Ab wann alleine spielen

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von cosima07 04.02.11 - 13:55 Uhr

Hi,

ab wann haben eure alleine gespielt??
Luisa kann sich nicht selber beschäftigen... Habe ich das "verbockt" weil ich immer an ihrer Seite bin??

Wie kann ich auf das "alleine" spielen hinarbeiten?


Cosi

PS. Werde mich jetzt abmelden und kann erst wieder am Montag antworten. Aber schonmal vielen Dank für eure Antworten...

Beitrag von engelchen28 04.02.11 - 14:15 Uhr

hallo!

alleine gespielt haben meine beiden schon als baby. ich habe sie einfach "in ruhe" gelassen, wenn sie konzentriert mit einer sache beschäftigt waren, so haben sie gelernt, dass ich nicht der dauer-entertainer bin. erst waren es nur wenige minuten (babyalter), dann wurde es länger. auch heute (meine beiden sind jetzt 5,5 & 3,5 j. alt) achte ich darauf, dass wenn sie gerade ganz konzentriert sind mit etwas, dass ich sie nicht störe. beide mädchen machen mittagspause und spielen 1 - 1,5 std. wunderschön alleine in ihren zimmern, sind dabei kreativ, spielen, malen, basteln, hören CD etc.pp.
es gab / gibt auch zeiten, in denen ich keine lust habe, mit ihnen zu spielen, dann setze ich mich hin, lese ein buch - und schwupps haben sie die tollsten ideen und spielen - aus nichts machen sie etwas ganz tolles. da bedarf es nichtmal groß spielzeug.
ich würde anfangen, mit ihr etwas zu spielen. dann, wenn sie im spiel ist, mich etwas zurückziehen ("ich gehe kurz zur toilette / die post holen" etc.) und sie machen lassen. manchmal hilft auch einfach nur dauerlangweile...nichts anbieten (kein "spiel doch mit deiner puppe / mit deinem duplo / mal doch etwas") - gar nichts. aus langeweile entstehen oft die tollsten ideen.
lg
julia

Beitrag von mansojo 04.02.11 - 15:30 Uhr

hallo,


da wird wohl jeder anders antworten
mein großer konnte von anfang an allein spielen oder sich beschäftigen

meine lütte fängt jetzt so ganz langsam an ,manchmal 5 min manchmal gar nicht
sie braucht den kontakt
find ich aber in ordnung


gruß manja

Beitrag von ballroomy 04.02.11 - 16:55 Uhr

Mein Sohn ist jetzt 2,5. Er spielt schon lange alleine.
Es ist sogar manchmal so, dass er mich rauswirft, weil er alleine sein möchte. Dabei stört dann die Mama.

Ich habe nie seine Konzentration unterbrochen. Dafür habe ich durchaus den Tagesablauf verschoben.
Ich war aber immer in seiner Nähe. Jetzt braucht er das nicht mehr so viel.


Grüße
ballroomy

Beitrag von hedda.gabler 04.02.11 - 17:18 Uhr

Hallo.

Meine Kleine hat sich von Anfang an mit sich selbst beschäftigt ... und dann darauf aufbauend alleine gespielt.
Ich habe sie aber auch nie "verrückt gespielt" und habe sie oftmals einfach mal entdecken und machen lassen. Ich habe mich dann auf den Beobachterposten zurückgezogen.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von jacky1983 04.02.11 - 17:37 Uhr

Paul ist 3 Jahre alt und kann nicht lleine spielen. :-(

Gruß

Beitrag von gussymaus 04.02.11 - 19:22 Uhr

meine 3 monate alte maus spielt mit wachsender begeisterung mit ihrer "klingelschnur" also babykette überm laufgitter, die zweijährige spielt mit allem was ihr in die finger kommt, meist allerdings mit dingen die sie nicht haben soll im moment - und meine jungs seh ich zeitweise den ganzen nachmittags nicht, weil sie beim legobauen die tür nicht öffnen damit die kleine schwester nicht spitz bekommt wo die grad sind und auch da hin will, also pausenlos an die tür hämmert...

du sitzt IMMER neben ihr? kann ich mir kaum vorstellen... meine zweijährige wuselt auch meist hinter mir her, aber meine aktivitäten sind ihr oft viel zu langweilig ums tändig mitmachen zu wollen... wenn doch geb ich ihr was in die hand, oder mache ihr was vor und wenn sie schön "angespielt" ist suche ich das weite, solange es gut geht widme ich mich dann dem haushalt oder was immer dran ist, je nach situation. oder ich sage "jetzt musst du aber alleine spielen! und dann plärrt sie gegebenenfalls nen moment, merkt dann aber dass mama sich tatsächlich der lanweiligen wäsche zuwendet und sicht sich was anderes, und sei es der klammerbeutel...

Beitrag von bine3002 04.02.11 - 20:34 Uhr

Meine Tochter spielt alleine seit sie etwa 2 Jahre alt ist, allerdings musste sie dazu meist noch in meiner Nähe sein. Alleine im Sinne von "räumlich getrennt"... das konnte sie erst mit 4 und ein paar Monaten. Seitdem hört sie auch Hörspiele, die haben sie vorher nicht interessiert.

Einzige Ausnahme war auch früher schon das Wochenende. Da ist sie immer soooo früh aufgestanden, dass ich sie "verdonnert" haben, noch etwas im Zimmer zu spielen bis ich sie abhole. Anfangs waren das mal 10 Minuten, die ich dann nach und nach bis zu einer Stunde ausgedehnt habe. Und dann war es immer noch früh genug (ca. 7 Uhr).

Beitrag von sillysilly 04.02.11 - 21:28 Uhr

Hallo

Faktor 1 - Typ des Kindes

Faktor 2 - Typ der Mutter

=> ergibt wann ein Kind alleine spielen kann


Es gibt Kinder die sind schon als kleine Kinder sehr gerne mal für sich, haben Ideen sich zu beschäftigen, beschäftigen sich mit der Spielzeugkiste.
Oder räumen auch den Küchenschrank alleine aus - denn das ist ja auch schon alleine spielen ....
Andere Kinder sind sehr anhänglich, orientieren sich an der Mama ----- und haben nicht so viele Ideen oder Eigeninitiative.


Mütter - machen bespielen ihre Kinder sehr viel, sind sehr aktiv mit ihren Kindern ..... und lassen sich schnell überreden wenn die Kinder ankommen.
Einige Mütter haben ein schlechtes Gewissen wenn sie zu ihrem Kind "Nein" sagen, andere Mütter nicht.



Ich bin keine "bespiel" Mutter und beschäftige mich mit meinen Kindern nicht die ganze Zeit.
Meine Kinder merken schon mit 1 Jahr, daß Mama nicht immer Zeit hat.
Gerne dürfen sie an meiner Seite sein, immer mit dabei - aber ich mache es ihnen dann nicht noch interessanter und schöner - sonder lasse ruhig mal Langeweile aufkommen.

Es gibt die:
kreative Langeweile

d.h. ein Kind wird aktiv, wenn es ihm Langweilig wird.
Dauerbeschäftigung oder viel Beschäftigung von Außen führt oft dazu, daß den Kindern gar nicht richtig langweilig wird.
Warum sollten sie dann selbst aktiv werden....

Meine Kinder haben angefangen sich so mit 1,5 Jahren zu beschäftigen.
Klappte mal mehr oder weniger gut.
Phasenweise gar nicht, dann wieder super.

Ich spiele, mache, rede viel mit meinen Kindern - aber ich bespaße sie nicht den ganzen Tag
und so fangen sie schnell an, sich selbst eine Beschäftigung zu suchen.


z.b. mein Sohn 19 Monate ist eine totale Klette, der wird auch erst aktiv mit alleine spielen, wenn er merkt die Mama zieht so gar nicht.

Liebe Grüße Silly

Beitrag von tragemama 04.02.11 - 21:40 Uhr

Ich kann Dir nur sagen, dass meine Kinder immer "verwöhnt" wurden (viel getragen, Familienbett etc.) und trotzdem alleine spielen. Christina (15 Monate) noch sehr selten und kurz, Kathrin (3) durchaus mal eine Stunde, ohne dass ich sie sehe.

Hab Geduld, das kommt von ganz alleine.

Andrea

Beitrag von aquila-et-arbor 04.02.11 - 22:06 Uhr

Hallo, Cosi!

Ich glaube das kannst du nur schlecht beeinflussen.

Mein Kind Nr. 1 konnte nie alleine spielen und das hat sich bis heute fortgesetzt (ist inzwischen 13!). Er braucht IMMER jemanden..... Glaub mir ich habe immer wieder versucht ein Spiel anzufangen und mich dann zurückzuziehen.....hat nix genutzt.

Ganz anders bei meinen beiden anderen Kindern. Die haben sich schon im Babyalter mit sich selbst beschäftigt. Und ich musste gar nichts dazutun....

LG#winke

Beitrag von zahnweh 04.02.11 - 22:57 Uhr

Hallo,

wann meine damit anfing weiß ich nicht mehr. Lange Zeit waren es 5 Minuten am Stück. Mehrmals am Tag macht auch ein Sümmchen ;-)

Mit ca. 1,5 Jahren zeigte ich ihr auf der Uhr, dass sie mich in 5 Minuten wieder "wecken" darf. (aber immer nur, dass der Zeiger zum Schluss nach unten zeigte!) Wichtig: ich musste was ganz langweiliges machen. Schlafend stellen.

Alles andere fand sie spannend und wollte mir helfen.

Mal klappte es, mal nicht.

Da sie wenig schläft und gegen 21 Uhr ins Bett geht, hab ich ab 20 Uhr Ruhezeit eingeführt. Sie darf im selben Raum neben mir sein, aber ich bin nicht mehr voll present. Wenn ich am Computer saß und sichtlich was langweiliges machte, ging es. Sie schaute mir zu, wollte auf den Schoß, erzählte mir was. Aber es war trotzdem Pause für mich, weil ich passiv blieb.

Mit kurz vor 3 Jahren kam ein Entwicklungsschub und seither spielt sie auch viel allein. 15 Minuten am Stück. sie geht sogar auch mal allein in ihr Zimmer. Aber: sobald ich den Raum wechsele, schaut sie nach, ob ich nicht vielleicht doch etwas spannenderes mache!

Ist ok so. Die Zeit summiert sich im Laufe des Tages.

Ja, manches mal wünschte ich mir ein Geschwisterkind für sie: haut euch, kloppt euch, spielt was ... hauptsache ihr beschäftigt euch :-p
Natürlich nicht ganz so extrem. Aber ich merke bei meiner: sind wir bei anderen Kindern, spielt sie ganz intensiv ohne mich. Schon früh. Zu Hause bin ich halt doch interessanter.

Ist ok. Einerseits dauert einiges mit ihr länger (z.B. weil der Boden geflutet wurde), andererseits sind wir auch zu zweit schneller, weil wir beide Freude dran haben.
Gestern hat sie den Abwasch gemacht. Geschirr sauber, Geschirr ganz, Küchenboden geflutet.... Kind nass von oben bis unten. Sie hatte Spaß dran.
Wäsche waschen macht sie am Liebsten! Klar, alleine wäre ich schneller auf meine Weise. Aber wenn sie neben mir steht und mault und an mir hängt... dann sind wir zusammen mit ihrer "Hilfe" doch schneller und fröhlicher.

Warum muss man denn "alleine" spielen? Ich mach den Haushalt auch nicht gern allein :-p oder habe gerne eine Freundin zum Plaudern.

Manche Kinder spielen schon sehr früh, sehr gern allein. Manche später. Manche haben Geschwister und sind von Anfang an nie allein ;-)

Beitrag von zahnweh 04.02.11 - 23:00 Uhr

Ach so, die 5 Minuten waren für mich zum Durchatmen: sie machte schon sehr früh keinen Mittagschlaf mehr und mit 1,5 Jahren konnte sie motorisch mehr, als das was sie von der Vernunft her einschätzen konnte. Da brauchte mein Körper Pausen.

Wenn es klappte, saß sie vor der Uhr und beobachtete den Zeiger, bis sie sofort auf mich stürmte. Später stellte ich den Wecker. 5 Minuten.

Beitrag von kathrincat 05.02.11 - 10:22 Uhr

von anfang an sozu sagen, 30min waren nie ein problem, sie hat schon alleine mit ihren spielebogen gespielt mit 12 wochen, mit 6 mon als sie sitzen konnte dann mit ihren anderen spielsachen, ich habe in der zeit geputzt. jetzt ist sie 3 und spielt locker 1 stunde alleine,

Beitrag von grundlosdiver 05.02.11 - 21:10 Uhr

Unsere Maus ist 2,5 Jahre und es hält sich die Waage - mal möchte sie nicht allein spielen und mal kann sie es ganz gut allein! ;-) Je nach Tagesverfassung...

Beitrag von julchen55 06.02.11 - 21:38 Uhr

Hi,

meine Beiden (3,5 Jahre + 7,5 Jahre) spielen eigentlich immer alleine.

Sie sind es von klein auf so gewohnt und es klappt gut.

Nur Gesellschaftsspiele spielen wir zusammen.

Gruß
Jule

Beitrag von cosima07 07.02.11 - 09:27 Uhr

Vielen Dank für Eure Antworten.
Luisa ist ein GanztagsKrippenKind, deswegen bin ich am Nachmittag immer bei Ihr und versuche Zeit mit ihr zu verbringen. Habe sonst irgendwie ein schlechtes Gewissen. Aber ich würde es schön finden, wenn sie von alleine spielen würde.

Lg und nochmal vielen Dank für Eure Antworten

Beitrag von engelchen28 07.02.11 - 09:48 Uhr

hallo!
ahaa....na, ich denke, sie kennt es dann einfach nicht "ruhig" und "alleine". in der krippe ist immer tohuwabohu, immer action, immer jemand zum spielen, immer etwas zum gucken - und dann kommt sie nach hause - und ist plötzlich "allein" (bzw. nur mit mama), alles ist ruhig...ich denke, sie muss es einfach noch lernen, dass ruhe und alleine-spielen etwas schönes sein kann. fang ein spiel mit ihr an, wenn sie vertieft ist, zieh dich für ganz kurze zeit zurück, dann immer länger...!
lg,
julia

Beitrag von cosima07 08.02.11 - 11:35 Uhr

#klatsch Da hätte ich auch selber drauf kommen können.... Da kannst Du recht haben. Wenn wir uns nachmittags Musik anmachen, dann geht sie immer hin und dreht es ganz laut... ( Aber sie hört normal ;-) )

Wenn man weiß woran es liegt, also das Kind versteht dann findet sich die Lösung meist von selbst...#schein

Vielleicht sollte ich ein wenig akustisches Leben in unser Haus bringen;-)

Cosi

Beitrag von fbl772 07.02.11 - 14:41 Uhr

Hallo,

mein Kleiner ist auch ein Ganztageskrippenkind und ich gönne ihm die restliche Zeit auch meine volle Aufmerksamkeit. Am WE "liest" er aber auch gerne mal für 20 oder 30 min Bücher. Das tut er aber nur, wenn er es will - ihn wegschicken würde gar nichts bringen.

Wir haben allerdings eine Morgenregel, die schon seehr lange funktioniert - Theo steht freiwillig recht früh auf (ca. gegen 6 Uhr). Wir trinken dann einen Kaffee und er seine Milch oder Apfelschorle oder sowas und da haben wir eingeführt, so lange noch Kaffee in der Tasse ist, steht Mama nicht auf (auf dem Schoß Bücherlesen aber schon) ... so checkt er minütlich, ob endlich der Kaffee alle ist. Das machen wir dann auch beim richtigen Frühstück am Tisch und es gibt nie Querelen ... er kocht in der Zeit meist in seiner Kinderküche / Kaufladen oder "liest" gemütlich 10 Bücher alleine im Wohnzimmer.

Trotzdem spielt er am allerliebsten zusammen und ist dabei sehr interaktiv. Ich kann daran auch nichts Negatives erkennen :-)

LG
B