Englischkurs- Frühförderung?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von rhodochiton 04.02.11 - 20:28 Uhr

Angeregt vom Thema unten hat mir heute eine Mutter erzählt was ich von Frühförderung im Englisch halte?

Schlau oder übertrieben?

Pro: Lernen leicht
International schon als Kleiner Wurm
Später leichter

Contra: Kosten
Ueberforderung weil schon genug mit KIKA, Freunde, Sport,
Schwimmen lernen usw.

Jetzt bitte Deinen Senf;-)

Beitrag von zahnweh 04.02.11 - 20:40 Uhr

Hallo,

ich halte nicht sehr viel davon. Einmal pro Woche ein bisschen singen oder ähnliches bringt nicht viel. In der Grundschule kommt es sowieso und die, die kein Englisch vorher hatten, haben oft sehr schnell aufgeholt. Teilweise überholen sie die, die Englisch schon vorher hatten recht schnell, da diese sich anfangs unter Umständen ein bisschen langweilen Kennen sie ja schon.

Lieber Sprachreise/Urlaub mit Kind in entsprechendes Land. Das macht oft mehr Sinn. Habe es bei Schulfreunden gemerkt. Wer in einem fremdsprachigen Land (öfter) Urlaub machte, konnte häufig die Sprache besser, fiel leichter, als die, die sie nur in der Schule lernten.

Um eine Sprache richtig zu lernen, ist es eher wichtig, dass die Sprache im Alltag gelernt wird.

Also ich spare lieber auf einen netten Urlaub mit Spracheffekten.

Andere Kurse/Termine wird sie schon noch genug haben.

Beitrag von schullek 04.02.11 - 20:43 Uhr

hallo,

ich finde es albern. zumindest wenn wir von derart englischunterricht sprechen, der einmal die woche für 45min abläuft. ist bespaßung der kinder, sonst aber nichts. die kinder haben dadurch kaum vorteile ab der grundschule. es kostet die eltern geld und die kinder zeit, die sie f+r sinnvolle sachen, wie klettern, bauen und turnen bräuchten.

wenn es sich allerdings um einen zweisprachigen kiga handelt sieht die sache anders aus. da lebt das kind quasi den normalen alltag ion einer anderen sprache und das ist dann auch sinnvoll udn gut.
wichtig ist dann aber, dass diue eltern zu hause darauf achten die muttersprache gut zu sprechen.

da ich einige zeit im englischsprachigen ausland gelebt habe und die sprache daher fließend spreche, singe ich meinem sohn manche englischen kinderlieder vor. einfach, weilö sie mir geläufig sind und ihm gefallen. er singt mittlerweile echt gut mit und manchmal soll ich ihm das ganze übersetzen. mehr aber auch nicht. mir wäre nie in den sinn gekommen meinem kind zu hause englisch beizubringen. einfach weil ich erstens zwar fließend spreche, aber kein muttersprachler bin udn zweitens weil es anstrengend ist, wenn man kein muttersprachler ist. und solche kurse halte ich wie gesagt fpr geld und zeitverschwendung.

meiner ist 5 und geht seit einem jahr schwimmen, hat vor wochen sein seepferdchen bekommen. seit kurzem istb er im fußballverein und er liebt es. schwimmen machen wir nur noch weiter bis er sicherer ist. es hat seinen zweck erfüllt. er kann sich über wasser halten und hat persönlich unheimlich davon profitiert. das würde ich beim englischkurs gar nicht sehen.

lg

Beitrag von dore1977 04.02.11 - 21:04 Uhr

Hallo,

von diesen Kindergarten Englisch Kursen halte ich nichts. Die Kinder haben Spaß dabei aber mehr nicht.

Unsre Tochter besucht jetzt das 3 Jahr (Vorschule, 1+2te Klasse) eine Schule auf der bis auf den Deutsch Unterricht jedes Fach auf Englisch unterrichtet wird.
Meine Tochter (fast 8) schwört zwar das sie überhaupt kein Englisch versteht aber dem ist nicht so. Wen wir in England sind bestellt sie ihr Essen selbst. Fragt Leute nach dem Preis für die Sonnenliegen im Park oder ähnliches.
Wir sprechen mit ihr kein Englisch es kommt also alles aus der Schule.
In sofern denke ich in der Schule oder ein koplett englischsprachiger Kindergarten sind, wen man Wert darauf legt schon sinnvoll.

LG dore

Beitrag von widowwadman 04.02.11 - 21:59 Uhr

Aber wenn die Kinder Spass dabei haben, ist das doch nichts schlimmes?

Wir brauchen keinen Sprachkurs, da unsere Tochter sowieso zweisprachig aufwaechst, allerdings finde ich nun nen Englischkurs auch nicht schlimmer als Tanzschule oder musikalische Fruehfoerderung oder was auch immer. Solange es dem Kind Spass macht, ist es doch super.

Beitrag von dore1977 05.02.11 - 17:12 Uhr


Nö,
wen s den Kindern Spaß macht ist es doch ok aber deswegen wird sich kein in der Schule einen Vorsprung in der englischen Sprache haben nur weil es einen solchen Kurs besucht hat.

LG dore

Beitrag von biene81 04.02.11 - 23:27 Uhr

Meine Tochter waechst auch 2sprachig auf, englisch und deutsch und diese Kurse, die es auch in unserem Kindergarten gibt, sind einfach nur Unsinn. Ganz niedlich, mehr nicht. Fuers Leben behalten wird Dein Kind davon nichts, aber wie die andere Userin schon meint, wenns Spass macht, warum nicht?

LG

Biene

Beitrag von ballroomy 05.02.11 - 12:33 Uhr

Hier bei uns gibt es einen deutsch-englischen Kindergarten.
2 Erzieherinnen sind Engländerinnen. Sie sprechen mit den Kindern ausschließlich englisch.
Da der KiGa ein offenes Konzept hat, bleibt es den Kindern überlassen, ob sie mit den Erzieherinnen sprechen oder nicht.

Das scheint ganz gut zu funktionieren.

Vielleicht gibt es sowas bei Euch auch?

Grüße
ballroomy

Beitrag von celia791 05.02.11 - 23:59 Uhr

Hallo,

schau mal hier: http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2011/0201/002_babys.jsp
Das kam diese Woche im Fernsehen.
Habe aber vorher schon mit einer Bekannten über dieses Thema gesprochen, sie selber ist studierte Dolmetscherin. Ihr Mann ist Engländer und dadurch sind ihre Kinder zweisprachig grossgeworden. Das hat ihnen natürlich einen Vorteil gebracht.

Allerdings ist auch sie der Meinung, dass dieser ganze Frühförderungskram nichts bringt, weil man ja eben nur in einen Kurs geht, der einmal die Woche stattfindet. Zu Hause spricht dann aber keiner diese Sprache, ausser vielleicht nochmal zum "Üben".
Das ist nicht authentisch für Kinder. Und Kinder merken schnell, wann etwas "Sinn" macht und wann nicht. Zu Hause spricht das keiner, also wird das Thema auch bei ihnen abgehakt.

Der Forscher in dem o.g. Link sagt sogar an irgendeiner Stelle, dass der Schuss auch nach hinten losgehen kann, dass Kinder von Anfang an den "Druck" mitbekommen, unter dem die Eltern heutzutage stehen. Und dieses Gefühl bringen sie dann auch später mit den jeweiligen Themen in Verbindung, wenn sie in der Schule auftauchen (z.B. Schulenglisch). Dass kann dann sogar zu Verweigerungen führen.

Ich habe das schon immer so gedacht, genauso mit dem Thema "Rechnen, Lesen, Schreiben lernen" vor der Schule. Ein Mensch ist entweder intelligent oder nicht. Nur weil man ihm etwas antrainiert, ist er dadurch ja nicht intelligenter, sondern einfach nur seiner Zeit voraus. Vielleicht bringt das in den ersten 2 Schuljahren noch einen kleinen Vorsprung, der aber auch nicht unbedingt positiv sein muss.

Lg Celia.