Kaiserschnitt oder Risiko?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sternken 04.02.11 - 19:10 Uhr

Hallo!

Ich bin das zweite Mal schwanger.
Die erste Geburt war nicht sehr schön. Es hat mich nicht gestört, dass sie stunden gedauert hat, aber die Ärzte haben das Skalpell angesetzt, da sie befürchteten ich würde reißen. Danach konnte ich 3 Monate nur mit Schmerzen leben, mich nicht richtig setzen, laufen etc. Nichtmal mein Baby konnte ich allein aus der Wiege heben und auf den Arm nehmen.

Ich habe schreckliche Angst, dass mir das wieder passieren wird. Grade weil ich ja schonmal gerissen bin und die Narbe bestimmt wieder schnell ausgehen wird.(?)

Nun überlege ich, evtl einen Kaiserschnitt vornehmen zu lassen. Aber leider habe ich keine Ahnung wie das dann alles aussieht. Und vor allem, ob ich danach auch erst mal Wochenlang liegen muss?

Habt ihr Erfahrung? Könnt ihr mir alle Einzelheiten mitteilen?

Danke euch im Vorraus für eure Berichte.

sternken mit #ei 11 SSW

Beitrag von ichbinhier 04.02.11 - 19:17 Uhr

Keine Spontangeburt, egal wie, kann so schlimm wie ein KS sein.
Ich habe beides zweimal hinter mir, lass es bleiben!

Beitrag von widowwadman 04.02.11 - 20:04 Uhr

Das stimmt nicht. Ein KS muss nicht schlimm sein, mein ungeplanter erster KS war eine gute Erfahrung und ich hatte auch nachher keine Probleme.

Eine unkomplizierte vaginale Geburt ist zwar super, aber vaginale Geburten koennen auch schwer verlaufen und zu langfristigen irreversiblen Folgen fuehren. Romantisiert das doch nicht immer, und spielt diese Risiken herunter, das ist nicht hilfreich.

Zuma die Ausgangsposterin doch schon negative Erfahrungen gemacht hat.

Beitrag von zwei-erdmaennchen 04.02.11 - 21:11 Uhr

Hi,

man sollte nicht von sich auf andere schließen!!!

Mir ging es nach der ersten (vaginalen) Geburt sehr schlecht, ich konnte meine Tochter drei Monate nicht alleine versorgen, habe zwei Jahre mit Geburtsverletzungen zu kämpfen gehabt und sogar meine Tochter ist noch heute traumatisiert durch diese Geburt.

Die zweite kam per sekundärem KS und das war sowas von angenehm im Vergleich zur vaginalen Geburt. Der erste Tag war zwar auch sehr von Schmerzen geprägt aber die gingen schnell vorüber. Bis dahin konnte man diese Schmerzen auch gut behandeln. Nach einer Woche war ich wieder vollkommen fähig mich alleine um Familie und Haushalt zu kümmern. Der KS ist nun 9 Monate her und ich habe überhaupt keine Probleme. Da plagt mich die Narbe des Dammschnittes der ersten Geburt deutlich mehr.

Ich jedenfalls würde nie wieder vaginal gebären. Für mich gäbe es nur noch Kaiserschnitt.

Viele Grüße
Ina #winke

Beitrag von daby01 04.02.11 - 19:17 Uhr

ooooooooh.......die KS-Narbe wird jedoch viiiiiel größer sein!Würde ich dagegen nicht tauschen wollen.Wurde beim 1. sehr bös geschnitten, da Zangengeburt.Bei Nr.2,3,4 und 5 nicht geschnitten und nichts.Vertrau dich da doch mal deiner Hebi an, bestenfalls dort wo du entbindest......ein Schnitt nur dann bei absoluter Notwendigkeit!!
lg

Beitrag von meleke 04.02.11 - 19:18 Uhr

Hallo sternken ,

also bei mir wurde bei meiner ersten Entbindung auch ein Dammschnitt gemacht und ich bin trotzdem gerissen, äüßerlich und innen durch die Zange auch. Und ja es tat danach laaange Zeit sehr weh. Ohne einen Schwimmreifen hätte ich auch nicht sitzen können etc.

ABER die Narbe vom KS der zweiten Geburt vor 3 Jahren tat mir viel mehr weh. Und auch heute bei starkem Husten oder schwerem heben habe ich noch Schmerzen.

Überleg dir wirklich gut ob du nur deswegen einen KS machen lassen willst.

Ich nehm diesmal lieber nen Dammschnitt hin als nen KS.

Alles Gute Dir.

#winke Susi

Beitrag von marleni 04.02.11 - 19:18 Uhr

Also, wochenlang liegen muss man nicht nach einem KS. Ich hatte nach Geburtsstillstand eine sekundäre Sectio, weil irgendwann nichts mehr voranging.

Der erste Tag war sehr schmerzhaft, 6 Stunden nach der OP hörte die Spinale Anästhesie auf zu wirken, ich spürte meine Beine wieder und konnte aufstehen. Aber unter tierischen Schmerzen. Lustig war das nicht. Am zweiten Tag war's schon besser, am dritten war ich das erste Mal bei der Rückbildungsgymnastik, am fünften Tag ging ich nach Hause und dann war es keine große Beeinträchtigung mehr. Die Narbe ist jetzt, 2,5 Jahre danach, quasi nicht mehr zu sehen.

Trotzdem würde ich das nie freiwillig wieder wollen.

LG
M.

Beitrag von mausimaus18 04.02.11 - 19:18 Uhr

hey,

also wenn du hier über schmerzen und unselbstständige versorgung deines babys redest udn das nicht mehr möchtest, solltest du den ks umgehen, da kannst du nämlich ebenfalls unter umständen, je nachdem wie deine wundeheilung ist, 3 tage nix machen und das aufstehen ist sicherlich sehr beschwerlich.

ich habe im dezember den 2. ks gehabt!!!

und es war alles andere als schön, dann wäre ich nach meinen 15 std wehen lieber geschnitten worden !!!

überleg es dir, denn ein ks ist wesentlich riskanter, als ein riss!

lg

nadine mit louis,2, und timo 7 wochen jung

Beitrag von adventicia 04.02.11 - 19:26 Uhr

Hi Sternken...

Ich habe meinen Sohn damals spontan (nach 48 Std.) entbunden! Hat auch ewig lange gedauert und es ist auch alles gerissen was hätte reisen können, aber ich hätte es immer wieder so gemacht. Ich kenne auch die andere Seite und weiß wie es ist nach einem KS na ich sage mal nicht liegen zu müssen aber nicht wirklich selbstständig zu sein!!! Wenn es irgendwie gegangen wäre hätte ich auch die Zwills spontan bekommen...
Wenn ich die möglichkeit hätte spontan zu entbinden, dann würde ich das auch immer versuchen!!!

Dir weiterhin alles Gute!#klee

Lg
Nicole mit Kevin 6 Jahre und Len&Fynn 14 1/2 Monate#verliebt

Beitrag von tuctuc 04.02.11 - 19:33 Uhr

huhu,

ich wollte bei meiner 1. geburt nicht, dass ich geschnitten werde.

leider hatte ich dann einen sehr tiefen scheidenriss, der 1,5 std genäht wurde und doch recht hohen blutverlust, so dass es mit der ambulanten geburt nichts wurde und ich auch 4 wochen probleme hatte. (die erste woche konnte ich meinen sohn nicht tragen, da die beckenboden- und scheidenschmerzen die hölle waren)

ich muss dazu sagen, ich habe sehr schlechtes bindegewebe. (ich sehe etz in der 2. ss in der 18. Woche so aus wie in der 1. ss in der 32. woche)

eine bekannte von mir hatte einen tag später einen kaiserschnitt, und hat 7 monate mit dem heilungsprozess der narbe zu kämpfen gehabt, und musste während dieser zeit zwei mal ins krankenhaus für eine nachoperation (faden nicht aufgelöst, eingewachsen...)

aber ich glaube, es gibt geburten, da gehen die frauen 30 min später duschen und alles ist prima, und es gibt geburten mit kaiserschnitt, da liegen die frauen wochenlang weil sie bauchschmerzen haben.

meine cousine hatte sowohl spontane als auch kaiserschnitt (den kaiserschnitt als 2. weil sie von der spontangeburt recht traumatisiert war) und so einfach sie sich das vorgestellt hatte mit: ins KH, aufschneiden, Kind da, keine schmerzen alles prima, so einfach war das nicht. selbst sie sagt im nachhinein, dass 3 tage geburtsschmerz und 12 std starke wehen nix gegen den kaiserschnitt sind.

aber hm, ich glaub nen wirklichen rat wird dir leider niemand geben können, da die erfahrungen und schmerzgrenzen wirklich so unterschiedlich sind. :(

trotzdem ein schickes we =)

LG!

Beitrag von bjerla 04.02.11 - 19:45 Uhr

Wenn ich hier so lese, wie lange manche hier mit ihren Dammschintten/-rissen zu tun haben, bin ich froh, dass ich einen KS hatte. Klar die ersten Tage waren richtig kacke, aber nach einer Woche gings dann und nach 2 Wochen war ich beschwerdefrei und konnte sogar mehrere Stunden mit meiner Kleinen im Zoo spazieren.

Dennoch sollte ein KS nicht "mal eben so" gemacht werden. Die Schemrzen die ersten Tage waren schon heftig, aber wie gesagt, ich war schneller wieder fit, als manch andere hier.

LG B. (5.ssw)

PS: Wenns jetzt beim 2. alles stimmt, würde ich es leber erstmal spontan versuchen - denke ich - vielleicht.

Beitrag von caro2404 04.02.11 - 19:48 Uhr

Hi,

das wird mit einem KS nicht viel anders sein! Und auch die psychische Seite darf nicht außer acht bleiben. Ich hatte sehr unter dem KS gelitten. Dachte, ich sei keine vollwertige Mutter etc. Weil das Kind habe ich ja nicht zur Welt gebracht, sondern wurde geholt. usw. Auch die Milch kam erst nach 4 Tagen. Also ich kann auf diese ganzen Erfahrungen gerne verzichten.

Caro

Beitrag von lara208 04.02.11 - 20:09 Uhr

hallo zusammen
also ich habe zweimal auf raten der ärzte einen ks gemacht und muss sagen ich hatte bei beiden absolut keine probleme selbst der arzt sagte mir später das eine normale geburt für mich wahrscheinlich sehr schlimm geworden wäre da mein erstes sohn sehr groß war

ich bin jetzt mit meinem dritten wurm schwanger und werde wieder mit ks entbinden

habe wohl auch ein wenig angst davor aber ich weiss das es vorbei gehen wird bin bei meinen beiden nach zwei tagen wieder gelaufen und hab am zweiten tag auch kein schmerzmittel mehr gebraucht

ich denke das musst du für dich ganz alleine entscheiden ich kann nur so viel sagen ich bin froh das ich ks hatte und schmerzen hast du bei beiden varianten

wünsche dir alles gute

Beitrag von widowwadman 04.02.11 - 20:08 Uhr

Mein KS war nachts um halb 12 und ich bin morgens schon aufgestanden und nach dem Katheter ziehen alleine Duschen gegangen. Am uebernaechsten Tag war ich abends zuhause. Ich konnte mich sofort um mein Baby kuemmern und die Schmerzen waren mit entsprechender Behandlung (Paracetamol und Diclophenac) nicht der Rede wert.

Ich haette vorher auch nicht gedacht dass es so unkompliziert verlaufen kann, weil einem immer ne Heidenangst vorm KS gemacht wird, waehrend Vaginal-Geburtsrisiken unter den Teppich gekehrt werden.

Beitrag von zwei-erdmaennchen 04.02.11 - 21:20 Uhr

Hi,

ich war nach dem KS viel, viel schneller wieder fit als nach der schwierigen vaginalen Geburt.

Trotz des schlechten Erlebnisses habe ich die zweite Geburt erstmal normal versucht (wird einem doch überall eingeredet, dass nur das eine wahre Geburt ist #augen), sie endete jedoch (zum Glück) in einem sekundären KS.

Es muss nicht heißen, dass die Narbe wieder aufgeht. Wenn du jedoch Panik davor schiebst ist das einer natürlichen Geburt nicht wirklich förderlich. Wenn du es versuchst dann solltest du davon vollkommen überzeugt sein. Ansonsten würde ich einen KS vorziehen.

Ich hatte meinen sekundären KS abends um 20:30, am nächsten Morgen bin ich aufgestanden. Das hat wirklich sauweh getan, aber mit jedem getätigten Schritt wurde es besser. An dem Abend bin ich schon durchs ganze Zimmer gewandert, ab dem Tag darauf habe ich alles alleine gemacht. Am dritten Tag bin ich heim gegangen. Nach einer Woche konnte ich wieder alleine für meine Familie und den Haushalt sorgen. Das dauerte bei der ersten Geburt mehr als drei Monate.

Laß dich von den ganzen Horrorgeschichten nicht verunsichern. Wenn man sich positiv auf einen KS einläßt dann ist er auch gut zu verkraften. Das ist aber nur bei den Wenigsten der Fall.

Sprich ausgiebig mit deinen Ärzten und deiner Familie und finde dann den für dich richtigen Weg.

Liebe Grüße und alles Gute
Ina #winke

Beitrag von vinny08 04.02.11 - 21:33 Uhr

Hallo,

erstmal will ich dir sagen, dass ein geplanter Kaiserschnitt bei weitem nicht so schlimm ist, wie ein Notkaiserschnitt. Es sind einfach ganz andere Voraussetzungen. Ich hatte einen geplanten und will auch wieder einen. Ich hatte keinerlei Beschwerden mit meiner Narbe. Klar tat sie die ersten 2 Tage weh, aber nach etwa 3 Tagen konnte ich laufen, als wäre nichts gewesen. Mit mir war eine Frau im Zimmer, die einen Dammschnitt hatte, der ging es wesentlich schlechter als mir, sie konnte nicht sitzen, nicht aufs Klo gehen, etc. Meine Freundin hatte allerdings auch einen Dammschnitt und keinerlei Probleme danach. Ist auch unterschiedlich.
Höre einfach auf dein Gefühl. Ich lasse mir da auch nicht reinreden! Es ist meine Geburt und ich muss mich wohl dabei fühlen!
Und Deinem Baby gegenüber darfst Du auch kein schlechtes Gewissen haben. Nicht die Art der Geburt macht eine gute Mutter aus - das wird hier im Forum leider manchmal so dargestellt. ;-) Da gehört schon noch ein wenig mehr dazu!

LG und alles Gute
M.

Beitrag von 123ladylike 14.02.11 - 14:08 Uhr

Mein gepl. KS war auch überhaupt nicht schlimm, ganz ehrlich!
Mir wurde vorher wahnsinnig Angst gemacht und dann war es überhaupt nicht so wie alle sagten, von wegen die ersten 3 Tage kann man gar nicht aufstehen, wochenlang braucht man Hilfe im Haushalt etc.

Ich hatte Do. frühs den KS, bin am Nachmittag allein aufgestanden, hab am nächsten Morgen allein geduscht und von Anfang meine Tochter selbst versorgt. Sa bin ich mit ihr im Wagen & meinem Mann im Park und spazieren gegangen. Nach 3 Wochen bin ich bereits wieder geritten...