Grundschulempfehlung

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von josiblue 04.02.11 - 18:18 Uhr

hallo, vielleicht kann mir jemand helfen.
in ein paar tagen werden wir die empfehlung für die weiterführende Schule erhalten. diese liegt mir schon etwas flau im magen, da mein sohn eine deutscharbeit ziemlich versemmelt hat. er hat auch eine lese-rechtschreibschwäche. nun gab es heute zeugnisse und er hat in mathe eine 3 und in deutsch 3-4. leider konnte ich noch kein gespräch mit seinem lehrer führen, um eine ungefähre einschätzung zu haben. kann mir jemand seine meinung sagen, mit was ich rechnen kann? reicht es noch für die realschule?


danke!#zitter

Beitrag von kati543 04.02.11 - 18:34 Uhr

Ist die Lese-Rechtschreibschwäche vom Arzt diagnostiziert? Bekommt er Nachteilsausgleiche deswegen?

Beitrag von josiblue 04.02.11 - 20:46 Uhr

vom arzt nicht, aber von der schule. er war auch in der 1. klasse für 3 monate in einer speziellen förderklasse für lrs.
ich ahne auch das es eng wird, aber kommen bis zur endgültigen entscheidung nicht noch noten hinzu? ich fände es sehr schade, da er selber darunter leiden würde und weil er besser ist, als diese noten aussagen, ohne dass ich ihn überbewerten will.
da ich noch nicht mit dem lehrer reden konnte, weiß ich nicht inwieweit die nachteilsausgleiche schon zum tragen gekommen sind. klar er hat nie einsen aber durch eine 6 welche er leider bei einer arbeit kassiert hat, ist der durchschnitt ganz runter gerutscht.:-(

Beitrag von kati543 05.02.11 - 09:23 Uhr

Förderunterricht ist kein Nachteilsausgleich. Ein Nachteilsausgleich wäre es, wenn er bei jeder Arbeit 10 Minuten länger hätte, weil er ja erst einmal die Fragen verstehen muß, langsamer schreibt,...
Ich würde erst einmal mit der Schule reden, dass er Nachteilsausgleiche bekommt. Denn die können da schon viel verbessern. Und ich würde bevor die Empfehlung ausgesprochen wird, nochmal mit der Lehrerin reden.

Beitrag von josiblue 05.02.11 - 15:40 Uhr

kati543, vielen dank.
soweit ich weiß, hat er das nicht. klar werde ich in jedem fall mit dem lehrer reden, er ist leider zur zeit krank, sonst wäre das schon passiert.
in seinem zeugniss steht, das aufgrund dieser lrs die deutschnote anders bewertet wurde. das hab ich gestern gar nicht gesehen. aber 3-4 ist eben trotzdem mies. er hat halt meist dreien und dann diese 6 noch, die haut dann eben voll rein. mir würde es sehr leid für ihn tun, wenn es nun nur noch für hauptschule reicht. die welt geht zwar auch dort nicht unter und wer gut ist, kommt auch weiter. aber der weg ist schwerer. vorallem wäre es für sein selbstwertgefühl nicht gut, wenn er dorthin käme und seine freunde auf eine andere "bessere" schule. ich würde es ihm einfach nicht wünschen, denn intelligent ist er auch wenn er keine einser auf dem zeugniss hat.naja, ich werde es nicht ändern können und gegen die entscheidung gäbe es ja auch noch wege.
liebe grüße

Beitrag von delfinchen 05.02.11 - 20:56 Uhr

hallo,

wenn im zeugnis steht: "aufgrund einer vorübergehenden lese-rechtschreibschwäche wurden die leistungen im fach deutsch zurückhaltend gewertet", dann hat er den nachteilsausgleich auch bekommen.
zudem ist es bei lrs eine empfehlung, die das KM herausgibt und demnach ist es der schule und den lehren dort vorbehalten, wie sie damit umgehen (zumindest in bayern, wir können entscheiden, wie wir den nachteilsausgleich geben, ob mehr zeit und/ oder rechtschreibung nicht/ zurückhaltend werten, ...).

mit 3 und 3 könnte er an die realschule übertreten, wenn er das nicht schafft, gäbe es die möglichkeit, dass er an iner aufnahmeprüfung teilnimmt. 20% der teilnehmer schaffen den übertritt auf die realschule, 5% den übertritt ins gymnasium.

es gibt in bayern aber auch die möglichkeit, nach der 5.klasse hauptklasse in die reralschule zu wechseln, wenn ebstimmte voraussetzungen erfüllt sind. erkundige dich doch mal, ob das bei euch auch möglich ist. ich hatte einige schüler, die noch nach der 5. klasse hauptschule auf gym/ rs wechseln konnten.

lg,
delfinchen


Beitrag von barbarelle 04.02.11 - 18:37 Uhr

Kommt auf das Bundesland an. In Baden Württemberg reicht es jedenfalls nicht.

LG
Barbarelle

Beitrag von ma2004 04.02.11 - 20:35 Uhr

Hallo!

In welchem Bundesland lebt ihr?

Beitrag von josiblue 04.02.11 - 20:39 Uhr

hallo. in bw.

Beitrag von delfinchen 04.02.11 - 21:29 Uhr

hallo,

in bw gelten ähnliche/ gleiche regelungen für den übertritt wie in bayern. der schnitt deines kindes reicht auf gar keinen fall für die realschule. in bayern gibt es die möglichkeit des probeunterrichts, wie das in bw ist, weiß ich leider nicht.
wenn er eine attestierte lrs hat, dann steckt der nachteilsausgleich bereits in der note 3-4.

lg,
delfinchen

Beitrag von kati543 05.02.11 - 09:25 Uhr

"wenn er eine attestierte lrs hat, dann steckt der nachteilsausgleich bereits in der note 3-4. "
Wie kommst du darauf? Ein Kind wird doch nicht als Nachteilsausgleich besser bewertet. Ich kenne es nur so, dass es mehr Minuten bei Arbeiten gibt bzw. einen Extra-Termin für Diktate.

Beitrag von barbarelle 05.02.11 - 09:48 Uhr

Hallo Kati,

es gibt eine Art "Notenschutz". Die Noten erscheinen gar nicht (weder im Test oder Zeugnis) oder nie schlechter als eine 3 ...

So habe ich das mal mitbekommen aber lasse mich gern eines besseren belehren.

Soviel ich für BW mitbekommen habe, liegt es aber am guten Willen des Lehrers ob er das so umsetzt. Es gibt hier keine verbindliche Regelung.

An unserer Schule ist es so, dass bei LRS oder Dyskalkulie so gut wie keine Realschul- oder gar Gymnasialempfehlungen ausgesprochen werden. Ausnahmen sind die Kinder, die in den anderen Fächern(nicht Hauptfächern) sehr gute bis überdurchschnittlich gute Leistungen bringen.

Grüße
Barbarelle

Beitrag von delfinchen 07.02.11 - 20:42 Uhr

nachteilsaugleich bedeutet beispielsweise

mehr zeit
lückendiktate statt "normaler" diktate
vorlesen der aufgabenstellungen
anderer punkteschlüssel

ohne diese "hilfen" wäre die note ja vermutlich noch schlechter.

klar wird man nicht als nachteilsausgleich besser bewertet, aber viele meiner lrs schüler hätten ohne diesen nachteilsausgleich 1 - 2 noten schlechter im zeugnis gehabt.
aber in der zeugnisforumierung "wurden die leistungen im bereich lesen/ rechtschreiben zurückhaltend gewertet" steckt, dass der schüler in diesem bereich eben anders bewertet wurde als mitschüler, die keine lrs haben.

und da das scheinbar im zeugnis stand, kann man nicht damit kommen, dass das kind ja lrs hat und demnach die deutscharbeiten daraufhin nochmal korrigiert werden müssen, weil sich ja die note ändern könnte, wenn man diesen nachteilausgleich berücksichtigt.

delfinchen



Beitrag von sequoia 05.02.11 - 21:10 Uhr

In Bayern reicht das auch nicht.

Grüße

Beitrag von ashaka 06.02.11 - 12:52 Uhr

Hallo josiblue,
aus welchem Bundesland kommt ihr denn? Wenn es NRW ist: die Schulempfehlungen sind jetzt nicht mehr bindend, d.h. Du selbst kannst frei wählen, ob Du der Empfehlung folgen willst oder Dein Kind unabhängig davon nach Deinem ganz eigenen Ermessen an einer Schule anmelden.
Liebe Grüße
Ashaka