muss mich mal auskotzen....

Archiv des urbia-Forums Frühchen.

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Hier könnet ihr euch gegenseitig Rat und Unterstützung geben. Lest gern auch in unserem Magazin nach. 

Beitrag von silency 05.02.11 - 02:31 Uhr

hallo ihr lieben #winke

ich wollte mal ein lebenszeichen von uns geben und mich gleichzeitig mal ausheulen....
unsere große geht nun schon seit fast 2 jahren in den kiga und wir dachten, dass sie ihre entwicklungsverzögerung mit hilfe der anderen kinder aufholt, das is aber leider net der fall :-( sie is nun 4,5 jahre alt und auf dem stand von 2,5 jahren :-( wir wechseln mit ihr jetzt auch den kindergarten (von normal auf einen lebenshilfe kiga für behinderte kinder) in der hoffnung, dass dieser bessere ansätze findet für unsere maus gescheit zu fördern.... sind da aber guter hoffnung und freuen uns wenn sie endlich da hin kann, da sie im jetztigen kiga doch sehr unter geht (haben leider erst ab sept platz) ...
nun hatten wir am do das vorgespräch mit anmeldung und uns wurde ans herz gelegt, dass wir für anna einen behindertenausweis und eine pflegestufe beantragen sollen, damit hätten wir einige vorteile ectr...
ich mein, ich finde es net schlimm, dass sie dann "offiziell" als behindert gelten würde (und wir wissen ja, dass sie keine "normale" 4 jährige is), aber das wirft einen doch mal wieder aus der bahn, weil man hoffnungen und illusionen mal wieder begraben darf :-( (dass ich mir den scheiss auch immer antu und mir sachen einred, wo eigendlich klar is, dass es so kommen muss......:-[#klatsch)

ich weis hier haben einige von euch ein schwereres schicksal zu tragen und vor euch ziehe ich den hut, aber das beschäftigt mich doch sehr stark!

ich wünsch allen eine schöne zeit und allen mamas+minis, die noch im kh liegen viel mut und viel kraft für die kommende zeit

danke fürs zuhören und sorry fürs silopo #bla

lg dana + anna (*22.9.06, 25+4, 610g) + laura (*6.8.10, 35+6, 2070g)

Beitrag von mukkelchen 05.02.11 - 07:24 Uhr

Lass Dich mal #liebdrueck

Ich kann Dich gut verstehen. ich hab mit meiner Maus auch schon sooo viel durchmachen müssen und nun kommt am Donnerstag endlichd ie Frühförderung zu und nach Hause um sich Larissa mal anzusehen.

Ich kenn leider Deine ganze Vorgeschichte nicht, aber ich weiß wie zermürbend es ist, wenn man sich an den kleinen Strohhalm als Hoffnung klammert und er dann irgendwann doch abbricht. Geht mir nicht anders. Ich red mir auch immer ein, ...dann wird alles besser ... das hilft bestimmt, und dann passiert eben doch das Gegenteil.

MAcht weiter, sei Stark für Deine Tochter und lass den Kopf einfach nicht hängen.

Liebe Grüße,
Mukkelchen

Beitrag von julianstantchen 05.02.11 - 08:33 Uhr

Hallo,

darf ich fragen, wo denn ihre Defizite sind und wie diese festgestellt wurden?

Ansonsten tut es mir echt leid für dich und du hast Recht, auch wenn man vieles weiß, es haut einem trotzdem aus der Bahn.

Du kannst mir auch gerne per PN schreiben, wenn du es nicht hier öffentlich auflisten willst.

LG

Beitrag von belala 05.02.11 - 09:49 Uhr

Hallo Dana,

welche Vorteile hätten denn Pflegestufe und Behindertenausweis?
Beide Dinge würden deinem Kind doch nicht mehr Förderung verschaffen, oder doch?
Wird es benötigt um im Lebenshilfe KiGa besonders gefördert zu werden?

Hattet ihr bisher einen Integrationsplatz?

LG, belala

Beitrag von yanktonai 05.02.11 - 14:30 Uhr

ich kann Dich sehr gut verstehen, obwohl wir noch ganz am Anfang stehen (Geburt im Juli bei 24+4) und nicht wissen, wohin unsere Reise gehen wird. Man möchte so normal wie möglich leben und immer wieder wird man damit konfrontiert, dass eben nichts normal ist.

Ich denke trotzdem, dass der neue Kiga Deiner Maus gut tun wird und sie dort von Spezialisten entsprechend gefördert wird. Und wenn sie dort vielleicht nicht mehr untergeht, gibt ihr das bestimmt einen Auftrieb, der sie anspornt.

Viel Glück

Beitrag von fruehchenomi 05.02.11 - 15:18 Uhr

Also - ein Schwerbehindertenausweis ist kein Stigma sondern ein dem Schwerbehinderten zustehendes Recht auf ein paar Erleichterungen.
In meiner Familie haben ihn auch welche - ich hab damit kein Problem.
Steuerermäßigung, Familienpaß für vergünstigte Eintritte, je nachdem, wie hoch der GdB ist, auch noch mehr. Sagt einem alles das Versorgungsamt.
Mit der Pflegestufe kenn ich mich nicht so aus, lass Dich beraten bitte.
Es ist ganz klar, dass man davor zurückschreckt, es schriftlich zu sehen - aber nochmal, es ist kein "Mal" welches auf der Stirn brennt.
Warum sollst Du Vergünstigungen nicht in Anspruch nehmen, die euch zustehen ? Wahrscheinlich auch bessere Förderungen, schnellere Möglichkeiten für Kuren usw.
Also sieh es bitte positiv.
LG Moni

Beitrag von frode 05.02.11 - 18:34 Uhr

liebe anna,

wir haben sieben Jahre damit gewartet, einen Behindertenausweis für unseren Sohn zu beantragen. Wir haben vorher keinen Sinn darin gesehen und haben es auch nur auf dringendes Anraten des SPZ getan. Für uns ist unser Sohn trotz Gendefektes (NF 1) völlig normal und in keiner Weise "behindert". Als der Ausweis dann kam waren wir zunächst schockiert - er bekam 90 % G, B und H bewilligt.
Heute haben wir gelernt, die Nutzen des Ausweises für uns zu entdecken - viele Aktivitäten sind verbilligt und unser Sohn kommt seit dem fast jede Woche in den Genuss von "Spaßbadbesuchen", die sonst für vier Personen auf Dauer doch sehr teuer werden. Es macht ihn Freude und das Schwimmen fördert bei ihm den Muskelaufbau. Darüber hinaus haben wir (schon ohne die absetzbaren Fahrtkosten) rund 1000 Euro Steuerrückzahlungen jährlich, die wir jedes Jahr in einen Familienurlaub investieren. Unser Sohn ist unglaublich stolz darauf, dass er sich das Urlaubsziel für die ganze Familie wünschen darf - dieses Jahr ist Schweden dran, er möchte nämlich zu gerne sehen, wo Michel und Pippi gelebt haben ;).

Was ich damit sagen möchte ist, dass ein Behindertenausweis nichts am Kind ändert. Unser Sohn ist unser Sohn und großartig wie er ist. Aber es ist schon so, dass er es im Leben nicht immer leicht hat und der Ausweis eine (zumindest finanzielle) Entlastung im Alltag darstellt. Nicht mehr und nicht weniger :).

Liebe Grüße!

Beitrag von mukkelchen 05.02.11 - 19:56 Uhr

#pro#herzlich#verliebt