wurde schon wieder gebissen

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von annepopanne2 05.02.11 - 23:48 Uhr

hallo zusammen....

ich schreibe hier heute mal aus einer sorge heraus.
in der kita meines sohnes (fast 2) gibt es einen jungen der beißt. leo war bisher 3 mal das opfer und es hat ihn jedes mal am arm erwischt. das sieht richtig schlimm aus, ich hatte fast immer das gefühl es würde nicht viel fehlen und es fehlt mal ein stück fleisch. er ist allerding nicht der einzige den es erwischt hat. das beißende kind schlägt öfter zu. in der kita steht dieser junge nun (so weit möglich) unter beobachtung. er soll den ganzen tag an der seite einer betreuungsperson sein, was aber nach meiner einschätzung nicht funktioniert. beim bringen und abholen seh ich ihn oft alleine mit anderen kindern und auch mal ohne das jemand ein auge auf ihn hat. (das geht nun schon ein halbes jahr so)

gestern nun hatte leo eine bisswunde am kopf .... was muss eigentlich noch passieren. ich möchte nicht den tag erleben wo dieses kind meinem sohn (oder einem anderen kind) die nase kaputt beißt oder ein ohr...mir macht das wirklich angst.

ich bin definitiv der meinung das nun eine andere lösung her muss als ihn unter beobachtung zu stellen. das funktioniert nämlich nicht. aber welche ...????
hat jemand erfahrungen mit sowas gemacht, ist selbst mutter eines beißenden kindes oder arbeitet in einer kita und wie wird dort mit sowas umgegangen.
ich möchte am montag in einem gespräch mit leos bezugsbetreuerin meine ängste und wünsche nochmal zum ausdruck bringen...denn so geht es nicht weiter.

lg anne

Beitrag von mansojo 06.02.11 - 00:07 Uhr

huhu,

meine tochter beißt gern mal zu wenn sie sich bedrängt fühlt

sie ist 22 monate alt

da ich während der kitazeit nicht dabei bin muss ich mich auf die betreuer verlassen das sie eingreifen und entsprechend reagieren

meine tochter kamm auch schon mit blauen flecken und bißwunden nach haus
ehrlich gesagt find ich es nicht schlimm
sie zeigt in keinster weise angst vor anderen kindern oder dem kindergarten
die kinder sind schonmal grob untereinander und ich vertrau da den erzieherinnen das sie die situationen einschätzen können

gruß manja

Beitrag von raena 06.02.11 - 00:27 Uhr

Liebe Anne,

ich kann verstehen, dass du dich aufregste, wenn dein Sohn das Opfer eines Beissers ist. Meine Tochter war das auch schon.

Leider schreibst du nicht wie alt das andere Kind ist und in welchen Situationen er beißt!


Aber was meinst du denn was man tun kann????
Du darf bei all deiner berechtigten Aufgebrachtheit auch nicht vergessen das der Täter auch nichts anderes ist, als ein Kleinkind, gerade dem Babysein erwachsen, das mitten in der Trotzphase steckt, nicht weiß wohin mit seinen Gefühlen und Wünschen. Auch solltest du darauf gefasst sein, dass dein "Opfer-Kind" schon nächstes Monat ein "Täter-Kind" sein könnte und eine andere Mutter sich hier darüber beklagt, dass dein Sohn ihr Kind gebissen, geschlagen, geschubst, gekratzt, .... hat und das doch so echt nicht weitergehen kann!

Was ich damit sagen will, das was die Erzieher tun, ist schon so richtig. Kind im Auge behalten, wenn eine Situation auftritt, dass Kind aus der Situation nehmen und klar machen das es nicht o.k. ist. Denk bitte immer daran, dass der das andere Kind dies nicht tut um deinem Kind weh zu tun oder ihm zu schaden, und schon gar nicht aus bösartigkeit, sondern weil er in einer Situation steckt in der er nicht weiß was er machen soll und hilflos ist. Er ist in diesem Augenblick genauso ein Opfer seiner für ihn nicht beherrschbaren Gefühle, wie dein Sohn. Die meisten Kinder machen so eine Phase durch.

Übrigens der Junge der meine Tochter mehrmals gebissen hat (sie war damals 2 und er war 3) hab meine Tochter genauso herzlich zum abschied geknutscht wie er sie in seiner Wut dann halt auch gebissen hat. Nach 3-4 Wochen war der Spuk dann vorbei.

vg
Tanja

Beitrag von ego77 06.02.11 - 09:54 Uhr

Genauso ist es. Und es wird nicht besser, wenn das Kind ständig im Aktionsradius der Erzieherin ist. Das Beissen gibt sich wieder.

Und fast alle Kinder beissenmal.
Ist zwar nicht schön. Aber diese Phase geht vorbei.

Beitrag von heimchen82 06.02.11 - 09:00 Uhr

Ich kenne die Kleine meiner Bekannten (jetzt 2,5) von Geburt an: Krappelgruppe, Miniclub, Schwimmen, Turnen. Sie hat schon einen recht ausgeprägten Dickkopf und zeigt was sie will oder auch nicht ;-) Aber sie hat nie gebissen.
Sie kam im Sommer mit 2 Jahren vormittags in den Kiga in eine Gruppe für Kinder von 2 -4. Ich kenne auch andere Kinder bzw Mütter, deren Kinder in dieser Gruppe sind. Das Mädchen meiner Bekannten hat oft ohne ersichtlichen Grund gebissen - Arme, Hände, Gesicht. Meine Bekannte konnte sich das nicht erklären, weil sie dieses Verhalten sonst nicht zeigt!
Zum Schluß ist der Druck der Eltern/Erzieher so groß geworden, dass das Kind nicht mehr in den Kindergarten geht. Sie kommt jetzt in den Kiga meines Sohnes, ob ich das gut finde, weiß ich noch nicht ;-)

LG, Jenny

Beitrag von crystall 06.02.11 - 09:46 Uhr

http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Haeufige_Probleme/s_948.html


du wirst auch nicht viel mache können.
das kind wird nicht aus der gruppe geschmissen werden und es ständig an der hand zu nehmen geht ja auch nicht

ich an deiner stelle wär auch sehr verärgert

Beitrag von ellannajoe 06.02.11 - 10:16 Uhr

Hallo Anne,

es ist bestimmt nicht einfach für dich dein Kind leiden zu sehen, aber für die Eltern des Täters ist es ebenfalls nicht einfach.

Mein Sohn hat um den 2. Geburtstag rum auch zu gebissen, warum, wenn er überfordert war, um Kontakt aufzunehmen usw. Für mich war es schrecklich, ich konnte nichts machen, außer den Erzieherinnen zu sagen, bitte nehmen sie ihn aus ihm unangenehmen Situationen rechtzeitig raus. Das hat einwenig geholfen.

Er hat schlagartig aufgehört zu beißen, als er anfing zu reden und sich ausdrücken konnte.

Sei nicht zu hart mit dem Kind, es ist nicht so ungewöhnlich, wie es gerne hingestellt wird.

#winke

Beitrag von butler 06.02.11 - 10:25 Uhr

Meiner hat gebissen wenn er sich nicht mit Worten oder Kraft zur Wehr setzen konnte, bzw. seinen Willen nicht durchsetzen konnte. Wir haben seinem bevorzugtem Opfer (seinem Bruder) den Arm mit Pepperoni beschmiert ihn provoziert bis er seinen Bruder(12) gebissen hat ( er hat ihm den Arm dann hingehalten)und das war das letzte mal das er jemanden gebissen hat. Aber das müssen die Eltern des Beißkindes machen.
PS: solche Sachen wie Hundemaulkorb androhen, schimpfen, erklären.... haben nix gebracht
Ich war auch ein Beißkind wenn ich mich nicht wehren konnte und habe oft dafür einen A...voll bekommen, gebracht hat es nichts. erst als mein Bruder mit Beißfieber da lag( da hatte er mich wiedermal verprügelt und ich habe mich in seinem Oberschenkel festgebissen) war das beißen vorbei. Zu dem Zeitpunkt war ich 5
LG

Beitrag von annepopanne2 06.02.11 - 10:51 Uhr

vielen dank für die vielen antworten.

ich möchte nochmal ausdrücklich sagen, dass ich mir darüber im klaren bin das es sich beim beißenden kind eben um ein kind handelt das knapp 2 1/2 ist. klar das dieses nicht vorsätzlich handelt oder in böser absicht. mir ist auch bewußt das wir mal auf der täterseite landen können wenn eines unserer kinder beißt oder haut.
wenn ich sage, dass es so nicht weiter geht sehe ich dabei nicht nur mein kind sondern auch das kind welches beißt. ich verstehe auch, dass sich die eltern hilflos fühlen müssen ... ich wäre jedenfalls auch in der täter-situation sehr verzweifelt.

ich möchte eben nur gerne mal in einem gespräch herausfinden in wie weit die eltern des kindes informiert sind und wie diese auch zu hause damit umgehen. und was in der kita konkret gemacht wird wenn er dann wieder gebissen hat.
mir ist klar, dass die betreuerinnen ihn nicht die ganze zeit im auge behalten können ... das ist faktisch unmöglich. es ärgert mich aber, dass dies als problemlösung vorrangig angeboten wird.

ich bin nicht wütend oder sauer auf das kind ... aber das geht nun schon über ein halbes jahr so und ich habe einfach angst vor dem tag an dem ich angerufen werde und meinen sohn mit einer schweren beissverletzung ins krankenhaus schaffen muss.

Beitrag von ellannajoe 06.02.11 - 12:07 Uhr

Hallo,

wie sollen die Eltern zu Hause damit umgehen? Zuhause hat unser Kind z.B. nicht gebissen.

Wenn man nicht direkt in der Situation ist, kann man gar nichts tun.

Ich kann deine Angst verstehen, in unserer Kita gab es tatsächlich den Fall, dass ein Kind mit Bisswunde ins Krankenhaus musste. Wie schrecklich sich beide Parteien gefühlt haben müssen, möchte ich mir gar nicht ausmalen.

>>>ich möchte eben nur gerne mal in einem gespräch herausfinden in wie weit die eltern des kindes informiert sind und wie diese auch zu hause damit umgehen. und was in der kita konkret gemacht wird wenn er dann wieder gebissen hat.<<<

Das kann ich dir sagen, die Eltern sind darüber informiert und schämen sich wahrscheinlich zu tode und denken, was haben wir falsch gemacht. Was soll die Kita tun, sie wird sich um das Opfer kümmern und den Täter links liegen lassen, oder ihn vielleicht auch ausschimpfen.

Alles Liebe