Mobbing - Frauen

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Beitrag von kaltesherz0907 06.02.11 - 11:42 Uhr

ich arbeite ja schon immer lieber (viel lieber) mit Männern als mit Frauen zusammen. Hab bisher wegen stetig wechselnder Stellen (Zeitarbeit) diverse Erfahrungen machen können, und bin zu dem Schluss gekommen, ddass überwiegend Frauen in einer Abteilung echt schlimm sein "kann" (nicht muss).

Nun denn, worauf ich eigentlich hinaus möchte.

letztes Jahr arbeitete ich für 1 Monat in einem Unternehmen in der Qualitätssicherung. Dort arbeitete ich mit 2 Frauen zusammen und "vertrat" die Auszubildende. die zur Schule in der Zeit ging, aber in dieser Abteilung schon fest eingeplant war. Nicht bes. toll für mich, da ich bereits seit 7 Jahren ausgelernt bin und auch was anderes gelernt habe wie sie( sie: Bürokauffrau, ich: industriekauffrau); aber es war eben Arbeit für mich und somit besser wie nix.

Diese zwei Frauen in dem Büro lernte ich in der Zeit innerhalb kürzester Zeit relativ gut kennen, man unterhielt sich, scherzte etc. Mit der einen von beiden verstand ich mich super gut, mit der anderen ok. Während ich dort arbeitete hatte ich dort nie ein schlechtes Gefühl, alles lief. Es war klar dass ich nur einen Monat dort war, und danach war die "Vertretung" beendet. Nun hielt ich mit der einen Kollegin Kontakt, telefonisch, wir trafen uns, mittlerweile ist eine Freundschaft enstanden.

Im Dezember fing ich dort wieder zur Verstärkung an (es fielen Leute aus und sie hatten viel Arbeit). Aber diesmal entwickelte es sich sehr negativ.

Die gute Kollegin erzählte mir, dass als ich damals dort war, bzw weg war, von der anderen Kollegin gegen mich gehetzt wurde (zB sagte sie wohl ich seie scharf auf den Job der Auszubildende, hätte sie böse angeschaut und all son Quatsch)- völliger Mist. - Sie wollte mir das eigentlich nicht erzählen, da sie nicht wollte dass ich mich dann schlecht fühle- und da ich ja eh weg war war es eigentlich nicht von Wichtigkeit.

Zudem erzählte sie mir dann, dass diese Dame meine Bewertung in der Hand hatte und sie relativ schlecht ausfallen lassen wollte. (Gottseidank hat sie diese dann aber doch nicht gemacht.) - Ich muss zudem sagen ich bin völig überqualifiziert für das was die da machen- Attesteingabe; es ist super einfache Arbeit, also KANN man da gar nicht viel falsch machen- klar ein paar Fehler sind mir unterlaufen, ist aber doch wohl klar wenn man was neues anfängt)

Naja, anscheinend hatte sie sich mich als Hetzopfer (auch ggü. anderen Kollegen) ausgesucht. aber kann mir ja wurscht sein, mir war ja klar ich bleibe da nicht.

Nun verstand ich mich aber mit der anderen Kollegein (also mittlerw. ne Freundin) wirklich gut, wir lachten viel bei der Arbeit / erzählten etc.

Anscheinend wurde uns das nicht gegönnt, die beiden anderen Kollegin (die hetzerin und die Auszubild.) begannen, uns zu schneiden, verließen in der Pause den Raum, bestellten Essen, fragten nicht nach ob wir auch was bestellen wollten etc........zuletzt redete ich nichts mehr mit den beiden, weil ich einfach sauer war über son kind. Verhalten, sie machten aber auch keinen Schritt auf mich zu.. wie gesagt mir wars egal- ich bin da weg und mittlerw. in einem festen Arbeitsverhältnis.

ABER: meine Freundin leidet nun immernoch durch das Verhalten der beiden, obwohl keiner weiß, warum. Bevor ich da war, haben sie sie gefragt ob sie mit in die Pause kommt, etc. dann ja nicht mehr. (Muss dazu sagen, ihr liegt nichts an einer Freundschaft zu den beiden, aber an einem guten Kollegenverhältnis liegt ja jedem was; immerhin sitzen sie 7h in einem Büro).

Es gab ein Gespräch mit Abteilungsleiter, mit allen 3, aber da ist anscheinend nicht viel bei rausgekommen.(die beiden halten da eben zusammen udn drehen irgendwie den Spieß um) Sie leidet sehr, wird übergangen, mit ihr wird kaum geredet. (aber eben nur von den beiden mit im Büro sitzenden)- es ist wirklich Mobbing mittlerweile.

Wir haben zusammen schon hin und her überlegt- Betriebsrat- aber davor scheut sie sich, sie hat Angst dass es danach noch schlimmer wird.

Oder Arbeitswechsel- aber das ist bei ihr sehr schwer- sie hat germanistik und Linguistik studiert und dann als Quereinsteiger dort im Büro gelandet seit mittl. 10 jahren. sie hat Angst woanders nix mehr zu finden.

Hat jemand viell nen Tipp auf den wir noch nicht gekommen sind? Ne Aussprache ist anscheinend nicht (mehr) möglich. Dafür sind die Fronten wohl zu verhärtet. ich hatte gedacht, dass es evtl besser wird wenn ich nicht mehr da bin (obwohl ich keinen Schimmer habe was ich gemacht haben könnte); aber leider ist dem ja nicht so.

Ihr geht es sehr schlecht, sie sieht sehr schlecht aus, isst kaum und ist sehr traurig. Zudem habe ich Angst dass sie wieder in eine Depression verfällt, da ich weiß, dass sie letztes jahr eine hatte.

Hat jemand Rat?

Beitrag von my.jessi 06.02.11 - 13:34 Uhr

Hmmm, das ist schwierig. Hat sie denn mit den beiden im Büro auch "was zu tun" oder macht jeder sein eigenes Ding? Also ist sie in irgendeiner Art und Weise auf sie angewiesen?

Wenn jeder seine eigene Arbeit macht und mit dem anderen nichts zu tun hat, sollte sie sich nicht weiter darum kümmern. Ich weiß, das ist schwer aber wenn die nicht wollen kann sie nichts daran ändern. Es gibt ja sicher noch andere Abteilungen wo noch nette Kolleginnen sind. Mit denen könnte sie ja z. B. auch ihre Pausen verbringen. Je mehr sie versucht mit den beiden Kolleginnen wieder gut klar zu kommen, desto mehr werden sie sich dagegen stellen. Ich würde sie ignorieren und ihnen nicht das Gefühl geben, dass mich das fertig macht. Oder hat sie die Möglichkeit den Arbeitsplatz zu wechseln? Also nur den Platz wo sie sitzt? Dass sie aus dem Büro raus kommt und mit anderen zusammen arbeitet? Ich für mich bin am liebsten in einem Einzelbüro und hab mit keinem was zu tun. Ich bin auf der Arbeit nicht um mich zu unterhalten und Spaß zu haben oder Freunde zu finden sonder einfach um meinen Job gut zu machen!

Beitrag von kaltesherz0907 06.02.11 - 13:43 Uhr

also das mit dem Bürowechsel hat der Abteilungsleiter angedeutet. Allerdings sieht sie das als "klein beigeben" an (kann ich verstehen). Dann haben die ja quasi gesiegt.

Also da macht schon jeder seine eigene Arbeit, jeder macht seins. Allerdings unterhalten die beiden sich eben die ganze Zeit und zeigen ihr so ganz deutlich dass sie sie ausgrenzen. (das belastet sie eben)

ich sitze auch seit neustem in einem Büro alleine. (da sist für mich allerdings total ungewohnt- ich kenne seit Jahren nur Büros mit mind. 2-3 Leuten)

Beitrag von my.jessi 06.02.11 - 13:49 Uhr

Na lieber klein bei geben und wieder ruhig schlafen können als jeden Tag depressiver und unglücklicher zu werden! Sie muss doch keinem was beweisen!

Beitrag von manavgat 06.02.11 - 13:47 Uhr

Ich würde strategisch vorgehen und schauen, ob es nicht was gibt, womit ihr sie vom Stuhl kippen könnt. Minderleistung, Mitnahme von Firmeneigentum, grobe Fehler, Verleiten unter Zeugen schlecht über den Vorgesetzten zu reden und ähnliches.

Ich bin ein friedlicher Mensch. Verhält sich jemand so, wie diese Dame, dann finde ich ein Mittel! Garantiert.

Männer sind übrigens nicht besser, das ist ein Gerücht. Ich arbeite mit Männern und mit Frauen zusammen und das testosterongesteuerte "Ich hau mir brüllend auf die Brust und bin sowieso der Platzhirsch hier" kann einem auch gehörig auf den Zeiger gehen.

Ob Mann ob Frau ist egal. Wer andere mobbt, der fliegt. Da bin ich gnadenlos.

Gruß

Manavgat

Beitrag von kaltesherz0907 06.02.11 - 13:57 Uhr

das Schlimme ist dass diese Dame das vor Jahren schonmal getan hat, da dort ein Mitarbeiter (der mittlerweile in rente ist ) super cholerisch war und schwierig, und damit sie bei ihm besser steht hat sie gegen meine Freundin schon damals intrigiert. Als der Mann in rente ging besserte sich das allerdings.

Diese Frau ist absolut nicht die Schlauste, aber meine freundin sagt immer sie würde eine absolute Bauernschläue besitzen....um andere gegeneinander aufzuhetzen und somit steht sie gut da.

Ob sich da was finden könnte, weiß ich nicht. Schwierig auch, da sie in der "Rangfolge" meiner Freundin höher steht . (also keine Vorgesetzte oder so, aber sie "verteilt " die Arbeit an die anderen zwei......)

Beitrag von parzifal 06.02.11 - 18:00 Uhr

Ich habe nicht den Eindruck, das es um Verhalten geht das der Freundin der TE nur "auf den Zeiger geht".

Ich finde testosterongesteuertes "Ich hau mir brüllend auf die Brust und bin sowieso der Platzhirsch hier" und intrigantes Mobben für nicht vergleichbar.

Gruß
parzifal

Beitrag von bruchetta 06.02.11 - 14:03 Uhr

Meine Freundin ist, nach einem Zusammenbruch wegen Mobbing am Arbeitsplatz, seit Anfang September 2010 krankgeschrieben, ist in pysochologischer Behandlujng, leidet unter Burn out und geht voraussichtlich noch im Februar in eine mehrwöchige Reha-Maßnahme.
Sie wird nicht mehr dort arbeiten können, sie kriegt schon das Flattern, wenn sie den Namen der Firma nur hört!

Beitrag von moulfrau 06.02.11 - 23:04 Uhr

Hi,
ich wurde auch gemobbt. Bin nur 2 Tage die Woche arbeiten gegangen, aber es war zum Schluss die Hölle. Ich wurde versehentlich schwanger und die Damen gönnten es mir überhaupt nicht.

Nach der Elternzeit bin ich wieder in der Alten Firma, vorher Finanzbuchhaltung jetzt Versand, da die meine zu betreuende Firma verkauft haben.

Ist zwar niedere Arbeit, Europaletten Konto betreuen, ansonsten Post und UPS fertigmachen, Lieferscheine + Frachtbriefe.

AAAAAAAABER es ist so schön ! Wir ziehen alle an einem Strang, keiner Arbeitet gegen einen, ich geh wieder so gerne auf die Arbeit.

Abteilung wechseln und nebenbei woanders Bewerben, daß würde ich Deiner Freundin raten.

Gruß Claudia