Der schlimmste Tag meines Lebens...

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Beitrag von dada-masseltoff 06.02.11 - 20:54 Uhr

Hallo Ihr Lieben..

Mir geht es gerade richtig schlecht. Letzten Donnerstag war ich mit meiner fünf Monate alten Tochter beim Kinderarzt. Sie hatte ein wenig Husten und ich wollte es noch mal kontrollieren lassen. Wir wurden in ein Zimmer für eigentlich schon ältere Kinder verfrachtet. Dort gab es nur eine kleine schmale Liege, worauf ich sie legen sollte. Der Arzt untersuchte sie dann, hatte eine Hand an ihrem Bein und drehte sich kurz um, um nach etwas zu greifen. Und dann passierte es, sie machte einen Satz und fiel von der Liege. Sie fiel auf den Rücken bzw. den Hinterkopf. Der Notarzt kam sofort und wir fuhren ins Krankenhaus, wo sich herausstellte, dass sie einen doppelten Schädelbruch hat. Allerdings habe sie Glück im Unglück gehabt, da nichts im Kopf bzw. am Hirn passiert sei. Auch keine Blutungen im Kopf. Es sei lediglich ein Hämatom über dem Knochen festzustellen, also eine kleine Beule, die man eigentlich gar nicht sieht.
Wir mussten zwei Tage zur Beobachtung im KH bleiben. Es war wirklich schlimm. Allein schon die Untersuchungen. Zuerst wurden Röntgenaufnahmen gemacht, wo ich nicht dabei sein durfte, ich hatte sie nur eine halbe Stunde schreien gehört. Vor dem Zimmer. Ich durfte nicht rein. Sie haben sie so lange schreien lassen, bis sie einschlief und sie Aufnahmen machen konnten. Dann sollte ein Zugang gelegt werden. Sie haben sie zich mal in Hände, Beine und in den Kopf gestochen, haben aber keine Vene getroffen. Nach ein paar Stunden haben sie es dann nochmals versucht und in der Hand dann einen Zugang legen können. Man steht daneben und kann einfach nichts machen als zuzugucken. Sie schreit, wehrt sich und schaut einen dabei an, als dachte sie, warum ich nichts mache, sie nicht befreie oder rette... Ich habe auch nur geweint, mir ging es richtig schlecht... So ein kleines Wesen.. Sie versteht ja nicht, was da passiert. Na ja. Dann wurde sie in die Röhre geschoben, wozu sie unter Narkose gelegt werden musste, da sie 20 Minuten ganz still liegen musste. Davor haben sie ihr schon irgendetwas gespritzt, um sie zu beruhigen. Sie lag da und schaute einen ganz ruhig und gleichzeitig verzweifelt an. Das waren wirklich die schlimmsten Momente in meinem Leben. Seit gestern sind wir wieder daheim. Sie ist eigentlich wie vorher. Nur lacht sie mich nicht mehr so viel an. Das wurmt micht echt sehr. Vielleicht verbindet sie diese schrecklichen Erlebnisse jetzt mit mir...? Oft guckt sie mich einfach nur an. Ihr Blick scheint manchmal leer, manchmal skeptisch und manchmal einfach nur nachdenklich. Das macht mich irgendwie fertig. Obwohl ich dafür ja nichts kann, habe ich irgendwie das Gefühl, versagt oder Schuld zu haben. Ich hoffe einfach nur, dass sie mir gegenüber wieder so wird wie vor dem schrecklichen Unfall...
Was sagt Ihr dazu? Ich musste mich jetzt einfach mal ausheulen...

Liebe Grüße, dada#blume

Beitrag von tragemama 06.02.11 - 20:56 Uhr

Was für eine SCHEISS-Klinik hast Du da denn erwischt? Normalerweise werden Babies zum Röntgen schon ruhiggestellt. Ich durfte bei jeder Untersuchung dabei sein, weil ich darauf bestanden habe. Das geht ja gar nicht.

Hat sich der Kinderarzt bei Dir entschuldigt?

Andrea

Beitrag von dada-masseltoff 06.02.11 - 21:00 Uhr

Ja, der Arzt hat sich gleich entschuldigt und war auch total geschockt... Hingehen werde ich dort aber natürlich nicht mehr, das ist klar, das versteht sich von selbst.

LG

Beitrag von tragemama 06.02.11 - 21:11 Uhr

Finde ich nicht. Das kann jedem passieren und sagt nichts über seine fachliche Qualifikation aus. Du weißt, dass Euch Schmerzensgeld etc. zusteht, oder?

Beitrag von dada-masseltoff 06.02.11 - 21:17 Uhr

Ich weiß, dass das jeder mal Fehler macht... Objeltiv betrachtet..Aber das Vertrauen ist dahin und ich habe einfach kein gutes Gefühl, wenn ich dort noch mal hingehen müsste. Ja, das mit dem Schmerzensgeld, das ist uns bekannt. Mein Mann will auch zum Anwalt gehen. Mal sehen.

Gruß

Beitrag von hinterwaeldlerin09 06.02.11 - 21:23 Uhr

Ich denke mal, dass er womöglich ernste Probleme mit seiner Praxis bekommen wird, ich meine, das müssen doch die anderen Leute mitgekriegt haben...und wenn sich das rum spricht - zu so einem Kinderarzt geht doch keiner mehr!

Beitrag von dada-masseltoff 06.02.11 - 21:37 Uhr

Ja, das stimmt wohl. Also die Leute draußen haben natürlich mitbekommen, dass da der KW kam und der Notarzt und die Helfer kamen dann ja auch rein, ich bin heulend aus dem Zimmer rausgelaufen mit der Kleinen im MaxiCosi... Dass da irgendwas Schlimmes oder Größeres passiert sein musste, hat man schon gesehen... Aber was da genau war, weiß sicherlich keiner bzw. hat man daraus ja nicht schließen können.
Ich weiß auch, dass Fehler menschlich sind, dass immer mal was passieren kann. Er war auch immer ein guter Arzt. Normalerweise hätten die mich auch gar nicht in das Zimmer mit der schmalen Liege schicken dürfen. An dem Tag ist irgendwie alles schiefgeganen.. Ich werde, alleine wegen dieses Ereignisses, des Schocks und des unguten Gefühls dort nicht mehr hingehen. Da ist das Vertrauen irgendwo doch schon verloren gegangen, auch wenn ihm sowas wahrscheinlich nicht mehr passieren wird. Dennoch.
An dessen Kompetenz zweifle ich nicht, ich mochte den Arzt eigentlich. Er hat sich, soweit ich weiß, auch noch nie etwas zuschulden kommen lassen, von daher denke ich nicht, dass es seiner Praxis nun schlechtgehen wird. Aber ich für meinen Teil werde jetzt zu einem anderen Arzt gehen.

Beitrag von hinterwaeldlerin09 06.02.11 - 21:38 Uhr

Natürlich kannst du da nicht mehr hingehen.

Beitrag von angelbabe1610 06.02.11 - 21:03 Uhr

Oh je, lass dich erstmal drücken #liebdrueck!
Du hast nichts falsch gemacht und deine Tochter wird mit sicherhrit wieder wie vorher. Sie muss sich erstmal erholen - das war ja alles nicht ohne.
Mein sohn musste im Oktober auch zwei mal ins KH, einmal wg Verdacht auf Blutgerinnungsstorungen und einmal zur OP. Beimersten Aufenthalt wurde er auch zerstochen, unzählige Untersuchungen wurden gemacht und ich stand auch daneben, meinsohn schrie und schaute mich auch mit dem "Warum lässt du das zu"-Blick an. Es war schlimm. Eine Woche später mussten wir noch zu nem Spezialisten und wieder wurde er zig mal zerstochen, wieder vielWeiben und dieser Blick :-(. Den finde ich so schlimm und ich fühlte mich auch so schlecht und heulte immer mit.
Deine Tochter ist noch klein. Sie wird das schnell vergessen. Wir Mamis nagen da länger dran :-). Kopf hoch, es wird alles gut. Mein Sohn liebt mich auch noch, er lacht mich immer an, umarmt mich und gibt mir Küsschen #verliebt, obwohl er das auch mitmachen musste.
Alles Gute für euch und gute Besserung #klee.
LG #winke
Alexia und semih

Beitrag von angelbabe1610 06.02.11 - 21:07 Uhr

Ach ja, das Verhalten der Klinik finde ich auch unmöglich. Ich durfte immer dabei sein, auch beim Röntgen. Er wurde nicht schreien gelassen bis er ruhig war. Das geht ja gar nicht!!!!
Dein KiA tut mir etwas leid. Er macht sich bestimmt große Vorwürfe. Hat er sich entschuldigt?

Beitrag von simone1678 06.02.11 - 21:03 Uhr

Hallo!

Die arme Maus!
Da habt ihr ja ganz schön was mitgemacht!
Ich kann eigentlich nur #liebdrueck

Aber das das beim Kinderarzt passiert!? Puuh.....#zitter
Na und das Verhalten der Klinik ist ja milde ausgedrückt unter aller Sau.
Das geht gar nicht.
Wie kann man das arme Mädchen so brüllen lassen, das ist ja mehr als herzlos!


Alles Gute für Euch, ich hoffe wirklich das die Kleine bald wieder die "Alte" ist!

Simone

Beitrag von hinterwaeldlerin09 06.02.11 - 21:10 Uhr

Oh Gott, du Arme!

Ich kann mich noch gut erinnern, wie mein damals kleines Kind - sie war 2 Jahre alt - eine Narkose bekam wegen der Ohr-Op und die drückten ihr eine Atemmaske aufs Gesicht und sie wehrte sich und schrie, und ich stand daneben. Und langsam verlor sie das Bewußtsein, weil die Betäubung wirkte. Ach, das war so schlimm!

Heute ist sie eine junge Frau, 16 Jahre alt, stark, klug, attraktiv, voller Lebensfreude und ich habe eine gute Beziehung zu ihr.

Du hast da etwas Traumatisches erlebt und dein Kind auch. Aber sie wird darüber wegkommen und du auch!

Leg jetzt nicht in jeden Blick von ihr etwas hinein, nimm die Kleine, wie sie ist, sie braucht auch Zeit, wie du.

Sie nimmt es dir nicht übel. Tief in ihrem kleinen Babyherzen weiß sie genau, dass du ihr auch nur helfen wolltest, dass du auch so geschockt warst wie sie, dass du ihr das nicht ersparen konntest. Sie spürt, dass du die Stärke hattest, die Angst, den Schmerz, den Schreck mit ihr auszuhalten.

Das ist schon ganz viel.

Lasst euch beide Zeit, kuschelt ganz viel, verwöhnt euch...und lasst die Zeit die Wunde heilen.

Denke immer dran: der Mensch ist dazu gemacht, über Schlimmes auch hinwegkommen zu können. Der Mensch ist sehr stark und hat immer wieder neu eine Chance, sich gut zu fühlen, froh und zufrieden zu sein. Auch dein Kind hat diese Fähigkeiten.

ganz liebe Grüsse
die hinterwäldlerin

Beitrag von schlange100000 06.02.11 - 21:10 Uhr

Oh mein Gott...das tut mir so leid....!!! :-( Ich glaub ich wär ausgeflippt wenn die mein Kind so behandelt hätten, aber ich weiß das man da nicht machen kann...bei meiner große haben sie mich damals zu 2 festgehalten als sie nen zugang gelegt haben....ich bin vorher raußgeschmissen worden, weil ich mein Kind hochnehmen wollte,weil sie auch so geschrien hat u. dann haben mich die schwestern festgehalten!!

Das mit dem anschauen von Deiner kleinen...hmmmm das kann ich nicht beantworten, aber ich würde genauso denken wie Du....weil sie schauen einen dann schon so an, aber was sie genau denken kann Dir halt niemand sagen!!

Drück Euch ganz doll die Daumen das es der kleinen bald wieder gut geht u. alles so ist wie es war!!

P.s: Den Kinderdoc würde ich verklagen, weil das geht mal garnicht....er müsste wissen das man Kinder so nicht festhält auf einer liege u. das die in dem alter sehr schnell sind!!!!!!!!!!!!!!!! Ich würde morgen gleich zum Anwalt gehn, weil das geht garnciht!!

Beitrag von phili0979 06.02.11 - 21:16 Uhr

Das ist ja alles unfassbar!!!

Ganz ganz gute Besserung deiner Kleinen!!!!!

Ich kann nur zugut verstehn wie hilflos und mies du dich gefühlt hast. Mein Sonnenschein wurden im ersten Jahr alle 4 Wochen 4-5 Kanülen Blut am Köpfchen abgenommen. jedesmal wurde er an 5 Stellen gepiekst um zu sehen wie lange es nachblutet etc etc... (probleme mit den Thrombozyten)

Es ist so furchtbar, dein Kind schreit hat Schmerzen (alleine wie hart sie ihn festhalten mussten) und du stehst daneben und kannst nichts tun...

Wir hatten dann fast ein Jahr Pause und dann nochmal so eine große Untersuchung. Danach kam es mir so vor wie dir jetzt. Als ob er kein Vertrauen mehr hätte, und ich hatte das Gefühl jeder Blick in meine Richtung sagt "Warum hast du das zugelassen?"

Was soll ich sagen entweder war es nur mein Gefühl oder er hat mir "verziehen" Die Zeit der danach habe ich extra sehr viel mit ihm gekuschelt, gespielt etc. Ich glaube solche Erlebnisse müssen die Kleinen erstmal verdauen und das dauert. Jetzt würde ich deiner kleinen viel Körperwärme etc zukommen lassen, dass hat die tapfere Maus mehr als verdient! Und die Kleinen haben ein sehr gutes Gespür dafür, wer sie unheimlich liebt, deshalb mach dir keine Sorgen!!!!


Lg Philine

Beitrag von electronical 06.02.11 - 21:22 Uhr

Ohweia...Mir sind echt die Tränen gekommen als ich das eben las :-(
Es tut mir so leid für die kleine Maus.... Du hast recht, ich würde auch losheulen....Kann mir gar nich vorstellen, wenn mein Baby sowas durchmachen müsste... :-(
Die Klinik scheint aber echt krass zu sein, normal is das doch nich oder?????
Schreien lassen, Narkose....Oh man.....
Ich wünsche deiner Maus alles alles Gute und dass sie sich schnell davon erholt.

LG Jule mit Ben (14 Wochen)#verliebt

Beitrag von laufendermeter 06.02.11 - 22:16 Uhr

Oh man, was für ein absoluter Alptraum!! #schmoll Da bekomme ich alleine vom Lesen eine Gänsehaut.

Das bekommt ihr bestimmt mit ganz viel Liebe und Geduld wieder hin! Kuschel ganz viel mit ihr und widme ihr noch mehr Aufmerksamkeit als ohnehin schon, dann hat sie das bestimmt bald vergessen.

Der Arzt tut mir ehrlich gesagt etwas leid. Natürlich solltet ihr da weitere Schritte unternehmen, aber ob das seine Haftpflichtversicherung abdeckt...?

Gute Besserung für deine arme kleine Maus, sowohl was den Körper als auch was die Seele angeht!!

Liebe Grüße
Kerstin

Beitrag von nani-78 06.02.11 - 22:37 Uhr

Hui,mir sind auch die Trächen gekommen,ihr armen:-(
Ich nehme auch einfach an,dass deine süße das alles erstmal
verarbeiten muß,erstmal knallt sie beim Arzt auf dem Boden,was
ja schon schmerzhaft genug war,und dann das im KH!Heftig,
schon alleine für deine Maus hätten sie dich zu ihr lassen müssen,
sie hat doch die Welt nicht mehr versehen können:-(
Wenn du hättest wenigstens bei ihr sein können,ihr das kleine
Händchen halten usw,vielleicht hätte ihr das etwas mehr Sicherheit
gegeben,auch wenn du ihr nicht helfen hättest können.
Schrecklich,ich wünsche euch,dass sie es alsbald vergessen hat.

Wegen deinem Kiarzt,ich kann gut verstehen,dass du da nicht mehr
hin gehst,schon alleine für die kleine,die erinnert sich möglicherweise
noch an den Unfall,bzw verknüft sie in ihrer Erinnerung was schlechtes
mit dem Ort.Denn die kleinen erinnern sich ja sogar nach einer Impfung
und weinen beim nächsten Mal schon vorher.
Ja,auf der einen Seite kann der Arzt einem leid tun,der wollte sowas
ja nicht,andererseits müßte grad ein Kinderarzt besser als alle anderen
wissen,dass an den Beinchen fest halten+kurz umdrehen nicht
sicher genug ist,denn die kleinen drehen sich unvorhersehbar und plötzlich.Alles Gute wünsche ich euch!!

Beitrag von 24hmama 07.02.11 - 09:46 Uhr

hi

Ich habe Tränen in den Augen.
Genau das Gleiche ist uns auch passiert,
damals als Daniel 4 Monate alt war.
Nur ist er zuhause runtergefallen und nicht wo anders.

Ich kenne diesen "Mama, warum hilfst du mir nicht- Blick"#heul
Und auch bei Daniel haben sie xmal rumtestochen...
Daniel hatte damals auch einen doppelten Schädelbruch,
aber gottseidank auch ohne Blutungen.
Aber er hatte solche Schmerzen, es war zum Heulen.

Nur eines verstehe ich nicht-
ich durfte mit zum Röntgen.
Da muss man doch schon herzlos sein,
wenn man ein Kind einfach schreien lässt-
vorallem wenn es ihm soo schlecht geht.
Als ich mit meinem Sohn damals im Kh war,
haben die Ärzte gemeint wir sollen versuchen
es zu vermeiden dass er viel weint, wegen dem Druck im Gehirn..

Das finde ich echt schlimm was sie euch da angetan haben!
Ich wäre vermutlich reinmaschiert!

Ich wünsche euch alles Gute!!

ICh kann dir leider nicht sagen dass es besser wird.
Ich denke heute nach fast 4 Jahren noch oft daran und
habe sofort wieder Tränen in den Augen!

Fühl dich gedrückt
und sei jetzt besonders viel und liebevoll für dein Baby da!

alles Liebe k.