ev. Stationsschwestern hier........ Patientenklingel

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Beitrag von oma.2009 06.02.11 - 14:11 Uhr

Hallo,

einige wissen es hier bereits, mein Mann kann durch eine geblockte Trachealkanüle nicht sprechen (essen und trinken eh nicht) und man hat ihm aufgrund eine Darmträgheit seine gesamten Parkinsonmedikamente abgesetzt. Außerdem liegt er grad in einem (die nennen es Isolationszimmer, ich sage: Abstellzimmer) Ich bin heute SCHON wieder darüber zugekommen, dass man meinem Mann die Patientenklinge NICHT in greifbare Nähe gelegt bzw. gehängt hat (ist schon mehrfach auch angesprochen worden von mir und es gibt eine Anweisung von dem Pflegedienstleiter, dass grad bei meinem Mann besonders darauf zu achten ist) Er liegt aufgrund der nicht gegebenen Medikamente bewegungslos im Bett, ihm wird nicht einmal die Zeitung gereicht, obwohl er im leichten Sitzbett sitzen darf usw. Er liegt also 24h im Bett und schaut auf die Wand. Mir hat man grad gesagt: die Klingel wäre nicht wichtig, da er ja Monitorüberwacht wäre. Stimmt die Aussage so? Für mich grenzt das schon an unterlassene Hilfeleistung und wäre ein Straftatbestand. Ich habe es auch schon mehrfach bei den Ärzten angesprochen, jeder sagt mir: das dürfe nicht vorkommen und ich stelle bei jedem Besuch fest: die Klingel ist wieder aushalb der Reichweite. Wie soll mein Mann dann auf sich aufmerksam machen, z.B. wenn er seinen "großes" Geschäft erledigt hat????? Er hatte auch schon mehrfach einen Po wie ein Pavian. Die Schwestern lassen sich dort nicht sehr oft im Zimmer blicken.
Kann mir da bitte mal Jemand eine Auskunft drüber geben? Danke schon mal.
Ich brauche für morgen Argumente, da mir jetzt der Kragen geplatzt ist und ich es der Geschäftsleitung melden werde bzw. wer wäre für mich der richtige Ansprechpartner. Ach ja, falls es wichtig ist: ich habe die volle Betreuung für meinen Mann. Und er ist jetzt schon 1/2 Jahr im Krankenhaus.

LG

Beitrag von arkti 06.02.11 - 14:29 Uhr

Also ich kann dir nur sagen wie es bei meiner Oma vorletzter Woche war.
Sie war gesitig völlig fit.
Wurde Mittwochs ins Krankenhaus eingeliefert, 1 Tag Intensivstation dann kam sie auf ein normales Zimmer.
Hatte einen Tropf und eigentlich immer Bettnachbarinnen die auch nichts konnten, die letzte konnte nichtmal sprechen.
Meine Oma war 9 Tage ohne Klingel.
Sie war nur körperlich schwach aber wie gesagt geitig voll fit, das mit der Klingel hätte sie also schon verstanden.

Scheint also kein Einzelfall zu sein.

Beitrag von oma.2009 06.02.11 - 14:53 Uhr

Hallo,

danke für die Antwort....ja, das es kein Einzefall ist, das war mir schon klar, Ich wollte aber wissen, wie die rechtliche Seite aussieht. Ich meinte, ich hätte mal irgendwo gelesen, das es der Straftatbestand der unterlassenen Hilfeleistung wäre: ich finde den Artikel nur nicht wieder......

Ach ja, im Kopf ist mein Mann auch noch fit, nur körperlich grad überhaupt nicht, weil sei ihm von jetzt auf gleich seine ganzen Parkinsonmedikamente entzogen haben. Er ist dadurch auch total unbeweglich, aber die Klingel könnte er schon drücken wenn er sie dann hätte.

LG

Beitrag von touvalu 06.02.11 - 18:04 Uhr

Hallo Oma.2009

Zuerst einmal möchte ich sagen, dass es mir sehr leid tut zu lesen, dass dein Mann wohl schwer krank im KH liegt, sich nicht bewegen kann, leider nur minimalst versorgt wird und sich auch nur über die nicht vorhandene Klingel bemerkbar machen kann.
Und um deine Frage zu beantworten: Die Klinge muss IMMER in Reichweite des Patienten sein, egal ob am Monitor überwacht oder nicht.

Ich selber arbeite in diesem Berufsfeld, allerdings seit 3 Jahren nicht mehr in Deutschland, kenne aber die Geschichten meiner Kolleginnen in Deutschland, deshalb stoßen mir einige deiner Kommentare sehr sauer auf!

Ich kann verstehen, dass du aufgebracht und besorg um das Wohl deines Mannes bist aber ein Isolationszimmer ist keine Abstellkammer!
Es wird auch im Falle deines Mannes einen triftigen Grund geben warum er im besagten Zimmer liegt. Ein Isolationszimmer wird von zB. immunschwachen Patienten belegt, die vor Keimen und Bakterien besonders geschützt werden müssen und in kein Doppel- oder Mehrfachzimmer gelegt werden können. Oder von Patienten die sich mit einem so genannten multiresistenten Keim angesteckt haben oder anders ansteckend sind.Somit wird die Ansteckungsgefahr für andere Patienten minimiert.

Bevor du dich über die nicht erreichbare Klingel beschwerst würde ich an deiner Stelle mal schauen wie viele Schwestern/Pfleger für wie viele Patienten in der Schicht verantwortlich sind!
Das ist vermutlich das eigentliche Problem.
Ich nehme an, das dein Mann derzeit sich auf der Intensivstation befindet.
Pflege auf so einer Station ist sehr aufwendig (wie das Wort Intensiv ja schon sagt). Wenn 4 solcher Intensivpatienten auf eine Schwester kommen ist das schon sehr viel Arbeit.
Bzw. müssen auf normaler Station manchmal 20 Patienten von 2 Schwestern versorgt werden.
Das da keine Zeit für ein nettes Gespräch mit dem Patienten (deinem Mann) oder auf andere Wünsche nicht eingegangen werden kann ist nachvollziehbar.Oder wird der Nachttisch mit der Klingel zur Seite gestellt, weil man den Patienten lagert etc. und nicht wieder so hingestellt wird, dass die Klingel erreichbar ist, weil man im Stress ist und zig andere Dinge noch im Kopf hat.Das ist sehr ärgerlich für Pat. und Angehörige passiert aber.

Die Lage in deutschen Krankenhäusern ist, sagen wir mal. beschissen.
Die Arbeits-, psychische belastung ist für die meisten Schwestern/Pfleger wohl kaum mehr zu ertragen,von der Vereinbarkeit mit der eigenen Arbeitsmoral ganz abgesehen. Und dann gibt es noch solche Angehörige, wie Du, die es immer noch nicht erkannt haben wie man heutzutage im Krankenhaus arbeiten muss! Ja es grenzt allzu oft an unterlassener Hilfeleistung, weil sich die meisten nicht in zwei teilen können.
Hast du denn schon mal das Gespräch mit den Schwestern gesucht oder hast direkt bei den Ärzten gepetzt, ääh sorry, beschwert?

Ich bitte dich sehr dich bei der Geschäftsleitung zu beschweren.Evtl. auch damit zu drohen deine Geschichte der Presse zu erzählen, hilft ja manchmal. Allerdings appelliere ich an dich nicht gegen die Schwestern zu kämpfen und wegen einer Klingel ein Fass aufzumachen sondern eine Beschwerde wegen Personalmangel und somit entstehender Unterversorgung der Patient, einzulegen.

Viel Erfolg und gute Besserung#klee

Beitrag von oma.2009 06.02.11 - 19:21 Uhr

Hallo,

danke für dein Anwort.
Ja, dass mit der Klingel ist bei meinem Mann leider kein Einzelfall, ihm wurde sie schon mehrfach in den letzten Monaten einfach nicht gegeben bzw. so hingelegt, dass er sie nicht ereichen konnte usw. Habe auch mehrfach bei den Ärzten vorgesprochen und bei der Pflegedienstleitung usw. aber wenn man von der Schwester zu hören bekommt: O-Ton.... die Ärzte können viel Anweisen, wir Schwestern machen das, was wir für richtig halten und wenn wir die Klingel nicht geben dann ist es eben so..... da kräuseln sich mir die Fußnägel.
Die Nachtschwester erklärt mir am Morgen: man habe meinem mann die Fernbedienung für das Bett "festgestellt", er wäre 2x in der Nacht mit dem Bett nach oben gefahren...Hallo, der Mann ist an Schläuche angeschlossen, wie soll er sich denn alleine anders lagern??? wenn nicht mal durch verstellen des Bettes zumal die Klingel ja außer REichweite lag! Und es kommen tatsächlich pro Schickt 4 Patienten auf 1 Pflegekraft.
Ach ja, der Nachttisch steht überhaupt nicht in Bettnähe, dann könnte mein Mann ja zumindest mal Zeitung (die ich im übrigen dort bezahle) lesen.... Und ja, er ist auf einem Isolationszimmer, aber mir wude grade heute bestätigt, alle Keime sind weg, hätte die letzte Untersuchung ergeben, ist mir auch klar, dass er nicht sofort wieder auf ein normales Zimmer verlegt wird. Aber dort in dieses Zimmer "verläuft " sich keine Schwester mal nur so..... er lag heute z.B wegen der fehlende Klingel fast 2 Std. in seinem eigenen Kot......ist das normal? Ich mußte erstmal eine SChwester suchen.....Ich werde aber ganz gewiss zur Geschäftsleitung gehen..... Mein Mann kann eben nicht auf sich aufmerksam machen ohne diese Klingel. Und selbst der Oberarzt (dem hatte ich es vor ca. 3 Wochen schon angedroht) hatte Angst vor der GEschäftsleitung. Mein Mann liegt schon 6 Monate auf der Intensivabteilung, und es ist nicht das 1. Mal das ich Krach schlage...... aber jetzt "Rappelt" es dort richtig im karton. Der Patient ist nicht machtlos diesen Menschen dort ausgeliefert. Es gibt dort auch sehr nette Schwestern, die sind echt besorgt....aber die Meisten kann man vergessen dort.

LG

Beitrag von 1.zwilling 06.02.11 - 20:48 Uhr

Liebe oma,

ich würde mich auch beschweren.
Egal, wieviele Schwestern für die Patienten zuständig sind, dein Mann muß sich ja melden können....

Kann er sich vielleicht die Elektroden abziehen, wenn die Klingel nicht in der Nähe liegt, dann alarmiert der Monitor und die Schwester muss kommen...
:-p

ich weiß, das klingt fies...aber wenn dein Mann nicht dauernd klingelt (wegen Kleinigkeiten),..., finde ich es unmöglich, die Klingel weit weg zu legen.

Vielleicht hilft ein Erinnerungsschild an der Tür innen, dass muß man dann beim Rausgehen lesen,...

Meinst du, dein Mann kann eine Sprechkanüle bekommen? Oder verschluckt er sich an seinem Speichel? Könnte er dann im Moment sprechen?

Liebe Grüße
dein
Zwilling

Beitrag von oma.2009 06.02.11 - 21:22 Uhr

Hallo,

danke für die Antwort,

nein. mein Mann bekommt keines dieser fiesen Dinger ab, er hat einen ZVK und nur seine Sauerstoffmessung am.....Zeh. Und da er Bewegungslos ist..... und dieser Zettel wurde ja schon geschrieben und sogar vom Pflegedienstleiter UNTERSCHRIEBEN....das würde die Schwestern nicht interessieren, hat man mir wortwörtlich gesagt, da könne ja jeder kommen und so einen zettel schreiben, ah ja, auch schon mal auf die utnerschrift geachtet? Da ging es einige Tage gut.
Und nein, mein Mann klingelt nicht wegen jeder Kleininigkeit, dafür ist er zu rücksichtsvoll.
Und nein, wegen einer Sprechkanüle sind wir dabei, das wir endlich eine 2. Meinung bekommen,da wir diese Meinung der Ärzte nicht so ohne weiteres akzeptieren wollen. Allerdings ist da jetzt die erneute Lungenentzündung dazu gekommen.
Aber ich bleibe am Ball, die kenen mich jetzt schon 6 Monate, und die werden mich auch nicht so schnell vergessen da. Da gibt es noch so viele andere Dinge, das liegt alles schriftl. der Pflegeleitung vor. Einiges versucht man auch zu ändern, aber eben nur unwesentliche Dinge.

Aber trotzdem erstmal Danke

LG

Beitrag von kaeferin 07.02.11 - 10:55 Uhr

Hallo Oma, also ich bin selber Krankenschwester und wen ich das so lese krieg ich den Hass auf diese unkompetenten Kollegen.Klar haben wir mitunter viel zu wenig Zeit aber es liegt immer an einem selbst auch gewisse Dinge auf die Reihe zu kriegen und eine Klingel in Reichweite zu legen ist ja nun keine große Arbeit.Ich denk eher denen gefällt es nicht das jemand mal seine Meinung sagt und sich nicht alles gefallen läßt. Find es richtig super das Du da nicht locker läßt,. nur so kann sich was ändern.Alles Gute für Euch! und viel Erfolg!

Beitrag von oma.2009 07.02.11 - 12:02 Uhr

Upps, danke, deine Antwort wäre bald "untergegangen"

Ja, ich mache meinen Mund auf, der Patient ist nicht mehr ohne REchte, und ja, das stößt dort sauer auf. Ist mir aber egal. Ich weiß, die schwestern leisten teilweise sehr gute Arbeit und es fehlt ihnen manchmal an Zeit, aber trotzdem gibt es einige Kleinigekeiten, die dazu betragen können, auch einen Isolationspatienten MENSCHENWÜRDIG zu behandeln. und da gehört für mich einfach dazu, dass er 1.die klingel bekommt und 2. Wenn er morgens im Sitzbett ist, man ihm sein Tischchen über das Bett stell und ihm zumndest seine Zeitung hingibt. Und auch zwischendurch mal nach dem Patienten schaut (trotz umziehen) und nicht erst dann wieder, wenn irgend etwas ansteht.

Danke für deine Zuspruch

LG

Beitrag von 221170 06.02.11 - 21:19 Uhr

Hallo,
ich arbeite selbst im KH, nicht als Krankenschwester, aber ständig auf Station.

Was du da beschreibst GEHT GAR NICHT, da brauchen wir nicht lange reden.

Ich würde:
-mit der Geschäftsleitung sprechen
-unbedingt die Pflegedienstleitung informieren (!)
-informieren, das ich beim nächsten derartigen Vorfall die hiesige Presse informiere

Das Monitor-Argument ist keins und schlicht eine Frechheit. Der Monitor zeigt nicht an ob er eingestuhlt hat oder nicht. Jeder Patient muß sich bemerkbar machen können.

Das die Schwestern nicht oft im Zimmer sind liegt an der Isolation. Klar ist es ätzend in der Iso zu liegen, aber mit "Abstellen" hat das nichts zu tun. Auch der Personalschlüssel ist teilweise unterirdisch, ich kenne das. Die Leute können nicht mehr als arbeiten.
Trotzdem kostet es keinen Deut Zeit mehr die Klingel in Reichweite zu legen.

Mir dünkt, da ist ein bisschen Absicht bei, eben weil du schon häufiger Krawall geschlagen hast. ICh würde jetzt allerdings den Gong auspacken (Die Pflegedienstleitung wirkt bei uns z.B. am Besten, da schlottern echt alle), diese Zustände sind unhaltbar.

Ich würde auch mal nachfragen ob er nicht mal eine Sprechkanüle bekommen könnte.

Viel Erfolg und Gute Besserung
22

Beitrag von oma.2009 06.02.11 - 22:14 Uhr

Hallo,

danke für die Antwort,

ich werde morgen (sofern mein Auto wieder heil ist, bin vorhin auch noch liegengeblieben......) spätestens übermorgen mit der GEschäftsleitung persönlich sprechen bzw. ansonsten die ganze Sache schon mal telefonisch vorankündigen. Dann sollen sich die Herrschaften schon mal warm anziehen.

Man hat mir vorhin gedroht:::::::::: Die Pfleger würden in jedem Fall etwas "erfinden" was berechtigt, meinem Mann die Klingel nicht zu geben.

Ich glaube, das mit der örtlichen Presse ist keine schlechet Idee. Ich habe auch vor den Göttern in Weiß bzw. Hellbau keine Angst mehr.
Ich hffe nur, man läßt meinen mann nicht drunter leiden...sollte mir da etwas auffallen............

Danke nochmal

LG

Beitrag von purpur100 07.02.11 - 11:28 Uhr

Hallo,
ich wollte gerade schreiben, daß du die Klingel mit Tesa o. ä. an einer Stelle festkleben sollst, wo dein Mann drankommt.

Aber wenn ich dann das hier lese
"Man hat mir vorhin gedroht:::::::::: Die Pfleger würden in jedem Fall etwas "erfinden" was berechtigt, meinem Mann die Klingel nicht zu geben. "

was würde denn dann erfunden werden? Was ist ein Argument, einem pflegebedürftigen Patienten die Klingel zu verweigern?

Beitrag von oma.2009 07.02.11 - 11:56 Uhr

Hallo,

danke für die Antwort.

Ich habe keine Ahnung, welches Argument die finden könnten um meinen Mann die klingel zu verweigern?
Ich bin jedenfalls erleichtert, dass ich es endlich geschafft habe, die Geschäftsleitung zu informieren, teilweise konnte ich auch Namen nennen. Ich hoffe nur für die Station, dass mein Mann nicht noch mehr unter der Pflege zu leiden hat. Denn wie gesagt, er hatte gestern einen Po wie ein Pavian (er kann doch nichts sagen) und er hatte mehrfach abgeführt. Ich weiß nicht (und will es auch nicht so genau wissen, wie lange er in seinen Exkrementen liegen mußte.... nachdem ich dann weg war. Denn es ist ein Isolationszimmer und die sChwestern müssen sich jedesmal umziehen wenn sie reinkommen. Und nur um guten Tag zu sagen??????? werden die es nicht machen, also doch wohl wirklich nur, wenn es sich nicht umgehen lä´t. Tja, wenn er dann noch nicht in die Windel gemacht hat, Pech für meinen Mann wenn es denn eine halbe Stunde später passiert. Ach ja, geduscht wurde er das letzte Mal vor 2 1/2 Wochen, obwohl er sich z.Zt. jedesmal ....von Hacken bis Nacken..... vollmacht, da er Abführmittel ohne Ende bekommt. Ich kann nur für das Krankenhaus hoffen dass sich dort in der Pflege ganz schnell was positives tut.

LG

Beitrag von oma.2009 07.02.11 - 10:31 Uhr

Hallo an Alle,

ich habe heute mit der Geschäftleitung der Klinik Kontak aufgenommen und mein Prolem mit der Pflege meines Mannes dort geschildert.
Ich habe denen alles erklärt, auch, dass ich schon mehrfach mit den Ärzten, Pflegern und Krankenschwestern und dem Pflegedienstleiter gesprochen habe, auch, dass es von mir auch schriftlich hinterlegt worden ist. Die Geschäftsleitung war sehr an einer lückenlosen Aufklärung interessiert, wollte sich gleich darum kümmern und sich spätesten in 2 Tage wieder bei mir melden. Die Geschäftsleitung war aufgrund der von mir genannten Zustände nicht sehr angetan von ihrem Pflegepersonal. Die Beschwerden werden von der Geschäftsleitung sofort an die oberste Pflegedienstleitung weitergeleitet und auch von dort werden dann Überprüfungen stattfinden. Ich werde mich wieder melden, sobald ich ein Ergebnis vorliegen habe.

Ich bedanke mich bei Allen, die mir mit Rat und Tipps beigestanden haben.

LG

Beitrag von schnaki1 08.02.11 - 11:17 Uhr

Hallo,

bei uns bekommen auch komatöse Patienten eine Klingel in Reichweite gelegt, alles andere wäre untragbar!
Vielleicht wird der Patient ja doch wach, kriegt schlecht Luft und will sich mitteilen!
Und Zeit kostet es mich nur dann, wenn ich zur Nachbarstation muss, um mir eine Klingel zu borgen, weil unsere alle im Einsatz sind.

Ich hoffe, deine Beschwerde bewirkt etwas, hört sich aber erstmal positiv an.
Und zum Isozimmer:
aufgrund des zeitaufwändigen Umziehens etc. gehen wir auch nur so oft wie nötig und so selten wie möglich rein, aber spätestens alle 2-3 Stunden zum Umlagern und bei Stuhlinkontinenz auch mal zwischendurch in die Windel zu schauen gehört dazu.
Ich persönlich mach auch einfach mal eben die Tür auf, lunker rein und frag, ob alles klar ist und kündige dann an, dass ich in ca. 1 Stunde sowieso zum Umlagern komme.
Verfolge deine Beiträge schon länger hier und bin stellenweise echt entsetzt über die untragbaren Zustände.
Ich wünsche dir noch ganz viel Kraft,
lg,
Andrea

Beitrag von oma.2009 08.02.11 - 21:36 Uhr

Hallo,
danke für die Antwort.
unser Sohn war heute beim Papa, und die Klingel hing wieder außerhalb der REichweite meines Mannes. Irgendwie haben die Schwestern dort den Ernst ihrer Lage noch nicht begriffen. Ich habe der Geschäftsleitung klipp und klöar gesagt: ich schalte auch die Presse ein wenn es sein muß und ndie sollten mich langsma kennen.... Mein mann hat einen neuen Arzt bekommen, mit dem habe ich mich sehr lange unterhalten, habe ihm auch gesagr, dass ich die Leitung eingeschaltet hätte. Jeder geibt mir REcht, die Ärzte, der Oberpfleger usw. nur diese verdammten Schwestern sitzen auf einem dermaßen hohem Roß.....das sind die wahren Göttinen dort auf der Station. Aber auch die werden aus dem Sattel fallen. Ich soll wohl morgen Bescheid bekommen von der leitung, ansonsten werde ich mich nciht scheuen dort nochmal anzurufen und nachzufragen.....Ich selber kann z.Zt. nicht zu meinem mann, da ich mit Grippe flach liege und das unverantwortlich wäre.
Ich hoffe aber immernoch, dass die Schwestern endlich zur Einsicht kommen. Ach ja, die Tür wird immernoch nicht geschlossen, sondern einfach Decke hoch, blanker Hintern sichtbar usw.....menschenunwürdig für eine Intensivstation.....
Ich werd sehen, ab wann ich berichten kann.

LG

Beitrag von schnaki1 08.02.11 - 21:48 Uhr

Hallo,
ich kann nur nicht verstehen, warum die Schwestern nicht schon längst eins auf den Deckel gekriegt haben.
Tja, Privatsphäre auf der Intensiv ist leider schwierig, aber im Isozimmer sollte ja nun keine Tür dauerhaft aufstehen...
Wenn du nichts von denen hören solltest, dann hak auf jeden Fall nach.
Ich bin gespannt und werde deine Geschichte weiter verfolgen.
Darf ich fragen, wo du herkommst und wo dein Mann liegt? Gerne auch über VK.
Viel Glück,
Andrea

Beitrag von oma.2009 12.02.11 - 07:21 Uhr

Hallo an Alle,

also...... es scheint sich etwas getan zu hben auf der Intensivstation meines Manes: Er bekommt doch tatsächlich seine Patientenklingel in Handnähe gelegt bzw. rutschfest geklebt. Selbt die total zerfetzte Jalousie (Männe konnte bei Sonne nicht die Augen öffnen....) ist repariert worden und die Schwestern und Pfleger sind.... irgendwie netter geworden.
Aber ob es so bleibt? Ich werde mich jedenfalls nicht mehr mit der Pflegeleitung von der Station auseinander setzen sondern gleich, wenn es wieder etwas zu bemängeln gibt, mich an die Geschäftsleitung wenden. Und sollte ich mitbekommen, dass man meine berechtigten Sorgen an meinen Mann auslßt scheue ich mich auch nicht, den MDK einzuschalten. Ich glaube, genau DAS wollen sie vermeiden (kann ichverstehen). Aber dann sollen sie zwischendurch ihre Pflegekräfte immer mal wieder darauf hinweisen, dass es Menschen sind, die von ihnen betreut werden.

Ich bedanke mich erstmal bei Allen, die mir Mut zugesprochen haben.

LG