Tochter war bockig -> Fahrrad "zurückgelassen": was nun?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von rumpelstilzchen 06.02.11 - 13:10 Uhr

Hallo zusammen,

wir hatten gerade einen sehr "schönen" Vormittag. Wir wollten das tolle Wetter nutzen, um die Kinder endlich mal wieder ein wenig Fahrrad fahren zu lassen in der Siedlung hier. Meine Tochter (4,5) hatte sich total darauf gefreut, weil es aufgrund der Glätte monatelang nicht möglich war. Naja, lange Rede kurzer Sinn, es klappte alles nicht so wie sie sich das vorgestellt hatte (sie muss wohl erst wieder warm werden mit dem Fahrrad :-)). Auf jeden Fall war sie dann ordentlich bockig und wollte nicht mehr zurückfahren - es handelte sich übrigens um ca. hundert Meter Rückweg. Schieben wollte sie natürlich auch nicht. Dann habe ich gesagt: gut, dann lassen wir das Fahrrad eben hier - ein anderes Kind freut sich sicher darüber. Leider haben solche Drohungen bei meiner Tochter noch nie funktioniert, dafür ist sie viel zu stur. Sie lief also schreiend, motzend und quengelnd nach Hause, das Fahrrad blieb stehen. In einem unbeobachteten Augenblick habe ich es vorhin geholt und im Keller versteckt. Wir werden nachher nochmal an der Stelle vorbeigehen und sie soll ruhig denken, dass das Fahrrad jetzt weg ist. Aber was nun? Ich kann es ihr ja schlecht für immer wegnehmen. Was würdet ihr tun? Ist die Konsequenz voll nach hinten losgegangen??

Liebe Grüße,

Rumpelchen

Beitrag von sillysilly 06.02.11 - 13:19 Uhr

Hallo

du mußt halt wissen was du willst ...

meine Mittlere wollte immer Laufrad fahren - ....... dann aber nicht mehr ..... wir sollten es tragen ..... - war aber eine Strecke wo sie locker hätte durchhalten können.

Wir haben dann ein Schloß mitgenommen ( kannten das ja schon ) und das Laufrad da angesperrt wo sie nicht mehr wollte.
Wir hatten vorher genau erklärt, daß wir es nicht tragen werden ...... sie es nur mitnehmen soll, wenn sie wirklich auch fährt .....
Es ging da um den Weg ca. 10 Minuten zum Kindergarten der Schwester.

große Schwester ist dann Nachmittags im Hof Fahrrad gefahren - ..... tja, sie hatte halt kein Laufrad da.
Da war sie wie Rumpelstilzchen. .....
am nächsten Tag konnte sie es auf dem Heimweg zum Kindergarten wieder mitnehmen.

Das haben wir 2x gemacht, ab da hat sie sich vorher überlegt ob sie wirklich Laufrad fahren will oder nicht.


Und wenn es mal gar nicht geklappt hat, blieb das Laufrad halt ein paar Tage im Keller


Grüße Silly

Beitrag von daviecooper 06.02.11 - 14:04 Uhr

Hallo!

ich finde das als Konsequenz ganz gut. Um aus der Nummer wieder rauszukommen, könntest du ja in ein paar Tagen erzählen, dass ein fremdes Kind das Fahrrad zurückgebracht hat (vielleicht während deine Tochter im KiGa war oder so), weil es dachte, es könnte deiner Tochter gehören.

Aber 1-2 Tage würde ich sie schon in dem Glauben lassen, dass das Rad weg wäre.

LG

daviecooper

Beitrag von twins 07.02.11 - 10:21 Uhr

Hi,
wir haben auch immer diesen Trick angewandt, wir hatten nur das glück, das nach 10metern großes Geschrei kam, da wir das Rad nicht mitgenommen haben.

Ich würde es auch so machen wie daviecooper es geschrieben habt...

Grüße
Lisa

Beitrag von cori0815 06.02.11 - 14:37 Uhr

hi rumpelchen!

Nun, da hast du dir ein schönes Eigentor geschossen.
Ich würde deine Tochter erstmal zappeln lassen (und das Fahrrad im Keller natürlich vor ihr verbergen). Und dann, wenn sie mal wieder auf das Thema "Fahrrad" kommt, würde ich bei den Leuten, die dort wohnen, wo sie es hat stehen lassen, klingeln und sie bitten, das Fahrrad kurz dort abstellen zu dürfen (es bedarf also ein bisschen Planung). Und dann würde ich mit deiner Tochter dort hingehen, wo sie es hat stehen lassen. Und wenn sie feststellt, dass das Fahrrad weg ist, würde ich ihr vorschlagen, doch bei den Leuten mal zu klingeln, ob die ihr Fahrrad gefunden hätten.

Vielleicht haben die Leute selbst Kinder und schaffen es auch dann noch, deine Tochter zu fragen, wie es denn sein könne, dass sie es einfach dort stehen gelassen hatte und ihr vielleicht mal ein bisschen ins Gewissen zu reden. Oder sie sagen vielleicht einfach stumpf, es gehöre doch jetzt sicher ihnen, weil es bei ihnen vor der Tür stand. Dann muss deine Tochter vielleicht mal ein bisschen "Bitte bitte" machen - täte ja so kleinen Zornröschen auch mal ganz gut ;-)

Lg
cori

Beitrag von silsil 06.02.11 - 14:39 Uhr

Hallo,

ich würde das abhängig von der Reaktion meiner Tochter machen, wenn sie merkt, dass das Fahrrad nicht mehr da ist. Sie selber überlegen lassen, wo das Fahrrad jetzt ist usw.

Wenn die Verzweiflung groß ist, würde ich sagen, dass du noch mal los bist um es zu holen aber das Fahrrad erstmal in den Keller kommt, da sie nicht darauf aufpasst und einfach stehen lässt.

Ich halte nichts davon ein Kind anzuschwindeln, dass es jemand anderes vorbei gebracht hat.

Und für die Zukunft wäre die Idee mit dem Schloß wirklich gut ;-)

lg
Silvia


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Beitrag von rumpelstilzchen 06.02.11 - 17:27 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten! Meine Tochter war schon ein wenig bestürzt, als sie sah, dass das Fahrrad nicht mehr da ist, aber gleichzeitig auch optimistisch: "das andere Mädchen hat das bestimmt nur kurz ausgeliehen", sagte sie. Dementsprechend habe ich mich auch dafür entschieden, dass das Fahrrad morgen oder übermorgen "zurückgebracht wird", während sie im Kindergarten ist. Anschwindeln ist zwar nicht so toll, aber schließlich erzähle ich ihr auch was vom Nikolaus, Christkind und Osterhasen...
Ein Fahrradschloß hätten wir auch, aber ehrlich gesagt, hätte ich es auch nicht eingesehen, das Fahrrad 100 Meter vom Haus weg abzuschließen, nur weil die junge Dame keine Lust hat, es zurückzufahren.

Beste Grüße,

Rumpelstilzchen

Beitrag von ayshe 07.02.11 - 10:27 Uhr

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Ist die Konsequenz voll nach hinten losgegangen??
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Ja, ist sie.
Wenn man schon so etwas macht, muß man es bis zu Ende denken.

Im Grunde dürftest du es ihr nie mehr geben.

Oder du tust so, als hätte es jemand gefunden und abgegeben, aber dann sieht deine Tochter, daß es gar nicht schlimm, wenn man es stehen läßt.