besuchsrecht

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Ob ihr gerade Vätermonate nehmen, werdender Vater seid oder einfach eine engagierte Vaterrolle einnehmt: Hier ist der Platz für männerspezifische Fragen und Probleme. Mütter sind in dieser Rubrik als antwortende Gäste willkommen. Neu: Unser Newsletter für werdende Väter.

Beitrag von papa-jens 05.02.11 - 09:06 Uhr

Hallo ihr Lieben Urbianer/innen...

Und zwar geht es um folgendes...

Was soll ich tun?! Was kann ich tun? Wer weiß Rat...

Ich habe mich im November von meiner Frau getrennt, mit der ich einen gemeinsamen Sohn habe... Mein kleiner Schatz "Miguel-Sullyvan" wird im März 2 Jahre alt. Meine Noch Ehe-Frau und ich haben uns nicht positiv getrennt... Nun herrscht von ihrer seite her immer rosenkrieg... Das problem ist - sie zieht meinen Sohn da mit rein...

Mal verbietet sie mir das ich ihn sehen darf... Mal erlaubt sie es... Unter der Woche ist es schwer für mich meinen kleinen "muckel" zu sehen, da ich relativ lange arbeiten muss und für ne std höchstens lohnt sich das nicht sagt meine Noch-Trulla...

Wie schaut es aus mit Besuchsrecht?! Welchen Anspruche habe ich?
Ich kenne das nur so alle 14 tage von samstags 10uhr bis sonntags 18uhr... Gibt es da irgendwas von eurer seite wie es ist??? Würde gerne alles in erfahrung bringen... Denn seid november bis heute hatte ich meinen muckel nur 2 mal über Nacht bei mir...

Es hängt immer von der laune meiner noch-Trulla ab...
Nun sagte sie ich darf ihn nicht mehr über nacht bei mir halten... hmm nur noch samstags von 12-16uhr... Oh man wer weiß etwas darüber?!?!? wer kann mir helfen?!

Mfg


Beitrag von karna.dalilah 05.02.11 - 09:42 Uhr

Es gibt diesbezüglich keine gesetzlich vorgeschriebene Reglung, lediglich Empfehlungen.

Ich würde euch in der sensiblen Phase in der ihr euch jetzt befindet, zu einem Mediator raten.
Er kann euch helfen miteinander zu reden und Reglungen zu treffen die im Sinne eures Kindes sind.

Deine Noch-Frau ist offensichtlich noch sehr verletzt und hat es noch nicht geschafft die Partnerebene von der Elternebene zu trennen.
Das erfordert Zeit und sicher auch Hilfe und von dir auch ein Stück Geduld und Verständnis.

Das bedeutet allerdings nicht, dass du bis sie das gelernt hat auf den Kleinen verzichten sollst, der kleine Mann will dich sicher auch sehen.
Zumindest fährt unser 2jähriger total auf Papa ab, wenn er dann zu Hause ist.
Versuche bei Gesprächen sachlich und beschwichtigend zu sein ohne das Ziel ( eine lebbare Umgangsreglung zu treffen) aus den Augen zu verlieren.

Manchmal entschärft es die Gesprächsrunde wenn du sie mit Fragen konfronierst, statt mit Forderungen.
z.B. Meinst du die 4 Stunden werden ihm reichen, wenn ich mit ihm schwimmen bin so mit Weg und Umziehzeiten und dem Essen?
Würden dir 4 Stunden mit dem Kleinen 1x die Woche reichen?
Reichen dir 4 Stunden freie Zeit, um dich mal mit Freunden zu treffen, den Kopf frei zu bekommen.
Ziel ist es, dass sie die Umgangszeit als etwas positives für sich und euren Sohn erkennt.

Als ich noch in der Nähe des KV´s lebte hat er den Kleinen 2x die Woche abends betreut und ins Bett gebracht. Bis er dann wieder Zeit für andere Dinge brauchte.

Karna

Beitrag von papa-jens 05.02.11 - 09:48 Uhr

#wolke Deine Noch-Frau ist offensichtlich noch sehr verletzt und hat es noch nicht geschafft die Partnerebene von der Elternebene zu trennen.
Das erfordert Zeit und sicher auch Hilfe und von dir auch ein Stück Geduld und Verständnis. #wolke

naja so schlecht scheint es ihr aber nicht zu gehen... denn sie ist ja wieder neu vergeben-3 tage nach unserer trennung #schock

Beitrag von karna.dalilah 05.02.11 - 10:29 Uhr

oh ...na das ging ja fix....
von wem ging denn die Trennung?

Wozu braucht sie diese "Macht" über dich, wenn sie doch einen neuen Mann an ihrer Seite hat?

Gut wie dem auch sei, du wirst gerichtlich einen Umgang festlegen lassen können.
Ob der dann auch so umgesetzt wird und auch in dem Rahmen ausfällt wie erwartet ist nicht garantiert.
Hier können dir einige Geschichten erzählen.....
Theoretisch hat auch ein Vater rechtliche Möglichkeiten, praktisch gibt es Möglichkeiten so einiges zu vereiteln.

Aus diesem Grund sehe ich die Lösung, darin der Mutter den Umgang als etwas gutes für das Kind und für sie zu verkaufen.
Das wäre der Idealfall.

Oder soll der Neue gleizeitig "neuer" Papa sein?

Ich meine das Kind hat gleiches Recht an euch beiden.
Vielleicht hilft das deiner Noch-Ehefrau auf die Sprünge.
Den Mediator finde ich immer noch einen guten Ansatz, weil das nicht so viel Druck aufbaut und Gegenwehr hervorrufen wird wie Anwaltsschreiben und Klagen.

Ich hoffe es kommt zu einer Lösung für euch.
Das deine Ex-Frau sagt eine Stunde vor dem Schlafengehen bringt nix, kann ich das nachvollziehen.
Aber bist du echt erst 18 Uhr von der Arbeit zurück?

Beitrag von papa-jens 05.02.11 - 10:35 Uhr

ich weiß auch nicht wieso sie so eine macht über mich haben will...
sie ist gekränkt da ich die trennung durchgezogen habe-aber scheinbar zu recht-denn nach 3 tage eine neue beziehung...das sagt einiges...

ich arbeite im straßenbau-und momentan arbeite ich bis 16.30uhr,bis ich wieder zuhause bin ist 17.30uhr und dann duschen und umziehen und den weg zu meinem sohn ist 18uhr

Beitrag von karna.dalilah 05.02.11 - 11:03 Uhr

Dann lag ich mit meiner Vermutung über ihre Verletzung ja nicht ganz falsch.
Das sie sich schnell "getröstet" hat ist eine Sache, die andere das DU es gewagt hast dich zu trennen. Ob sinnvoll oder nicht, das kann schon das Ego verletzen.
Das ist zwar prinzipell nicht dein Problem, aber es wird deins, da sie ihre Verletzung im Moment euer Kind benutzt um dich zu verletzen.
Und mal ehrlich einen Menschen den kann man am einfachsten und tiefsten treffen, indem man ihm entzieht was er begehrt und liebt.
In deinem Beruf müssen ja flexible Lösungen gefunden werden, denn spätestens im Sommer gehen ja die Arbeitszeiten in 2-Schichtsystemen mit We arbeit über.
Da würde ich gleich darüber reden, bei der Umgangsreglung.

Na das wird ja noch lustig, wenn ich mit meiner Mutmassung über deine Sommerarbeitszeit richtig liege.

Beitrag von papa-jens 05.02.11 - 11:20 Uhr

getrennt habe ich mich, weil sie mich betrogen hat... was ich zwar erst im nachinein herausgefunden habe... aber die beziehung lief einfach nicht merh rund...

meine arbeitszeiten verbessern sich... fang im sommer früher an und habe eine std bis 2std früher feierabend... nichts mit schichsystem oder WE-arbeit...

Beitrag von karna.dalilah 05.02.11 - 11:40 Uhr

Na das hört sich ja gut an.
Mein Ex- Mann muss in Schichten ackern auch im Strassenbau. Zu beneiden ist seine Familie im Sommer echt nicht.

Na dann haste ja schon mal die Antwort wieso so schnell ein Neuer auf der Matte stand.
Ändert aber nix daran dass DU sie abserviert hast und nicht SIE dich.
Das kratzt schon mal am Ego.

Also mach dich auf zu einem Mediator und versuche es im Guten eine Umgangsreglung zu finden.
Gehe zum Jugendamt und lass sie über dein Vorgehen Bescheid wissen.
So kann sie dir nie vor Gericht Desinteresse oder ähnliches vorwerfen.
Kinder in dem Alter leben im hier und jetzt, die Vergangenheit ist schnell unterbewußt nur vorhanden.
Mein Sohn hat seinen Vater auch schnell vergessen.
(Auch wenn er weiss das er einen anderen Papa hat, der aber weit weg wohnt)
Vergeht viel Zeit zwischen dem Umgang kann viel vereitelt werden, so dass dein Sohn es sehr schwer haben wird und du auch.

Also hopp hopp, Papier und Stift und einen sachlichen Brief an die Ex mit Umgangszeit- Vorschlägen.- kopieren- per Einschreiben losschicken
Im Internet bei Onkel Google nach einem Mediator suchen und ihn /sie kontaktieren und den Brief an das Jugendamt nicht vergessen mit der Bitte um einen Gesprächstermin (notfalls telefonisches Gespräch)

viel Erfolg

Beitrag von kati543 06.02.11 - 15:45 Uhr

Also erst einmal solltest du von deiner Ex nicht als Trulla denken und reden - das ist ganz schlecht, insbesondere für euren gemeinsamen Sohn, der euch nämlich beide liebt. Und erfahrungsgemäß sitzt deine Ex einfach am längeren Hebel. Wenn sie deinen Sohn nur lange genug beeinflußt, dann bist du für ihn der Böse und sie war das Opfer.
Ansonsten kann ich dir nur raten SCHNELL zu handeln. Je mehr Zeit vergeht, desto schwerer wird es für dich. Mediator ist eine gute Möglichkeit, WENN die Ex zustimmt. Wenn nicht, dann Jugendamt und/oder Anwalt und den Umgang einklagen und festlegen lassen. Hält sie sich dann nicht daran, kann ihr sogar das Sorgerecht entzogen werden. Von ihrer Laune bist du nur abhängig, wenn du es zulässt.
Es gibt keine gesetzlichen Regelungen. Nur Empfehlungen.
Kannst du vielleicht mit deinem Boss reden und ihn fragen, ob du an einem Tag in der Woche eher gehen kannst, wenn du an anderen Tagen das rausarbeitest?

Beitrag von windelrocker79 09.05.11 - 13:05 Uhr

Wie schon einige gesagt haben: Eine generelle Regelung gibt es nicht. Ich habe damals das Umgangsrecht vor Gericht klären lassen, das war dann einmal die Woche Mittwochs und alle 14 Tage übers Wochenende. Meine Ex hat damals das Kind eben auch als Druckmittel benutzen wollen.

Um dich aber zu beruhigen: Mittlerweile hat sie gemerkt, dass es auch für Sie angenehm ist, wenn das Kind beim Vater ist und sie sich nicht ständig um es kümmern muss. Heute sieht es so aus, dass sie ihn zu mir abschiebt, wann immer es geht. Fast meint man sie will ihn los werden:-).

Und da sowas natürlich auch das Kind mitbekommt, ist es nur eine Frage der Zeit, wann es ganz zu mir möchte. (Jedenfalls spricht er regelmäßig davon ganz zu mir zu ziehen). So kann es eben auch laufen.

Mein Tipp: Guck, dass du möglichst viel Zeit mit deinem Kind verbringen kannst, geh notfalls den Gerichtsweg um das zu klären und dann warte ab, was geschieht: Kinder werden schliesslich älter und merken was abgeht. Alles andere ist vieeeel zu kurz gedacht und wird sich auch rächen.