Wieso klappt es nur zuhause???

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von schneckchenonline 06.02.11 - 21:07 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist in der ersten Klasse. Er hört im Untericht zu und benimmt sich laut Lehrerin auch gut.
Wenn er in der OGS Hausaufgaben macht und ich sie mir am Nachmittag ansehe, stehen da immer öfter Notizen drunter, wie:

"60 Min. gearbeitet, trotz Hilfe dieses Ergebnis-bitte üben!"

Es wurden in dem Fall von 25 Minusaufgaben 3 gelöst, davon eine falsch.

Ich hab Robin daraufhin gefragt, wer denn die "Hilfe" war.....ein Mitschüler, der selbst alles fertig hatte.....Hallo? Das kann man doch nicht ne richtige Hilfe nennen. Der Junge kann das doch nicht erklären, wie es eine Lehrerin kann.

Naja, wie auch immer- ich hab mich dann mit ihm hingesetzt und siehe da- die fehlenden 17 Aufgaben hat er mit seinen Rechenplättchen in 35 Minuten selbständig gelöst! Nur 3 Fehler.


Und so geht das ständig!!! In der Schule geht alles schief (obwohl er sich dort wirklich Mühe gibt wie er sagt und wie es auch die Lehrerin sieht) und daheim klappt es. Kennt Ihr das?

Die Lehrerin glaubt mir das nicht so wirklich. Hab schon Angst, das sie ihn für doof hält, es fiel auch schon das Wort LERNBEHINDERT.
Aber dann würde es ja hier auch nicht klappen.

Es kann aber auch nicht sein, das er in der Schule einfach keinen Bock hat, denn ihm wäre es auch lieber, er hätte seine HA fertig, wenn er heim kommt.

Sein Selbstwertgefühl ist zur Zeit nicht das Beste und er hat Angst, die erste Klasse zu wiederholen. Ein Mitschüler wiederholt grad, daher kommt er wohl darauf.
Aber wieso zeigt er dann nicht, was in ihm steckt???
Ich versteh ihn einfach nicht.

Gehts Euch ähnlich?

Und meint Ihr, er muss wiederholen?
Er lernt vielleicht langsamer als manch anderer, aber die Grundprinzipien sitzen!

LG, Tanja

Beitrag von schneckchenonline 06.02.11 - 21:10 Uhr

22, nicht 17, sorry

Beitrag von isa-bel.le 06.02.11 - 21:24 Uhr

Also.. ich würde wirklich nochmal ein ernstes Wörtchen mit der Lehrerin sprechen.
Wenn ich weiß, dass mir niemand etwas zutraut und mich mein Lehrer für dumm hält und es nicht mal für nötig hält mir was zu erklären wäre ich auch nervös und würde meine Aufgaben wahrscheinlich nicht schaffen.

Meine Tochter ist zwar noch nicht in der Schule aber im Kindergarten schaffen es die Betreuer auch nicht, darauf zu achten dass sie mal ihr Pausenbrot isst oder etwas trinkt.. ( auch wenn das was anderes ist, aber was die Aufmerksamkeit auf die Kinder betrifft ist dass das selbe).

Und ihn als Lernbehindert zu bezeichnen ist wohl die Höhe..
gerade in der ersten Klasse ändert sich sehr viel für die Kinder - da brauchen sie verständnisvolle und gute Pädagogen...und ich weiß noch aus meiner eigenen Schulzeit wieviel unfähige Lehrer es gibt, die eindeutig den falschen Beruf haben.

Sprich auch mal mit den anderen Eltern, wie es ihren Kindern in der Schule ergeht. Vielleicht geht es ja manchen ähnlich.
Und es kann auch WIRKLICH sein, dass die Lehrerin deinen Sohn einfach nicht mag... ich weiß man sollte immer erst mal auf die Lehrer hören und so..aber wie schon oben erwähnt.. manche Lehrer sind einfach ungeeignet..und mögen manche Kinder nicht, und sind gemein ...

Frag deinen Sohn mal ob er seine Lehrerin mag...

lg,

Isabelle

Beitrag von 1familie 06.02.11 - 21:35 Uhr

Hallo,

in erster Linie würde ich mein Kind fragen, warum es seine HA nicht in der Schule schafft - das scheinst du noch nicht gemacht zu haben.

mein Sohn wprde das auch gern in der Schule schaffen, ABER ...... er sagt, genau wie die Hortnerin das er in der HA zeit einfach zu entspannt ist (d.h. er möchte ich der Zeit ausruhen) um die Aufgaben zu machen.
ICh verstehe das und wir machen die HA dann daheim und richtig ohne das maulen muss.

Bei uns ist das der Grund, warum es daheim klappt und nicht in der Schule.
Kinder sind verschieden und ich würde mich mit der Lehrerin zusammensetzen, anstatt mich zu bekriegen. Kinder sind nicht dumm und sehen und lernen von den Eltern.

Am Anfang der Schulzeit abt uns die Lehrerin das wir nicht über sie mit den Kindern reden sollten, sondern lieber mit ihr.

Gruss

Beitrag von marion2 07.02.11 - 08:34 Uhr

Hallo,

geh mal hin und hörs dir an.

Ja, nicht sehen sondern hören.

Für gewöhnlich ist es im Hort einfach zu LAUT.

Gruß Marion

Beitrag von loonis 07.02.11 - 08:41 Uhr




Hallo Tanja,


unser Luca geht in d.2.Klasse ...
er ist auch Hortkind ...
Luca ist sehr viel weiter als seine Mitschüler ,von Anf. an ...
seine Hausaufgaben macht er schon oft im Unterricht (darf er ,
ist mit d.Lehrerin so abgesprochen) ...
Hat er noch Hausaufgaben zu machen,dann nutzt er d. Zeit
im Hort dafür fast NIE ....
Es klappt bei uns besser ,wenn Luca d.Aufgaben dann erst
zu Hause macht ,denn er möchte d. Zeit im Hort lieber
zum Spielen nutzen...
Manchmal machte er d.Hausaufgaben im Hort ,dann sahen
sie aber oft unmöglich aus ....er hat sich da nicht sonderlich
Mühe gegeben ....
Nach etlichen Gesprächen kam dann eben raus ,dass Luca halt lieber erst einmal nach d.Schule +Mittagessen spielen möchte ...
irgendwie braucht er das.
Die Hausaufgaben werden dann hier zu Hause dafür ratz fatz in 10-20 min
ordentl. u. sauber erledigt.

LG Kerstin

Beitrag von amaramay 07.02.11 - 08:46 Uhr

Hallo, mein sohn ist auch in der 1. Klasse und in Mathe nicht unbedingt ein Ass, deshalb übe ich zuhause mit ihm. In dem Übungsheft musste ein Seite mit 48 !!! Aufgaben in Minuten geschafft werden und das hat er ohne Hilfsmaterial in der vorgeschriebenen Zeit hinbekommen. Im Vergleich dazu braucht dein Sohn noch wirklich sehr viel Zeit. 22 Aufg. in 35 Minuten ist schon der Hammer. Bei der 1. Lernzeilkontrollen hatten die Kinder für ca. 55-60 Aufg. 30 Minuten Zeit. Mein Sohn hat nach 15 Minuten abgegeben. Der Klassendurchschnitt lag bei 16 Minuten.
Ich denke, er muss wirklich zügiger arbeiten.
Wenn er sowieso Probleme in Mathe hat, dann kann ich dir dieses Heft nur empfehlen.

Das Übungsheft Denk-und Rechentraining für die 1. Klasse
ISBN 978-3-619-15454-8

LG D.

Beitrag von amaramay 07.02.11 - 08:49 Uhr

48 Aufgaben in 5 Minuten

Beitrag von renate61 07.02.11 - 08:50 Uhr

Mann kann die Arbeitssituation deines Kindes zuhause nicht mit der Klassensituation vergleichen.Zuhause hat er eine 1:1 Betreuung.
Der Lärmpegel ist geringer und er kann sein Arbeitstempo weitesgehend selbst bestimmen.
Insofern ist die Mitteilung der Lehrerin doch positiv zu sehen.
Sie sieht das er unter den gegebenen Umständen in der klasse (noch) nicht das Tempo mithalten kann und empfiehlt Dir zuhause mit ihm zu üben um den Stoff zu vertiefen.

Beitrag von manavgat 07.02.11 - 12:31 Uhr

Ich würde das Kind mal komplett beim Kinderarzt durchchecken lassen, Hör- + Sehtest, Test visuelle und auditive Wahrnehmung. Wir hatten hier schon Kinder, die einfach den Lärm im Klassenraum nicht ertragen und ähnlich schlechte Arbeitsergebnisse haben, obwohl sie es können.

Gruß

Manavgat

Beitrag von ilva08 07.02.11 - 20:00 Uhr

In der Betreuung machen viele Kinder (15? 20?) in Begleitung von 1-2 Betreuerinnen Hausaufgaben. Das ist der normale Schlüssel. Schließlich sollten Hausaufgaben weitgehend selbstständig erledigt werden.
Alles andere wäre keine HausaufgabenBETREUUNG, sondern bereits Nachhilfeunterricht.

Ich bin auch der Meinung: 35 Minuten für 17 Aufgaben mit Hilfe von Rechenplättchen in 1:1 Betreuung durch die Mutter... das ist happig.

Da kann man auch nicht mehr von "zu Hause klappt es" sprechen. Dein Kind hat die Aufgaben nach 35 Minuten, richtig, aber nur aufgrund intensiver Hilfe deinerseits.
Und es braucht zweieinhalb Minuten PRO AUFGABE... ich nehme an, da läuft noch ganz viel übers reine Zählen? Und man muss deinem Sohn helfen, damit er die Rechenplättchen richtig nutzt?
Ich finde, deine Schilderungen klingen tatsächlich besorgniserregend.

Tut mir Leid, ich würde dir gerne etwas anderes erzählen, aber so sehe ich es.

Vielleicht ist dein Kind tatsächlich ein Spätentwickler...was meinst du denn mit "Die Grundprinzipien sitzen"?

LG

Beitrag von ilva08 07.02.11 - 20:02 Uhr

Tschuldigung, ich seh grad: Es sind eher 2 Minuten pro Aufgabe. Ist leider trotzdem happig. :-( #liebdrueck

Beitrag von bi_di 08.02.11 - 05:34 Uhr

Mein Sohn macht seine Hausaufgaben üblicherweise im Hort, da braucht er ca. 20 Minuten. Zuhause ist er in 5 - 10 Minuten fertig. Bei 15 Kindern hat man halt mehr Ablenkung und einen höheren Lärmpegel. Aber auch damit müssen sie lernen umzugehen.

>>Ich hab Robin daraufhin gefragt, wer denn die "Hilfe" war.....ein Mitschüler, >>der selbst alles fertig hatte.....Hallo? Das kann man doch nicht ne richtige Hilfe >>nennen.
Naja, eigentlich sollten sie die Erklärungen im Unterricht gehabt haben, so das sie die Hausaufgaben selbstständig erledigen können. Und 22 Aufgaben in 35 Minuten ist tatsächlich langsam. Was allerdings noch lange nicht heisst, er ist lernbehindert.

>>Aber wieso zeigt er dann nicht, was in ihm steckt???
>>Ich versteh ihn einfach nicht.

Jetzt bau' mal keinen Druck auf. Irgendwas läuft noch nicht rund und statt ihm Vorwürfe zu machen, solltest Du mal schauen, woran es liegen könnte.

Was sagt denn seine Lehrerin? Wie schneidet er bei Tests in der Schule ab?

Grüsse
BiDi