Was soll ich mit meinem Mann nur machen? SILOPO

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von astrida 05.02.11 - 19:09 Uhr

Hallo,

ich bin mit meinem Mann im März 1 Jahr verheiratet. Wir haben recht zugig geheiratet und wir waren uns schnell einig dass wir ein Kind wollen.

Ich bin jetzt in der 28. SSW.

Ich weiß echt nicht, was ich mit ihm machen soll.
Er macht sehr viel im Haushalt, mir zu liebe, weil es mir nicht sooo gut geht. Das finde ich sehr lieb und dafür bin ich sehr sehr dankbar.

Nur Zwischenmenschlich ist es momentan soo verletzend.
Ich komm mir vor, wie die Gebärmaschine. Ich bin egal. Er frag mich nie wie es mir geht.

Er war letzte Woche Sonntag arbeiten und wird morgen auch wieder arbeiten müssen. Ist zwar scheiße, aber im Endeffekt können wir das Geld gut gebrauchen.
Ansonsten habe ich nichts von ihm.
Er kommt von der Arbeit, entweder geht er an den PC, vorn Fernseher oder zum Tischtennis.
Heute morgen musste er wieder was erledigen fürn Tischtennis, bin dann widerwillig mitgefahren.
Danach zuhause, Fussball gucken.
Zwischendurch saß er dann am PC.
Jetzt ist er mal wieder zum Tischtennis.
Er ist für das Material zuständig, will aber ab Mai die Jugend Trainieren. Ich befürchte dann wird er noch weniger Zeit haben. An den Wochenenden wird er dann mit den Jungs zu den Spielen müssen und in der Woche hat er dann 2x Training. Jeweils von 18uhr bis 22 Uhr...
Ich komm zwar manchmal mit, aber das ist einfach nur Sinnlos. Ich sitz dann 4 Stunden rum...

Ich weiß echt nicht mehr was ich machen soll. Ich habe ihn auch schonmal drauf angesprochen. Aber von ihm kam nix.
Ich fühl mich total ungeliebt.

Was ist erst wenn der kleine da ist, bin ich dann komplett abgeschrieben? Denn dann habe ich ja meine Pflicht erfüllt.

Was würdet ihr machen?
Rege ich mich zu sehr auf?

lg Astrida

Beitrag von solania85 05.02.11 - 19:15 Uhr

Meinem Mann ists ähnlich... großes Hobby ist DArt und sein PC. er selber spielt in ner dartmanschaft. dienstags training und onnerstag spiel. Ab der neuen Saison möchte er noch in ner 2. Manschaft anfangen- das heißt mo, di, do und fr. sind für dart reserviert- den PC wird er deswegen nicht vernachlässigen.

Ich hab ihm klipp und klar gesagt dass ich nicht möchte dass er in die 2. manschaft geht- entweder 1 oder keine. Anfangs hat er nur gemeckert. mit mir geschumpfen. Jetzt akzeptiert er es...

Lg und viel glück

Beitrag von winniwindel 05.02.11 - 19:19 Uhr

Hey also das hört sich ja wirklich komisch an. Aber hier kann dir da niemand helfen. Ganz allein DU musst mit deinem Mann das Gespräch suchen. :-)
Ihr seid immerhin verheiratet und ich finde das man sich damit auch verpflichtet über solch wichtige Dinge zu sprechen und natürlich auch eine Lösung zu finden. Bedenke aber auch, dass wenn er arbeitet und auch den Haushalt schmeißt, dann braucht er vielleicht auch etwas mehr Zeit um das etwas auszugleichen. :-)

Und sag ihm auch, das du dir wünschst, dass er dich öfter mal fragt wie es dir geht oder dich im arm nimmt. #verliebt
Männer merken manchmal garnicht dass sowas im Laufe der Zeit untergegangen ist.


Sprecht über eure sorgen und es kann im endeffekt nur besser werden, oder? ;-)

Beitrag von shiningstar 05.02.11 - 19:44 Uhr

Huhu,

also bei uns ist es so, dass mein Mann im Schichtdienst arbeitet -hat in fünf Wochen nur 2x am Wochenende frei -und zudem seit 30 Jahren in einem Fußball-Verein spielt, d.h. auch Training und fast jedes Wochenende (wo er dann mal frei hat) fährt zu einem Spiel.

Ich möchte ihm seine Hobbys nicht verbieten.

Wir haben viel gesprochen und bei uns ist es zum Glück so, dass wir die gemeinsame Zeit intensiv nutzen soweit es geht. Natürlich muss er nach der Arbeit auch erst mal runter kommen und sitzt dann auch stundenlang vor dem PC oder vor dem TV oder so. Ich dagegen bin den ganzen Tag heim und will abends jemanden zum reden haben :p
Man muss einen Mittelweg finden.

Vielleicht ist sein Kind nach der Geburt ja auch die Nummer 1.
Ach ja, wir haben 1x die Woche einen "Schatzi-Tag", abwechselnd darf einer bestimmen was gemacht wird (und je nach Schicht kann es mal ein Brunch sein, Freunde treffen, Kino, Restaurant, Kochen, Spaziergang, Ausflug ans Meer.... was auch immer...). Das möchte ich nach der Geburt auch beibehalten, und was mir auch wichtig ist, wenn ich es denn schaffe, dass ich auch mal Freiraum für mich habe. Deshalb habe ich eine Milchpumpe mit Zubehör gekauft, dann kann der Papa auch mal "stillen" und ich kann auch mal mit einer Freundin was trinken gehen oder so...

Beitrag von ficus 05.02.11 - 21:03 Uhr

Hallo,
ich schließe mich meinen Vorschreibern an. Möchte aber auch noch hinzufügen, dass man in der Schwangerschaft auch selber sehr empfindlich ist / reagiert.
Ich möchte nicht behaupten, dass du übertreibst, sondern nur ansprechen, dass ein wenig Empfindlichkeit auch mit dabei sein kann. Versuch mal alles aus ein wenig Entfernung zu betrachten - für dich selber. Auch deshalb, damit du ihm nicht emotional geladen an die Gurgel gehst und er gar nicht weiß, wie ihm geschieht.
Und ja, ihr müsst unbedingt darüber reden und eine gemeinsame Lösung finden, insbesondere zur Nutzung gemeinsamer Zeiten, damit ihr euch nicht entfremdet.
Wenn du dann abends dein Baby ins Bett bringst und er unterwegs ist und du dann abends auch wieder allein bist, ist es sehr unangenehm, wenn du dich dann auch noch allein gelassen fühlst.
Wenn er Trainer ist, ja, dann wird er auch an den Wochenenden weniger Zeit für dich / für euch haben. Frag ihn, wie er sich sein künftiges Familienleben vorstellt und was er bereit ist, dafür zu tun oder dafür aufzugeben. Oder ob er irgendwann mal nachhause kommen möchte und sein Kind redet ihn mit "Sie" an.

vG
ficus