Schwere Eingewöhnung in der Krippe

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von puffel0805 04.02.11 - 14:16 Uhr

Hallo,
ich muss mal um eure Erfahrungen bitten. Seit zwei Wochen haben wir Eingewöhnung in der Krippe. Meine Tochter wird nächste Woche ein Jahr alt und ich muss in vier Wochen wieder arbeiten.
Meine Tochter fremdelt schon seit ihrem 4. Monat sehr stark und hat sich bis jetzt noch nie auf einen anderen Arm getraut.
In der Krippe bin ich ja noch mit dabei, aber sie verlässt meinen Schoß nicht. Sie ist interessiert an den anderen Kindern und nimmt auch Kontakt zur Erzieherin auf, aber sie entfernt sich nicht von mir. gestern kam ein kleiner Junge auf sie zu und wollte ihr etwas geben, da fing sie sofort an zu schrein und ließ sich kaum beruhigen.
Ich habe Angst, dass es nicht klappt. Wird sie sich je von der Erzieherin trösten lassen oder sich schlafen legen lassen? Was ist, wenn sie sie nicht trösten können? Sie würde nie einen ganzen Vormittag (7.30-12.30) ohne schlafen durchhalten.
Ich mache mir Sorgen, ob sie das packt. Eigentlich sollte schon nach einer Woche ein Trennungsversuch für 30 min. versucht werden, aber jetzt sitzt sie schon 2 Wochen auf meinem Schoß.
Ach menno, die Krippe ist toll, alle geben sich Mühe und sind nett, aber mein kleines Mädchen kennt nur Mama und Papa.
Hatte jemand von euch auch solche Sorgen? Und wie lief es dann?

LG und Danke schonmal #winke

Beitrag von haruka80 04.02.11 - 14:24 Uhr

Hallo,

wir machen seit Dienstag die Eingewöhnung, mein Sohn ist knapp 22 Monate allerdings.
Ich hab ihn heute das 1. Mal für 15 Minuten alleine gelassen, ab Donnerstag schläft er dort.
Ich muß dazu aber auch sagen, dass wir seit er 5 Monate alt ist 2-3x die Woche in ner Spielgruppe sind, so dass er Kinder kennt.
Deine Tochter ist sehr jung, hatte sie regelmäßigen Kontakt zu anderen Kindern? Sonst könnte es sie einfach zu sehr überfordern soviele Kinder um sich zu haben UND die Lautstärke.
Die meisten Kinder kriegen nachher den Dreh, dass sie vom Schoß gehen, bzw die Mama muß das machen, muß das Kind auch mal animieren oder sich zum Spielen dazusetzen. Ich würde noch nicht den Kopf hängen lassen, wobei ich auch sagen muß, um den 1. Geburtstag hatte mein Sohn ne ähliche Phase und ich bin sehr, sehr dankbar, dass er nicht in die KiTa mußte zu der Zeit.

Warte ab und berate dich mich der Bezugserzieherin, die sind ausgebildet, haben sowas schon öfter mitgemacht.
Wenn es wirklich gar nicht klappt und man sagt, wenns nach 6 Wochen noch keine annähernde EIngewöhnung gibt, ist es grad nicht richtig fürs Kind, dann wäre ne Tagesmutter ne Alternative. Oft haben Kinder da weniger Probleme, weil weniger Kinder auf eine Betreuung kommen.

Ich drück drir ganz fest die Daumen, das klappt bestimmt. Denk auch dran, dass deine Maus nur so reagieren kann, wie du es auch möchtest. Wenn du ängstlich und unsicher bist, kann sie sich nicht frei entfalten.

L.G.

Haruka

Beitrag von puffel0805 04.02.11 - 14:32 Uhr

Ich danke dir für deine Antwort.
Meine Tochter war wirklich immer sehr schwierig was Fremde angeht. Sie ist Umgang mit anderen Kindern nicht gewöhnt, außer ihrem Bruder.
Wenn wir Besuch hatten, konnte ich sie nie absetzen, das Theater war groß. Deshalb wurden auch die Besuche immer weniger. Mir war der Stress einfach zu groß. Ich verstehe das nicht, irgendwas haben wir falsch gemacht. Alle sagen immer, das gibt sich schon, aber seit 8 Monaten ist sie mein siamesischer Zwilling, festgewachsen an der Hüfte ;-)

Ich bin traurig, das es so ist.

Beitrag von sephora 04.02.11 - 15:35 Uhr

Alsooo:
Ich kann deine Bedenken sehr gut verstehen. Meine Tochter kam auch mit ca 11 Monaten in die Krippe. Die ersten Wochen waren ( wie bei fast allen Eltern) ziemlich schwer. Meine maus klebte auf einmal nur noch an meinem Bein und wenn ich mich nur entfernt habe hat sie geweint. ich dachte schon, das wird nie was!!!
Aber erst als ich dann regelmässig angefangen habe rauszugehen wurde es besser und besser..Es ist ganz normal dass die Kleinen am Anfang so reagieren und auch total anhänglich werde. Habe das später auch bei den andren Eingewöhnungen gesehen. jede Mama dachte: Oh jeee, das wird nie was!
Das arme Kind! Aber aufeinmal dreht sich ein Schalter um und das Kind geht gerne hin. So war es zumindest bei uns. Und jetzt kann sie es morgens kaum erwarten in die Krippe zu kommen! Gib deiner Tochter etwas Zeit, sich an die Trennung von Mama zu gewöhnen.
Und was das schlafen angeht: Ich habe immer gedacht, dass Amélie niemals bis zum Mittagessen ohne schlafen aushälft. Aber der Rhytmus hat sich irgendwie ganz schnell den anderen Kindern angepasst. anfangs ist sie wohl noch öfters draussen im kinderwagen kurz eingenickt, aber das macht dann ja auch nix. Die legen das kind ja hin wenn es müde ist.
Normalerweise gewöhnen die Kinder sich aber schnell an den Rhytmus in der Krippe!
Kurz gesagt, mach dir keine Sorgen, das wird schon!

Und, was ich noch sagen wollte..Wir haben auch den Fehler gemacht mit den trennungsversuch solange zu warten. ES wurde dann wirklich immer schlimmer. Dann hat die Betreuerin gewechselt und diese meinte dann auch, dass das so nicht gut sei. Ich bin jeden Tag etwas länger raus und dann gings auf einmal ganz schnell und viel besser mit dem eingewöhnen.

Beitrag von sockikatze 04.02.11 - 20:32 Uhr

Hallo!

ich kann dich sehr gut verstehen. Wir hatten genau das gleiche Problem. Unsere Maus hat 3 Wochen gebraucht. Genau so wie du beschreibst. Ist auch schon immer zu Fremden sehr zurückhaltend. Aber nach 3 Wochen ist der Knoten dann geplatzt. Und ich hatte auch die Zweifel, ob sie das schafft, ob sie einfach noch zu jung ist usw.

Das ist jetzt 4 Monate her ... und sie liebt ihr Krippe mit allem drum und dran! Sie geht seit den 3 Wochen Eingewöhnung jeden Tag sooo gern dahin.

Bleib einfach dran. Manche Kinder brauchen halt länger. Ist nciht schlimm und du hast ja noch 4 Wochen! Dafür sind die Kleinen dann umso gefestigter in der Krippe und nichts kann sie mehr erschüttern!

LG

Beitrag von unterdessen 04.02.11 - 20:39 Uhr

hi du

hier meine erfahrung: meine tochter war allerdings bei der eingewöhnung schon 16 monate dafür aber auch schon immer sehr fremdelig und noch nie in fremdbetreuung.

die ersten 3 tage war ich immer dabei und es ging gar nix. sie war auch nur bei mir und wollte von keinem angesprochen werden. dann hat die krippenleiterin gemeint, ich soll mal ne halbe stunde ganz "verschwinden", weil sie keinen kontakt aufbauen kann wenn ich da bin.

und voilá... das hat geklappt, denn dann musste sie ja den kontakt zulassen. jeden tag wurde es besser, nach einer woche kein geschrei mehr beim reinbringen, nach 3 wochen wollte sie schon nicht mehr weg...

ihr packt das auch noch!

grüßle, adina

Beitrag von stefkad 04.02.11 - 20:43 Uhr

Huhu,
wir haben auch eine anstrengende und lange Eingewöhnung hinter uns (6-8 Wochen!) Die Eingewöhnung ging los, als sie 9,5 Monate alt war.
Der Anfang war hart, sie hat sehr viel geweint und es fiel mir schwer loszulassen. Irgendwann platzte auch bei uns der Knoten und nun,
wo ich wieder arbeiten gehe, liebt sie die Krippe, sie weint jetzt sogar beim Abholen! Ich hätte das nieee für möglich gehalten, wirklich, ich hab gedacht, ich müsse meine Elternzeit verlängern und so...aber irgendwann gewöhnen sich die Kleinen doch dran ;)
Meine Maus hat auch schon immer stark gefremdelt...
Außerdem hat sie bis zur Eingewöhnung fast noch nichts gegessen, wurde noch voll gestillt! Und das Einschlafen ging nur an der Brust.
Aber siehe da, in der Krippe kann sie so einschlafen und ich weiß, dass sie die Kleinen da nicht in den Schlaf weinen lassen..Am Anfang hat sie noch bei der Erzieherin auf dem Arm geschlafen, irgendwann ging es dann auch im Bett.
Also haltet durch, es kommen bessere Zeiten, auch wenn man sich das jetzt noch gar nicht vorstellen kann! :-)
LG
Steffi

Beitrag von hope1983de 04.02.11 - 22:00 Uhr

Mach dir keinen Stress, das wird schon! Wir machen seit 3 Wochen die Eingewöhnung mit und unser Schatz war Anfangs auch so, dann kam die erste Trennung, wo er zwar weinte, sich aber schnell durch die Erzieher beruhigen ließ, dann ging es ruck zuck und er war dann 30min allein, dann 2h und jetzt den ganzen Vormittag. Ab nächster Woche schläft er dort. Er weint zwar wenn wir ihn abgeben, aber beruhigt sich schnell wieder. Sie hätten uns auch sofort angerufen, wenn er sich nicht beruhigen lässt o.ä. aber das war zum Glück nie nötig!
Also probiert es einfach, dann werdet ihr ja sehen, ob sie sich auch von den Erziehern beruhigen lässt.
Hat dein Mann sie mal begleitet? Vielleicht wäre das auch eine Alternative...