Total unschlüssig- sollen wir auf's Dorf ziehen?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von meritene 04.02.11 - 20:39 Uhr

Hallo zusammen,
wie so oft wende ich mich mal wieder an euch und hoffe, dass mir eure Antworten irgendwie bei der Entscheidungsfindung helfen können.

Es geht um folgendes:
Wir wohnen mit unserem 2,5 jährigen Sohn in einer kleineren Stadt, haben hier beide unsere festen Jobs. Wir wohnen recht zentral: Spielplatz, Schule, Kinderarzt, Musikschule, Markt, Einkaufsmöglichkeiten und Post sind alles fußläufig zu erreichen. Es gibt einen Bus der alle zehn Minuten zu beiden Großeltern (wohnen auch beide hier) fährt, ansonsten sind wir mit dem Auto in 5 Minuten da.

Wir schauen schon nach geraumer Zeit nach einem passenden Haus und es war in der Stadt nie etwas richtiges dabei: zu teuer, zu klein, winziges Grundstück mit Mini-Garten.

Nun haben wir auf einem Dorf in unserer Umgebung ein wunderschönes Haus gefunden, schönes großes Grundstück, am Waldesrand, ruhig gelegen, bezahlbar.

Aber: in dem Dorf gibt's NICHTS. Noch nichtmal einen Bäcker... Wir brauchen 12 Minuten mit dem Auto in die Stadt rein, also alles nicht wirklich eine große Entfernung. Aber mit fußläufig ist dann natürlich nicht mehr.

Man müsste egal wann immer fahren (Kinder zur Schule, zu Freunden, Einkaufen), klar liegt alles auf unserem Arbeitsweg.

Trotzdem sind wir unschlüssig. Werden wir uns da wohlfühlen?
Wie wird es den Kindern gehen, wenn sie im Teenager-Alter sind, noch keinen Führerschein haben, immer gefahren werden müssen.

Auf der einen Seite haben wir ne wunderschöne Immobilie mit großem Garten, Wald hinterm Haus, Ruhe, viel Platz und Freiraum - schön für kleinere Kinder.

Zum anderen das Gefühl irgendwie "isoliert" zu sein, immer Fahrtwege -egal wohin.

Wie wohnt Ihr? Seid ihr vielleicht aus der Stadt aufs Dorf gezogen? Wie fühlt ihr euch als "Dörfler", nervt euch die Fahrerei?

Ich freue mich auf hilfreiche Erfahrungen, Anregungen oder einfach nur eure Gedanken,

lieben Dank,
Dani

Beitrag von alkesh 04.02.11 - 20:48 Uhr

Warum gehst Du denn davon aus das man überall mit dem Auto hin muß? Fahrrad? Ich bin früher fast überall mit dem Rad hingefahren und ich wohnte am Rande einer Großstadt ;-)

Schulbusse fahren dort doch sicherlich auch, oder?

12 minuten ist kein Weg, ich würde es machen!

LG

Beitrag von schullek 04.02.11 - 20:49 Uhr

hallo,

wie wär es für den anfang mal mit einer liste? die könnt ihr über tage liegen haben udn jeder ergänzt wenn es ihm einfällt was. dann setzt ihr euch hin udn wertet aus. dann stellt ihr fest, was euch wichtig ist, was unverzichtbar ist und dann, was eure kompromisse wären. ich denke, dann seid ihr schon ein stück weiter.

wir wohnen in einer größeren stadt. mit allem drum und dran. bus, bahn, museen, theater, alles an geschäften, gute schulen etc...
ausserdem ist es sehr grün bei uns und wir haben unweit entfernt einen schrebergarten. wir wohnen schön udn mögen unsere nachbarn, haben ein soziales umfeld.
ursprünglich kommen wir vomm land. zwei nahebeieinanderliegende kleinstädte. und irgendwie zieht es uns auch wieder dahin.
ABER: nach so vielen jahren würde es auch uns schwer fallen die stadt wieder aufzugeben und wir müssten arg überlegen, ob wir das wirklich wollen.
deshalb: werdet euch genau klar, was und wie ihr es wollt.

lg

Beitrag von barbara67 04.02.11 - 21:00 Uhr

Klingt nach einem wunderbaren Altenwohnsitz, aber doch nicht für eine junge Familie.

Beitrag von brotli 04.02.11 - 21:13 Uhr

hallol

ich würde es mit kindern nicht mehr machen.
im grundschulalter mag es noch gehen, aber danach#kratz

ich weiß nie wohin mit meinem sohn, es gibt keine anlaufstellen zufuß, sogar für einen spielplatz fährt man auto und das ist mehr als blöd.
die große will am liebsten gestern schon weg , weil sie kaum rausgehen mag, da es einfach nichts gibt wo man hingehen könnte.also für jede kleinigket fahren.
für einen kursus fahre ich fürs kind , für einen spielplatz, für ein eisessen , kino , bummeln, schwimmbad.
also uns wird es wenigstens wieder in die nächste kleinstadt ziehen, sobald es geht.

l.g.

Beitrag von nuckelspucker 04.02.11 - 21:37 Uhr

huhu,

ich lebe gerne auf dem dorf. früher konnte ich mir das nicht vorstellen, aber nun, mit kindern, möchte ich nicht wieder zurück in die stadt.

die kinder können aus dem haus in den garten zum spielen rennen, ohne, dass ich hinterher muss zum aufpassen. es ist ruhig hier, den meisten krach machen meine kinder :-p

allerdings sind wir hier nie richtig angekommen. die dorfbewohner sind eine eingeschworene gemeinschaft.

lg claudia

Beitrag von sillysilly 04.02.11 - 22:01 Uhr

Hallo

kann dir nur von Bekannten und Freunden erzählen.

Dorf ohne Bäcker, Einkaufsmöglichkeit ...... sehr schnell wieder weg gezogen.
War einfach zu weit ab vom Schuß, alles zu aufwändig, vor allem mit Kindern .... und sie kamen nicht richtig in die Dorfgesellschaft.
Sind jetzt in einem großen Dorf, mit Allem, und Kindergarten und Grundschule. dh. die Kinder können auch alleine in die Schule laufen, Freunde besuchen - und man ist als Eltern nicht immer Fahrdienst.

Es kommt immer sehr darauf an wo man hin zieht.
Ist es ein geschlossener Kreis im Dorf wo man lange die "Neuen" bleibt
oder ist Bewegung im Dorf ....


Und einige ziehen wieder zu uns in die Stadt zurück, wenn die Kinder so in die 5.te Klasse kommen.... sie haben sich nur als Fahrdienst ihrer Kinder gesehen, und auch vom Anschluß, Freunden, Weg gehen - fanden sie die Stadt dann wieder passender.
Waren Familien mit mind. 3 Kindern - und die hatten dann das Gefühl nur noch im Auto zu sitzen, mit Kindergartenfahrten, Schule, Sportvereine, Musikunterricht, Besuch bei Freunden ect.


grüße Silly

Beitrag von burbyzahn 04.02.11 - 22:08 Uhr

Wir wohnen jetzt seit über 3 Jahren auf einem Dorf, haben vorher in der Großstadt gewohnt. Und ich kann sagen, wir fühlen uns hier sauwohl! Wir sind 60 km weg gezogen, fahren aber noch zur Arbeit in die Stadt, ich bin mit Auto und Zug 1,5 Stunden unterwegs (3x die Woche). Aber trotzdem, ich bin froh, daß wir hierher gezogen sind. Klar, wir mussten ein zweites Auto kaufen, denn ohne Auto geht hier gar nix! Und mein Gott, die Jugendlichen, die auf dem Dorf geboren und aufgewachsen sind, die kriegen das doch auch irgendwie hin. Die ziehen doch nicht alle weg, da würde es ja auf den Dörfern keine Jugendlichen geben. Ich habe hier auch eine sehr gute Freundin gefunden und mehrere Bekanntschaften, mit denen ich mich regelmäßig treffe (2 davon habe ich im Internet kennengelernt). Die Einheimischen hier sind auch fast alle sehr nett, wir kommen hier gut klar.

Und da ihr ja nun wirklich nicht weit weg ziehen würdet, rate ich euch: Tut es!!!

Beitrag von knutschkugel4 04.02.11 - 22:10 Uhr

wir wohnen auf einen 250seelendorf und ich wollte es als stadtkind nicht mehr missen;-)
ja es gibt keinen laden oä.
busverbindungen zu schulen und kiga bestehen


vorteil
du kannst die kinder raus lassen ohne angst haben zu müssen
wenn landwirtschaft noch groß geschrieben wird - dann wissen sie wie ein kälbchen geboren wird -wann ernte ist usw.(dies geht wenn man die richtigen nachbarn hat#verliebt)
ruhe ohne ende
man kennt jeden
und wenn man sich einbringt ist man auch sehr schnell angesehenes mitglied in der dorfgemeinschaft



nachteil -einkaufsmöglichkeit-8km(sprich auf auto angewiesen)
wenn verabredungen mit anderen kinder anstehen oder sportverein ist
man taxi(macht man aber gerne;-))


lg dany

nein ich wollte nicht mehr das dorfleben nicht mehr missen

Beitrag von irene_ch 05.02.11 - 08:25 Uhr

Stell dir vor, du liegst mit Magen-Darm flach, dein Mann ist weg zur Arbeit.
Wie erreichst du den Arzt, bekommst du Medikamente, kommt dein Kind zur Schule? Was macht ihr bei Blitzeis?
In der Stadt gibts (zumindest bei uns) Lieferdienst der Apotheke, Kinder gehen in Fussgeh-Weite zur Schule oder haben Bus/Strassenbahn zur Verfügung.
Ich lebe in einem Dorf, aber als wir vor 4 Jahren auf Haussuche waren fielen alle Dörfer aus der Auswahl raus, die weder Dorfladen noch vernünftigen ÖV-Anschluss haben. Mein Mann war vor ein paar Tagen abends aus in der "grossen Stadt" und konnte mit dem 23-Uhr-Zug noch ins nächstgelegene Städtchen fahren, wo es um 23.40 noch Postbus-Anschluss zu uns raus gibt.

LG Irene

Beitrag von berry26 05.02.11 - 09:22 Uhr

Hi,

das ist ja sehr weit hergeholt. Wenn du so flach liegst, das du nicht mal mehr ins Auto kommst, dann könntest auch nicht zum Arzt laufen.... Dann würde ich nen Krankenwagen holen und mich ins KH legen!!! Zudem gibt es sowas wie Hausbesuche von fast jedem Hausarzt.

Bei Blitzeis machst du das gleiche wie in der Großstadt.... "schlittern"

Lieferdienst der Apotheke hatten wir im 200 Seelendorf auch!!

Schulbusse fahren in 95% aller Dörfer! Ausnahmen mögen Weiler oder totale Alleinlagen sein.



Beitrag von juniorette 05.02.11 - 16:33 Uhr

"Stell dir vor, du liegst mit Magen-Darm flach, dein Mann ist weg zur Arbeit.

Wie erreichst du den Arzt, bekommst du Medikamente"

Ich hatte schön öfter Magen-Darm, und war deswegen weder beim Arzt noch brauchte ich Medikamente.

Falls ich Medikamente brauchen würde:
Medikamente liefert hier (60-Einwohner-Ort) eine Apotheke nach Hause.
Ansonsten würde mein Mann diese auf dem Rückweg von der Arbeit mitbringen oder sogar einen Tag Urlaub nehmen, wenn ich wirklich akut krank wäre.

"kommt dein Kind zur Schule? "

Sowohl zum Kindergarten als auch zur Schule fährt ein spezieller Kindergarten/Schul-Bus bei uns (wie gesagt: 60 Einwohner), diesen Service bieten viele Städte nicht (gerade weil es in Städten öffentliche Verkehrsmittel gibt, mit denen ich meinen 4jährigen Sohn niemals alleine fahren lassen würde #schock)

Es gibt sicherlich einige Nachteile, wenn man auf dem Dorf lebt, aber gerade die von dir aufgelisteten Sachen sprechen FÜR unser 60-Einwohner-Dorf.

(Es fährt auch 1x pro Woche ein Bäcker-, Metzger- und "allgemeine Lebensmittel"-Transporter in unseren Ort).

LG,
J.

Beitrag von kleine1102 05.02.11 - 23:25 Uhr

Hallo Irene!

Schliesse mich der Meinung der beiden Anworten "vor mir" an. Finde Dein "Szenario" reichlich überzogen.

Als wir hier am Tag vor Heiligabend (2010) das totale Blitz-Eis hatten, musste ich mich in der City ebenso "an den Hauswänden entlang hangeln" wie bei uns im Dorf. Und krank ist krank- mit Magen-Darm-Virus bin ich in der Stadt in meinem Bett geblieben und hier tue ich im Zweifelsfall nichts Anderes.

Sind also nicht wirklich sinnvolle/hilfreiche Kriterien bezüglich einer Haussuche.

Viele Grüße,

Kathrin

Beitrag von irene_ch 09.02.11 - 16:21 Uhr

Für mich waren das nun mal wichtige Kriterien, als es darum ging, in welches Dorf wir ziehen.
Hier gibt es einen Dorfarzt, einen Laden, ein Postamt und Busse in verschiedene Himmelsrichtungen.
Schulbusse sind bei uns nicht üblich, an die hab ich gar nicht gedacht.
In der Stadt war schon längst gestreut, als man im Dorf noch rumrutschte.

Ob die Kriterien für den andern genauso wichtig sind kann ich leider nicht beurteilen.

Aber ich (!) wäre nirgends hin gezogen, wo es nicht eine minimale Infrastruktur gibt - die ich übrigens auch aktiv unterstütze, indem ich im Dorfladen einkaufe, den Dorfarzt zum Hausarzt mache und das Gewerbe vor Ort berücksichtige.

LG Irene

Beitrag von grundlosdiver 05.02.11 - 09:24 Uhr

Wir leben auf dem Dorf und hier gibt es auch nichts!!!
Kiga, Einkaufen, Arzt, Behörden, Bank... Ich muss auch immer das Auto vorholen. 15 Minuten bis zur nächsten Kleinstadt, 30-40 Minuten zur nächsten Stadt/ unseren Jobs!
Aber wir finden es toll! Wir haben ein schönes Haus, ein tolles Grundstück, Tiere, Oma nebenan - alles toll für die Kinder! Ich fahre oft mehrmals am Tag, versuche aber Wege zu koordinieren, kaufe auf Vorrat ein etc...
Kein Thema, wir würden es immer wieder machen!

Beitrag von grundlosdiver 05.02.11 - 09:31 Uhr

P.S. Ich habe hier schon als Teenager gelebt und es hat mich nie gestört. Meine Ma hat uns gefahren und wenn das nicht ging gab es noch Bus zur nächsten Bahn - meine Freunde haben alle "weit weg" gewohnt. Wenn nichts fuhr, gab es noch Telefon #schein Und wir haben uns ja auch jeden Tag in der Schule gesehen.
Ich war auch im Schwimmverein und 2 Theatergruppen - war alles logistisch lösbar!!!

Beitrag von physa 05.02.11 - 10:24 Uhr

Ich kenne alles: Großstadt, Kleinstadt, Dorf...
Ich tendiere immer wieder zum Dorf. Mit Kindern ist es einfach toll - es ist ruhiger, übersichtlicher und jeder kennt jeden (hat den vorteil, dass auch jeder weiß wohin das Kind gehört)

Unser Dorf hat allerdings 2 Bäcker, 2 Friseure, 2 Metzger, Apotheke, Ärzte, Banken etc....also alles ist da - wenn ich mal mit Grippe flachliege und mein Mann arbeitet ist das nicht mein Tod :-D

Klar, zum Großeinkauf fahre ich mit dem Auto 10 Min. in die Stadt. ABER: in Frankfurt habe ich meinen Großeinkauf auch nicht mit der Tüte erledigt und die heimgeschleppt und da betrug die Fahrzeit auf Grund des Verkehrs wesentlich länger. Genau so Kinderärzte etc.....

Warum ist bei Dörfern immer die "Fahrzeit" ein Problem, in der Stadt dauern die Fahrstrecken doch wesentlich länger mit dem Auto?!

Ob ich nun wirklich in ein Dorf ziehen würde, wo es GAR NICHTS gibt.....weiß ich nicht.
Ich würde auch ne Liste machen.

VG
Physa

Beitrag von cazie71 05.02.11 - 14:55 Uhr

Hallo Dani.

Na wenn ihr jetzt schon "solche" Gedanken habt, dann ist es wahrscheinlich besser für euch, wenn ihr noch ein bissl spart, bis ihr euch ein (teueres) Stadthäuschen kaufen könnt und den gewohnten "Luxus" weiter genießen könnt.

Überlegt es euch gut, denn es wird keine Entscheidung, die man leichtfertig fällt.

LG und alles Gute!

cazie71, die mit ihrer Familie in Weiler-Lage lebt und sowohl für Arbeit, Kiga, Einkaufen ihr Auto benötigt - aaaaaber dafür ihre Kinder frei im Mega-Garten laufen lassen kann..............;-)

Beitrag von shandor 05.02.11 - 15:26 Uhr

Hallo Dani

Wir sind vor 4 Jahren aus einer Kleinstadt aufs Dorf gezogen. Allerdings gibt es bei uns alles. Unser Ortskern besteht nur aus einer Straße------daran liegt aber alles, was man sich wünschen kann------ ein Edeka-Markt mit Bäcker----- 2 Apotheken------ Ärzte---- ein Zahnarzt-----2 Apotheken----eine Massagepraxis---------eine Fahrschule------eine Tankstelle----ein Zeitschriftenkiosk------ein Fahrradladen-------eine Eisdiele--------eine Bank--------ein Autohaus----2 Friseure-------2 Blumenläden------ein Italiener und eine Pommesbude.
In 3- 5 Minuten erreiche ich alles zu Fuß-----obwohl ich auf einen Zweitwagen nicht verzichten möchte.

Ich wäre niemals in ein Dorf gezogen, in dem es nicht einmal einen Bäcker gibt.

Eva

Beitrag von berry26 06.02.11 - 08:54 Uhr

Das ist für dich ein Dorf??? Sorry aber unsere Kleinstadt hat fast weniger zu bieten!

Ich glaube die Definitionen sind Deutschlandweit auch etwas unterschiedlich.;-)

LG

Judith

Beitrag von bruchetta 05.02.11 - 16:47 Uhr

Wir sind aus dem Dorf in die Stadt gezogen.

- Mir und auch meiner Tochter war es zu einsam

- nervige, lange und teure Fahrten egal wohin

- Keine spontanen Kinderbesuche, alles mußte immer abgestimmt werden.

- Verwandte, Bekannte wohnten erheblich weiter weg usw. usf.

Ich würde lieber mal ein Wochenende auf's Land fahren und die Natur genießen als nochmal dort hin ziehen.

An Eurer Stelle würde ich dort wohnen bleiben, das hört sich sehr schön an.
Vielleicht findet Ihr ja noch etwas zum Kauf, aber es muß ja nicht unbedingt gekauft werden.

Beitrag von andrea761 05.02.11 - 16:47 Uhr

Hallo
Also wir sind vor 3Jahren vom Rande einer Großstadt in ein richtiges Dorf auf dem Lande gezogen. Ich muss hier auch alles mit dem Auto erledigen, aber es lohnt sich. Die nächste Autobahn ist 20Min. mit dem Auto entfernt und der nächste Ort, wo man einkaufen kann ist ca.10Min. entfernt. Manchmal nervt es schon soweit weg zu wohnen, aber die Vorteile überwiegen.
Wir sind hier sehr offen und herzlich aufgenommen worden und hier wird Nachbarschaftshilfe groß geschrieben. Es ist einfach toll. Morgens hört man nichts ausser Vogelgezwitscher und auch sonst lebt man mit der Natur. Man sieht viele Tiere, die man nur auf dem Land sieht. Die Kinder können sich hier noch frei entfalten und auch mal alleine vor die Türe (wenn sie etwas größer sind, als meine). Ich würde immer wieder hierher ziehen und bereuhe es nicht, auch wenn es mich manchmal nervt immer so weite Wege fahren zu müssen, weil man manches eben nur in der Stadt kaufen kann.
Wenn unsere Maus älter ist, dann überlegen wir uns aber schon wieder in diie Stadt zu ziehen.
lg

Beitrag von xaverl2002 05.02.11 - 17:01 Uhr

Hallo,

ich bin auf dem Land aufgewachsen und meine Kinder werden hier auch groß. Ohne Auto geht hier nix. Zur nächsten Stadt (einkaufen, Arzt, Post, weiterführende Schulen etc.) sind es ca. 6-7 km mit dem Auto. Ich muss meine Kinder auch in den Kindergarten fahren, wobei der Große auch mit dem Schulbus morgens mitfahren kann/darf. Zur Schule und zurück geht natürlich auch ein Schulbus - unsere Grundschule/Kiga ist ca. 3 km entfernt. Mit dem Fahrrad kann ich vergessen - hier ist es sehr bergig und es sind stark befahrene Straßen - ist mir viel zu gefährlich mit kleinen Kindern.

Andererseits - die Kinder können den ganzen Tag draußen sein - Freunde werden gebracht oder ich fahr sie zu Freunden.
Klar, es ist schon ziemlich viel Fahrerei, es kommt auch noch Sportverein etc. dazu. Aber hier geht es jedem so! Es ist einfach normal.

Mein Mann ist in der Großstadt (München) groß geworden. Für ihn wäre es kein Problem mit Kindern in der Stadt zu leben. Ich könnte es mir einfach nicht vorstellen. Ich bin auch gern auf dem Land aufgewachsen - bin ab einem gewissen Alter auch viel mit dem Fahrrad gefahren.
Selbst mich als Dörfler nervt manchmal die Fahrerei - aber ich muss nicht dauernd auf den Spielplatz, sondern lass die Kinder raus - ab in die Natur. Wir haben halt selber auch eine Rutsche, Schaukel, Sandkasten etc. Unser Sohn kletterte letzten Sommer leidenschaftlich gern auf die Bäume, die um unser Haus rumstehen.

Ich verquatsch mich hier total. Es ist glaub ich keine einfache Entscheidung - aber die Entfernungen sind denk ich mal im Rahmen.
Ach ja, im Teeniealter wär ich schon gern in der Stadt gewesen, da hat es schon ein bisschen genervt, aber geschadet hat es nicht. Eltern wechseln sich auch ab und holen ihre Kinder von der Dorfdisco ab. Außerdem gibt es Fahrrad, und dann auch Motorroller.

Also für Kinder ist es schon schön auf dem Land, kenne allerdings die andere Seite nicht.

VLG
vom Land
Rosina

Beitrag von 6woche.1 05.02.11 - 19:48 Uhr

Hallo


Also wir wohnen auch auf dem Land. ABER wir haben Kindergarten Schule (bis zu 6 Klasse) Post, einen kleinen Laden wo man wenn was vergessen gegangen ist schnell einkaufen gehn kann, Bus fahren auch regelmässig. Und da ich nicht Auto fahren kann war es mir schon wichtig das Kindergarten, Schule, Spielplatz etc in der Nähe ist und das ich auch schnell bei meiner KIa bin. Wenn man natürlich Auto fahren kann ist alles einfacher. Aber so "isoliert" möchte ich nicht leben. Wir leben in einer grossen Wohung (160 qm) und dan auch noch an einem Kurort, herliche Aussicht, nicht mehr an einer Haupstrasse.



Lg Andrea mit Janic, Joel und Alessa

Beitrag von hoffnung2011 05.02.11 - 23:36 Uhr

Dani, ich glaube aber, dass man entspannter ist.. Wir wohnen..na ja, Dorf kann man es nicht nennen aber hier ist in der Nähe gleich NULL (!!!!) Und trotzdem wohnen wir total zentral (für meine Begriffe). Ich habe hier gleich Autobahn oder Nahnanschluss..

Nervt mich die Fahrerei. NEIN, weil ich weiß, warum wir hier sind. Mitten un Wälder und Seen.

Ich bin in einer Hauptstadt aufgewachsen, ich kenne die Hektik, ich kenne, wenn alles gleich erreichbar ist..Aber wenn ich ein bezahlbares Haus hätte..jaaa, dann hätte ich nicht überlegt.

Ja, du hast aber recht. Meine Kinder sind klein, TROTZDEM muss ich die Große in den Kiga bringen und ja, mit dem Auto..es macht mir aber nichts und wenn sie größer sind, können sie deren Popo bewegen und mit dem Bus fahren und ab ???? 16 gibt es dann mofa..

Allerdings ist wirklich die Grundvorrausetzung dass jeder von uns eine Auto hat..

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