Vom abpumpen an die Brust - wie geht das??

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Hier könnet ihr euch gegenseitig Rat und Unterstützung geben. Lest gern auch in unserem Magazin nach. 

Beitrag von inlove83 05.02.11 - 17:54 Uhr

Hallo Mädels, unsere Minis sind seit Montag endlich zu Hause (nach 8 Wochen KH). Ich habe im Krankenhaus immer abgepumpt und dadurch noch einen kleinen Vorrat an eingefrorener MuMi, da sie ja ganz am Anfang nur ca 5ml bekommen haben. Das Problem ist, dass sie noch nicht richtig an der Brust trinken. Vor jeder Mahlzeit aus dem Fläschen (MuMi) lege ich sie nacheinander an und mit Stillhütchen trinken sie auch schon ein wenig, hören aber nach ca 10 MIn. auf. Da ich nicht kontrollieren kann wieviel sie getrunken haben (vielleicht 20ml??) gibt es danach das Fläschen. Sie trinken zur Zeit aus dem Fläschen ca 60-70ml MuMi. Das Problem ist, dass sie alle 3 Stunden gefüttert werden und ich dadurch nicht mehr raus komme aus dem ganzen Fläschen sauber machen, Milch abpumpen, auftauen, portionieren, erwärmen, wickeln etc.. und dadurch (sie melden sich zZ auch Nachts alle 3 Stunden nie mehr als ca 2 Stunden Schlaf am Stück bekomme. Ich wünschte, sie würden ganz an der Brust trinken, dann wär vieles einfacher, aber so lange ich noch Mu-Milch habe möchte ich auch (noch) nicht auf die Pre - Nahrung umsteigen, da Sie ja doch noch sehr klein sind und noch nichtmal Ihren errechneten Geburtstermin (22.2.)erreicht haben. Wenn sie an der Brust trinken würden, würde das doch auch die Milchmenge steigern, oder? Kann mir jemand einen Tip geben wie ich sie ganz an die Brust bekomme? Langsam schwindet auch der Vorrat an eingefrorener Milch, da sie lanfristig immer mehr bekommen und ich alle 3 Stunden 20MIn. pumpe und pro Seite nur 50ml abpumpen kann (trotz massenhaft Stilltee und genug trinken etc.)

Kann mir jemand weiter helfen oder hat erfahrung? Ich mag nicht mehr pumpen sondern eine ganz normale stillende Mama sein..

Beitrag von bobinha 05.02.11 - 19:50 Uhr

Hi

Also erstens solltest du dir sicher sein, dass sie für die Brust stark genug saugen können. Notfalls nochmal erklären oder genau zeigen lassen wie das geht. Bei manchen klappt es mit falschem Anlegen nicht.

Ich habe ein bisschen die Holzhammermethode genommen. Mein Sohn konnte stark genug saugen. Er hat aus der Flasche immer so viel rausbekommen, dass er mit dem Schlucken nicht mehr hinterher kam. Ich habe ihn davor auch schon immer wieder mal angelegt. Dann habe ich auf Raten von der mobilen Krankenschwester ihm einfach keine Flasche mehr gegeben. Sie meinte, dass man sich sehr viel Zeit nehmen muss. Die Kinder können dann alle paar Minuten nochmal essen wollen bis sie den Dreh raus haben. Also immer anlegen wenn sie wollen. Bei meinem Sohn ging es recht einfach. Er hat es dann gleich mit seinem normalem Abstand geschafft.

Die Art kann man aber echt nur machen wenn man sich sicher ist, dass die Kleinen die Kraft haben um genug zu trinken.

Wünsch dir alles Gute. Ich hab nur einen Sohn und hatte schon das Zeitproblem und daher auch umgestellt.

Liebe Grüße Bobinha mit Mr. Ich-kann-laufen-hab-aber-zu-viel-Angst

Beitrag von gobiam 09.02.11 - 11:51 Uhr

Hallo
Mein Sohn bekam im KH auch immer Flasche und zu Hause habe ich fleißig abgepumpt, wollte aber davon weg - er sollte nur an der Brust trinken.
Hab dann mal einen Betttag eingelegt - Ich mit Junios ins Bett und wenn er Hunger hatte, trinken lassen - solange er wollte oder eingeschlafen war. Wenn es ihm nicht gereicht hatte, kam er kurze Zeit später. Am Abend hatte ers dann raus - brauchten aber pro Mahlzeit ne halbe Stunde.

Im KH hab ich ihn versuchsweise angelegt und vor und nachher gewogen um zu sehen, wieviel er getrunken hat.

Zu Hause hab ich die Waage gar nicht wg den Mahlzeiten ausgepackt, sondern das Prinzip verfolgt - wenn er Fraß hat, wird er sich melden. Hab nur morgens mal einen Blick auf die WAage gemacht um zu sehen, dass sein Gewicht bei der Methode sich nicht verringerte.

Also ab ins Bett mit euch und vom Schatz verwöhnen lassen und Haushalt Haushalt sein lassen.


Eingefrorene Muttermilch kanns du (am besten in Eiswürfelportionen einfrieren) auch mit ins Badewasser tun (sonst nix), das ist gut für die Haut!

Gruß und alles Gute

Beitrag von belala 05.02.11 - 21:08 Uhr

Hallo inlove,

zunächst muß ich dir sagen, dass du mit einem 3h Rhythmus mehr als zufrieden sein kannst!

Wenn dir Stillen so wichtig ist, was ich wirklich lobenswert finde, solltest du schleunigst eine Stillberaterin zu Rate ziehen!
Dabei solltest du aber wissen, dass du eine gewisse Zeit sehr diszipliniert sein mußt, mit einem guten Durchhaltevermögen.

Mein 24 Ssw Frühchen habe ich vollstillen können als sie etwa 5-6 Monate alt war.
Dafür pumpte ich zunächst 7-10 Tage auf Überschuß, d.h. min alle 1,5-2h, um die Milchbildung anzuregen.
Nur nachts gönnte ich mir eine komplette Pumppause.
Damals war Ostern als ich meine Mutter besuchte.
Dort legte ich mich für fast 3 Tage mit meinem Baby ins Bett und stillte so häufig wie nötig. Das war anfänglich alle 20 min.
Meine Mutter versorgte mich mit Essen/ Getränke und kümmerte sich um meine damals 2jährige Tochter.

So hat es mir damals meine Hebamme empfohlen (lt. LLLiga)

Es wäre wirklich schön, wenn du weiter stillen könntest.

LG, belala

Beitrag von montana82 05.02.11 - 22:07 Uhr

Hallo,

meine Maus kam bei 33+6 war 3,5 Wochen im KH.
Als wir dann daheim waren, haben wir aus der Apotheke eine Waage geliehen und sie vor und nach den Mahlzeiten gewogen um zu wissen ob und wieviel sie getrunken hat.

Am Anfang habe ich versucht sie so zu stillen, aber es klappte nicht. Mit Stillhütchen von Medela (Größe M, gibt es in der Apitheke und DM) klappte es auf Anhieb!!! Ich hätte nie gedacht, dass es so gut klappen würde, vor allem ohne fremdhe Hilfe, eine Hebamme hatte ich nicht.
Vor allem tat nichts weh und sie konnte viel besser greifen.
Ich habe gehört, dass wenn man Stillhütchen benutzt, die Milch weniger wird, aber ich habe davon nichts bemerkt.

Als ich pumpte hatte ich viel, viel weniger Milch. Seit dem sie komplett gestillt wird, ist es wirklich mehr geworden.

Nach ca. drei Wochen habe ich sie dann ohne Waage gestillt, sie meldete sich einfach, wenn sie Hunger hatte, mal nach zwei und mal nach fünf Stunden. Sie wird jetzt vollgestillt.

Hole Dir eine Waage aus der Apotheke und lass sie erst aus der Brust trinken. Dei Kosten für die Waage zahlt zwar die Kasse nicht, aber unsere hat eine Kaution von 50,00 EUR gekostet und por Tag 0,30 EUR, was nicht wirklich viel ist.

Ích denke, dass klappt auf jeden Fall und die Nächte werden enspannter. Wenn Jasmin nachts Hunger hat, stille ich sie im liegen, oft schläft sie dabei ein (und ich auch hin und wieder), das lästige Aufstehen entfällt.

Wünsche Dir viel Glück und berichte, ob es geklappt hat!

LG

Anastasia mit Jasmin 3,5 Monate

Beitrag von blami1977 05.02.11 - 22:14 Uhr

Hallo und herzlichen Glückwunsch!!!
Meine Kleine kam 4 Wochen zu früh und war auch zu schwach um an der Brust zu trinken. Bei mir ging es die ersten 5 Wochen so: 30 min pumpen, mit Fläschen füttern und 2 Stunden nach dem ersten Pumpen ging wieder alles von vorn. Anfangs habe ich immer nur nach vieeel Pumperei 50 ml aus jeder Brust bekommen.
Zwischendrin habe ich immer wieder angelegt und siehe da: nach 5 Wochen hat es geklappt. Dazu kam auch nach meinem Gefühl mehr Milch als beim Pumpen.
Okay, ich habe keine Zwillis aber es ging dann doch irgendwie.
Verlier nicht den Mut, mach weiter wie bisher, wenn Du die Kraft hast, denn sobald sie selber saugen können flutscht das schon.
Sonst schliesse ich mich dem Rat meiner Vorrednerin an :-)
Ich wünsch Dir viel Kraft und kräftige Kinder!
LG

Beitrag von anulka 05.02.11 - 22:42 Uhr

Hi,

ich kann dich so gut verstehen, habe auch zwillingsjungs. Genauso wie Du wollte ich unbedingt stillen, habe gepumpt und angelegt usw.

Ich dachte wenn sie aus dem kh nach hause kommen dann klappt das schon, aber es ist mit zwillingen und wenn man alleine ist echt schwierig.

Zeitweise habe ich es geschafft einen meiner Söhne voll zu stillen, der schwächere von Beiden kann bis heute nur bedingt an der brust trinken.

Ich will dir Mut machen es zu versuchen. Ich für mich habe es nicht durchgehalten und konnte nicht während mein einer sohn an der brust dauergetrunken hat den anderen schreien lassen. Ich habe dann für mich eine kombi aus stillen, abpumpen und mit fertignahrung zufüttern gewählt weil es einfach auf Dauer für mich nicht machbar war und meine nerven blank lagen. Eine heulende Mama tut keinem Baby gut.

Heute ist es so dass ich beide zu ca. 50% von Mumi ernähren kann und der Rest Fertigmilch ist. Ich pumpe auch mal 300 ml ab (habe anfangs nur 50 ml aus beiden brüsten gehabt!!) Komme nur selten zum abpumpen neben Flasche füttern und anlegen. Zwei babys sind halt eins mehr als normal. Aber es hat sich gut eingespielt. Morgen krigen sie ihre Pre Nahrung, dann pumpe ich ab, so dass die nächste mahlzeit dann mit anlegen nur aus Muttermilch besteht und so im Wechsel..

Denke auch an Dich und versuche das beste aus der Situation zu machen, vielleicht kannst Du dich mal ein WE mit den beiden ins bett legen und dein mann kocht und versorgt dich - vielleicht klappts dann ganz gut. Drücke Dir die daumen, dass es noch klappt.
Viel Glück und Kraft