Zustände damals

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Beitrag von krischi-1508 06.02.11 - 10:05 Uhr

Guten Morgen an euch alle #tasse,

ich muss euch unbedingt von dem gestrigen Gespräch mit meiner Mutti erzählen. Wir hatten das Thema KiTa Eingewöhnung (hab jetzt schon eine riesen Angst davor #zitter) und dabei erzählte sie, dass es damals in der DDR doch tatsächlich sogenannte Wochenkrippen gab. Die Muttis haben ihre Babys Montag früh gebracht und erst Freitag!!! nachmittag wieder abgeholt.#heul#heul#heul#heul
Sie hatte sogar eine Freundin, die ihr Kind mit 3 Monaten da hin geschafft hat, weil sie studiert hat. Arbeit und Ausbildung in allen Ehren, aber das geht zu weit.
Ich war total geschockt, das konnte doch nicht gut sein, weder für die Eltern, noch für das arme Kind. Eine Bindung aufzubauen ist da doch nahezu unmöglich. Die Erzieherinnen müssen außerdem richtige Kratzbürsten gewesen sein, die Babys wurden halt einfach grundversorgt und die restliche Zeit haben sie geschrien oder hatten bereits resigniert. Die armen kleinen Geschöpfe...Das ist genauso schlimm, wie das man seine Kinder früher nicht im Krankenhaus besuchen durfte, ohne Worte:-[

Ich bin so froh, dass wir da heute andere Möglichkeiten haben und ich genieße die Zeit mit meinem Spatz. Ich kann ja noch nicht mal 2 Stunden von ihm getrennt sein, geschweige denn eine ganze Woche.

So, dass musste mal raus, ich bin immer noch total schockiert,

Liebe Grüße von Krischi

Beitrag von anela- 06.02.11 - 10:27 Uhr

Jaaa, ganz schlimm.

Noch viel schlimmer finde ich, da Babys früher ohne Narkose operiert wurden. Man war der Meinung, Säuglinge würden noch keinen Schmerz fühlen #heul

Beitrag von amelie10 06.02.11 - 10:34 Uhr

Ja das finde ich auch heftig !!!! #schock
Da war diese Woche erst ne Reportage im dritten drüber!
Babies wurden noch anfang der 70er Jahre teilweise ohne Narkose operiert weil man halt dachte sie hätten keine Schmerzen!! Furchtbar!!!
:-(

Beitrag von nalle 06.02.11 - 10:32 Uhr

Blödsinn !


ich war auch in so einer Wochengrippe !


Die Erzieher damals waren viel besser wie die heutigen und haben sich um die Kinder gekümmert !


Es waren keine Kratzbürsten sonder richtig herzlichen Tanten :-p


Und nur weil Du es nicht kannst (getrennt sein vom Kind) heisst es ja nicht das andere das auch müssen.

In der ehem. DDR war es Pflicht zu arbeiten ob mit oder Ohne Kind.Bist DU nicht arbeiten gegangen wurdest Du verhaftet !

Und da es diese Grippen gab MUSSTE man arbeiten :-)


Ich wäre froh wenn es hier und jetzt auch diese Grippen gäbe.Wo Kinder schon im Säuglingsalter hin könnten (zwar nicht für eine Woche) , dann würde das Arbeiten nicht mehr schwer fallen.


Schockiert brauchst Du nicht sein , denn die ossikinder sind alle so aufgewachsen und waren schneller Selbstständig wie die Wessikinder :-p


Und zerbrecht Dir mal nicht den Kopf wie es früher war,sondern mach DU DEIN Ding und alle anderen machen IHR Ding !


lg

Beitrag von carlos2010 06.02.11 - 10:46 Uhr

Warum MUSS ein Kind selbstständig sein????

Beitrag von laboe 06.02.11 - 21:07 Uhr

#proRICHTIG!
Genau das denke ich auch immer. Brave, selbstständige Kinder, die dann später alle Bindungsprobleme haben.#augen

Komischerweise kenne ich ne Menge Ossis (nichts gegen Ossis, kenne auch welche, die nicht so sind), die Bindungsprobleme haben, aber immer ganz stolz berichten, dass sie als Baby schon in der Krippe, mit 1 schon trocken waren und mit 16 ausgezogen sind. Na juhu!

Dan kann ich nur den hier machen:#klatsch

Laboe

Beitrag von krischi-1508 06.02.11 - 10:54 Uhr

Ich bin ein Ossikind und meine 2 Geschwister und ich mussten alle nicht so aufwachsen.

So ein Blödsinn, man wurde nicht verhaftet, wenn man nicht gearbeitet hat. #klatsch

Sicher mussten die Muttis eher wieder arbeiten als heute, aber deswgen musste man sein Kind nicht in eine Wochenkrippe geben über Nacht.

Meine Mutti war bei jedem Kind ein Jahr zu Hause und mein Vati war kein Schwerverdiener!

Außerdem gibt es bei uns Einrichtungen, die Kinder ab 4 Monaten nehmen, gar kein Problem, wenn man das will.

lg

Beitrag von tanzlokale 06.02.11 - 11:44 Uhr

So ein Bullshit.

Aber eine Wochengrippe kann eben nachhaltigen Schaden anrichten. Hatschi.

Beitrag von laufendermeter 06.02.11 - 12:42 Uhr

#rofl#rofl#rofl

#pro

Beitrag von muehlie 06.02.11 - 12:38 Uhr

"In der ehem. DDR war es Pflicht zu arbeiten ob mit oder Ohne Kind.Bist DU nicht arbeiten gegangen wurdest Du verhaftet !"

#rofl Hast du das aus einem echten Geschichtsbuch oder doch eher aus einem Märchenbuch?

Beitrag von littlelight 06.02.11 - 12:47 Uhr

Mir scheint es, deine Mutter hat dir aber große Märchen erzählt - vielleicht um sich zu rechtfertigen? Es geht hier nicht darum, wie die Erzieherinnen waren, sondern wie man als Mutter ein so junges Baby die ganze Woche über weggibt! Wenn man arbeiten muss, eine Ausbildung abschließen muss und das Kind daher in einer Krippe betreut werden muss ok, aber doch nicht die ganze Woche über ohne Kontakt zur Mutter!

Meine Mutter war das erste Jahr zu Hause und wurde übrigens nicht dafür verhaftet. Bitte, wer erzählt so einen Unsinn!?

Übrigens: In welchem Land lebst du #kratz In Deutschland gibt es doch Kinderkrippen, die sind für Kinder von 0 (bzw 8 Wochen) bis 2 (oder auch 3) Jahren.

LG

Beitrag von lachris 06.02.11 - 21:59 Uhr

Äh, dann weiß ich aber auch nicht in welchem Land ich lebe.

Ich bin zwar nicht die Vorschreiberin, aber im ganzen Umkreis ist mir keine Krippe bekannt, die Kinder unter einem Jahr nehmen würde.

Und die Plätze ab einem Jahr sind so knapp, dass man mit Glück einen Platz angeboten bekommt, wenn das Kind eineinhalb oder zwei Jahre alt ist.

Ich lebe im übrigen nicht am Ar... der Welt, sondern in einem mittelgroßen Ort mitten im Rhein-Main-Gebiet.

VG lachris

Beitrag von jessi_hh 06.02.11 - 13:10 Uhr

Ja, ja, im Osten war ja sowieso alles besser! #augen

Das bei so vielen Wochengrippen überhaupt noch jemand gesund geblieben ist?! #rofl

Es heißt Krippe!!!

Jessi, ein selbständiges Wessikind, obwohl es erst mit 4 in die Kita kam#schock

Beitrag von jennychrischi 06.02.11 - 13:38 Uhr

Na du erzählst ja einen Blödsinn #augen Ich bin zufällig grad im "Osten" bei Schwiegereltern.

Da wurde niemand verhaftet. Wer hat dir sowas erzählt? Viele sind früh arbeiten gegangen und viele Mütter haben auch gar nicht die Bindung zu ihrem Kind wie es heute üblich ist. Aber verhaftet, man man, Märchenwelt ;)

Beitrag von luna99 06.02.11 - 16:39 Uhr

Huhu,

bin auch ein Ossikind und meine Mama war sogar bei beiden Kindern je 3 Jahre zu Hause und dann war ich auch noch Mittagkind im Kiga und bin nie im Hort gewesen.

Ich weiß das ist das andere extrem, aber auch das gar es in der DDR!!!!

LG vom Ossi Kind die nicht in der Krippe war aber Ihr Kind mit 13 Monaten in die Krippe geben wird (und zwar nun im Westen und die nehmen die Würmchen hier auch schon mit 8 Wochen und das auf dem Land ....)

Beitrag von carlos2010 06.02.11 - 10:41 Uhr

Hallo,

ich war in einem sogenannten Wochenkindergarten mit drei Jahren und fand es ganz grausam.
Wir mussten abends auf Turnbänken Sandmann gucken, dann ging es ins Bett und niemand hat einem ein Küsschen gegeben oder Geborgenheit.
Außerdem musste ich immer Teewurstbrote essen und habe es gehasst.
Ich habe nur wenige Erinnerungen an irgendwelche Aktivitäten mit meiner Mutter und wir haben auch bis heute kein richtiges Mutter-Tochter-Verhältnis.
Meine Mutter will auch bis heute nicht verstehen, dass ich darunter gelitten habe.

Wahrscheinlich bin ich deswegen auch so eine Tragemama und habe mein Kind immer bei mir und werde auch immer für sie da sein.
Muss halt nur aufpassen, dass ich nicht zu sehr glucke.

Ich finde es sehr gut, dass heute die Säuglinge und Babys viel mehr umhegt und umsorgt werden.
Wir tragen beide unsere Tochter und sie schläft bei uns im Bett.
Ich merke immer wieder, wie wir darauf verständnislose Reaktionen bekommen und so Aussagen "Ihr verwöhnt sie zu sehr"; "Du nimmst sie ja bei jedem Mucks hoch".
Mittlerweile ignorieren wir das alles, denn wir wissen, dass wir unserem Kind nicht genug Liebe geben können und das machen wir von ganzem Herzen gerne!!!

Alles Gute#klee

Beitrag von nalle 06.02.11 - 10:43 Uhr

Es ist immer schnell auf die Kindheit zurück geschoben !


Das machen die Straftäter auch gerne ...Wir hatten eine schlechte Kindheit #klatsch


man tut seinem eigenen Kind kein Gefallen damit wenn man es so behütet und verwöhnt !



Mir hat es damals nicht geschadet ;-)

Beitrag von carlos2010 06.02.11 - 10:49 Uhr

Was soll denn die Aussage mit den Straftätern?

Anscheinend hat es dir ja doch wohl geschadet!!!

Wenn DU es ganz toll fandest, von Deiner Mutter getrennt zu sein, dann ist das ja gut für Dich!!!

Ich werde mein Kind behüten und verwöhnen, weil ich es als total normal empfinde und ich weiß nicht, was daran verkehrt oder falsch sein soll.

Beitrag von littlelight 06.02.11 - 12:52 Uhr

Lass dich nicht ärgern. Bei nalle sieht man ganz klar, was es bedeutet, wenn die Mutter-Kind-Beziehung gestört ist.

Auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen hat nichts mit Verwöhnen zu tun. Es geht ja um Dinge, die ein Kind von Natur aus braucht. Dazu gehört vor allem Nähe zwischen Mutter und Kind! Auf das Kind eingehen hat nichts mit Verziehen zu tun, bei uns gibt es trotzdem "Grenzen" - nur eben keine unnötigen und schon gar nicht um Macht zu demonstrieren.

Beitrag von mausebaer9 06.02.11 - 19:44 Uhr

@carlos2010

DU machst das genau richtig!!!

#pro#pro#pro#pro#pro

Beitrag von littlelight 06.02.11 - 12:49 Uhr

"Mir hat es damals nicht geschadet ;-)"

Wenn man verfolgt, was du alles hier so schreibst, bin ich mir da nicht so sicher.

Beitrag von hella10 06.02.11 - 13:58 Uhr

" Es ist immer schnell auf die Kindheit zurück geschoben !
Das machen die Straftäter auch gerne ...Wir hatten eine schlechte Kindheit "


Ja, und das wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch so sein. Zum Glück wird nicht jeder Mensch straffällig, der eine beschissene Kindheit hat. Aber glaube mir, wenn alle Kinder in Liebe aufwachsen würden, gäbe es weitaus weniger Elend in dieser Welt. Dazu gehört es auch, nicht schon so früh schlimme Trennungen zu erleben (siehe Hospitalismus).