Wer hat Erfahrung mit Fahrradurlaub ?????

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von karmensita 06.02.11 - 13:25 Uhr

Wir möchten im Sommer einen Fahrradurlaub machen mit unserm kleinen Sohn (am 1.3. wird er 3 Jahre)....dachten dabei eventuell an Donau-Radweg... mit dem Zug hin, losfahren und dann schauen wie weit man kommt und spontan Unterkunft suchen. Können allerdings nur in den Sommerferien gehen, weshalb ich etwas bedenken habe, dass es da etwas schwierig werden könnte, wenn man nicht vorgebucht hat!!! kann uns jemand diesbezüglich Tipps geben auch hinsichtlich der erforderlichen Ausstattung (welcher Anhänger etc.) bzw. eventueller Alternativstrecken ? (wollten mit "Flachland" beginnen ;-).... und wir lieben die Natur....)
Freu mich über Eure Antwort #schein

liebe Grüße
Karmensita

Beitrag von cori0815 06.02.11 - 14:32 Uhr

hi Karmensita!

Soll er selbst fahren oder im Fahrradanhänger sitzen oder auf einem Mitläufer fahren oder wollt ihr ihn mit einem Follow-me "abschleppen", wenn er nicht mehr will? Mit 3 Jahren ist er vermutlich noch zu jung, um tätsächlich selbst zu fahren. Mit einem Follow-me würde ich es mir aber trauen, das Kind einige km am Tag selbst fahren zu lassen. Unser Sohn ist mit 3 Jahren schon gut 7-10 km auf seinem 12,5-Zoll-Rad am Tag gefahren. Aber ob er das jeden Tag gemacht hätte??? Letztes Jahr sind wir mit ihm erstmals eine 2-Tages-Tour von insgesamt 35 km gefahren (da war er 4,5 Jahre), auf seinem 16"-Rad, das hat gut geklappt und hat ihm Spaß gemacht.

Ich denke schon, dass du auch spontan eine Unterkunft bekommst, denn die wenigsten fahren solche Touren in den Sommerferien (die meisten solcher Donau-Radweg-Fahrer sind ja älter und fahren eben nicht in der Haupt- sondern in der Vor- oder Nachsaison). Das würde ich riskieren zugunsten der Freiheit und dem nicht vorhandenen Druck.

Wir haben übrigens einen Croozer für 2 Kids und sind sehr zufrieden damit. Als wir letztes Jahr die 2-Tages-Tour gemacht haben, saßen meine Tochter (zu dem Zeitpunkt 3 Jahre) zusammen mit ihrer Freundin (2 Jahre) drin. Rund um sie herum war das Gepäck, was wir nicht mehr auf dem Fahrrad meiner Freundin verstaut bekamen. Es passt echt jede Menge rein und das Ding zieht sich echt SOOO leicht. Und flexibel ist er auch noch: wenn ihr dann abends nochmal essen gehen wollt und Junior wird müde, schiebt ihr ihn einfach im Croozer und hinterher kann er auch (wenn ihr irgendwo draußen esst) sich einfach zum Schlafen reinlegen.

Meine einzigen Bedenken wären: hat ein 3-Jähriger Lust, sich tagelang in den Croozer zu setzen und praktisch nix zu tun??? Darum kam mir die Idee mit dem Follow-me und seinem eigenen Rad. Dann kann er mitstrampeln, sich aber auch lange Strecken ziehen lassen. Ich frag mich gerade, ob das Rad auch ohne Fahrer damit ziehbar ist (so dass er, wenn er müde ist, sich in den Anhänger setzen und schlafen könnte).

LG
cori

Beitrag von zahnweh 06.02.11 - 15:50 Uhr

Hallo,

die Idee finde ich schon gut. Vermute aber, dass es dieses Jahr schwierig werden könnte...

Oder besser gesagt:

soll er die ganze Fahrt über in den Anhänger? Wie lange wollt ihr pro Tag fahren?
Ich kenne einige mit Fahrradanhänger. Für kurze Strecken ohne Auto ideal (allerdings die TEUREN Anhänger. Über die "billigen" gab es viele Beschwerden und Rücksendungen etc.). wie gesagt, für kurze Strecken. Ab 30 Minuten aufwärts wurden die Kinder (egal ob mit 1 oder 2) sehr unruhig, wollten raus und es wurde langweilig. Viel sieht man ja nicht wirklich.

selbst fahren? auch wenn er es schon kann... wie ist die Ausdauer? Nur sehr wenige km einplanen, viel Zeit für schauen etc. einplanen. Für feste Zielpunkte und Tagesplanungen .... schwierig.
Mit Kindern ab 6 Jahren eine sehr gute Idee. Das haben einige gemacht. Da ist die Ausdauer schon größer, die Bockanfälle weniger, man kann einschätzen, wie viel sie pro Tag in etwa schaffen (mit Puffer) und die Kinder verstehen, dass das nächste Ziel erreicht werden sollte.

Denn Vorbuchen ist auf der tollen Strecke nicht unwichtig! Grade mit Kind, eignet sich dann nicht jede Unterkunft oder wenn in dem Ort keine frei ist, kann man mit müdem Kind nicht so einfach sagen, ok, die paar km schaffen wir noch... Vorbuchen bedeutet aber auch, dass man sich ein Tagesziel setzt und man wissen sollte, wie viel man schafft.

Kinderfahrrad + Anhänger, damit er sitzen kann, wenn er müde wird und selbst fahren? ich wüsste nicht, wie man das befestigen kann.


Wie wäre es denn mit einer festen Unterkunft in Donaunähe. Fahrräder mitnehmen und tägliche Ausflüge von dem fixen Punkt aus?
evtl. nach einer Woche mit dem Zug weiterfahren und von dort aus wieder die Umgebung auskundschaften und abends immer zum selben festen Punkt zurückkehren. Wissen, dass man was hat, Kind hat ein Bett und Frühstück ist auch gesichert.
So könnt ihr auch sehen, wie viel er schafft, wie es ihm gefällt usw.

Nächstes Jahr könnt ihr dann eure Idee schon erweitern ;-)

Nur so als Idee, wie ich es mal probieren würde.

Beitrag von donaldine1 06.02.11 - 16:27 Uhr

Hallo,
meine Schwester hat schon öfter so eine Tour gemacht. Den Donau radweg auch glaube ich.
Ich stelle mir das mit einem Dreijährigen schon ziemlich anstrengend vor.
Ich würde da eher was vorgebuchtes nehmen.
Meine Schwester hatte da irgendwas, wo die Strecken nicht so sehr lang waren. Oder man konnte das vorher auch festlegen, wie lang die Strecken in etwas pro Tag sein sollten. Und das Gepäck wurde immer vom Veranstalter zum nächsten Hotel gebracht. Man konnte selber ganz entspannt mit dem Fahrrad (gemietet oder eigenes) losfahren. Man mußte zum Schluß nur sehen, daß man irgendwie wieder zum geparkten Auto zurück kommt, das ging wohl per Zug oder Bus. Ist vielleicht nicht ganz "selfmade", aber mit einem klienen Kind braucht man schon mehr an Gepäck, da könnte sowas ganz entspannend sein. ;-)
LG
donaldine1

Beitrag von karmensita 06.02.11 - 20:30 Uhr

...also erst mal vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten :-) Vielleicht anbei noch ein paar Infos....
Also geplant haben wir nicht, den ganzen Weg zu fahren, sondern quasi "einfach zu schauen wie es klappt", viele Stopps einzulegen, an Spielplätzen, am Wasser (Stein rein werfen ;-)...) Picknick machen und nette Übernachtungsplätze raus zu suchen (... vielleicht im Heu oder so was....) das ist die "Theorie" #schein .... und die Praxis ??????
LG
Karmensita