RS-Virus und Neuansteckung

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Beitrag von querula 05.02.11 - 12:59 Uhr

Hallo,

hab gestern schon mal im Gesundheitsforum gefragt, aber keine Antwort bekommen. Vielleicht kann hier jemand weiterhelfen.

Meine Tochter hatte mit 6 Wochen den RS-Virus mit leichter Lungenentzündung. Wir waren 6 Tage im KH, wovon sie 5 Tage lang AB bekam. 4 Tage bekam sie Sauerstoff, hatte zum Schluss aber ständig schon wieder eine Sauerstoffsättigung von 98-100%. Bei der Entlassung wurde uns gesagt, dass sie den Husten noch Wochen oder sogar Monate haben kann (Sie hat zum Schluss nur noch ganz selten gehustet).

Jetzt haben seit gut 1 Woche meine anderen beiden Kinder wieder Schnupfen und Husten (bei ihnen hatte sie sich vorher auch angesteckt). Hab natürlich Angst, dass sich die Kleine wieder was einfängt. War heut mit den anderen beiden beim KiA und der meinte, dass er es noch nie erlebt hat, dass sich ein Kind 2x mit dem RS-Virus angesteckt hat.

Eigentlich vertrau ich meinem KiA vollkommen. Aber ich hab im Internet auch gelesen, dass Kinder (v.a. Säuglinge) die schon mal RSV hatten, sehr anfällig sind.

Seit ein paar Tagen schnupft meine Tochter jetzt wieder. Zwar nur ganz ganz leicht (eigentlich merkt man es nur morgens nach dem Aufstehen, dass sie nur bedingt durch die Nase atmen kann bzw. "rasselt" es in der Nase), aber die Sorge ist trotzdem da.

Meine anderen beiden haben jetzt "Schmuse-Verbot" bekommen. Aber ganz fern halten kann und will ich sie natürlich nicht (der mittlere ist grad mal 2 Jahre und würds eh nicht verstehen).

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich innerhalb so kurzer Zeit (sind erst knapp 2 Wochen zurück vom KH) erneut ansteckt? Irgendwie eine doofe Frage, ich weiß. Aber vielleicht gibts hier jemand, der mir Erfahrungsberichte liefern kann.

Momentan "wart" ich eigentlich regelrecht drauf, dass Antonia zu Husten anfängt und der ganze Zirkus von Neuem beginnt. Es geht schon so weit, dass ich zur Zeit mit Antonia nicht im Schlafzimmer schlafe, wo mein Mittlerer auch schläft, damit sie wenigstens nachts "geschützt" ist.

Ich bin normalerweise nicht so die ängstliche Mutter und stand auch sonst einer Erkältung im Winter nicht kritisch gegenüber (gehört ja irgendwie dazu). Aber die Erfahrung jetzt mit RSV und dem KH-Aufenthalt haben mich etwas aus der Bahn geworfen.

Gruß und schönes WE
Querula

Beitrag von nana141080 05.02.11 - 13:18 Uhr

Hallo,

dein KIA hat da Recht! Es ist äußerst selten.

Ja es kann sein das dein Kind nun sehr viel anfälliger ist was Bronchitis oder Lungenentzündung angeht! Du kannst da aber nichts machen.
Ich würde dir zu einer klassischen HP raten. Somit hast du gleich das passende zuhause falls wieder was kommt.
Uns hat das damals vor Cortisoneinnahme bewahrt!

Du solltest im Schlafzimmer schlafen! Tagsüber ist doch der Kontakt viiiel stärker. Das finde ich nun wirklich überflüssig ;-)

LG Nana

Beitrag von miau2 05.02.11 - 13:23 Uhr

Hi,
ich bin medizinischer Laie, kann dir das also nicht besser beantworten als dein KiA, denke ich, und unsere eigenen Erfahrungen beschreiben.

Die Chance, sich zwei mal so kurz hintereinander mit RSV anzustecken ist sicher gering.

Das mit der Anfälligkeit stimmt allerdings. Und für erneute Erkrankungen braucht es nicht den RS-Virus, dafür reicht jeder andere der unzähligen Erkältungsviren auch.

Heißt, die Chance, dass dein Baby direkt noch mal RSV bekommt ist sicher gering. Nur die Chance, dass es sich mit irgendeinem anderen ERreger ansteckt ist gerade mit älteren Geschwistern im Winter relativ hoch. Und die Chance, dass das dann schwerere Folgen hat als eine stink normale Erkältung ist halt nach RSV höher.

Bei uns hieß das: RSV mit 8 Wochen (Lungenentzündung, KH, aber sehr schnell genesen), seit dem weitere 15 Bronchitiden (unser Kleiner ist gerade 2 geworden).

Mit dem großen ABER: keine Erkrankung war so schlimm wie die erste durch diesen fiesen Virus. Keine weiteren Krankenhausaufenthalte. Bis auf zwei oder drei Bronchitiden waren alle so leicht, dass sie unseren Kleinen nicht wirklich beeinträchtigt haben. Ohne Fieber, ohne nächtliche Hustenattacken, Atemnot o.ä.. Zwei Mal war es heftiger, da hatte er noch zusätzlich einen bakteriellen Infekt, einer davon musste mit AB behandelt werden.

Also, anfällig ja, aber schwer krank zum Glück nicht wirklich oft.

Das ist natürlich von Kind zu Kind anders, aber außer Abwarten kann man da leider nicht viele Tipps geben...bei uns wird es übrigens besser. Die letzte Bronchitis war an Weihnachten (der Abstand ist schon gut für uns), und das, obwohl wir zwischendrin sogar einmal im Schwimmbad waren und unser Kleiner durchaus auch mal erkältet war...Krippenkind halt.

Was unserem gut geholfen hat war Inhalieren. Mit Medikamenten bei Bronchitis, nur mit Kochsalzlösung bei jedem beginnenden kleinen Infekt.

Und wir haben noch mehr als bei Babys eh schon jeden noch so leichten Husten vom KiA überwachen lassen. Wobei meine "Vermutungen" ob Bronchitis ja oder nein in allen Fällen richtig war.

Viele Grüße
Miau2