungsprogramme auflegen, Krankenkassen müssten die Erwachsenen in die Pflicht nehmen...so wird ein Schuh draus.

lg die hinterwäldlerin

Beitrag von seikon 04.02.11 - 13:37 Uhr

Ja ich weiss, dass die Kassen da schon viele Programme anbieten. Aber wie du schon selber schreibst müssten die Eltern ja den ersten Schritt tun und diese Programme in Anspruch nehmen. Und da sehe ich eben das Problem. Eltern die selber schon übergewichtig sind und das vielleicht gar nicht als Problem ansehen, die geben dieses falsche Verhalten an ihre Kinder weiter.

Ich bin einfach dafür, dass Eltern diese Programme der Kassen verpflichtend in Anspruch nehmen MÜSSEN. Und ansonsten das Jugendamt eben eingreift.

Weisst du, wenn eine magersüchtige Mutter ihren eigenen Kindern pro Tag nur einen Butterkeks gibt, weil sie selber damit auch aus kommt und meint, das wäre genug, da wird das Kind zumindest vorübergehend sofort aus der Familie genommen, wegen akuter Kindeswohlgefährdung. Aber anders rum kommt da höchstens vom Arzt mal ein "ihr Kind müsste da aber schon mal ein paar Kilo abnehmen."

Beitrag von catwoman28 04.02.11 - 13:51 Uhr

hi,

habe da ein ganz gutes Beispiel,erst gestern erlebt.Mutter (geschätzt 150kg) war mit ihrer Mutter und Tochter( schätze mal so 11-12 Jahre alt) einkaufen.Das Kind sah aus ...ehrlich.Also mind.60kg hat sie schon gehabt,habe da ein gutes Augenmaß. DAS ist in meinen Augen genauso Kindesmisshandlung wie wenn man sein Kind körperlich oder psychisch misshandelt.
Wenn die Mutter sich selbst schon so kein bisschen unter Kontrolle hat,dann sorge ich doch wenigstens dafür,das mein Kind nicht auch so Dick wird.Sie müsste doch wissen wie schwer es für sie ist so rumzulaufen....

Ich bin selbst übergewichtig(80kg auf 170cm),habe 4 Kinder,und keins meiner Kinder ist dick. Eher im Gegenteil,mein kleinster war schon immer zu lang und dünn.Bei uns wird sich auch anständig ernährt,bei mir sinds halt die Süßigkeiten (ich hab im letzten halben Jahr 25kg abgenommen! und bin noch dabei die letzten 20 wegzukriegen) aber ich Sorge dafür,das meine Kinder nicht so dick werden.

Wenn ich was fettiges oder süßes essen will,dann mach ich das,wenn meine Kinder im Bett sind. Klar kriegen sie auch mal was süßes, sind ja schließlich Kinder und ich möchte ihnen ja auch keine falschen Essgewohnheiten anerziehen, indem sie auf alles verzichten müssen,aber ständig hier Kekse und dort Kuchen gibts eben nicht.Alles in Maßen!

Mir tun solche Kinder einfach nur leid,denn sie können sich ja nicht dagegen wehren,welches Kind sagt bei Süßkram schon nein,oder sagt mit 5-6 Jahren oder älter,Mama ich will heute nur Salat statt Schnitzel mit Pommes?

Und Kinderärzte sind da meiner Erfahrung nach sowieso keine richtigen Ansprechpartner.Unserer wollte bei der U6 das ich meinem Sohn täglich zum Frühstück lecker Weißbrottoast mit dick Butter und Marmelade ,zum Mittag schön Nudeln mit dicker Soße usw reinwürge... Na danke auch,so kann man sich auch eine falsche Ernährung heranzüchten#kratz

Vielen Kindern hilft auch so ein Kur überhaupt nix,wenn zuhause nicht umgestellt wird,fallen sie doch sofort wieder in alte Verhaltensmuster zurück.Eine ehemalige Klassenkameradin war als Kind auch sehr Dick,fuhr zur Kur,nahm 10kg ab und 4 Wochen später war sie wieder so dick wie eh und je und hat in den letzten Jahren auch immer mehr zugenommen.Bringt in meinen Augen nichts,bei den Kindern anzusetzen sondern nur bei den Eltern. Viele sehen das Problem aber auch gar nicht,da wirds auf schwere Knochen geschoben,oder alle in der Familie sind so#bla nur Ausreden und die Kids leiden,spätestens in der Pubertät!

LG Cat

Beitrag von sassi31 04.02.11 - 14:33 Uhr

Hallo,

wir hatten Nachbarn, als ich noch bei meiner Mutter gewohnt habe, deren Tochter war richtig fett. Das Kind wog mit 3 Jahren 26 Kilo. Die Mutter war genauso fett (sorry, aber dick wäre da das falsche Wort) und fand das schick. Der Vater war zwar schlank, fand dick aber ebenfalls schick.
Und diese Familie stand unter der Aufsicht vom Jugendamt. Da hat sich keiner drum gekümmert, ob das Kind gesund ernährt wird.

Den Spruch mit den "schweren Knochen" kenne ich auch. Das ist mit die häufigste Ausrede, die man zu hören bekommt, wenn jemand übergewicht hat.

Gruß
Sassi

Beitrag von sparrow1967 04.02.11 - 20:11 Uhr

>>als ich noch bei meiner Mutter gewohnt habe, deren Tochter war richtig fett. Das Kind wog mit 3 Jahren 26 Kilo.<<

Weißt du eigentlich, wie abwertend, gemein und erniedrigend sich das liest?
Konnte das 3jährige Kind etwas dafür?

Fett.... kein Wunder das es esssüchtige Jugendliche mit Depressionen gibt. Oft genug hören sie ja solche Aussprüche: guck mal wie FETT! Guck mal die Fette Sau! Guck mal, die Fette da!


Adipös heißt es. Und nicht fett.



sparrow

Beitrag von die_schnute 05.02.11 - 20:04 Uhr

Naja, komm-....adipös heißt fett.
Adipositas (lat. adeps = fett) bzw. Fettleibigkeit, Fettsucht....Man kanns schön ausdrücken, aber im deutschen ist es genau Dasselbe.


Aber ich weiß, was Du meinst.
Fett klingt wie Schwarte und so möchte man ein unschuldiges kleines Kind echt nicht hinstellen, dessen Eltern einfach nur verantwortungsvoll und- sorry- dumm handeln.

LG
schnuti

Beitrag von sparrow1967 05.02.11 - 20:22 Uhr

Richtig- Adipositas heißt Fettsucht. Und können wir Erwachsenen uns nicht etwas "gewählter" ausdrücken? Muss es so niederträchtig sein?
Ich empfinde es zumindest so und ich glaube, es hat auch etwas mit Achtung vor dem anderen zu tun.


sparrow

Beitrag von die_schnute 05.02.11 - 20:53 Uhr

Wenn mein Kidn mich fragen würde, was adipös sei, würd ich ihm das erklären (müssen), zumindest im Sinne von sehr dick.
Es beschönigt halt nur. Sobald das betroffene Kind weiß, was es bedeutet ist es nicht mehr gewählt sondern genauso kränkend.

Klar heißt es dann nicht fette Sau sondern adipöse Sau (übertrieben gesagt) aber es wäre Dasselbe und nicht minder verletztend.

Geschickter wäre es mit seinen Kindern vor der eigenen Türe zu kehren und ihnen erklären, dass man sowas auch selber nicht hören möchte (ebensowenig wie Spargeltarzan) und es auch Ursachen haben kann, warum Menschen besonders dick oder auch dünn sind und das beides ab einem gewissen Maß nicht gut ist.

LG
schnuti

Beitrag von sparrow1967 06.02.11 - 08:05 Uhr

>>Wenn mein Kidn mich fragen würde, was adipös sei, würd ich ihm das erklären (müssen), zumindest im Sinne von sehr dick.
Es beschönigt halt nur. Sobald das betroffene Kind weiß, was es bedeutet ist es nicht mehr gewählt sondern genauso kränkend. <<

Da sind halt die Eltern als Vorbild gefragt. Wenn Eltern sich vernünftig und nicht abschätzend ausdrücken, tun es die KInder meistens auch nicht.
Der Ausdruck Adipös beschönigt nicht, sondern es ist ein Fachausdruck.

lg
sparrow

Beitrag von sassi31 06.02.11 - 15:22 Uhr

Ich hab das Wort bewußt benutzt, damit ihr das richtige Bild von der Situation bekommt. Das ist aber nicht gleichbedeutend damit, dass ich es übergewichtigen Menschen an den Kopf werfen würde.

Beitrag von sassi31 06.02.11 - 15:20 Uhr

Ja, das weiß ich und ich hab das ganz bewußt so geschrieben, damit ihr hier die richtige Vorstellung habt.

Natürlich weiß ich, dass das Kind dafür nichts konnte (sie ist heute übrigens normalgewichtig). Aber es ging ja auch darum, dass es fast immer von den Eltern ausgeht, wenn Kinder Übergewicht haben und ob das Jugendamt sich dann zuständig fühlt.

Ob ich hier in einer Beschreibung das Wort "fett" verwende oder mich über dicke Menschen gezielt lustig mache (so wie du es beschreibst), sind zwei ganz unterschiedliche Dinge. Ich bin zwar sehr direkt, besitze aber durchaus genug Fingerspitzengefühl, um andere Menschen nicht mit solchen Worten zu verletzen.

Ich bin übrigens untergewichtig. Hast du eine Vorstellung wie oft man sich Dinge anhören darf wie "magersüchtig", "Hungerhaken" usw.? Diese Aussagen benutzen bevorzugt "adipöse" Menschen. Findest du das besser?

Beitrag von sparrow1967 06.02.11 - 17:55 Uhr

Nein- natürlich finde ich das nicht besser.
Besser wäre, wenn beide Seiten sich ansehen würden und sagen würden: hier läuft was schief- laß uns dran arbeiten ;-)

Ich denke aber nicht, dass das Jugendamt sich dafür zuständig fühlen müsste. Adipositas im Kindesalter - wir gehen jetzt mal von ÜBERernährung aus, ärztlich muss nachgewiesen sein, dass keine genetische Störung oder eine krankhafte URsache vorliegt, sollte vom Kinderarzt unter Kontrolle gehalten werden. Dazu wären aber Weiterbildungen der Kinderärzte nötig um gezielt handeln zu können.
Sollte sich das JA einschalten, sind Mitarbeiter gefragt, die sich ebenso auf dem Gebiet der Ernährung weitergebildet haben.

sparrow

Beitrag von sassi31 06.02.11 - 21:07 Uhr

Der Punkt dabei ist ja, dass unsere Nachbarn unter der ständigen Kontrolle des Jugendamtes standen und das Kind sogar einige Zeit im Heim gelebt hat. Hätten die dann nicht dafür Sorge tragen müssen, dass das Kind Gewicht verliert, wenn die Eltern damit so offensichtlich überfordert waren?

Gruß
Sassi

Beitrag von sparrow1967 07.02.11 - 10:43 Uhr

>>und das Kind sogar einige Zeit im Heim gelebt hat. Hätten die dann nicht dafür Sorge tragen müssen, dass das Kind Gewicht verliert, wenn die Eltern damit so offensichtlich überfordert waren? <<


Ja- ganz klar hätte sich das Heim/Jugendamt dann darum kümmern müssen.
Wenn ein Kind in andere Obhut gegeben/genommen wird, sind diese Leute auch für ads Kind verantwortlich. Aber denen ist das vielleicht zuviel Aufwand?!


sparrow

Beitrag von sassi31 08.02.11 - 05:47 Uhr

Schlimm genug, wenn es für die zuviel Aufwand ist. Das Kind tat mir immer so leid, weil sie so eingeschränkt war durch das Körpergewicht.

Gruß
Sassi

Beitrag von carrie23 05.02.11 - 10:30 Uhr

Das ist richtig was du schreibst.
Ich hab da auch oft so Kinder gesehen die bei der Kur waren aber den Eltern wurde das nicht näher gebracht.
Das erste was das Kind bekam als die Mutter es von der Kur abholte war wieder schön zuckriger Eistee.
Bei uns gibts auch ab und an Süßigkeiten, aber in Maßen nicht in Massen da ich selber ein sehr dickes Kind war weiß ich nämlich wie grausam kinder sein können und das will ich meinen nicht antun.

Beitrag von ida-calotta 04.02.11 - 13:55 Uhr

Hallo!

Abnehmprogramme für Kinder und Jugendliche gibt es zuhauf. Das Problem sind aber meist die Eltern. Was nützt es einem 10-jährigem Kind zu lernen sich gesund zu ernähren wenn die Eltern nicht mitziehen und ebenfalls geschult werden.
Es gibt Programme von Krankenkassen welche die Eltern erstmal bezahlen müssen und wenn sich ein Erfolg und vor allem auch eine regelmäßige Teilnahme der Eltern zeigt werden die Kosten erstattet. LEider machen zu wenig Eltern bei sowas mit.

Letztlich grenzt es an Kindesmisshandlung wenn ein Kleinkind schon an Übergewicht leidet.

Ich habe viele Jahre beim Kinderarzt gearbeitet und Übergewicht bei Kindern hat drastisch zugenommen. Bei uns sollten die Kids ein Ernährungstagebuch führen, mit diesem kamen sie dann 14-21 Tage später in die Praxis un der Doc hat an erster Stelle mit den Kindern und dann mit den Eltern besprochen was gut bzw. schlecht ist. Vor allem Säfte und gesüsste Getränke machen einen Hauptteil der Kalorienzufuhr (unnütze) aus. Leider ist es so das viele Eltern kein einsehen haben. Da kommen dann so Sachen wie: Ja, aber ist doch nur Apfelsaftschorle (nicht 1 Glas/Tag nein 10 stehen dann im Protokoll). Und da war ja Kindergeburtstag, und am nächsten Tag haben wir gegrillt usw. Ich erinnere mich an einen Jungen der gerne Fußball spielen wollte, gerne im VErein usw. Da komm dann von der Mutter: OMG, dann müssen wir die Wochenenden auf dem Fußballplatz verbringen und wir haben ja noch anderes zu tun.
Leider liegt es immer wieder an den Eltern. Viele Kinder sind Abnehmwillig, da sie ja auch unglücklich mit ihrem Aussehen sind.

LG Ida

Beitrag von seikon 04.02.11 - 14:24 Uhr

Ja, ich denke auch, dass es eher die Eltern sind, die das Problem sind. Deswegen müsste man diese Eltern meiner Meinung dazu zwingen, dass sie ihrem Kind zuliebe die Ernährung umstellen.

Beitrag von sparrow1967 04.02.11 - 20:13 Uhr

>>Abnehmprogramme für Kinder und Jugendliche gibt es zuhauf. <<

Ja- nur leider keine guten!

6 Wochen Kur- mit 800-1000Kcal. Und- was bringts?

Jojo läßt grüßen.

Beitrag von klimperklumperelfe 04.02.11 - 14:59 Uhr

Jugendamt hier, Jugendamt dort...ich denke die greifen bei Übergewicht im Kindesalter nicht ein, weil man nie weiß, ob es sich nicht noch "verwächst". Mein Sohn kam schon zu schwer auf die Welt und ist es noch heute für sein Alter. Wenn es danach ginge, müsste das JA immer bei uns auf der Matte stehen. Über- und Untergewicht sind meines Erachtens auch relativ. Ich kenne ne Menge Mädels, die schon im Kleinkindalter sehr dünn sind, aber das liegt einfach an den Genen. Meist sind die Muttis auch sehr dünn. Da stand aber noch nie das JA auf der Matte so wie du es sagst.

Ich finde, bevor man da eingreift sollte man lieber rauchende Eltern (also solche, die zuhause qualmen) erziehen. Oder denen die Finger abhacken, damit sie die Kippe nicht mehr halten und anzünden können:-p

Beitrag von schneefrau28 04.02.11 - 19:46 Uhr

Da gebe ich dir recht. Wenn Eltern vor ihren Kinder rauchen grenzt es für mich schon an missbrauch.

Beitrag von pcp 04.02.11 - 15:58 Uhr

Wie soll das alles bewältigt werden?

Funktioniert denn das Jugendwohlfahrtssystem in Deutschland so gut?

Soviel ich weiß sterben doch immer mal wieder Kinder durch Unterernährung und Mißhandlung, unter anderem eben WEIL das Jugendamt überfordert ist...

lg

Beitrag von ippilala 04.02.11 - 16:34 Uhr

Wenn bei dicken Kindern das Jugendamt eingreifen sollte, dann müsste es auch ständig Kinder aus Raucherhaushalten entfernen, Kinder, die in verschimmelten Wohnungen leben, aus denen die Eltern nicht sofort ausziehen oder Kinder, die nach dem Zähneputzen noch Apfelsaft bekommen und sich ihr Kraies ausbreitet. Nicht zu vergessen die Kinder, die Kaugummi kauen und so krebserregendes Aspartam aufnehmen oder Kinder, die Stifte mit giftigem Weichmachern im Haltegummie benutzen usw. Bis dann irgendwann alle Kinder nicht mehr bei den Eltern wohnen, sonden im Heim.

Oh und denke an die Schwangeren, die mit ihrem Essverhalten unglaublich stark das spätere Essverhalten ihrer Kinder beeinflussen. Die müsste man am besten per Zwang ernähren, damit sie bloß keinen Burger essen.


Tatsache ist, dass jeder seine Kinder gefährdet. Der eine mehr und der andere weniger. Solange es nicht so schlimm ist, dass das Leben akut gefährdet ist, wird das JA nunmal nicht eingreifen und das ist auch gut so.

Bei einem Kind, welches täglich nur einen Butterkeks isst, ist das Leben akut gefährdet. Bei einem dicken Kind ist das im Normallfall nicht so.

Bei denen reicht es dann, wenn der Arzt mal darauf hinweist, dass es Hilfe gibt, damit Junior nicht auch so fett wie Mutti wird.



Beitrag von sparrow1967 04.02.11 - 16:58 Uhr

Wie ich das sehe?

Als erstes mal, dass du nicht alle "Dicken " und deren Eltern über einen Kamm scherst :-[

Es gibt sehr wohl Eltern, die sich schon Jahrelang die Füße wund laufen, auf der Suche nach Hilfe fürs Kind. Kind hat massives Übergewicht seit kurz nach der Geburt-schon da begann die Rennerei und die von der Mutter erbettelten Untersuchungen. Vermutlich ein genetischer Defekt liegt vor. Irgendwann wurde aus dem "dicken Kind" mit vermutlich genetischem Defekt ein essüchtiges Kind und Jugendlicher. Jahrelange Bettelei bei der Krankenkasse um Bewilligung einer Kur....die lächerlich war. 2 Jahre später bettelei für eine Reha...die ebenfalls lächerlich war.... ESSSUCHT wird nicht ernst genommen. Wäre die Jugendliche Magersüchtig hätte sie schon einen Therapieplatz- als Essüchtige heißt esnur: ISS weniger!!!

Soll ich noch mehr erzählen? :-(

sparrow

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