Herz oder Verstand?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Entscheidung! 04.02.11 - 13:23 Uhr

Für was würdet ihr euch eher entscheiden wenn in eurer Beziehung einiges schief läuft aufgrund einiger Differenzen die der Partner nicht ablegen kann/will, ihr ihn aber trotzdem noch liebt und Kinder im Spiel sind?

Beitrag von merline 04.02.11 - 13:25 Uhr

Hätte ich Kinder, würde ich abwägen, was für diese am besten ist.

Da ich keine habe, würde ich das tun, was für MICH am besten ist.


LG

Beitrag von sissy1981 04.02.11 - 13:33 Uhr

Das kann man doch nicht pauschalisieren.

Es gibt "Differenzen" mit denen kann man leben - man muss, kann und darf niemanden ändern und innerhalb einer Partnerschaft muss man auch mit Kompromissen leben und umgehen können.

Es gibt aber auch "Differenzen" die eine Beziehung so tief spalten, dass es hat nicht mehr geht.

Woran es liegt müssen Kopf und Herz gemeinsam entscheiden.

Liebe kittet eine marode Beziehung nicht, im Gegenteil Emotionen schlagen auch schnell mal ins Gegenteil um, das sollte man allein schon aus Repsekt voreinander verhindern. Genauso sollten Kinder nur innerhalb einer gesunden Beziehung groß werden, denn letztendlich lernen sie von unserem Vorbild.

Beitrag von anyca 04.02.11 - 13:40 Uhr

Ich würde auch sagen, kommt auf die Differenzen an ... wenn er "nur" nervig mit den Fingern trommelt, seine Socken rumliegen läßt und etwas zu oft Fußball schaut, behalt ihn. Wenn er säuft, schlägt, fremdgeht und das Windelgeld verspielt, schmeiß ihn raus.

Beitrag von Entscheidung! 04.02.11 - 13:49 Uhr

Das Problem ist, das er eine Spielsucht hat/hatte und kifft.

Es geht mal zwei Monate gut und wenn ich anfange ihm zu vertrauen, kommt wieder eine Lüge und alles ist wieder dahin. (Meistens hat es mit Geld zu tun, was wir verlieren und nie mal im Plus sind, weil er immer zu gierig ist) Mal hat es mit dem einen und dann nochmal mit dem anderen zu tun. Das zieht sich alles schon seit Jahrzenten so hin und ich habe ihm immer wieder verziehen. Jetzt bin ich in einer Zwickmühle, da ich weiß wie mein Kind bei der letzten Trennung reagiert hat und Angst habe das ich meinem Kind damit schade. Ausserdem liebe ich ihn immer noch, weil er ansonsten ein sehr guter Mensch, Partner und Vater ist. Blos weiss ich nicht ob ich diese Lügen und dieses Hintergehen noch länger durchhalte.

Beitrag von sissy1981 04.02.11 - 14:01 Uhr

Nein da wäre ich weg - das hat auf Dauer keinen Bestand und würde meinen Kindern mehr Schaden als eine Trennung von einem suchtkranken Menschen der es nicht schafft davon loszukommen.

Beitrag von anyca 04.02.11 - 14:02 Uhr

Das wäre für mich ein Trennungsgrund - offensichtlich reicht Liebe ja nicht hin, dieses Problem zu überwinden.

Dann soll er eben ein guter Wochenendpapa sein, aber das Kind muß in geordneten Verhältnissen aufwachsen, ohne Spielschulden und ohne Drogen.

Ist es drei, vier, fünf JAHRE gutgegangen (und nicht nur wenige Wochen), könnt ihr immer noch einen Neuanfang überlegen ...

Beitrag von Entscheidung! 04.02.11 - 14:05 Uhr

Danke für euere Meinungen. Es ist wahrscheinlich die beste Lösung die Sache zu beenden.

Beitrag von anyca 04.02.11 - 14:09 Uhr

Alles Gute!#klee

Beitrag von anke78 04.02.11 - 14:37 Uhr

Ich wünsch dir auch von Herzen alles Gute!

Ich hab mich vor fast einem Jahr von meinem spielsüchtigen Ehemann getrennt. Leicht war es / ist es nicht, dass ist eine Trennung nie, denke ich.

Für mich war es der einzig richtige Weg und es war ein langer, für mich schmerzhafter Weg mit viel Auf und Ab, bis ich diese Entscheidung treffen und auch durchziehen konnte.

Heute habe ich, sagen wir mal, mein Seelenheil gefunden, auch wenn natürlich manchmal noch was "hochkocht" und ich hier poste, teils um drüber weg zu kommen, teils um zu erfahren, ob es hier Leute gibt, die in ähnlichen Situationen waren und wie die damit umgegangen sind.

Ich bin jetzt glücklich und ich denke, das war / ist dann auch die Basis für meine neue, sehr glückliche Beziehung zu einem wunderbaren Mann.

Vielleicht magste dir meine Geschichte mal durchlesen oder auch hier posten oder mir über PN schreiben.
http://www.forum-gluecksspielsucht.de/forum/index.php/topic,756.0.html

Alles Gute,

Anke #blume

Beitrag von pcp 04.02.11 - 15:59 Uhr

Ja, nach 10 (!) Jahren würde ich sagen er hatte seine Chance(n). #schock

Alles Gute!

Beitrag von pcp 04.02.11 - 14:51 Uhr

Nachdem Du hier nicht preisgibst worum es geht wird Dir niemand helfen können. Das ist keine Entweder-Oder-Entscheidung.

Grundsätzlich: wenn Kinder im Spiel sind sollte man den Verstand walten lassen. Es ist falsch "wegen der Kinder" an einer kaputten Beziehungen festzuhalten. Davon haben die Kinder auch nichts, im Gegenteil.

Und das hat weder mit Herz, noch mit Verstand zu tun. Das ist meistens doch nicht mehr als Abhängigkeit, Bequemlichkeit, Schwäche.

Beitrag von anyca 04.02.11 - 15:46 Uhr

Lies mal den ganzen Thread, sie hat es ja preisgegeben.