Was würdet ihr machen?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von claudi68 05.02.11 - 18:37 Uhr

Hallo zusammen,

mein Katerchen, inzwischen fast 20 Jahre alt, hat große Schmerzen beim Gehen. Diagnose : Kreuzbandriss und starke Gelenkathrose.

Eine OP kommt nicht Infrage, da Nierenkrank und Herzprobleme.

Sammy hat sich seit dem Kreuzbandriss in unser Arbeitszimmer zurück gezogen. Ich habe ihm dort eine große Matraze hingelegt, das Katzenklo
direkt an die Matratze gestellt, damit er hinein kommt. Auch sein Futter bekommt er dort.
Er frisst und trinkt gut. Kommt 2-3x am Tag zu mir und holt sich seine Kuscheleinheiten ab. Trotz Schmerztabletten liegt er die ganze Zeit in seinem Zimmer.
Mein Mann meint wir sollten ihn erlösen, ich kann mich aber nicht dazu
hinreißen lassen. Sammy hat mich mein halbes Leben lang begleitet.
Bin ich zu Selbstsüchtig?
Was würdet ihr machen?

LG Claudia

Beitrag von meandco 05.02.11 - 18:50 Uhr

gibts vom ta aus ne möglichkeit seine schmerzen zu lindern und ihm trotzdem lebensqualität zu ermöglichen (also nicht in einfach niederspritzen damit er wieder gehen kann ...)?

falls er mit den schmerzen leben müsste, würd ich sagen mach dich mit dem gedanken vertraut ihn gehen zu lassen. du musst ja nicht heute mit hingehen zum einschläfern. aber es wäre schon viel was du ihm zurückgeben kannst, wenn du ihm diesem letzten weg erleichterst und ihn begleitest ...

lg
me

Beitrag von pepelope 05.02.11 - 20:42 Uhr

Denk bitte nicht an Dich und Deinen Verlust, sondern versetze Dich in das Tier, so habe ich das bei meiner Hündin auch getan. Sie war schwerst herzkrank, Endstadium. Ich habe überlegt, wie ich mich fuehlen wuerde, ständig Wasser in der Lunge, Erstickungsanfälle, keine Lebensqualität mehr.. Ich habe sie schweren Herzens erlöst, denn ich glaube, das war ich ihr schuldig, fuer all das, was sie mir gegeben hat. Ueberlege Dir, ob Deine Katze noch wirkliche Lebensqualität und Freude am Leben hat.. wenn Du das nicht mit Ja beantworten kannst, wuerde ich sie erlösen, alles andere wäre egoistisch. Ich war danach sehr traurig, aber auch erleichtert, dass meine Suesse sich nicht mehr quälen musste. Und ich bin ueberzeugt, wenn es einen Himmel gibt, dann sieht man seine Tiere dort irgendwann alle wieder, denn ohne Tiere wäre es ja kein schöner Ort...

Beitrag von mini1973 05.02.11 - 21:13 Uhr

Hi Claudia,

so sehr es auch weh tut, aber wenn er leidet geht es Dir auch nicht gut.

Ich weiß es tut weh, aber in dem Alter sollte er sich nicht weiter quälen. Das hat er nicht verdient. Er war Dir immer ein treuer Freund, jetzt mußt Du für ihn handeln.

Das es weh tut weiß ich aus eigener Erfahrung. Unsere letzte Katze haben wir auch einschläfern lassen. Sie hatte einen Schlaganfall.

Ich wünsche viel Kraft für die Entscheidung und den Gang zum Tierarzt.
Vielleicht habt Ihr die Möglichkeit ihn im Garten zubegraben.

Melanie

Beitrag von crazycat 05.02.11 - 23:04 Uhr

Ich kann dir auch nur das selbe raten wie meine Vorschreiber aus eigener erfahrung kann ich das sagen.
Meine Eltern haben einen Hund gehabt.
Der ist uns zugelaufen und seid dem hat er uns 15 Jahre seines Lebens treu war uns sooo dankbar das wir ihm ein zuhause gegeben haben.
Er war bis zum schluss körperlich auch gesund hatte nen kleines Problem mit dem Herzen aber das haben wir mit Tablette gut im Griff gehabt.
Naja aber er ist halt alt geworden. Angefangen hat es mit inkontinent er hat einfach sein Pipi nicht mehr halten können (was nicht schlimm war) Naja aber mit der zeit haben die Augen versagt am anfang fand er sich noch gut zurecht aber wir bzw meine Eltern haben noch 2 andere Hunde und die fanden das gar nicht lustig wenn er mal über sie gestolpert ist.
Es ging dann soweit das er sich selbst im Haus nicht mehr zurechtfand und an spazieren gehen war schon lange nicht mehr zu denken.

Ich sag dir die entscheidnung ihn gehen zu lassen hat wochen gedauert aber es war einfach das beste.
Nicht weil er Tod krank war oder uns das lässtig geworden ist oder so nein wir haben ihn ziehen lassen weil es für IHN kein schönes leben mehr war. Er hat uns soviel gegeben und war immer für uns das und das letzte was wir ihm geben konnten war die erlösung in einem zustand wo er noch ohne schmerzen war (die hätten bestimmt nicht mehr lange auf sich warten lassen).
Und ich denke das solltest du dir auch überlegen wenn ich deinen Bericht so lese hat deine Katze keine Lebensmutivation mehr. sie hat dich 20 Jahre begleitet und das was du ihr zurückgeben kannst ist ein friedlicher Tod am besten in deinen Armen.

Ich wünsche dir viel Kraft egal wie du dich entscheidest.

Lg

Beitrag von manyatta 07.02.11 - 11:58 Uhr

Hi!

Gerade weil er schon seit vielen Jahren dein treuer Begleiter ist, solltest du auch diese Verantwortung für ihn übernehmen und ihn gehen lassen.

Sicherlich ist es sehr schwer solche eine Entscheidung zu treffen aber dein Mann sieht es schon richtig so. Wenn es keine Möglichkeit gibt ihm zu helfen, müsst ihr etwas tun. Und das kann dann nur die Erlösung sein. Denn mit deinen Streicheleinheiten und deiner Fürsorge machst du sein Leiden nicht besser....

Es ist bitter aber diese Entscheindung musst du einfach treffen. Du entscheidest dich ja nicht gegen das Tier. Nein, du entscheidest für ihn. Dass er erlöst wird und er wird dir dankbar sein....

Alles Gute und viel Kraft!

Beitrag von claudi68 07.02.11 - 17:34 Uhr

Hallo,

vielen Dank für eure ehrlichen Antworten.

Ich werde nächste Woche einen Tag Urlaub nehmen und Sammy erlösen
lassen. Er bekommt dann seine Ruhestätte neben unserem Hund.
Die zwei waren über Jahre ein tolles Team.

LG Claudia