Erfahrungsbericht zu Euren Kann-Kindern, gerne auch schon aelter

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Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von sanfi76 04.02.11 - 13:38 Uhr

Hallo,
ich würde mal gerne Eure Erfahrungen mit Euren Kann-Kindern hören. Aus welchem Grund habt ihr vorzeitig einschulen lassen? Wie lief die Grundschulzeit und was mich insbesondere interessiert, wie war es für eure Kinder als eines der Jüngeren auf der weiterführenden Schule zu sein? Gab es Nachteile durch das junge Alter im Vergleich zu den Klassenkameraden?

Mein Sohn ist 2012 ein Kann-Kind, hat 4 Wochen nach dem Stichtag Geburtstag. Lassen wir ihn regulaer einschulen, ist er demnach fast 7, geht er naechstes Jahr mit, ist er mit noch nicht ganz 6 Jahren einer aus dem jüngeren Viertel der Schüler. Und dann noch G8, das hieße für Ihn Abi mit 17.

Mein Mann tendiert zum regulaeren Einschulen um unseren Sohn noch "reifen" zu lassen. Er selbst war damals eines der jüngsten "Muss-Kinder" und kam vom Denken her gut in der Schule mit, empfindet es im Nachhinein aber so, dass seine Sozialkompetenz hinter der, der aeltern Schüler zurücklag. Ich bin unschlüssig, dachte bisher aber eher ans vorzeitigen Einschulen. Aus Angst die Wissbegier und Lernfreude meines Sohnes quasi auszubremsen mit einem weiteren (4. ) Kindergartenjahr.

Würde mich über Eure Erfahrungen freuen!

LG Sandra




Beitrag von celia791 04.02.11 - 14:25 Uhr

Hallo,

ich selber bin immer 1 Jahr jünger als meine Klassenkameraden gewesen. War immer die Kleinste, war noch naiver als die anderen, habe noch mit Barbies gespielt, als die anderen sich für Jungs interessierten. Ich habe zwar dazugehört, habe es aber immer als sehr anstrengend empfunden, "mitzuhalten". Ich war ja noch gar nicht soweit und musste immer so "tun" als ob. Vom Schulstoff her war es kein Problem, aber ich glaube, wenn ich den anderen Stress nicht gehabt hätte, wäre noch besser gelaufen.
Meine Grosse ist im Dezember 6 geworden und sie geht dieses Jahr regulär mit, dann ist sie 6 3/4. Jetzt weiss ich auch was es bedeutet hat, wenn die anderen Mütter im letzten Jahr davon sprachen, dass die Kinder in dem Halbjahr vor der Einschulung doch sehr reifen würden. Der Unterschied zwischen meiner Tochter und den Kindern, die dieses Jahr im Juli/August erst 6 werden ist sehr gross.
Im letzten KIGA-Jahr sind sie ja dann auch Vorschüler und haben ein anderes Programm, als die Kleineren.

Lg Celia.

Beitrag von sanfi76 04.02.11 - 14:37 Uhr

Danke für deine Antwort!
Genau diese Vorschulgruppe ist auch einer der Gründe warum ich mich jetzt schon mit dem Thema Einschulung auseinandersetze.

Ich muss naemlich spaetestens im Sommer nach den Ferien entscheiden ob er in die Vorschulgruppe kommt (wenn er Kann-Kind wird) oder halt noch nicht.

Beitrag von tagpfauenauge 04.02.11 - 14:45 Uhr

Hi,

gerade bei einem Jungen würde ich es nicht machen.
Ich habe damals auch mit dem Gedanken gespielt, naja eigentlich stand mein Entschuss schon fest, aber ich habe mich umentschieden und meinen Jungen "normal" einschulen lassen.

Grund:
1. Immer der Jüngste, also wohl auch andere Interessen, Bücher, Musik, Filme, abends aufbleiben dürfen, Taschengeldhöhe...

-> Aussenseiter

2. Lehrer mögen keine Kindergartenkinder, die von übereifrigen Eltern in die Schule gesteckt werden. Dass dann Rücksicht genommen wird auf den Kleinen, kannst du vergessen. Im Gegenteil! Wenn das Kind hinterherhinkt, wird stram weitergemacht - "Immer diese Kann-Kinder, was soll man da auch erwarten".

Wie gesagt, ich bin froh, dass ich es nicht gemacht habe. Gerade im Hinblick auf die Entwicklung der sozialen Kompetenz. Fällt meinem Jungen sehr schwer - und wenn ich dran denke, es wäre die ganze Zeit noch ein Jahr jünger gewesen - oh mein GOTT!

Sein Kindergartenfreund wurde frühzeitig eingeschult. Um sich zu beweisen, hat er dann immer geschlagen. Wüsste sich nicht anders zu helfen (soziale Kompetenz).

Auch habe ich schon von einem Mädchen gehört, welchen in der ersten und zweiten Klasse noch gut mitkam, dann in der 3. sich völlig in sich gekehrt hat. Grund war, dass sie die Spiele, die sie spielte und auch die anderen Interessen meilenweit von denen der Klassenkameraden unterschied. Also machte sie "einen auf" Insiedlerkrebs.

Wissensdurst kannst du auch zu Hause fördern.

Aber, es ist ja eure Entscheidung.

vg

Beitrag von sarahg0709 05.02.11 - 16:03 Uhr

Hallo,

ich glaube, das mit der vorzeitigen Einschulung sieht wohl jeder anders.

1. Mein Sohn war in der Klasse nicht der Jüngste, es gab noch ein Kind, das 1 Monat später geboren war als er. Außenseiter?? Wegen des Taschengelds (wobei mein Sohn gar keines bekommt, er muss es sich verdienen)? Und was soll 1/2 Jahr für einen Unterschied bei den Interessen machen?

2. Kann-Kinder hinken doch nicht automatisch hinterher. Mein Sohn war einer der besten in seiner Klasse in der Grundschule (zusammen mit 2 anderen Kann-Kindern), hatte auch nie Probleme was Schreiben, Lesen oder Rechnen betraf. Außerdem wird mit Kann-Kindern ein Test gemacht. Besteht das Kann-Kind diesen Test nicht können "übereifrige" Eltern das Kind gar nicht einschulen (zumindest ist das in Bayern so).


Wenn ich mir vorstelle, ich hätte meinen Sohn mit 7 Jahren eingeschult und er wäre noch 1 Jahr in den Kindergarten gegangen. Er wäre versauert und hätte wahrscheinlich deutlich schlechter gelernt, mit Kindern, die 1-2 Jahre jünger gewesen wären als er.

So wird er mit 17 Abitur machen und studieren.

Wobei ich froh war, dass der Stichtag im Jahr der Einschulung meiner Tochter so weit nach hinten gerückt war, dass sie ein Muss-Kind war, obwohl sie auch im September geboren ist.


Liebe Grüße

Sarah



Beitrag von meringue 04.02.11 - 14:59 Uhr

Hi,
mein Sohn war auch noch 5 bei der Einchulung. Ich wollte ihn noch nicht einschulen, war aber hier in NRW gezwungen.

Jetzt ist er im 2. und ich bin nicht sicher, was richtiger gewesen wäre. Fakt ist, er hat sich enorm entwickelt und ist einer der Klassenbesten. Andererseits fehlt ihm Frustationstoleranz, die Fähigkeit zur Selbstreflexion, Organisationsvermögen usw.

Er pendelt ständig zwischen besten Leistungen und Gar-nicht-mitkommen.

Er bräuchte einen Lehrer, der ihn "da abholt, wo er gerade steht", wie es das Schulgesetz von NRW verspricht- hat er aber leider nicht...
Und so ist er manchmal ganz schön überfordert mit dem Schulalltag. Nach allem, was man so hört, kann es dann im 3. Schuljahr wirklich schief gehen. Ich versuche, ihn auf eine evt. Wiederholung vorzubereiten.

Alles Gute!

Beitrag von heike74 04.02.11 - 15:45 Uhr

Meine Große ist 1 Tag vor Stichtag geboren und damit ziemlich genau 1 Jahr jünger als ihre älteste Mitschülerin. Ist auch die Jüngste und Kleinste in der Klasse. Sie ist gut integriert in der Klasse, hat viele Freunde und ist eine gute Schülerin (3. Klasse). Ihre Klassenlehrerin war ob des doch klein gewachsenen Kindes erst kritisch, sagte mir dann aber zum ersten Elternabend, dass es gut war, dass ich sie eingeschult habe. Sie sei sehr froh darüber, meine Große in ihrer Klasse zu haben, es sei genau die richtige Entscheidung gewesen.

Meine Kleine hat 1 Woche nach dem Stichtag Geburtstag und wurde letztes Jahr als Kann-Kind mit 6 Jahren eingeschult. Sie ist zwar die Jüngste, nicht ganz die Kleinste, aber fast, hat dadurch aber keine Nachteile, da sie durch ihre ältere Schwester den Umgang mit etwas älteren Kindern gewohnt ist. Sie hat ihre Freunde, ist eine richtig gute Schülerin und geht sehr gern zur Schule - so wie die Große übrigens auch.
Sie noch länger mit Vorschulaufgaben zu beschäftigen hätte bedeutet, sie willentlich am Lernen zu hindern.

Für uns war es richtig so. Es kommt aber immer auf das einzelne Kind an.

LG Heike

Beitrag von borughtbackm 04.02.11 - 15:58 Uhr

Hallo, ich wurde selbst mit 5 eingeschult, wurde dann 4 Wochen nach Schulbeginn 6.

Es war eine riesen Prozedur bei uns damals (Unmengen an Tests usw)
Ein Nachteil war vlt, dass andere schon auf Mädchen gemacht haben sich geschminkt usw, ich aber nicht - wurde dadurch ausgeschlossen = Ausseinseiter. ;-)

Aber ich bereue es nicht und meine Eltern natürlich auch nicht ^^
War nie weiter tragisch.

Achja der Grund: ich wollte ohne meiner besten Freundin nicht im Kindergarten bleiben.


#winke

Beitrag von 3wichtel 04.02.11 - 15:59 Uhr

Ich war selber ein Kann-Kind und habe mich bei meinen eigenen Söhnen gegen die frühe Einschulung entschieden.

Ich kam als Kind zwar immer gut im Stoff mit, habe mich aber immer "unwohl" gefühlt.
Ich war unreifer, naiver, kleiner.
Als ich in die 7. Klasse kam, wurde es ganz schlimm: Ich hatte noch meine Barbie-Ponys, die anderen Mädchen haben über Klamotten, Musik und Jungs geredet.
Ich habe mich wirklich schrecklich gefühlt!

Auf eigenen Wunsch hin habe ich dann die Schule gewechselt und in der neuen Schule die 7. Klasse wiederholt.
Endlich war mal ICH eine der Älteren :-)
Ich habe dann nach insgesamt 14 Schuljahren Abi gemacht (G9). War damals also 19.

Meinen Söhnen wollte ich das aktiv ersparen und die beiden Großen (der Jüngste ist erst 3, das Thema hat uns also bei ihm noch nicht gepackt :-) )sind mit jeweils knapp 7 eingeschult worden.
Beide haben tatsächlich 4 ganze Kindergartenjahre hinter sich. Und beide sagen heute, dass ihnen das letzte Kindergartenjahr am Besten gefallen hat.
Liegt vielleicht auch daran, dass wir einen kleinen Dorfkindergarten mit ganz tollen Erzieherinnen haben.

Beitrag von graupapagei4 04.02.11 - 16:11 Uhr

Wir sind überzeugte Wiederholungstäter und lassen auch das 4.Kind früheinschulen.

Der Älteste ist mittlerweile in der 7.Klasse Gym, Probleme mit dem Alter gab es noch nie, auch wenn er sogar 2 Jahre jünger ist (ist auch noch gesprungen).

Beitrag von luka22 04.02.11 - 19:39 Uhr

Ich habe ein SEptembermusskind in der 1. Klasse und würde sie mit meinem heutigen Wissen sicher noch ein Jahr im Kindergarten lassen. Sie ist groß und reif, fällt dadurch gar nicht unter den anderen auf. Sie ist aber auch gleichzeitig schüchtern und zurückhaltend. Der Stoff bereitet ihr keine Probleme, aber der Schulalltag. Sich durchsetzen, seine Meinung äußer, Selbstbwusstsein. Das fehlt ihr.
Ich denke den größeren Fehler kann man auf jeden Fall mit einer verfrühten Einschulung machen. Ältere Kindergartenkinder langweilen sich vielleicht ein wenig, das kann man jedoch eher auffangen als ein überfordertes Schulkind.

Grüße
Luka

Beitrag von doreen1975 06.02.11 - 10:36 Uhr

Genau das konnte / musste ich bei unserer Tochter erfahren, die mir 5 Jahren und 11 Monaten eingeschult wurde. Vom Stoff her kommt sie mit, aber der Schulalltag ist hart für sie. Ich würde mich nicht mehr so entscheiden.

Beitrag von luka22 06.02.11 - 11:37 Uhr

Habt ihr über Konsequenzen nachgedacht? Wobei da liegt ja der Hund begraben! Wie soll man ein Kind freiwillig wiederholen lassen, das keine Probleme mit dem Stoff hat?
Ich werde es auf jeden FAll weiter beobachten und wenn es nicht besser wird, vielleicht die 2. wiederholen lassen. Sie wäre dann wieder bei ihren alten Freunden aus dem Kindergarten. Das steht aber noch in den Sternen, wer weiß, was in 1,5 Jahren ist? ...echt doof das Ganze :-(...vor allem verfolgt es einen unter Umständen das ganze Schülerleben.

Grüße
Luka

Beitrag von doreen1975 06.02.11 - 14:00 Uhr

Genau!
Erst mal gibt es bezüglich des Zeugnisses Klärungsbedarf. Die Kreuze im Zeugnis ziehen sich durch alle Kategorien ( "Das machst du sehr gut", "Das gelingt dir" und "Hier musst du dich nicht entwickeln" ), in Mathe scheint sie ein ziemliches Ass zu sein, Deutsch durchwachsen, am kritischsten sieht es wohl bei den sozialen Kompetenzen aus (du arbeitest mit anderen, du bringst dich mit ein, knüpfst Kontakte, sagst deine Meinung etc.). Habe auch keine Ahnung, was dieses "da musst du dich entwickeln" heißt, daher werde ich die Lehrerin um ein Gespräch bitten.
Und ja, wenn ich die Kleine sehe und vergleiche (ja, ich tu`s), kommen mir die anderen einfach weiter vor. Das selbstbewusste Auftreten z.B. Irgendwie scheint sich Hannah echt zu mühen, aber findet keinen rechten Anschluss. Sie ist nun der Lillifee-Benjamin-Blümchen-Welt langsam entwachsen, aber einfach noch nicht so wie die anderen, die mit MP3-Player im Ohr textsicher Justin Bieber mitsingen können, die Köpfe zusammenstecken und von Jungs schwärmen....

Beitrag von luka22 06.02.11 - 14:46 Uhr

Meine Kleine hat auch häufiger geweint, wenn sie andere geärgert haben. Dann wurde sie als "Heulsuse" bezeichnet. Das hat sich jetzt gelegt. Ich habe mich auch immer damit getröstet, dass es einige August/ Septemberkinder in der Klasse gibt. Aber es gibt auch einige, die ein ganzes Jahr älter sind, die kurz nach dem Stichtag geboren oder zurückgestellt wurden. Das Gespräch mit der Lehrerin hat mir gezeigt, dass man den Maßstab an den Älteren ansetzt. An ihr Lerntempo. Die Lehrerin meinte dann, dass ein deutlicher Unterschied zu den Kleinen zu sehen ist, die unkonzentrierter und unorganisierter seien. Ich habe das nicht ganz verstanden, denn die Kleinen sollten eigentlich der Maßstab sein! Die Schule ist für 6jährige und nicht für 7jährige!
Den Septemberstichtag finde ich einfach unglücklich. Ich denke Ende Juni ist angemessen! Dann wäre bei uns die Hälfte der Klasse noch im Kindi!
Ich werde mir überlegen, ob ich sie die 2. wiederholen lassen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass Mathe nicht ihr stärkstes Fach sein wird. Auch einfach Aufgaben, wie 2+2 oder sogar 5+1 muss sie mit den Fingern nachrechnen. DAs fällt bis jetzt noch nicht so auf, da sie erst im 10er Bereich rechnen und sie schlussendlich immer auf das richtige Ergebnis kommt. Deutsch klappt prima, aber ihre Schrift ist noch alles andere als flüssig.

Grüße
Luka

Beitrag von doreen1975 06.02.11 - 14:02 Uhr

Ach ja, zu deiner Frage: Sie kommt mit, ist aber eben auch keine Riesenleuchte. Wenn der Stoff anzieht und ich merke, dass sich Schwierigkeiten entwickeln, lasse ich sie wiederholen. Besser als ewig herumgequält.
Und noch etwas: Hannah sitzt fast ausschließlich bei Erstklässlern. Das sollte auch zum Nachdenken anregen.

Beitrag von dk-mel 05.02.11 - 09:12 Uhr

meine tochter ist auch als kannkind eingeschult worden, entgegen den meinungen des schulamts und der erzieher. und es war gut so. sie ist total aufgegangen in der ersten klasse. endlich gab es aufgaben, forderungen und anerkennung. sie hatte sich im kiga gelangweilt, dort gab es fast nur freies spiel und keine programme etc.

inzwischen ist sie vierte klasse und eine der besten. sie hat gleichaltrige, aber auch ältere freunde und die interessen sind von kind zu kind eh so unterschiedlich, dass man nicht sagen kann, ob sie mit ihren interessen "hinterherhinkt"...

ich würde es immer wieder so machen.

zu meiner eigenen geschichte: ich war immer die älteste, grundschule flog mir alles zu, weil ich nicht ganz blöd bin, aber auf dem gym war es dann schwer, weil ich nie gelernt habe, wie man lernt. das wollte ich meiner tochter ersparen. lieber ein jahr dazwischen länger machen als das kind sich im kiga langweilen lassen, so seh ich das.

Beitrag von sanfi76 05.02.11 - 11:44 Uhr

Danke für Eure Antworten.
Die vielzahl der Unterschiedlichen Ansichten und Erfahrungen zeigt schon, wie schwierig die Entscheidung sein wird und wie unterschiedlich es laufen kann mit den Kann-Kindern.

LG Sandra

Beitrag von juki 05.02.11 - 11:48 Uhr

Huhu

Kim kam 2009 nach langem Kampf mit 5 Jahren und 3 Monaten zur Schule...
Wir sind sehr zufrieden mit dieser Entscheidung, sie ist eine der Klassenbesten und ein Leistungsträger(laut Lehrerin)....
sozial ist sie super integriert(ihre Freunde waren schon immer älter)und in den Sozialkompetenzen teilweise besser entwicklet als ältere Mitschüler...
Von der Größe geht es auch....entweder ist sie groß für ihr Alter oder anderen klein....denn auch wenn sie teilweise fast 2 Jahre jünger ist, ist dennoch nicht die Kleinste in der Klasse....

LG

Beitrag von sarahg0709 05.02.11 - 15:52 Uhr

Hallo Sandra,

mein Kann-Kind ist 2000 eingeschult worden. Geboren im September und Stichtag war zu diesem Zeitpunkt 30. Juni (Bayern).

Die Grundschule war kein Problem für ihn. Er geht jetzt in die 11. Klasse (G8) und wird im nächsten Jahr Abitur machen.

Meine Tochter (ebenfalls September-Kind) wäre vor 2 Jahren auch ein Kann-Kind gewesen, wenn in Bayern nicht der Stichtag auf 30.11. verlegt worden wäre. Sie ist normal eingeschult worden, wobei ich auch bei ihr versucht hätte sie vorzeitig einzuschulen.


Liebe Grüße

Sarah

Beitrag von donaldine1 06.02.11 - 10:01 Uhr

Hallo,
ich kann nur aus eigener Erfahrung berichten.
Ich bin damals normal eingeshchult wordem. Aber ich war kurz vor dem Stichtag geboren, daher mit einer der jüngsten in der Klasse.
Ich persönlich habe es als negativ empfunden. Da ich zusätzlich, was man eben vorher nie genau weiß, eher jemand war, der ein "Spätentwickler" war, war ich oft sehr kindlich vielen anderen gegenüber. Es gab zwar immer ein oder zwei, die ähnlich waren wie ich, aber trotzdem.... Ich fand es schrecklich.
Ich weiß z.B. noch, wie es war, als ich meine Tage bekam. Ich habe sie sowieso schon eher spät bekommen (mit 14). Und da waren dann ja Mädchen mit in der Klasse, die waren in der Hinsicht einfach 2 Jahre weiter als ich (ein Jahr vom Alter und dann eben noch etwas eins , weil ich ja so ein Spätzünder war).
Darum würde ich persönlich aus der Erfahrung heraus nicht früher einschulen.
Ich sehe es jetzt z.B. auch bei meiner Tochter. Die ist im Januar geboren, also eigentlich ganz normal. Die ist aber wohl auch so ein kleiner Spätzünder wie ich, wie es sich jetzt an manchen Entwicklungsdingen schon so zeigt. Das geht das wegen des Geburtsdatum irgendwie noch, ist aber auch schon nicht so wirklich toll.
Also, ich würde nicht früher einschulen.
LG
donaldine1

Beitrag von asimbonanga 06.02.11 - 13:29 Uhr

Hallo,
mein Älteste ( jetzt 23 Jahre alt ) wurde mit 5,6 Jahren eingeschult.Dies zeichnete sich schon sehr früh im Kiga ab.Sie war überdurchschnittlich groß und sehr motiviert.Einbrüche gab es während der gesamten Schulzeit keine ( Notenschnitt meist 1,7 )es spielte auch keine Rolle ,das sie erst spät ( mit 15 ) ihre Tage bekam-äußerlich war sie entwickelt, die Interessen unterschieden sich nicht von den Mitschülerinnen.Allerdings waren sich alle sicher, das es für sie das Richtige ist.
Meine jüngeren Kinder wurden mit 6 und 7 Jahren eingeschult.
Ich würde das Hauptaugenmerk auf sein soziales Verhalten und seine allgemeine Stabilität (wie geht er mit Konflikten und Misserfolgen um, ist er sehr sensibel-knüpft er schnell Kontakte u.s.w. ) legen.


L.G.