KH-Akte nach 33 Jahren beantragen?

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Beitrag von little08 06.02.11 - 18:46 Uhr

Hallo,

vielleicht kann mir hier jemand kurz helfen.

Vor 33 Jahren kam mein Bruder auf die Welt, leider wurde er nur 11 Tage alt. Er starb bei einer Operation. Ich will schon lange wissen was genau passiert ist und welche Erkrankung er hatte.
Aber in meiner Familie kann mir da niemand was genaues sagen. Meine Mutter ist auch vor einigen Jahren gestorben und mein Vater kann/will nicht darüber reden was mit meinem Bruder war.

Meint ihr ich könnte nach 33 Jahren noch Auskunft in dem KH bekommen in dem er behandelt wurde und letztendlich auch verstarb? Ich weiß dass man eine Krankenakte nicht so lange aufbewahren muss, aber vielleicht haben Krankenhäuser Arichve.
Hat jemand von euch schon mal eine Akte im KH angefordert die älter war als die gesetzliche Aufbewahrungsfrist es vorgibt?

Mich beschäftigt das wirklich sehr, irgendwie schweigt jeder über meinen Bruder (meine Mutter zu Lebzeiten auch) und ich möchte keine Wunden aufreissen.

Eine #kerze für Sascha der heute seinen 33 Geburtstag feiern würde.

Vielen Dank schonmal für eure Antworten
LG Little

Beitrag von schneckchen71 06.02.11 - 18:52 Uhr

Hallo

ich denke schon, dass da noch irgendetwas existiert, aber ob sie dir so einfach Einsicht in die Akte gewähren hmmm gute Frage, denn eure Mama ist zwar verstorben, aber euer Papa ist noch (Gott sei Dank) da, ich denke eher, dass er sein Einverständnis geben muss, damit sie dir überhaupt Einsicht gewähren. Anders wäre es, wenn dein Papa auch schon verstorben wäre, denn wärest du ja die nächste Angehörige

Ich wünsche dir trotzdem viel Erfolg und das deine Fragen beantwortet werden können

LG

Beitrag von little08 06.02.11 - 19:12 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.
Ich werde es einfach mal versuchen, denke ich. Meinen Vater kann ich nicht fragen. Meine Eltern haben sich kurz nach dem Tod meines Bruders getrennt und seitdem hat er nie wieder über ihn gesprochen.

Schönen Abend wünsche ich dir noch.

LG Little

Beitrag von lilly7686 06.02.11 - 19:06 Uhr

Hallo!

Also hier in Ö müssen diese Akten 30 Jahre lang aufbewahrt werden.

Aber ich würde mal im KH vorbei schauen. Vielleicht hast du Glück?

Achso, bring aber einen Ausweis sowie deine Geburtsurkunde mit. Und Infos über Sozialversicherungsnummern von deinen Eltern und evtl. , wenn vorhanden, von deinem Bruder.

Meist bekommt man nur als Elternteil oder Betroffener diese Akten. Vielleicht hast du Glück und bekommst was, wenn du beweisen kannst, dass es sich um deinen Bruder handelte :-)

Viel Glück und eine #kerze für deinen Bruder!

Beitrag von little08 06.02.11 - 19:15 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.
Ich habe die Geburts- und Sterbeurkunde von meinem Bruder hier (Original) und werde da mal anrufen. Kann denen ja meine Geburtsurkunde auch noch vorlegen, da sehen sie dann dass wir die gleichen Eltern haben.
Hinfahren ist etwas leider weit.

Ich wünsche dir noch einen schönen Abend und danke für die Kerze.

LG

Beitrag von angel2110 06.02.11 - 20:11 Uhr

Hallo.

Zuerst mal möchte ich dir schreiben dass mir das leid tut was da bei euch passiert ist.

Ich arbeite im Krankenhaus. Und bei uns wird wirklich alles nach 30 Jahren vernichtet. Schon alleine wegen Platzmangel.
Außerdem bezweifle ich auch dass du als Schwester Auskunft bekommen würdest.
Eigentlich ist es so, dass niemand außer dem Patient selbst ein Anrecht auf seine Patientenakten hat. Bei Verstorbenen weiß ich es nicht genau. Aber ich fürchte in eurem Fall könnte es wirklich sein, dass wenn überhaupt noch was existiert, dann nur euer Vater was erreichen könnte.

Ich wünsche dir trotzdem viel Glück.

LG angel

Beitrag von little08 06.02.11 - 21:22 Uhr

Vielen Dank für deine Antwort. Ich habe die leise Hoffnung dass es dort ein Archiv gibt wo evt. noch was vorhanden ist. Es handelt sich um eine Uni-Klinik.
Aber wenn dem nicht so ist werde ich das wohl akzeptieren müssen.
Mir geht es halt auch darum zu erfahren ob mein Bruder wie behauptet wegen eines "Herzfehlers" gestorben ist. Denn meine Mutter hatte schon ein Loch in der Herzscheidewand und musste transplantiert werden, ich selber litt unter Herzrhytmusstörungen (seit meiner Schwangerschaft wie weggeblasen,seltsam) und hab einfach auch Angst ob das genetisch bedingt sein könnte in Bezug auf meine Maus.

Schönen Sonntagabend noch

Little

Beitrag von julchen55 06.02.11 - 20:59 Uhr

Ich mache dir mal Hoffnungen.

Mein Sohn war vorletztes Jahr in dem Krankenhaus in dem ich geboren wurde. Und er hatte eine unerklärliche Diagnose. Keiner wusste dort was er hatte. Die Ärzte waren ratlos.

Da erzählte ich das ich auch mal was als Baby hatte wo wohl keiner wusste was ich hatte. Ob denn nicht jemand in die Akten schauen könnte.
Die Ärzte dachten sie würden meine UraltAkte eh nicht finden, haben aber trotzdem nachgefragt.

Innerhalb von zwei Stunden waren meine Daten dann da. Wahnsinn.

Ich war 33 Jahre alt und man hat meine Baby Akte gefunden. Ich war damals ca. 6 Monate alt.

Leider hat uns die Akte nicht geholfen.

Beitrag von little08 06.02.11 - 21:27 Uhr

Hallo,

vielen Dank für diesen Hoffnungsschimmer!
Ich werde da einfach mal anrufen und denen mein Anliegen schildern.

Tut mir leid dass euch deine Akte nicht weitergeholfen hat, ich hoffe es hat sich trotzdem alles zum Guten gewendet bei deinem Sohn.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntagabend
Little