Am Ende....

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Am Ende 05.02.11 - 21:10 Uhr

Ich weiß nicht mehr was ich tun soll.

Seit 2 Jahren habe ich einen Partner. Alles ging schnell aber war richtig so, keiner von uns hat es je bereut dass er gleich bei mir eingezogen war. Er war von Anfang an DER Mann für mich, ich für ihn auch.
Mein Leben ist sehr anstregend, da ich zwei kranke Kinder habe und auch noch jede Menge Mist um die Ohren. Seit einiger Zeit ist es wieder richtig schlimm aber ich kann ja nichts dafür.
Er hat uns von Anfang an so akzeptiert wie wir sind, mit allen Macken und Schwierigkeit. Immer stand er an meiner Seite, hat mich unterstützt, die Kinder lieben ihn wie ich seit dem ersten Moment.

Seit einiger Zeit ist er anders, was auch schon oft Thema war da dadurch natürlich Probleme entstanden sind.
Er hat mich mit vielem allein gelassen, seit einiger Zeit ist er einfach nur noch fertig. Er wollte seinen Job schmeißen, nach langem hin und her macht er nun doch weiter. Das war auch der Auslöser, seitdem er dort arbeitet ist er nur noch gestresst und fertig. Wir haben keine Zeit miteinander, mich überrollen immer wieder die Probleme mit den Kindern.

Die wenige Zeit die wir miteinander hatten, waren immer sehr liebevoll. Etwas distanzierter als vorher aber wir haben dennoch immer zueinander gestanden und er hat mich immer spüren lassen, wie sehr er mich liebt.

Dadurch, dass er so fertig war saß er nur noch vor dem TV. Er flüchtete sich in seine Filme, die schon immer eine gro0e Leidenschaft von ihm waren. Aber nie so schlimm.

Seit wenigen Tagen scheint es nun aus. Der Grund bin nicht ich, sind nicht die Kinder und die Probleme die damit zusammenhängen. Er liebt mich und sieht es immernoch so, dass es kein Fehler war mit uns. Aber er will nicht mehr nachdenken und nur noch abschalten. Mit seinen Worten: nur noch vor der Glotze sitzen und flüchten, ohne nachzudenken.
Er war wie immer, lustig und sagte mir dass er mich liebt. Eine halbe Stunde später kippte die Stimmung und er wollte ausziehen. Den nächsten Tag ließ er mich hängen, ich kam nicht an ihn ran. Heute nun habe ich ihn ein wenig erreicht. Das endete so, dass wir uns in den Armen lagen und beide bitterlich weinten, er sagte mir er würde mich besuchen kommen....

Ich kann nicht mehr, ich bin am Ende. Ich weiß nicht mehr was ich tun soll und habe keine Kraft mehr. Ich habe soviel in ihn investiert und würde es immernoch tun. Ich weiß dass er mich sehr liebt und es zwischen uns was besonderes ist. Er weiß dass ich immer hinter ihm stehe, immer.
Ich weiß nicht mehr wie ich an ihn rankommen soll, er blockt ab weil es ihm wehtut.
Für mich bricht alles zusammen, alles.... Ich schaff es nicht noch einmal mein Leben neu zu beginnen... Auch für die Kinder wäre es eine absolute Katastrophe wenn er geht. Der Kleine ist mit ihm aufgewachsen, der Große hat viel Schlimmes erlebt und ist nun endlich glücklich...




sorry aber musste raus

Beitrag von sonnenkind1977 05.02.11 - 21:40 Uhr

Ich fürchte, da steckt eine Depression oder ein BurnOut dahinter! Aus eigener Erfahrung: Er braucht eine Therapie und Du Deine Kraft für Dich und die Kinder. Wenn er dazu bereit ist, kann er Euch als Paar nach der Therapie noch eine Chance geben. Aber verlass Dich nicht darauf!

Es gäbe noch so viel, was ich Dir schreiben könnte, aber das ist mir zu privat für ein öffentliches Forum... Du kannst mich aber gerne anschreiben, wenn Du magst!

Beitrag von Am Ende 05.02.11 - 21:52 Uhr

An genau diese zwei "Diagnosen" denke ich schon länger. Hab ich ihm auch gesagt, die Reaktion darauf ist typisch Mann...
Wird er denke ich nie darauf eingehen.
Eigentlich ist er ein sehr fröhlicher Mensch, lebhaft und total verrückt. Aber es schwankte immer mehr.

Er sagt, ich bin in letzter Zeit eh allein mit allem. Also will er es mir nicht weiter schwer machen und geht lieber. Ich begreif das nicht, er weiß dass ich immer für ihn da wäre, uns verbindet viel.

Ich weiß einfach nichts mehr. Es gibt viele Situationen (logisch, wir wohnen zusammen) wo er mir nahe ist und wo ich ganz genau weiß, dass er mich gern in den Arm nehmen würde, er sich aber sehr dagegen sperrt um nicht "zu fühlen". Er ist immer zu mir gekommen, immer. Nach Streits oder so ist er immer zu mir gekommen.

Jetzt sieht er mich den ganzen Tag weinen und schaut mich einfach nur an, die ganze Zeit.

Beitrag von sonnenkind1977 05.02.11 - 22:28 Uhr

Mein Ex hat 2 Jahre gebraucht um es einzusehen... und ist endgültig ausgezogen, als er die Therapie angefangen hat. Tut mir leid, Dir das so direkt sagen zu müssen... aber ich habe auch schon von Fällen gehört, wo es sich mit der Therapie wieder alles eingerenkt hat! Ich wünsche Dir viel Kraft und viel Glück! Es ist das Jahr des Hasen, das steht für Familie und Zusammenhalt, ich hoffe, Du kriegst was davon ab!

Beitrag von Am Ende 05.02.11 - 22:44 Uhr

Wie bringt man jemanden dazu, es einzusehen?

Er sagt es so, dass er wirklich nur noch da sitzen will wo er sitzt und arbeiten gehen, damit er da sitzen kann. Ohne Denken, ohne Verantwortung, nur Vergessen, wegschieben... Er verliert lieber alles als aus seinem Selbstmitleid rauszukommen. Ist es Selbstmitleid? Ich bin ihm nicht mal direkt böse, ich würde ihm bei allem helfen wenn er nur etwas tun wollen würde....
Es tut ihm weh, sonst würde er nicht weinen und zugeben dass er uns liebt und es nicht an uns liegt. Aber genau diesen Schmerz ist er nicht bereit auszuhalten bzw. etwas zu tun, damit er diesen Schmerz nicht hat.

Ich versteh es nicht....

Beitrag von luka22 05.02.11 - 21:45 Uhr

"Ich schaff es nicht noch einmal mein Leben neu zu beginnen..."

Du musst dein Leben nicht neu beginnen, höchstens neu organisieren. Ich denke das meiste gewuppt hast bisher sowieso du. Ich kann dich sehr gut verstehen und kann deine Traurigkeit sehr gut nachvollziehen. Aber ich verstehe auch deinen Partner. Viele Ehen gehen in so einer Situation in die Brüche, vor allem wenn neben dem normalen Wahnsinn noch weitere Stresssituationen dazu kommen. Es ist nicht jedermanns Sache dieser Belastung auf Dauer stand zu halten. Auch du hast dir vielleicht in den letzten Jahren das ein oder andere Mal gewünscht den Bettel hinzuschmeißen. Du konntest es nicht, weil du die Mutter deiner Kinder bist. Für deinen Partner war es zu Beginn wahrscheinlich nicht abzusehen, dass es einen normaler Alltag in der von ihm gewohnten Art nicht mehr geben wird. Vielleicht hat er gemerkt, dass seine Kraft trotz aller Liebe nicht reicht. Vielleicht sehnt er sich einfach wieder nach Unbekümmertheit und nach der Leichtigkeit des Lebens. Ich denke diese Sehnsüchte hast auch du, nur eben mit dem Unterschied, dass du keine Wahl hast und es schlussendlich auch gerne tust, für deine Kinder! Dein Partner hat die Wahl.
Wäre es für euch eine Möglichkeit, dass ihr zusammen bleibt euch aber räumlich trennt?

Liebe Grüße
Luka #liebdrueck

Beitrag von Am Ende 05.02.11 - 23:02 Uhr

Du hast so Recht...

Es ist nicht nur normaler Wahnsinn mit Stressmomenten, nein. Es ist nur Stress und Kummer, natürlich auch mit besseren Tagen. Aber bei zwei chronisch kranken Kindern ist das nicht einfach. Nicht falsch verstehen, wir waren bis vor wenigen Tagen eine sehr glückliche, wenn auch leidgeplagte Familie.

Er wusste das von Anfang an und war gleich dabei, weil ich ihn kennenlernte und es meinem Sohn da nicht gut ging. Sicher konnte er nicht absehen was daran hängen würde wenn er mit uns lebt aber er wusste auch, dass ich ihn verstanden hätte wenn er damals gekniffen hätte.

Sicherlich, ich könnte öfters hinschmeißen. Kann ich aber nicht, ausgeschlossen, klar. Zu den gesundheitlichen kommen noch andere Dinge hinzu, es kommt einfach immer was Neues.

Mit ihm hatte ich endlich einmal Glück in meinem Leben, ich war zum ersten Mal so richtig glücklich. Wir beide können zusammen so stark sein, dass hat er schon bewiesen.

Wir habe nicht darüber geredet, dafür ist es einfach zu schmerzlich grad. Er sagt nur, dass er definitiv ausziehen wird. Ob wir dann dennoch zusammen sein können? Ich weiß es nicht, ich kann es mir nicht vorstellen. Denn dann wäre ich ja trotzdem allein und ich hab Angst dass ich es ihm dann zum Vorwurf machen würde, wenn er nicht da ist.
Natürlich wäre es mir aber tausendmal lieber, als wenn ich ihn ganz verliere...

Sorry für das Durcheinander, bin total neben der Spur

Beitrag von phoeby1980 05.02.11 - 21:52 Uhr

hi,
ich glaub ihr braucht dringend eine auszeit! ich meine nicht voneinander. sondern miteinander.

vielleicht gibt es ja die möglichkeit einer mutter kind kur. besonders, wenn deine kinder krank sind. da würde die kk das doch bestimmt genehmigen. vielleicht sogar mit attest vom arzt.

ich denke das würde schon viel ausmachen. ihr dreht euch sozusagen im kreis, wenn ich es richtig gelesen hab. ihm k..zt die arbeit an und wohl auch das familienleben (les ich zumindest zwischen den zeilen).

dein partner sollte mal über eine berufliche veränderung nachdenken. er kann sich doch umschauen und woanders bewerben. vielleicht hat er ja glück und es geht im besser.

oder aber mit seinem chef reden (weiß ja nicht, was es für probleme gibt) aber vielleicht besteht ja die möglichkeit eines urlaubs. oder einer art auszeit im job (ohne kündigung.)

ihr braucht mehr zeit für euch!

vielleicht, ohne dich zu verletzen, ist es ihm auch zuviel mit den kindern. besonders weil sie wohl krank sind.

vielleicht hat er sich das ganze doch anders vorgestellt mit dir und den kindern.

er dachte vielleicht, na die werden schon wieder gesund oder sind nicht so schwer krank.
aber wie ich es entnehme, sind sie es wohl doch, weil du schreibst, dich überrollen die probleme mit den kindern.

und womöglich habt ihr da auch kaum zeit füreinander. für zärtlichkeiten oder intimitäten, für ausflüge und schick essen gehen. weil ja doch immer die kinder im vordergrund stehen.

versteh mich nicht falsch, ist ja auch richtig so! würd ich auch so machen!

und ich weiß, es sind viele vielleichts drinnen. alles nur spekulationen. aber mehr kann ich dazu leider nicht sagen. nur aus der sicht einer neutralen person.

ich kann dir nur raten, redet in ruhe miteinander. vielleicht gibt es die möglichkeit die kinder bei ihren großeltern zu lassen oder so.

und macht euch mal ein schönes ruhiges wochenende. und dann redet ihr über alles. sachlich ohne rumzubrüllen und zu streiten.

ihr könnt auch aufschreiben in einer art brief, was euch beschäftigt und gebt es den anderen zum lesen. mit etwa einen tag bedenkzeit, damit man in ruhe sich was überlegen und darauf eingehen kann ohne gleich lauthals rumzuschimpfen!

ich drück dir die daumen, dass alles gut wird.

und vielleicht (ja wieder ein vielleicht) denkt ihr mal über eine paar, bzw. familientherapie nach. denn es scheint euch ja alle sehr zu belasten!

Beitrag von Am Ende 05.02.11 - 22:06 Uhr

Danke erstmal.

Genau so ist es, wir haben keine Zeit miteinander. Das wird auch ein Grund sein, weiß ich.
Ich habe niemanden für die Kinder, die Großeltern nehmen sie nicht. Mal eine Stunde spielen ist ok, mehr ist nicht drin.
Schon oft hab ich ihm gesagt wie sehr ich es vermisse mal mit ihm allein zu sein, er weiß das. Er sagt es geht ihm ähnlich aber er hat momentan einfach keine Kraft. Kriegt den Hintern nicht hoch, er weiß es selbst.

Er ist Kraftfahrer, jeden Abend zu Hause. Er fährt zwischen 5 und 6 los, ist erst spät wieder da. Klingt harmlos, ist aber ein Knochenjob in der Großstadt, zudem krant er noch und anderes.

Geredet haben wir schon viel, auch in Ruhe. Er sagt wirklich, dass die Kinder zwar eine Belastung sind durch die ganzen Probleme aber nicht der Grund. Er liebt sie abgöttisch, kann ihnen aber in seinem "Zustand" nciht gerecht werden. Dass er es sich anfangs nicht so schwer vorgestellt hat, ja das stimmt. Aber es wäre ihm nie in den Sinn gekommen mich wieder zu verlassen, sagt er.

Jetzt tut er es doch und ich versteh es nicht. Er badet im Selbstmitleid und ich krieg ihn nicht raus.
Als er mich weinend im Arm hielt heute sagte er auch immer wieder, dass ich es schaffen werde, so wie ich bisher alles geschafft habe.

Ich weiß dass es nicht so ist, ich kann echt nicht mehr. Ich bin mit Leib und Seele Mutter und machen meinen Job denke ich auch gut aber es frisst mich auf. Beide Kinder sind chronisch krank, der eine schwer.
Dass ich mir selbst Hilfe holen muss, weiß ich und habe es auch in den nächsten Tagen vor auch wenn ich nicht weiß wo.

Die Vorstellung, dass er mich nun auch noch allein lässt, lässt mich noch mehr verzweifeln...

Beitrag von phoeby1980 05.02.11 - 22:57 Uhr

ich glaube dir, dass er dich und auch die kinder liebt. aber er ist an einem punkt angekommen, wo er nicht mehr weiter weiß und auch keinen ausweg sieht ausser der flucht nach vorne....
und das tut mir echt schrecklich leid für dich, für euch alle beide.

und es ist echt schade, dass deine eltern nicht mal über nacht auf deine kinder aufpassen. immerhin sind sie ja die großeltern. aber naja, das kann man nicht ändern.

was hälst du denn von einer familienhilfe. man kann diese doch beim jugendamt beantragen. sagen, man schafft es im moment nicht mehr allein und dann kommt doch jemand nach hause und hilft mit im haushalt und so. das wäre doch schonmal eine entlastung.

natürlich kannst du auch über ein kindermädchen nachdenken. oder ein au pair. das wäre auch nicht ganz schlecht.

mach dir keie gedanken. du bist eine gute mutter, das lese ich aus den zeilen heraus! du machst einen super tollen job! und ich weiß, dass dieser dich auffrisst! das glaub ich dir aufs wort!

es ist nicht einfach mit 2 schwerkranken kindern ein normales leben zu führen. aber irgendwie hast du es immer geschafft. du hast den spagat zwischen kindern, mann und leben immer irgendwie hinbekommen.
dafür bewundere ich dich!

aber jetzt bist du an einen punkt angelangt, an dem deine beine nicht weiter auseinander gehen. du kannst das eine nicht halten und das andere nicht erreichen.

und du drohst abzustürzen. in ein tiefes dunkles loch. dahin, wo du die ganze zeit über einen spagat gemacht hast um gut über die runden zu kommen.

doch eins ist fakt, es muss sich was ändern. denn so schaffst du das nicht weiter.

wie gesagt, lass dich vom jugendamt beraten. hol dir eine haushaltshilfe mit ins boot.

beantrage / informier dich über eine mutter kind kur.

und wenn dein partner erstmal eine auszeit will, dann gönn sie ihm. auch wenn es schwer fällt. vielleicht kommt er dabei selbst wieder auf die beine und wird mit abstand einiges anders sehen und weiter zu dir halten!

wenn ich bei dir in der nähe wäre, ich würde mich gern ein wochenende lang um deine kinder kümmern! und auch sonst würde ich dir helfen.

aber so bleibt mir nichts anderes übrig, als dir hier zu schreiben und mit rat und tat nach möglichkeit zur seite zu stehen!

ich denk an dich und werde für dich beten, dass alles wieder gut wird!

Beitrag von nick71 05.02.11 - 22:23 Uhr

"Der Grund bin nicht ich, sind nicht die Kinder und die Probleme die damit zusammenhängen."

Du hast offensichtlich sehr viel Verantwortung auf deinen Partner übertragen, wenn ich deinen Text richtig interpretiere...und er ist jetzt anscheinend nur noch fertig und braucht seine Ruhe. Eine solche Situation was kann enorm auslaugen...der eine verpackt mehr, der andere ist weniger belastbar.

Dass es an was anderem liegt, glaube ich nicht, auch wenn er dir das so gesagt hat. Oder ist das nur deine eigene Vermutung? Und was meinst du damit, dass du viel in ihn investiert hast?

Beitrag von Am Ende 05.02.11 - 22:37 Uhr

Sorry wenn ich mich grad nicht so schlau audrücken kann, bin total durcheinander.

Investiert? Doofes Wort, ja.
Ich meine, dass ich ihn gleich in mein Leben gelassen habe und das der Kinder. Mit dem Gefühl, dass es richtig ist/war.
Wir lernten uns kennen und es war von Anfang an klar, dass wir von nun an zusammen durch Leben gingen.
Die letzten Monate habe ich ihm viel abgenommen, habe ihn bewusst den Rücken frei gehalten, er hatte seine kleinen Freiheiten. Er hat mich immer öfters hängen lassen, ich hatte Verständnis (natürlich auch Wut ab und an).
Finanziell haben wir immer alles zusammen gemacht, was aber auch nicht anders geht da ich grad nicht arbeiten kann. Kurzer Einblick: Wir leben von ihm, Wonhung und alles wird durch meine "Einnahmen" finanziert, im Urlaub waren wir von meinen Esparnissen, er hatte bissl Schulden die ich ihm durch ein Erbe abgezahlt habe....Alles ist mehr als knapp.
Aber eigentlich meinte ich damit nicht unbedingt das Geld.

Ich versteh es nun so, dass er diese Last von mir nehmen will. Die Last, dass ich darunter leide, dass er sich immer mehr rauszieht. Aber er tut genau das Gegenteil, was er auch weiß...

Ich weiß einfach nicht wie es weitergehen soll. Ich kann mir nicht vorstellen hier wohnen zu bleiben wenn er wirklich weg gehen sollte. Umziehen kann ich nicht, es geht einfach nicht und ich weiß auch nicht wohin. Ich krieg keine Gelder, muss alles neu beantragen. In der Wohnung haben wir uns einiges neu zusammen angeschafft, ich kann mir nicht vorstellen die Dinge weiter zu nutzen....
Der Kleine ist sehr geprägt von ihm, sagt viele Dinge die er von meinem Partner hat, es bringt mich direkt zum Weinen wenn ich ihn reden höre.

Beitrag von bruchetta 06.02.11 - 13:57 Uhr

Das was mit rosaroter Brille auf der Nase für ihn am Anfang noch problemlos erschien, bricht ihm jetzt (in Kooperation mit dem Job) das Genick.

Dass er sich eine eigene Wohnung sucht, ist die beste Lösung.
Ihr könnt doch trotzdem weiter zusammen bleiben.
In jeden Fall die bessere Alternative als eine Trennung, nur weil er Eurer Situation nicht standhält.

In ein paar Jahren sind die Kinder älter, vielleicht sieht es dann schon anders aus.