Unsere Ana ist da!!

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von sako227 06.02.11 - 14:08 Uhr

Na dann leg ich mal los...
Unsere Geburt, beginnt wenn mans genau nimmt schon am 31.1.2011 gegen 3 Uhr morgens, da bin ich wegen ziemlich schmerzhaften wehen aufgewacht, als ich mich dann gegen 6 Uhr aus dem Bett gequält habe um zu schauen in welchen Abständen die wehen kamen, waren sie dann natürlich plötzlich weg :-[! Nun wollte ichs aber wissen, war wirklich viel Spazieren, hab alle möglichen Tees probiert usw...
Wenn ich nun so im nachhinein zurück schaue, hat doch einiges darrauf hin gedeutet das es auch los geht..nur erkannt habe ich das da am Montag natürlich nicht! Hatte immer wieder Rückenwehen (war mir nie sicher obs nicht Nierenschmerzen waren) bin teilweise wirklich am Montag richtig gekrümt durch die Gegend gerannt, war dann auch dreimal #hicks "Groß" sehr unüblich für mich (neige eher zu Verstopfung) und war einfach etwas unruhig, habe sonst immer noch irgendwo ein Schläfchen dazwischen geschoben..naja an diesem Montag nicht, hätte das später aber dringend gebraucht ;-).. achso ja und hab den SPF verloren, ganz ohne Blut!
So verging also der Tag und ich war schon relativ gefrustet, hab mich dann abends um sieben noch dazu entschieden einen Kuchen für meinen Mann für die Arbeit zu backen.. nun wars soweit, Teig war fertig, hab mich gebückt um die Springform aus dem Schrank zu holen..und dann wurde es nass zwischen meinen Beinen.. ich hab mir im ersten Moment nur gedacht.. "Na toll, jetzt pinkelst dir also wirklich auch noch in die Hosen"..bin dann weiter gelaufen und es ist immer immer wieder richtig was raus geschwappt..da hab dann sogar ich kapiert das dass jetzt wohl wirklich die Fruchtblase war..dann ab ins Bad, mein Mann hat im Kh angerufen und ich wollte noch schnell duschen.. (war ja alles nass).. dann gings auch schon los bekam megamäßigen Durchfall, kam kaum von der Schüssel und unterwegs ins Krankenhaus gings dann auch los mit wehen die taten ganz plötzlich nochmal richtig richtig weh..hab mich richtig zusammengekrümt im Auto..leider wieder hauptsächlich im Rücken.. angekommen im Kh wurde CTG gemacht..und man sah kaum was von den wehen..totale Enttäuschung..da haste schmerzen und nix ist zu sehen..
Mumu um 22 Uhr bei einem 1/2 cm.. verdacht auf hohen Blasensprung..im nachhinein quatsch..soviel kommt beim hohen
Blasensprung nicht auf einmal.. so wurden wir ins Familienzimmer verfrachtet und ich bekam Buscopanzäpfchen in der Hoffnung das diese die Wehen nochmal anschieben sollten.. hat auch funktioniert.. so hatte ich die ganze Nacht immer wieder heftigste Wehen im Abstand von 5-7 Minuten ca. 1 1/2 Minuten lang.. konnte die wehen garnicht mehr im liegen veratmen, musst aufstehen und laufen.. hielt mich irgendwann nur noch am Bettende fest und atmete und weinte.. nützte nix, die Hebi sagt wir sollten warten, die Abstände waren ihr zu groß.. morgens um acht (ich war soooo fertig) kontrollierte sie nochmals den Mumu, die wehen waren zwar nun deutlich zu sehen.. aber der Mumu war tatsächlich nach 10 Stunden regelmäßigen schmerzhaften wehen erst bei 1 cm.. ich fing an zu weinen.. die ganz Nacht hatte mir einen halben cm gebracht.. ich entschied mich für einen PDA, so war auch klar das ich gleichzeitig einen Wehentropf bekommen sollte.. zudem sagte die Hebi ich würde es in den 24 Stunden wohl eh nicht mehr schaffen..

Die Geburt..mit sämtlichen Pannen:
Der Anästhesist kam und wollte mir zuerst den Zugang legen ich sagte ihm schon das dass bei mir recht schwierig ist und man mich meistens in den Handrücken sticht.. doch der Herr in weiss.. meinte er wüsste es besser, traf sogar einen Vene, allerdings mit Venenklappe und weil er eine Auszubildende dabei hatte, meinte er, er müsse zeigen was er kann.. so stöcherte er geschlagene 20 Minuten in der Vene herum und versuchte sie mit mehreren Mittelchen weiter zu spritzen, als nix ging, versuchte er es mit Gewalt und die Kanüle flog raus und mein Blut spritze ihm ins Gesicht (recht geschiehts ihm) und durch den Raum..
also doch die Vene am Handrücken genommen.. (dabei raus kam übrigens ein 15 cm langer schwarzer Bluterguss an meinem Unterarm, bei dem heute immer noch jeder erschrickt wenn er ihn sieht..)
Dann gings an meinen Rücken... ich hatte ja starke wehen, und das still sitzen bleiben viel mir schwer, weshalb sich die Hebi richtig an meinem Kopf gehängt hat, drei Leute hoben mich fest, so bekam ich die erste Betäubungsspritze in den Rücken, er setzte an, stöcherte rum..es zog die ganz Wirbelsäule runter.. er hatte den Knochen erwischt.. noch etwas gestöchert, kein durchkommen.. nächste Betäubungsspritze.. genau das gleiche wieder.. erst beim dritten Anlauf hatte ers endlich geschafft.. ich konnte mich hin legen, der Wehentropf wurde angeschlossen, meine Beine wurden langsam angenehm warm..
Mein Mann draussen hatte schon Angst.. insgesamt eine Stunde hatte die prozedur gedauert.. so war also der Anästhesist wieder weg und ich merkte plötzlich das doch etwas nicht stimmte.. ich hatte wieder schmerzen aber nur auf der linken Seite..ich konnte mich kaum noch bewegen..die Wehen wurden immer heftiger.. die Abstände immer kurzer..nach ganz kurzer Zeit hatte ich wieder schmerzen wie zuvor.. ich wimmerte ich sagte ich würds nicht mehr aushalten, bettelte der Anästhesist solle wieder kommen.. er kam.. eine Stunde später.. ich hatte wehen so heftig..mittlerweile ohne Pausen.. ich weinte ich nahm garnix mehr um mich herum wahr.. da kam ein anderer Anästhesist..die Nadel war zu tief und konnte so nicht richtig Betäuben..er musst erst dem anderen Anästhesisten hinterher rufen um irgendwelche Daten zu wissen und zog sie dann weiter raus.. ich sollte mich nun unbedingt auf die linke Seite drehen..ich konnte nicht mehr alleine..ich hatte solche schmerzen ich konnte mich nicht Bewegen.. als das doch geschafft war.. spürte ich den Drang zu pressen..ich sagte es der Hebi..sie sagte ich dürfe nicht.. ich fing an zu weinen.. die PDA wirkte weiter kein bißchen.. endlich ich weis nicht wieviel Zeit verging sagte sie ich sollte halt doch pressen.. ich presste so arg ich konnte..die Hebi rannte weg, es kam der Arzt.. er schaute mich an (ich weis das von meinem Mann ich bekam das nicht mehr mit).. das nächste was ich weis ist das er sagte es sei alles zu eng.. er nahm die Schere und schnitt.. es sprudelte auf einmal soviel Blut aus mir raus..die Hebi gab ihm die Saugglocke..er riss richtig am Kopf an mir..nochmal ein ganz fürchterlicher Schmerz und sie flutschte nach draußen.. sie legten sie mir auf die Brust..sie hatte garnicht geschriehen..sie war soo klein.. ich war erschrocken.. (wir dachten unsere kleine würde so knapp unter 4000g wiegen, Schätzung meines FA)
Der Arzt nähte mich, während man mir die Kleine wieder abnahm, da sie nicht geschriehen hatte und so ruhig war bekam sie Sauerstoff etc.
Mein Intimbereich ist im moment komplett verschnitten.. es wurden drei verschiedene Schichte zerschnitten etc.
Die Nachgeburt war dann übrigens mit einer kleinen Wehe draußen..

Ich kann nicht sagen das ich die Schmerzen vergessen hätte... ich denke mein Problem war auch das ich einfach so sehr auf die Wirkung der PDA gehofft hatte, hätte ich diese nicht gemacht und den Wehentropf nicht ohne Betäubung bekommen, wäre vll alles halb so wild gewesen, wobei der Arzt später meinte Mann hätte so oder so die Saugglocke gebraucht und auch schneiden müssen einfach weils von der "Anatomie" nicht gepasst hätte..

Ich fiel an dem Tag noch zweimal in Ohnmacht, ich hatte bei dem geschneide und der Geburt so viel Blut verloren, muss auch jetzt noch Medis zum Blutaufbau nehmen und kann leider noch nicht sitzen, und beim längeren gehen wird mir noch schwindelig, aber es geht jeden Tag besser..
Obwohl die Geburt an sich dann doch relativ schnell verlief war sie für mich ein sehr traumatisches Erlebnis..


aber.. der Moment in dem meine Tochter dann auf meiner Brust lag, war der einzigartigste in meinem Leben.. noch nie habe ich so unbeschreibliches Glück erlebt.. meinem Mann gings übrigens genauso..




Beitrag von little2007 06.02.11 - 14:56 Uhr

Das klingt ja nicht nach einer Traumgeburt!
Wünsche dir weiterhin gute Erholung!

Welche Maße hatte deine Maus denn?

LG

Beitrag von jora-jolanda 06.02.11 - 16:09 Uhr

#schock Auweia, da hast Du ja was durch!!!
So hast Du Dir das sicher nicht vorgestellt, du Arme!
Ich wünsche Dir, dass Du Dich ganz schnell wieder erholst.
Fühl Dich fest gedrückt (hab dir gerade schon eine Mail geschrieben, bevor ich den Bericht gelesen habe).

Bis bald im Babyforum ;-)
Jora

Beitrag von kittycarrie 06.02.11 - 16:59 Uhr

Um Gotteswillen, also so eine Horrorgeburt wünscht man echt niemandem. Besonders nicht so stümperhafte Ärzte. Also ganz schlimm!!!

Ich wünsch dir auch ganz ganz gute Besserung und eine schöne Zeit in der du alles verarbeiten kannst!!!

LG